News DBfK Nordwest rügt Dortmunder Kliniken für ‚Antrag auf Aussetzung der...

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(Hannover) „Die Qualität der pflegerischen Versorgung muss in den Mittelpunkt des strategischen Krankenhausmanagements rücken“, fordert Martin Dichter, Vorsitzender des DBfK Nordwest e.V., als Reaktion auf einen offenen Brief von fünf Dortmunder Klinikgeschäftsführungen. Diese hatten zuvor eine Aussetzung der Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) für den Dortmunder Raum gefordert, da sie die durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erlassenen Mindestpersonalbesetzungen für Intensivstationen zum 01.01.2019 nicht einhalten könnten.

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Hervorragender Kommentar!
Und gut finde ich auch, daß die besagten Kliniken namentlich benannt werden:

"Mit einem „Antrag auf Aussetzung der Pflegepersonaluntergrenzenverordnung für den Bereich der Intensivmedizin1 in der kreisfreien Stadt Dortmund“ haben sich die Geschäftsführungen der fünf Dortmunder Kliniken bzw. Klinik-Gesellschaften
- Kath. St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund gGmbH
- Lukas-Gesellschaft Dortmund – Castrop-Rauxel
- Klinikum Dortmund gGmbH
- Hüttenhospital Dortmund
- St.-Marien Krankenhaus Lünen/Werne
in einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gewandt."

Jetzt weiß jeder genau, WER der Pflege wieder in den Rücken fällt... :angryfire:
 
Es sind doch in der PpUGV wirklich noch genug Schlupflöcher vorhanden.
Dieser Antrag auf Aussetzung ist eine peinliche Sache für Geschäftsführer, die sich eher fragen sollten, warum das eigene Haus, nicht mal die unterste Untergrenze vorhalten (kann, weil nie wollte). Und das offenbar seit Jahren (Jahrzehnten?).
Wie toll würden es diese Damen und Herren finden, wenn die eigene schmerzgeplagte Mutti auf der ITS (ewig) warten muss, weil die zuständige Fachkraft gerade bei den anderen 1, 5 (auch so´n Witz) also 2 Patienten beschäftigt ist.
Vielleicht habe ich da etwas verpasst, aber existieren evidenzbasierte Studien darüber, dass/ob ein wacher Patient weniger arbeitsintensiv ist als ein Beatmeter?

Noch dies: Auszug aus einer Stellenausschreibung einer dieser sehr bemühten Kliniken
..engagierte und motivierte Teams mit einer hohen Fachkraftquote sowie Organisationsstrukturen, die Ihnen eine Einarbeitung in Ihre Tätigkeiten erleichtern
...gute Arbeitsbedingungen
..Die Vergütung erfolgt nach ...TVöD...inklusive ...üblichen Sozialleistungen ( einschließlich Zusatzversorgung)
Wow Gehalt normal, Sozialleistungen normal, huuuiiii Zusatzversorgung.
Hohe Fachkraftquote ...hmmm ... aber Antrag auf Aussetzung? Organisationsstrukturen, die eine Einarbeitung ermöglichen? Und natüüüürlich gute Arbeitsbedingungen.
Ich verstehe gar nicht,warum diese Kliniken unter Personalnot leiden.
VG Lusche
 
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es gibt in Do übrigens noch einen Klinikverbund :cheerlead:, ich bin (er ist wahrlich kein EngelAG) nicht überrascht, dass er fehlt :smlove2:. Dort gibt es auch einen sehr gut funktionierenden BR! Selbstverständlich auch TVöD
 
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Dann kann der DBfK seinen Kommentar gleich auch noch an die Arbeitsgemeinschaft kommunaler Großkrankenhäuser (AKG) weiterleiten. Diese warnen nun auch vor Versorgungsengpässen:
...Auf die bevorstehenden Risiken macht die Arbeitsgemeinschaft kommunaler Großkrankenhäuser (AKG) aufmerksam. Zu dem Verein gehören 21 Krankenhausunternehmen. Sie stehen für etwa 8 Prozent der stationären Versorgung in Deutschland. [...] „Wir rechnen mit einer Einschränkung von 10 bis 20 Prozent der Intensivbetten“, verdeutlicht Helmut Schüttig, Geschäftsführer der AKG die Brisanz der Lage...
Es ist schon eine Schande, wie unverfroren die Geschäftsleitungen dieser Häuser ihre schlechten Personalschlüssel verteidigen. Wir können nur hoffen, dass Herr Spahn nicht ein weiteres Mal vor der Krankenhauslobby einknickt.

Gruß spflegerle
 
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Es ist schon eine Schande, wie unverfroren die Geschäftsleitungen dieser Häuser ihre schlechten Personalschlüssel verteidigen. Wir können nur hoffen, dass Herr Spahn nicht ein weiteres Mal vor der Krankenhauslobby einknickt.
In der Tat. Und wenn man dann noch bedenkt, wie wachsweich die derzeitigen Vorgaben sind... :roll::schraube:
 
In der Tat. Und wenn man dann noch bedenkt, wie wachsweich die derzeitigen Vorgaben sind... :roll::schraube:

Wie wahr, wie wahr... sehr traurig. Tatsächlich glaubt doch kaum einer von uns, dass mit den derzeitig geplanten Regeln in der PpUGV sich in der Realität auch nur ein kleines bißchen etwas verbessern wird an der prekären Personalsituation.
Und dann kommen diese [bitte unglaublich derbes Schimpfwort mit fassungslosem Unterton einsetzen] Geschäftsführungen und wollen auch noch unter den Vorgaben der PpUGV bleiben...

Gruß spflegerle
 
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