News Aufruf an Arbeitgeber: Machen Sie mit bei der ‚Nightingale Challenge‘!

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Aus Anlass des kommenden weltweiten Jahrs der Pflegenden und Hebammen 2020 wurde Ende Juni beim Internationalen ICN-Kongress in Singapur die "Nightingale Challenge" gestartet. Der DBfK fordert Arbeitgeber im deutschen Gesundheitswesen ausdrücklich auf, sich zu beteiligen.

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"Was ist geplant? Arbeitgeber im Gesundheitswesen sind aufgefordert, sich an der Challenge verbindlich zu beteiligen. Sie zeichnen eine Selbstverpflichtung und führen in 2020 ein Trainingsprogramm für eine Gruppe ihrer jungen Pflegefachpersonen bis zum Alter von 35 durch. Unter www.nursingnow.org/nightingale gibt es eine Informationsbroschüre dazu, auch Impulse und Vorschläge für eine wirksame und attraktive Umsetzung sind enthalten. Teilnehmenden Einrichtungen wird Unterstützung geboten, sie können sich regional und national vernetzen und ihre Ideen und Erfahrungen teilen. Ende 2020 liefert jede teilnehmende Einrichtung einen Bericht ab."

Versteh ich nicht. Was denn für ein Trainingsprogramm? Kriegen die Weiterbildungen oder wie soll ich das verstehen?
 
Junge Pflegekräfte (bis maximal 35 Jahre) sollen Weiterentwicklungsmöglichkeiten hinsichtlich persönlicher Entwicklung und Führungskräftetraining erhalten. Wie das genau aussieht, kann jeder Arbeitgeber selbst festlegen. Die Vernetzung soll zum gegenseitigen Austausch und Ansporn dienen. Finanzielle Unterstützung ist nur für Schwellenländer möglich.

Die bisher einzige teilnehmende Einrichtung aus Deutschland ist der DBfK, wovon ich peinlich berührt bin, aber wir haben ja noch fast sechs Monate Zeit zur Bewerbung.
 
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" Arbeitgeber im Gesundheitswesen sind aufgefordert, sich an der Challenge verbindlich zu beteiligen. Sie zeichnen eine Selbstverpflichtung und führen in 2020 ein Trainingsprogramm für eine Gruppe ihrer jungen Pflegefachpersonen bis zum Alter von 35 durch."
"Baustein zur Talentförderung und Mitarbeiterbindung und damit Lösungsansatz gegen den Pflegefachpersonalmangel sein. Wir hoffen, dass sich besonders junge Frauen in der Pflege diese Chance nicht entgehen lassen..."

Such den Fehler!

Arbeitgeber im Gesundheitswesen sind immer öfter die Privaten Träger, profitorientiert. wieso sollten die sich zu so was verpflichten? Kostet Geld. Nimm Junge mit Zeitverträgen, austauschbar und billig. Mitarbeiterbindung ist ein Traumschloss, denn mit der Erfahrung steigt das Gehalt. So lange das Gesundheitswesen nicht den Geldhaien entrissen wird, wird sich nie was ändern.

Wieso sollen, bitteschön, nur die Jungen von sowas profitieren? Fühle mich diskriminiert!

"Junge Frauen in der Pflege" - wahrhaftig aus dem Zeitalter von Florence Nightingale und ihrer Tranfunzel.
 
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Arbeitgeber im Gesundheitswesen sind immer öfter die Privaten Träger, profitorientiert. wieso sollten die sich zu so was verpflichten? Kostet Geld.
Weil Arbeitgeber darauf stehen, Gutes zu tun und darüber zu reden. Die Challenge soll einen zusätzlichen Anreiz schaffen. Das schadet sicher nicht.

Die jungen Leute sind diejenigen, die ohne Karrieremöglichkeiten aus der Pflege aussteigen - wenn Du ihnen Aufstiegsmöglichkeiten aufzeigst, kannst Du sie halten. Außerdem ist die Teilnahme Älterer ja nicht verboten.
 
Die jungen Leute sind diejenigen, die ohne Karrieremöglichkeiten aus der Pflege aussteigen
Die werden eher ausgestiegen. Ich war bei uns die Letzte, die direkt mit einem unbefristeten Vertrag anfing, und das ist jetzt schon sechs Jahre her. Alle Jungen haben Zeitverträge, die vielleicht mal in einen Unbefristen münden...die finden Schlupflöcher, um die Zeitverträge aneinander zu ketten. - Erfahrung? Karriere? Lol. Keiner weint wem eine Träne nach, wenn er geht, bevor er eine Tarifstufe raufrutscht.
BTW: Bei uns hängen auch überall in den Fluren Zertifikate aus, dass man 2019 in Frankreich unter den ersten Zehn der besten Arbeitgeber im Sektor Medico-Sozial ist.
Sogar unsere langjährigen Patienten, die wissen, wie es hinter diesen Kulissen aussieht, würdigen die keines Blickes mehr.
 
Das Männer hier nicht bedacht werden, ist kein Wunder.
Selbst in den Stellenanzeigen werden nach neuem Gesetz Frauen bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt...
 
Das Männer hier nicht bedacht werden, ist kein Wunder.
Selbst in den Stellenanzeigen werden nach neuem Gesetz Frauen bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt...
Ich denke eher, dass die Männer diese Aufstiegschancen ins Management oder sonst wohin eh schon leichter kriegen. Selbst in unserer sehr technischen Abteilung (quasi null Pflege, dafür viel Maschinen- und Apparate-Kram) haben wir grade mal einen Mann im Team. Aber wer sind der Direktor und sein Stellvertreter? Natürlich Männer...
Irgendwie scheint selbst in den Köpfen dieser Challenge-Ausbrüter verankert zu sein, dass in den unteren Chargen die Frauen sind.
Florence Nightingale lässt grüssen. Agnes Karll war mir schon immer sympathischer, die war auch in der Frauenbewegung.
 
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Ja, diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Auch bei den Schreibtischjobs bei denen ich mich aus der Pflege heraus innerhalb des Klinikums beworben habe, wurde mir regelmäßig unterstellt, als Alleinerziehende könnte ich ja gar nicht Vollzeit arbeiten. Die Stellen hat immer der männliche Mitbewerber bekommen. Da ging man davon aus, die Gattin versorgt Kind und Kegel und hält den Rücken frei. Gefragt, wie sie Familie und Job unter einen Hut bekommen, werden sie in der Regel nämlich nicht.
 
@Bachstelze Off topic: ich war mal mit einem Blinden verheiratet und wir stellten einen Antrag auf ein sehr teures Lesegerät. Die Antwort war eine Ablehnung, denn ich könne schliesslich vorlesen...wir mussten einen Anwalt einschalten.

Mir geht bei diesen Frauen-Sonderförderungs-Projekten immer der Hut hoch. Bräuchte man gar nicht, wenn die Frauen endlich respektiert würden. Die sollen doch mal aufhören zu meinen, die Frauen bräuchten das. Tun sie nicht. Die sind mindestens genauso kompetent wie die Männer, man steckt sie nur in Schubladen!
 
Da hast Du Recht, aber solange es so ist, ist sowohl eine Frauenquote als auch eine besondere Förderung unbedingt erforderlich. Das ändert sich in den nächsten 50 Jahren nicht. Vor allem weil, jedenfalls bei uns im ländlichen Bereich, die viele junge Frauen eine Rolle Rückwärts machen und alle mühsam erkämpften Privilegien und Möglichkeiten freiwillig über Bord werfen und sich ans Bügelbrett stellen.
 
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