News DBfK setzt auf hochschulisch ausgebildete Pflegekräfte

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In einem Positionspapier fordert der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Arbeitgeber in Gesundheitswesen und Pflege auf, hochschulisch ausgebildete Pflegefachpersonen in der direkten Versorgung von Bewohnern bzw. Patienten einzusetzen. Dies sei, so der Berufsverband, ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Versorgungsqualität.

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Finde die Ansätze des DBfK wirklich interessant und würden meinen Vorstellungen entsprechen.
 
Positionspapiere - DBFK
In der Tat sind die Ansätze und Ideen des DBfK interessant und - man sollte es kaum glauben - es gibt bereits Kliniken die das Ganzen aktiv in die Umsetzung nehmen. Das sind auch nicht zwingend grosse Zentren bzw. Universitätskliniken und sie sind auch weit verstreut. Aber es tut sich langsam etwas.

Allerdings müssen die Verbände auch sofort daran arbeiten, die "Basis" mitzunehmen und aktiv einzubeziehen - KollegInnen, die nicht akademisiert sind und dies auch noch nicht oder nie sein wollen, aber über langjährige Berufspraxis verfügen.
Für diese schwebt nun, zusammen mit der Idee der generalistischen Ausbildung, ein neues Konzept über den Köpfen...das sie evtl. aussen vor lässt und emotional "abwertet".

Wenn z.B. "Freistellung der BSN mit einem definierten Zeitbudget für spezifische Aufgaben" gefordert wird, sehen doch viele, dass dies in ihrer täglichen Praxis (Praxisanleiter, Beauftragte, QM, Aus- und Weiterbildung, etc.) schon kaum funktioniert.
Und wären die akademisierten KollegInnen dann evtl. sogar noch höher eingruppiert, dann ist Ärger vorprogrammiert.

Ich kann in diesem Zusammenhang gerne 'mal das Ende einer Diskussion zum Thema "Akademisierung/Professionalisierung" wiedergeben:

"Ich brauche keine Köpfe die denken, sondern Hände die schaffen und Beine die laufen!Ich hab' hier schon genug Akademiker [Verf.: gemeint sind die Ärzte], die nichts gebacken kriegen!"

Der Kollege steht mit seiner Meinung und seinem Frust nicht alleine. Das mahnt, bei allem Optimismus, zur Vorsicht.
 
"Ich brauche keine Köpfe die denken, sondern Hände die schaffen und Beine die laufen!Ich hab' hier schon genug Akademiker [Verf.: gemeint sind die Ärzte], die nichts gebacken kriegen!"

Der Kollege steht mit seiner Meinung und seinem Frust nicht alleine. Das mahnt, bei allem Optimismus, zur Vorsicht.
Bei allem Respekt: Wenn eine Leitung ein solches Bild von ihren Mitarbeitern hat, dann gute Nacht. Was sind wir dessen Meinung nach? Die Arbeiterinnen im Bienenstock, mit ihm als Königin? Vielen Dank auch!

By the way: Kein Mensch will wirklich nicht mit-denkende Mitarbeiter am Patientenbett sehen!
 
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Reaktionen: Romsen2014
Hallo
Bin ja durchaus Optimist, Akademisierung der Pflege ist nichts schlechtes, aaaaaaaber : Bei uns muss die Stationsleitung zaubern wenn sie sich einen Orgatag pro Monat freischaufeln kann um Dienstpläne und anderes administratives Zeug machen zu können. Unsere Praxisanleiter erledigen ihre Schreib - , Vorbereitungs - und Nachbereitungsarbeiten in der Freizeit, kurz jeder der bei uns etwas zusätzliches macht bekommt keine Freistellung. Die Hände die am Bett arbeiten reichen hinten und vorne nicht. Wir hatten kurzzeitig eine akademische Pflegefachkraft, die bekam das gleiche Geld, hat die gleiche Arbeit gemacht wie der Rest von uns. Sie hat die Klinik gewechselt, ihr wurde eine Menge zugesagt. Jetzt hat sie das Gleiche wie bei uns. Sie überlegt ernsthaft aus der Pflege auszusteigen. Was wir brauchen sind Köpfe die denken, Beine die laufen und Hände die schaffen. Die Pflicht sich als GKP zu registrieren und nachweislich weiterzubilden halte ich für enorm wichtig. So einige meiner Kollegen/innen arbeiten noch auf dem Stand Ihres vor Jahrzehnten erworbenen Examens. Dem Arbeitgeber ist das wurscht. Er bietet seine paar Pflichtfortbildungen im Jahr an, ob dann jemand dran teilnimmt oder nicht ....egal.
Alesig