News BAP: "Spahns Pläne gegen Zeitarbeit werden scheitern"

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Der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) lehnt Einschränkungen beim Einsatz von Leiharbeitskräften in der Pflege ab. Er habe kein Vertrauen in den Plan von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Pflegepersonen an Kliniken zu binden aus der Anstellung bei einem Personaldienstleistungsunternehmen zurückzuholen.

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Warum gehen Kollegen in die Zeitarbeit? Ich habe da sehr unterschiedliche Antworten bekommen...

Gehalt und geldwerte Vorteile spielen eine Rolle, die Kollegen verdienen einiges mehr als wir Stammpersonal. Ein Kollege ist geschieden und muss für seine Kinder Unterhalt zahlen, so verdient er etwas mehr und kann über dem Selbstbehalt leben, da seine Ex selbst keinen Unterhalt von ihm will.
Eine andere Kollegin finanziert so ihre Eigentumswohnung in der alten heimat, die sie vermietet hat.7

Arbeitszeitregelung ist auch ein Grund, ein Kollege zum Beispiel arbeitet zu 75% aber ausschließlich Spätdienst und keine Feiertage und Wochenenden.
Eine andere Kollegin zog was Dienstplan betraf besonders in Sachen Urlaub immer den kürzeren, da sie keine eigenen Kinder hatte, die noch schulpflichtig und minderjährig waren. Deshalb waren die Ferienzeiten für sie als Urlaub tabu, oder Dienstplanwünsche wurden nicht so wie eingetragen berücksichtigt, als zeitarbeiterin kann sie da schon Ansprüche stellen.

Man ist nicht Teammitglied, einige Menschen sind eben keine Teamplayer und durch ihre Art haben sie eben nur kurze Beschäftigungsintervalle, sowas kann sich im Lebenslauf nicht so gut machen, deshalb Zeitarbeit.
 
Am Anfang dachte ich, der Spahn is gar nich übel.. inzwischen bin ich eines besseren belehrt worden. Hätte mich auch gewundert wenn sich tatsächlich was zum positiven verändert hätte.
 
Mit dem Spahn ging’s mir genauso wie Dir, Flora.
@aquarius2
Bei mir wär die Kohle ganz ok, nur die Dienstplanung ist inzwischen nur noch ein schlechter Witz. Das ist eine Frechheit, was einem da geboten wird.
 
Der Spahnentwickelt sich immer mehr zu einem zahnlosen Papiertiger, der sich als Marionette von Arbeitgeberverbänden führen lässt.

Bisweil fand ich die per Gesetz festgelegten Untergrenzen sinnvoll, die Ausführung und Sanktionierung der Missstände ist jedoch mangelhaft. Bis heute hat man keine Institution geschaffen, die auf die Missachtung reagiert.
Zumal die Gesetze so formuliert sind, dass es genug Lücken gibt, die man ausnutzen kann, um die Gesetze nicht einzuhalten.
Siehe Beispiel von Flora: Umdeklaration einer ITS zur IMC.

Dann das Abwerben der Fachkräfte aus dem Ausland, die noch zusätzlich in Deutschland nachqualifiziert werden müssen, da keine Anerkennung ihrer Abschlüsse existiert.

Gibt es in diesem Forum Registered Nurses aus den USA, die für die Tätigkeit in D noch eine Anerkennung brauchen?
Ein akademischer Abschluss der auf ein Ausbildungsniveau runterqualifiziert wird, da kein passendes Tätigkeitsfeld bis dato existiert?

Das ist doch eins der Probleme, die hierzulande keine Fachkräfte bindet.

Naja, warten wir mal ab, was der nächste Gesundheitsminister für tolle Einfälle hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Spahnentwickelt sich immer mehr zu einem zahnlosen Papiertiger, der sich als Marionette von Arbeitgeberverbänden führen lässt.

Bisweil fand ich die per Gesetz festgelegten Untergrenzen sinnvoll, die Ausführung und Sanktionierung der Missstände ist jedoch mangelhaft. Bis heute hat man keine Institution geschaffen, die auf die Missachtung reagiert.
Zumal die Gesetze so formuliert sind, dass es genug Lücken gibt, die man ausnutzen kann, um die Gesetze nicht einzuhalten.
Siehe Beispiel von Flora: Umdeklaration einer ITS zur IMC.
Meiner Meinung nach hat Spahn bzw. die Regierung durchaus gute Ansätze gebracht, eben z. B. die Personaluntergrenzen oder auch das Pflegeberufegesetz.
Nur hätten sie das konsequent durchziehen müssen, so ist es wieder nur verwässerter Mist - wie Du schon schreibst: Jede Menge Lücken. Außerdem müssten Personaluntergrenzen ZWINGEND über alle Bereiche gelten, in denen Pflegekräfte tätig sind.
Dann das Abwerben der Fachkräfte aus dem Ausland, die noch zusätzlich in Deutschland nachqualifiziert werden müssen, da keine Anerkennung ihrer Abschlüsse existiert.
Ich sag mal so, grundsätzlich hab ich nichts dagegen, AUCH ausländische Pflegekräfte anzuwerben - wenn diese nicht in ihren Heimatländern fehlen, WIRKLICH gut deutsch können (nicht so, wie es jetzt oft läuft) und deren Abschlüsse mindestens auf einem ähnlichen Niveau liegen wie unsere (was aber das geringste Problem darstellen dürfte, die meisten ausländischen Pflegekräfte besitzen akademische Abschlüsse).
Nur darf darüber nicht vergessen werden, endlich die Probleme hierzulande anzupacken - nur mit Anwerben ausländischer Kräfte ist es nicht getan.
 
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