News Antrag auf Abbruch der Pflegekammer-Befragung abgelehnt

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Das Verwaltungsgericht Hannover hat am Donnerstag (23. Juli) schriftlich mitgeteilt, dass es den Antrag eines Mitglieds der Pflegekammer Niedersachsen, die Befragung der Mitglieder im Rahmen einer einstweiligen Anordnung abzubrechen, abgelehnt hat.

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„Die juristische Auseinandersetzung markiert einen weiteren Punkt der "Pannenserie" um die Pflegekammer Niedersachsen. Im Juni war die Befragung wegen Manipulationsverdacht abgebrochen worden und sollte nun eigentlich neu gestartet werden.“

:down:Das ist ja reichlich daneben formuliert; denn es suggeriert, die Pflegekammer Nds. trüge die Schuld an der Pannenserie oder die Pflegekammer hätte manipuliert! :evil:
Neenee, das alles hat die Landespolitik dort zu verantworten!! :anmachen:
 
Gut, dass sich jetzt die Befragung endlich fortführen lassen kann und endlich alle Pflegekräfte befragt werden können!

Ich lese aus dem Artikel nicht heraus, dass die Pflegekammer die Pannenserie zu verantworten hat. Nur dass es eine gab rund um die Kammer. Ich finde es sogar ausgesprochen neutral formuliert!
 
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Gut, dass sich jetzt die Befragung endlich fortführen lassen kann und endlich alle Pflegekräfte befragt werden können!
:?:
Ich lese aus dem Artikel nicht heraus, dass die Pflegekammer die Pannenserie zu verantworten hat. Nur dass es eine gab rund um die Kammer.
Aber auch nur durch den letzten Absatz, in dem Frau Klarmann von der Kammer klarstellt:
„Die Durchführung der Befragung ist nicht unsere Baustelle. Auftraggeberin ist das Sozialministerium“
 
Wie man sieht nimmt man diese Artikel ganz unterschiedlich war! Ich lese in keiner Zeile dass hier gegenüber der Pflegekammer etwas suggeriert wird und nicht nur in dem Satz von Fr. Klarmann.

Und ich halte es noch immer für wichtig alle Mitglieder zu befragen und nicht nur eine kleine Gruppe! Auch wenn die erste Befragung vor Gründung der Kammer repräsentativ gewesen sein soll!
Die Ergebnisse der repräsentativen Befragung in NRW beispielsweise kann ich nicht wirklich nachvollziehen, weil ich noch keinen Befürworter in der Realität getroffen haben und ich kenne ziemlich viele Pflegekräfte. Männlein,Weiblein, Alte, Junge, einfache Pflegekräfte, im Außendienst, Pflegediensten, Pflegeheimen usw. Bisher kein Befürworter!
Ich weiß, dass meine Einschätzung nicht maßgeblich ist, aber irgendwo müssen die fast 80% Befürworter ja sein. Ich hoffe dass es in NRW auch irgendwann eine solche Befragung gEben wird!
 
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ALLE Pflegekräfte kannst du nicht befragen... Wie soll das gehen??? Hättest du ne Kammer und Registrierung dann würde es gehen, sonst unmöglich. Kapierst du aber iwie nicht.
 
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Und ich halte es noch immer für wichtig alle Mitglieder zu befragen und nicht nur eine kleine Gruppe! Auch wenn die erste Befragung vor Gründung der Kammer repräsentativ gewesen sein soll!
So wie ich es hier beim Ministerium rauslese, geht es aber (wie ich an anderer Stelle schon schrieb) nur um eine Evaluation der Arbeit der Pflegekammer; diese wird selber aber nicht grundsätzlich in Frage gestellt:

„Wir wollen herausfinden, ob bzw. an welchen Stellen sich die Pflegekammer optimieren lässt, damit sie uneingeschränkt ihrer Aufgabe gerecht wird - eine starke und effektive Vertretung und Stimme der vielen engagierten Pflegekräfte in Niedersachsen zu sein“, erklärt Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann.“

 
ALLE Pflegekräfte kannst du nicht befragen... Wie soll das gehen??? Hättest du ne Kammer und Registrierung dann würde es gehen, sonst unmöglich. Kapierst du aber iwie nicht.

Es werden doch jetzt alle Kammer-Mitglieder in Niedersachsen befragt, und nicht nur eine kleine Anzahl. Und wenn man sich die Fragen anschaut geht auch um Evaluation, aber auch ob die Pflegenden überhaupt eine Kammer wollen und ob diese dann beitragsfrei bleibt oder mit Beiträgen durch die Mitglieder finanziert werden soll.

In NRW gibt es noch keine Kammer, aber auch da kann man nach Meldung aller zukünftigen Mitglieder alle befragen und nicht nur ein Bruchteil der Pflegekräfte!
 
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Es werden doch jetzt alle Kammer-Mitglieder in Niedersachsen befragt, und nicht nur eine kleine Anzahl.
Ja - jetzt. Das ist aber nur möglich, weil es jetzt eine Pflegekammer in Nds gibt, die alle registriert hat - vorher nicht. 8-) Aber das wirfst Du ja vor, obwohl es vorher gar nicht möglich war.
Insofern hat @FLORA.BLEIBT völlig recht.
In NRW gibt es noch keine Kammer, aber auch da kann man nach Meldung aller zukünftigen Mitglieder alle befragen und nicht nur ein Bruchteil der Pflegekräfte!
:?: Wie sollte das möglich sein?
Diese werden erst durch die Pflegekammer NRW registriert:

„Wichtige Aufgaben des Errichtungsausschusses sind die Registrierung der Kammermitglieder und die Vorbereitung der ersten Kammerversammlung im Jahr 2022. Der Errichtungsausschuss nimmt bis zum ersten Zusammentritt der gewählten Kammerversammlung deren Aufgaben und Befugnisse wahr, soweit dies erforderlich ist.“


Der Errichtungsausschuß ist Teil der Kammer.


Aber wie auch immer:
Ich bin gespannt, wie diese Befragung in Nds ausgeht. Zum jetzigen Zeitpunkt halte ich sie für deutlich verfrüht.
 
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Das ist mir klar, dass der Errichtungsausschuss rein formal für die Registrierung zuständig ist. Erste Aufgabe müsste meiner Meinung nach immer sein, alle zukünftigen Mitglieder zu befragen und sollte es da eine Zustimmung geben, kann man eine Kammer errichten.
Und wenn man davon ausgeht dass diese hohen Zustimmungswerte bestätigt werden, kann man im Kammerbildungsprozess weitermachen. Und sollte es die Zustimmung nicht geben, kann man viel Geld sparen und es lassen.

Stimmen fast 80% dafür, können die ja eine Kammer bilden. In deren Namen kann die Kammer ja dann auch agieren.
Dazu müsste man aber die restlichen 20% nicht verpflichten....
 
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"Stimmen fast 80% dafür, können die ja eine Kammer bilden. In deren Namen kann die Kammer ja dann auch agieren.
Dazu müsste man aber die restlichen 20% nicht verpflichten...."

Dann kann ich das ganze gleich bleiben lassen und nen Club oder Verein gründen auf freiwilliger Basis, das ist nicht der Sinn einer Kammer.

Du willst es einfach nicht kapieren
 
Ganz recht, ich „will“ es nicht kapieren!
Der Sinn einer Kammer...., es geht darum eine sachgerechte Pflege der Bevölkerung zu sichern!
Gutes Ziel, ist aber nicht Aufgabe einer Pflegekraft,für die Umsetzung dieses Ziels zu zahlen. Das muss die Gesellschaft übernehmen! Das wollt ihr nicht verstehen....
 
Das schreibt der dbfk dazu

„Berufskammern sind Körperschaften des öffentlichen Rechts, die die Interessen der Gesellschaft bzw. der Bevölkerung zu deren Wohl stellvertretend für den Staat wahrnehmen. Die Berufsangehörigen wiederum verpflichten sich, ihre Aufgaben gewissenhaft und verantwortungsvoll zu erfüllen. Das grundsätzliche Ziel einer Pflegekammer ist daher die Sicherstellung einer sachgerechten, professionellen Pflege für die Bürgerinnen und Bürger entsprechend aktueller pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Pflegekammer hat die Aufgabe, die beruflichen Belange der Pflegenden zu fördern und unter Beachtung der Interessen der Bevölkerung zu überwachen.“

Hört sich irgendwie anders an!
Sicherstellung der Pflege für die Bürger und Förderung der beruflichen Belange der Pflegenden, aber unter Beachtung der Bürgerinteressen zu überwachen....

Hat mit Interessenvertretung der Pflegekräfte nur wenig zutun....
 
"..Pflegekammern vertreten die berufsständischen Interessen der Pflegefachkräfte und können eigene Angelegenheiten sowie einige bisher staatliche Aufgaben eigenverantwortlich regeln.."

Quelle: Sozialministerium BaWü

Hört sich irgendwie anderst an.
 
Beides. Kammern vertreten sowohl die Interessen der Profession Pflege gegenüber Politik und Gesellschaft, sie sichern aber auch die (in diesem Fall pflegerische) Versorgung der Bevölkerung:

„Im Rahmen der Selbstverwaltungsaufgaben der Pflegekammer Niedersachen gemäß § 9 PflegeKG werden:

  • gemeinsam berufliche Belange im Einklang mit den Interessen der Allgemeinheit wahrgenommen (Interessensvertretung der Berufsgruppe);
  • die Qualitätsentwicklung und –sicherung der Berufsausübung gefördert;
  • Regelungen für die Weiterbildung der Kammermitglieder umgesetzt;
  • ein Schlichtungsausschuss für Streitigkeiten, die sich aus der Berufsausübung ergeben, eingerichtet;
  • beratende, informierende und unterstützende Maßnahmen für die Vertretung der Angelegenheiten, die die Berufsausübung der Kammermitglieder betreffen, gegenüber Behörden, Gerichten, Gesetzgebungsprozessen und Dritten wahrgenommen;
  • der öffentliche Gesundheitsdienst bei der Erfüllung seiner Aufgaben unterstützt;
  • eine Ethikkommission für die Beratung bei berufsethischen Fragen eingerichtet.
Die Kammerversammlung ergreift Maßnahmen und trifft für die Erfüllung der Aufgaben richtungsweisende Entscheidungen.“


(neben noch etlichen weiteren Aufgaben).
 
Solange es auch um die Interessen der Allgemeinheit geht, sollte die Allgemeinheit oder die AG sich auch an den Kosten dieser Aufgaben beteiligen.

Also beispielsweise sollte verbindlich festgelegt werden, dass die verpflichtenden Fortbildungen zeitlich und finanziell nicht von den Pflegekräften getragen werden müssen.
Dass bleibt leider bei den bisherigen Kammern ungeregelt.

Ich glaube auch nicht daran, dass das kommt, deshalb bleibt es aus meiner Sicht und nicht nur deswegen :down::down::down: bzgl. Pflegekammer
 
Eine Kammer wird immer von den Mitgliedern der Kammer getragen. Wir leben nicht in Taktukaland und es geht nicht um "Wünsch Dir was". Außerdem finde ich es ziemlich unkollegial wenn Du als jemand der außerhalb der Pflege arbeitet (Deine Aussage), hier ständig gegen die Pflegekammer agitiert! Diese wird für diese Deine ehemaligen Kollegen sicher einiges an Verbesserungen bereithalten, leider eben auch eine Pflichtbeitrag. Außerdem würde ich mir an Deiner Stelle mal Gedanken darum machen, wie die Kammer Kenntnis von Deiner Pflegeausbildung erhalten soll/kann, wenn Du wie Du sagst, gar nicht mehr in der Pflege arbeitest? Eine Datenweitergabe über die "Grundausbildung" von Mitarbeitern ist nach meinem Wissen auch aus Datenschutzgründen nicht so einfach möglich. Daher gabs vor einigen Jahren die "Freiwillige Registrierung" von Pflegenden.....
 
Matras, wie sollte die Kammer wohl an meine Daten kommen? Da könntest du dir mal Gedanken drüber machen, vor allem als informierter Kammerbefürworter!
Arbeitgeber, die ehemalige Pflegekräfte in anderer Funktion beschäftigen, so wie beispielsweise Firmen die Medizinprodukte vertreiben, Firmen die Kodierfachkräfte beschäftigen, der MDK, Pflegestützpunkte, Krankenkassen usw. usw., werden gezwungen die Daten ihrer Pflegekräfte rauszugeben!

Wenn ich, obwohl seit mehr als 10 Jahren nicht mehr als Pflegekraft arbeitend, lt. diverser Urteile wahrscheinlich Mitglied der Pflegekammer werden muss, dann werde ich mich auch äußern dürfen, oder siehst du das Tatsächlich anders? Andernfalls wäre das ein seltsames Demokratieverständnis!

In Deutschland gibt es zudem noch immer Meinungsfreiheit, auch wenn es dir nicht gefällt. Sollte ich nicht Mitglied der Pflegekammer NRW werden müssen, werde ich mich dazu hier nicht mehr äußern! Andernfalls werde ich meine Kritik und Meinung hier weiter äußern.
Das ist nicht unkollegial, sondern mein gutes Recht!

Wenn ich das in den letzten Wochen hier richtig verfolgt habe, äußern sich in diesem Thread noch 2 andere, die nicht mehr in der Pflege arbeiten oder in naher Zukunft aussteigen. Die sollen sich weiter äußern dürfen?

Ach ja, die sind ja pro Pflegekammer;)

Du als Kammerbefürworter erwartest doch nicht ernsthaft, dass die Kammergegner zukünftig alles ok finden, was da seitens der Kammerverantwortlichen beschlossen wird? Die bisher gebildeten Kammern laden Pflegekräfte zur Mitarbeit ein. Erwartet man da nur Jasager und Abnicker?

Warum werdet ihr Kammerbefürworter nur ständig so persönlich? Wenn die Zustimmungswerte der repräsentativen Umfragen tatsächlich auf alle Pflegekräfte übertragbar sind, dann seid ihr so viele und braucht doch die ablehnende der wenigen Gegner nicht zu fürchten.
Du bist dir sicher, dass die Pflegekammern für Pflegekräfte einige Verbesserungen bringen. Ich bin da gegenteiliger Ansicht!
Es gibt keine Garantie, dass es zu Verbesserungen kommt, wie du so schön sagst, wir sind nicht bei Wünsch dir was!

Es gibt auch andere Kammern, da müssen die AG Mitglied sein und auch da gibt es immer wieder Widerstand gegen die Zwangsmitgliedschaft. Es sind also nicht nur die Gegner der Pflegekammern, die die zwangsweise Verkammerung nicht nachvollziehen können.
 
Da du ausserhalb der Pflege tätig bist und dein jetziger Beruf zu 100% nicht von deiner Pflegeausbildung profitiert, dann lass dir dein Examen aberkennen.
Schon kannst du nicht mehr zu Zwangsbeiträgen genötigt werden.


Oder du hörst auf rumzumaulen, da die Kammer dich nur finanziell betreffen wird.
Die Kosten kannst du schliesslich bei deiner Steuerklärung absetzen.


Meine Güte, wieviel Frechheit manche Leute besitzen: durch die Berufserfahrung wahrscheinlich an den jetzigen Posten fernab jeglicher PatientenKontakte gekommen, aber den Kollegen die noch in der Pflege tätig sind jegliche Verbesserung streitig machen, obwohl man kaum betroffen ist.