News Ambulante Pflegedienste sind in größten Schwierigkeiten

"Zudem brauche man für den Notfall gesicherte Handlungsempfehlungen von einer fachlich berufenen Stelle zum sachgerechten Mehrfachgebrauch von Einwegartikeln sowie zur Verwendung und Aufbereitung von Mehrwegmaterial..."
meint Brigitte Döcker in diesem Artikel.

Es bleibt nichts anderes übrig, als unkonventionelle Wege zu gehen.
zB verwendet in der Verzweiflung die Vivantes Klinik wiederverwendbaren Mundschutz
Wir bereiten uns in unserer ambulanten Pflegeeinrichtung auch gerade darauf vor, wenn uns der Einmal MNS ausgeht.
Das RKI definiert MNS als "mehrlagiger, dichtanliegender Mund-Nasen-Schutz ".
Das trifft auf den "selbstgenähten" zu.

Diese "gesicherte Handlungsempfehlungen von einer fachlich berufenen Stelle" gibt es aber leider noch nicht, oder ?
Gibt es irgendwo Mindestanforderungen für diese in der äussersten Not selbstgenähten MNS ?
(zB Passform - es gibt Schnittmuster wie der einfache OP MNS in Falten und halbkugelförmiger der eng abschließt.... oder Material oder eingelegte Filter ?)
Gibt es Anweisungen wie dieser fachgerecht zu sterilisieren ist ?
Ich habe viel recherchiert, RKI, BZgA aber leider diesbezüglich nichts gefunden.

Zur Anmerkung - alle Kollegen und Kolleginnen, die sich darüber aufregen dass jemand bereit ist, solche Schritte zu gehen dürfen sich natürlich über mich ärgern, aber bitte lasst diesen Ärger woanders ab und nicht hier in einem Kommentar, da mir das in unserer momentanen Lage überhaupt nicht weiterhilft. Danke !
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Wow
Reaktionen: Martin H.
Es bleibt nichts anderes übrig, als unkonventionelle Wege zu gehen.
zB verwendet in der Verzweiflung die Vivantes Klinik wiederverwendbaren Mundschutz
Da ist mein Haus auch schon - nur das diese Lieferung auch auf sich warten lässt.
Gibt es Anweisungen wie dieser fachgerecht zu sterilisieren ist ?
Fünf Minuten auskochen, trocknen, bügeln sollte alle relevanten Keime kaputt kriegen. Für Stofftaschentücher wird auch nur waschen und heiß bügeln empfohlen. Auch der Einmal-MNS ist nicht steril!

Update: Die Task-Force bei mir im Haus schreibt für die vom Haus gestellten Maske 10 Minuten auskochen oder 85-Grad-Wäsche vor.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Wow
Reaktionen: Martin H.
Wir verwenden jetzt folgendes Schnittmuster, weil dann die MNS ziemlich dicht abschließt
Maske mit Filter nähen - So geht's
und folgenden Filter, weil nach Studien eines Arztes in Hongkong damit eine Filtrationsrate von70% erreicht wird, bei erträglichem Atemwiderstand.
https://diymask.de/
Die gebrauchten Masken werden in einem Weckglas aufbewahrt und abwechselnd mit Glas im Backofen bei 150° 30 Minuten sterilisiert oder ausgekocht wie Claudia oben empfohlen hat.
 
Wahnsinn - und bald kochen wir wieder Spritzen und Kanülen aus... 8O
Und natürlich zu Hause, auf eigene Kosten.
Ich glaub, ich mach hier auch bald „den Flora“...
 
  • Like
Reaktionen: Tryit, Isidor und NN
bleibe mal schön dabei und helfe beim professionalisieren unseres Berufes. Ich habe dazu nur noch 2,5 Jahre Zeit
 
Zuletzt bearbeitet:
Covid 19 hat eine Größe von 60nm bis 140nm.
FFP-Masken schützen bis max. 0,6 mikrometer. Dies entspricht 600 Nanometer.

Jetzt darf jeder mal ausrechnen, wie die maschengrösse einer selbst genähten maske ist und welchen Schutz diese wohl bietet.
 
  • Like
Reaktionen: Isidor
Wenn der Arbeitgeber möchte, dass man selbstgenähte Masken benutzt, dann könnte er dafür neue Bettwäsche zur
Verfügung stellen, die Arbeitszeit bezahlen, in der man diese Masken näht, und nach dem tragen dafür Sorgen,
daß sie professionell Gereinigt werden. Wenn wir ,wie in Österreich, bald Masken beim Einkaufen tragen müssen, dann wird
es noch enger mit dem MNS.
Wir müssen auf Station alle mit dem OP-Mundschutz rumlaufen, sobald wir Kontakt mit Patienten oder Kollegen haben.
Da die selbstgenähten Masken, eher ein Spuckschutz sind, wären sie tatsächlich sinnvoll, wenn sie alle tragen. Je weniger wir uns beim
Sprechen "anspucken" können, desto weniger , verbreiten wir Dinge die über Tröpfchen einen neuen Wirt suchen.
Ist nicht optimal, aber besser als nichts.
 
Wenn der Arbeitgeber möchte, dass man selbstgenähte Masken benutzt, dann könnte er dafür neue Bettwäsche zur
Verfügung stellen, die Arbeitszeit bezahlen, in der man diese Masken näht, und nach dem tragen dafür Sorgen,
daß sie professionell Gereinigt werden.
:daumen: :mrgreen:
 
Wenn der Arbeitgeber möchte, dass man selbstgenähte Masken benutzt, dann könnte er dafür neue Bettwäsche zur
Verfügung stellen, die Arbeitszeit bezahlen, in der man diese Masken näht, und nach dem tragen dafür Sorgen,
daß sie professionell Gereinigt werden.

er könnte sie auch selber nähen lassen und verteilen - aber: dann müsste er auch genau mitteilen wovor sie denn wirklich schützen und wovor halt nicht :sdreiertanzs:
 
  • Like
Reaktionen: Martin H.
Im ersten Beitrag habe ich um Folgendes gebeten:

"Zur Anmerkung - alle Kollegen und Kolleginnen, die sich darüber aufregen dass jemand bereit ist, solche Schritte zu gehen dürfen sich natürlich über mich ärgern, aber bitte lasst diesen Ärger woanders ab und nicht hier in einem Kommentar, da mir das in unserer momentanen Lage überhaupt nicht weiterhilft. Danke"

Es ist ziemlich billig, sich hier über Leute wie mich aufzuregen, aber es bringt mir absolut nichts ! Und auch sonst niemandem.
Ich kenne meine Patienten seit Jahren, da wächst eine Beziehung.
Mein Chef versucht wirklich alles um uns zu unterstützen und zertifiziertes Material aufzutreiben, aber bei der weltweiten Situation ist das nicht oder fast nicht mehr möglich.
Was also empfehlt ihr mir ?
Zu Hause zu bleiben ?
Dann sterben die Patienten.
 
M!aren hat Ihre konkreten Fragen formuliert. Bitte bezieht Euch bei Euren Beiträgen sachlich auf genau diese. Wir haben bereits schon sehr ähnliche Entwicklungstendenzen in anderen Threads, da müssen wir nicht noch einen weiteren hernehmen.

Danke für Euer Verständnis.
 
  • Like
Reaktionen: M!aren