News Gespräch in Böblingen: Spahn stellt sich den Fragen einer Krankenpflegerin

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Krankenpflegerin Tanja Pardela kämpft hartnäckig für eine bessere Pflege. Nach einem wütenden Brief an den Bundesgesundheitsminister besuchte Jens Spahn sie nun in Böblingen – und muss sich dort einiges anhören.

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"Man sei ja kräftig dabei, für mehr Geld, mehr Stellen und mehr Pflegekräfte zu sorgen. „Aber was über Jahre sich in die falsche Richtung gedreht hat, kriegen wir auch nicht in ein paar Wochen umgedreht“, sagt er."

Ja, da hat er natürlich recht. Aber allzuviel Aktivität seitens unserer Regierung bzw. Herrn Spahn merkt man bislang noch nicht.

„Eine Mindestgrenze ist eine schwierige Sache, weil es dann heißt, das reicht“, so Pardela. „Die Untergrenze ist ja nicht mit dem Würfel entstanden“, entgegnet Spahn. Für die einen sei die Grenze zu hoch, für die anderen zu niedrig.
Es gebe viele Kliniken, die die Grenze bereits heute nicht schafften. Die würden ihm vorwerfen, dass er schuld sei, dass sie Patienten abweisen müssten, sagt der Minister."


... und das wäre auch genau richtig so! :up:
Es kann ja nicht sein, daß das ganze System nur noch auf Kosten unserer Knochen funktioniert! :evil1:

"Beim einstündigen Treffen kommt Pardela dann am Ende gar nicht so häufig zu Wort, weil mehr als ein Dutzend weitere Leute am Tisch sitzen – Ärzte, Direktoren, Geschäftsführer, Landräte."

Ach wer hätt´s gedacht... :roll:

"Spahn wünscht sich abschließend, dass mehr über die positiven Seiten des Pflegeberufs gesprochen wird."

Klar. :lol1: Das täten wir ja gerne, aber es überwiegen nun mal schon seit einigen Jahren die negativen.
Also über was sollen wir groß sprechen?

Trotzdem finde ich die Aktion der Kollegin klasse. :daumen: Auch wenn sie (erwartungsgemäß) nicht viel erreichen konnte.
Die Berufspolitiker sind einfach rhetorisch so gut geschult, daß wir normalen Menschen dagegen kaum ankommen; das hat man ja auch gesehen, als der Lindner die Kollegen besucht und totgequatscht hat.
Und wenn der Politiker trotz allem nicht mehr weiterweiß, hat er einen Stab von Beratern und Helfern, die ihn schon mit jeder Menge Argumentationshilfen versorgen...
 
Immerhin der erste Politiker, der sich des Themas nicht nur rhetorisch annimmt. Die Pflege ist jahrelang kaputt gespart worden, das ist nicht mal eben so wieder herzustellen. Er mag auch evtl. nicht immer die optimalen Mittel wählen, aber er tut überhaupt etwas.
Auch ich wünschte mir, dass die Pflege mal weniger jammert und etwas tut. Warum nicht mal darüber reden, was uns an unserem Beruf gefällt?
Er hat sich zumindest nicht gescheut mit dieser Kollegin in den persönlichen Dialog zu treten und das verdient Anerkennung.
 
Immerhin der erste Politiker, der sich des Themas nicht nur rhetorisch annimmt.
Das stimmt nicht ganz.
Ich finde, daß sein Vorgänger Gröhe mehr für die Pflege getan hat.
Dessen Vorgänger (Ulla Schmidt, Philip Rösler und Daniel Bahr) waren allerdings Totalausfälle. :roll:
Auch ich wünschte mir, dass die Pflege mal weniger jammert und etwas tut. Warum nicht mal darüber reden, was uns an unserem Beruf gefällt?
Was konkret sollen sie denn tun? Und, ja, es stimmt; es ist schon wichtig, die Profession Pflege nicht nur schlechtzureden. Allerdings halte ich das Beschönigen übelster Zustände auch nicht für richtig.
Wenn man hofft, auf diese Art und Weise neue Leute (Schüler) in die Pflege bringen zu können, dann merken die doch spätestens beim ersten Praxiseinsatz, was wirklich los ist.
Er hat sich zumindest nicht gescheut mit dieser Kollegin in den persönlichen Dialog zu treten und das verdient Anerkennung.
Im Prinzip ja, aber wenn ich dann schon wieder lese, daß sie kaum zu Wort kam, weil Ärzte, Geschäftsführer, Landräte u. ä. unbedingt mit am Tisch sitzen mußten (was haben die denn da reinzuquatschen?), dann wird das an sich gute Unterfangen wieder ad absurdum geführt. 8-)
 
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