Ein interessanter Bericht - auch irgendwie entlarvend.
"Die Menge der Hauptschüler wird die damit gestellten Anforderungen nicht schaffen", sagte Greiner."
Und das bedeutet konkret was? Welche Lösungsansätze gäbe es ausser "weiter so!"?
"Für die Unternehmen werde das Ausbilden uninteressant, sagten die AGVP-Vertreter. In drei Jahren Ausbildungszeit, wären die Schüler nur acht Monate im Ausbildungsbetrieb."
Eine stark verkürzte Sicht der Dinge (ist doch der mit dem Betrieb und den dort herrschenden Bedingungen zufriedenene Schüler der Mitarbeiter von Morgen), aber wiederum völlig verständlich wenn man bedenkt, dass in zu vielen Betrieben Schüler schon fast traditionell als preiswerter Ersatz für examiniertes Personal benutzt werden.
Böse gesagt: warum teure Leasingkräfte oder Freiberufler anwerben - man kann ja Schüler so frühzeitig "an die praktische Realität des Arbeitslebens" heranführen und dabei sogar noch Geld sparen.
"Zudem liege die Pflege mit knapp 62.000 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im Jahr 2015 deutlich über den Werten anderer Branchen."
Abgeschlossene Ausbildunsgsverträge sind definitiv kein Mass für die Attraktivität des Berufes - das wäre eher nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung der dann möglichst langjährige Verbleib in der gewählten Sparte!
Hier wäre 'mal interessant, wie hoch die Abbrecherquote während der Ausbildung und die Zahl verbleibender Examinierter nach fünf bis zehn Jahren ist.