Positionspapiere - DBFK
In der Tat sind die Ansätze und Ideen des DBfK interessant und - man sollte es kaum glauben - es gibt bereits Kliniken die das Ganzen aktiv in die Umsetzung nehmen. Das sind auch nicht zwingend grosse Zentren bzw. Universitätskliniken und sie sind auch weit verstreut. Aber es tut sich langsam etwas.
Allerdings müssen die Verbände auch sofort daran arbeiten, die "Basis" mitzunehmen und aktiv einzubeziehen - KollegInnen, die nicht akademisiert sind und dies auch noch nicht oder nie sein wollen, aber über langjährige Berufspraxis verfügen.
Für diese schwebt nun, zusammen mit der Idee der generalistischen Ausbildung, ein neues Konzept über den Köpfen...das sie evtl. aussen vor lässt und emotional "abwertet".
Wenn z.B. "Freistellung der BSN mit einem definierten Zeitbudget für spezifische Aufgaben" gefordert wird, sehen doch viele, dass dies in ihrer täglichen Praxis (Praxisanleiter, Beauftragte, QM, Aus- und Weiterbildung, etc.) schon kaum funktioniert.
Und wären die akademisierten KollegInnen dann evtl. sogar noch höher eingruppiert, dann ist Ärger vorprogrammiert.
Ich kann in diesem Zusammenhang gerne 'mal das Ende einer Diskussion zum Thema "Akademisierung/Professionalisierung" wiedergeben:
"Ich brauche keine Köpfe die denken, sondern Hände die schaffen und Beine die laufen!Ich hab' hier schon genug Akademiker [Verf.: gemeint sind die Ärzte], die nichts gebacken kriegen!"
Der Kollege steht mit seiner Meinung und seinem Frust nicht alleine. Das mahnt, bei allem Optimismus, zur Vorsicht.