News EU-Kommission verklagt Deutschland wegen fehlender Umsetzung der Berufeanerkennungsrichtlinie

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Die EU-Kommission hat beschlossen, Deutschland, Frankreich und Belgien vor dem Gerichtshof der Europäischen Union zu verklagen. Diese Länder haben es versäumt, die vollständige Umsetzung von EU-Rechtsvorschriften über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (Richtlinie 2013/55/EU) mitzuteilen. Die überarbeitete Richtlinie hätte bis zum 18. Januar 2016 in nationales Recht umgesetzt werden müssen.

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"Zur Erinnerung: die EU-Kommission hatte im Oktober 2013 nach 35 Jahren die Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifikationen reformiert und EU-weit die Mindeststandards für die Ausbildung angepasst. Zu den geregelten Berufen zählt u.a. auch die Krankenpflege. Die EU-Kommission wollte die Ausbildungsvoraussetzung auf zwölf Jahre Schulbildung oder Äquivalente anheben – seinerzeit der Standard in 24 von 28 EU-Mitgliedsstaaten. Die deutsche Bundesregierung hat dieses Vorhaben mit allen Mitteln blockiert und erreicht, dass die Zulassung zur Ausbildung entweder eine zwölfjährige allgemeine Schulbildung (…) oder eine mindestens zehnjährige allgemeine Schulbildung voraussetzt (Artikel 31, Abs. 1). Die Berufeanerkennungsrichtlinie hätte bis zum 18. Januar 2016 in nationales Recht umgesetzt werden müssen. Die Bundesregierung hätte dies gegenüber der EU-Kommission bestätigen müssen, was bis dato nicht der Fall ist."
Öööhm... so ganz verstehe ich´s jetzt nicht.
Da ja hier ohnehin Deutschland seine Regelung durchgedrückt hat, ändert sich doch - bei uns - eh nix? :gruebel:
Oder?
 
Na ja... dat is ja das Problemchen. Meines Wissens nach sind die deutschsprachigen Länder die einzigen in der EU in denen die Pflege hauptsächlich gelehrt und nicht studiert wird. S.o.heißt, die Bundesregierung arbeitet nach Kräften daran dass der Beruf der Krankenpflege in Deutschland weiterhin das niedrige Ansehen in der Gesellschaft, bei Ärzten, Patienten und so weiter haben wird... mit allen sich daraus ergebenden Problemen wie z.b. dem niedrigen Lohn
 
Nachwuchsmangel...
 
Also: erstmal wird sich tatsächlich nichts ändern ...wenn wir uns nicht selbst um eine ernstzunehmende Interessenvertretung (vielleicht die Kammer) gegenüber der Politik und Gesellschaft kümmern...
 
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Meines Wissens nach sind die deutschsprachigen Länder die einzigen in der EU in denen die Pflege hauptsächlich gelehrt und nicht studiert wird.
Eigentlich im Prinzip nur noch Deutschland... in Österreich gab es vor kurzem eine Gesetzesänderung, und Pflege wird schrittweise akademisch: „Pflegeausbildung Neu” in Österreich
Außerdem hat man sich dort auch für die Generalistik entschieden (Österreich war das m. W. einzige Land außer uns, das noch an drei unterschiedlichen Pflegeberufen festhielt).
In der Schweiz gibt es sowohl Akademisierung als auch Generalistik m. W. schon lang.
S.o.heißt, die Bundesregierung arbeitet nach Kräften daran dass der Beruf der Krankenpflege in Deutschland weiterhin das niedrige Ansehen in der Gesellschaft, bei Ärzten, Patienten und so weiter haben wird... mit allen sich daraus ergebenden Problemen wie z.b. dem niedrigen Lohn
Schon klar, es gibt mächtige Lobbyisten/Interessengruppen hierzulande, die absolut kein Interesse daran haben, daß die Profession Pflege erstarken könnte; insbesondere dank dieser Gruppen wurde eine echte Generalistik leider erst mal verhindert. :(
Aber was mich gewundert hat: Deutschland hat ja im Prinzip seine Vorstellungen in Europa gegen die Mehrheit der anderen Länder durchgedrückt. Drum verstehe ich nicht so ganz, was sich jetzt für uns (=BRD) geändert haben soll, das wir in "nationales Recht" umsetzen sollen...
 
Vielen Dank für die Info! Jetzt kann ich noch dramatischer argumentieren :mryellow:
Wie ich das verstehe, ändert sich erstmal nix für uns- ich sehe den Post der Redaktion als Info wie's bei den EU- Nachbarn läuft und freue mich, dass die EU- Gesetzgebung meiner Meining ist:hicks:
 
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