News Fachkräftemangel: Wirtschaftsweise blicken in die Zukunft

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Mit Blick auf die demografische Entwicklung mahnen die Wirtschaftsweisen an, vorhandene Potenziale im Gesundheitswesen besser auszuschöpfen. Einen Fachkräftemangel in der Pflege sehen sie noch nicht, wohl aber Engpässe.

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"Entgegen verbreiteten Klagen sieht der Rat zwar noch keinen flächendeckenden Fachkräftemangel. Aber es gebe inzwischen zahlreiche Engpassberufe. Diese sind so definiert, dass auf 33 Arbeitslose 100 offene Stellen kommen."

Bin immer froh, wenn ein Rat mit geballter Fachkompetenzen in Medizin, Pflege, Bildung etc. sowas sagt. Also sehe ich das Richtig, das 33% der Stellen in diesen Bereichen nicht mit Personal ausgestattet werden können? Ab wann beginnt denn ein Fachkräftemangel? Vielleicht ja mit 50%! Er ist nicht flächendeckend? Vielleicht hat der Bildungs- und Pflegesektor ähnlich wie in der Medizin gar keinen Mangel, sondern ein Verteilungsproblem?

Bin für eine Fachkräftetombola... Wer das los mit dem Punkt bekommt, muss in Strukturschwache gebiete ziehen!
/Ironie und Polemik aus/

"Erhebliche Effizienzpotenziale sieht der Rat im Krankenhaussektor. Nach Einführung des Strukturfonds sollten weitere Schritte folgen. Außerdem würden Investitionen benötigt, um die Substanz der Krankenhäuser zu erhalten."

Bin ja mal gespannt woher die kommen sollen...

"Dieser Verpflichtung kämen die Länder seit geraumer Zeit nicht ausreichend nach. Mittelfristig habe dies negative Auswirkungen auf die Qualität der Patientenversorgung. Ein möglicher Ausweg sei der Übergang zu einer monistischen Finanzierung."

Gott sei Dank hat man hier eine Lösung parat. Ich denke in der Tat, dass die Länder ihrer Aufgabe nicht ausreichend nachkommen, aber ob eine monistische Finanzierung in den Zeiten, wo Krankenkassen häufig beteuern kein Geld zu haben und damit nicht spendabel umgehen, der richtige Weg ist? Bin mir da nicht so sicher.

"Notwendig sei ferner eine effektive Steuerung der Patienten im komplexen und für den einzelnen oft undurchschaubaren Gesundheitswesen. Dies könne verhindern, dass Patienten die Notfallambulanzen der Krankenhäuser ohne akuten Notfall aufsuchen und so teure Krankenhauskapazitäten binden. Der Sachverständigenrat verweist auf Dänemark, wo Notfallpatienten über ein Telefonleitsystem gesteuert werden."

Das ist wohl richtig. Auch denke ich wäre eine Flächendeckende Initiative für aufbau und förderung des Case Managementes auch ein wichtiger Beitrag zu senkung der Rehospitalisierungrate und verbesserung der Lebensqualität
Structured review: evaluating the effectiveness of nurse case managers in improving health outcomes in three major chronic diseases. - PubMed - NCBI

Ein Hinauszögern der "Heimeinweisungen" und damit auch wieder Kostenentlastung.
https://pdfs.semanticscholar.org/04b4/5317f117a845c33001170e24056d76a8ebcc.pdf

"Notwendig sei dazu Innovationsoffenheit, insbesondere im Bereich digitaler Angebote, der Telemedizin, der Robotik und der Sensorik."

Ich bin ja sehr offen für Innovation und auch Robotik. Aber bei Gutachtern wie den "Wirtschaftsweisen" bin ich mir nie so ganz sicher was sie damit meinen :D
 
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Reaktionen: Martin H.
In dem Artikel wurde ja "Wirtschaftsweisen" passend in Anführungszeichen geschrieben. :D
Mit Verlaub ist ein Fachkräftemangel schon lange da.
Und diese Pseudodefinition "Engpaßberufe" (dass auf 33 Arbeitslose 100 offene Stellen kommen) kann man sich getrost in die Haare schmieren: Da brauch ich bloß als Arbeitgeber keine Stellen mehr ausschreiben, weil ich ja angeblich "alle Stellen vollbesetzt" hab, und schon fällt es nicht mehr unter die Definition... :schraube:
Klar, wenn ich die Stellen vorher abgebaut hab, dann sind auch keine mehr offen...
 
Ups, Falsch geschrieben, aber das richtige Gedacht :D

Aber Danke für die Korrektur ;)