Beschwerdegesellschaft

Moni

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hallo,

also eins muss ich mal los werden. der zwischenmenschliche umgang lässt immer mehr zu wünschen übrig, heute wird sich nur noch beschwert!!! wahrscheinlich ist das so in unserer gesellschaft schon normal, dass sich keiner mehr mit konflikten auseinander setzen will und kann. jeder denkt nur an sich und seinen vorteil.
der ständig größer werdende druck unserer arbeitswelt, trägt dazu sicherlich bei. wo ist das alles hin? das interesse für seinen nachbarn, arbeitskollegen oder auch patienten?
mmhhh frag mich wo soll das alles noch hin führen? :|

liebe grüße
 
B

Brady

Gast
Hallo Moni,

könntest Du bitte mal konkreter werden? Ich weiss nicht was Du meinst?
So global kann ich es nicht verstehen. Im Leben gibt es Zeiten wo man sich beschweren sollte und auch Zeiten wo andere Dinge wichtiger sind...sich z.B. anzupassen.

Konflikte austragen ist auch wichtig. Aber es gibt auch Zeiten wo man vielleicht auch mal zurückstecken sollte.

Liebe Grüße Brady
 

Micke

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Moni schrieb:
hallo,

also eins muss ich mal los werden. der zwischenmenschliche umgang lässt immer mehr zu wünschen übrig, heute wird sich nur noch beschwert!!! wahrscheinlich ist das so in unserer gesellschaft schon normal, dass sich keiner mehr mit konflikten auseinander setzen will und kann. jeder denkt nur an sich und seinen vorteil.
der ständig größer werdende druck unserer arbeitswelt, trägt dazu sicherlich bei. wo ist das alles hin? das interesse für seinen nachbarn, arbeitskollegen oder auch patienten?
mmhhh frag mich wo soll das alles noch hin führen? :|

liebe grüße

und das ist keine beschwere?? sprich doch mal die personen an, die deiner meinung nach sich immer beschweren.. vielleicht steckt ja mehr dahinter? wieso sollte jemand zufriedenheit vorgeben, obwohl er es nicht ist?
 

Imhotep

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Es ist immer die Frage, ob man es sich leisten kann, sich nicht zu beschweren.

Berechtigte Forderungen durchzusetzen ist ein Zeichen sozialer Kompetenz. Wenn das Gegenüber mit brachialer Gewalt gegen dich vorgeht oder du auf ALG II angewiesen bist, kannst du dir Sentimentalitäten eventuell nicht mehr leisten.

Ein verklärter Romantiker mit genügend finanziellen Background ist wahrscheinlich tolleranter.

Gruß Imhotep
 

Moni

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hallo,

um mal beispiele zu nennen, der großteil meiner arbeitskollegen regen sich den ganzen tag auf, egal über was. ich habe ganz und gar nichts dagegen, wenn man konstruktive kritik entgegen bringt und das ist auch gut so. aber es wird zuviel, wenn täglich über alles und jeden gemeckert und berschert wird. einmal sind die patienten zu pflegeaufwändig, dann wird gemeckert, dann ist wenig zu tun, dann wird wieder gemeckert. über jede neuerung wird sich beschwert und aufgeregt.

wir haben ein neues dokumentationssystem erhalten in unserer klinik, meine station regt sich so auf darüber. ich mein man kann es sowieso nur jetzt annehmen und schlecht finde ich es auch nicht.

da ich in einem sehr " alten kollegtiv" bin, das heisst alles nur ältere schwestern und ich die einzige junge schwester, ist es manchmal nicht einfach. meine kollegen sind schon etwas eingefahren und wollen keine neuerungen, da es sicherlich für sie auch schwierig ist, sich nochmal ganz und gar neu umzugewöhnen.

nun ist es aber unerträglich, wenn man zum frühdienst, bei der übergabe sich schon anhören kann, wie blöd, schlecht und bekloppt alles ist!

Thema Beschwerdegesellschaft ----> bezieht sich also mehr auf meine Arbeitskollegen, hab vielleicht überschrift falsch gewählt.

liebe grüße moni
 

Micke

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moni, schlag doch mal der stationsleitung oder der PDL ne supervision vor.. vielleicht kommt da mal raus und es kann einiges geregelt werden.
 

Imhotep

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Zitat Moni: ...nun ist es aber unerträglich, wenn man zum frühdienst, bei der übergabe sich schon anhören kann, wie blöd, schlecht und bekloppt alles ist!
Das sind eben Erfahrungswerte deiner älteren KollegInnen, die machen den Job wohl mittlerweile viel länger als es ein normaler Mensch imstande ist zu ertragen. Dazu kommen die permanenten Gehaltskürzungen durch den Arbeitgeber oder die Tarifkommission, "Arbeitsverdichtung", Urlaubskürzung, Arbeiten bis 67 usw. Soviel kannst du nicht essen wie du k***** möchtest. Es ist nicht die "schwere" der Arbeit, sondern der permanente Schwachsinn der dich mürbe macht, bzw. die Sinnlosigkeit des Tun's.

Wenn du da als junge, derzeit noch motivierte Novizin hinkommst verstehst du die Welt nicht mehr, in 30 Jahren wirst du deine KollegInnen mehr als gut verstehen. Eine Supervision ist in diesem Fall reine Geldverschwendung.

Gruß Imhotep
 

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