News 17.000 neue Pfleger gegen Notstand

Hallo
gegen den massiven Pflegenotstand haben die Politiker ja nun was gaaanz tolles beschlossen!
DEN MINDESTLOHN von GANZEN 8,50€ Brutto und west versteht sich!
Und dann wundern die sich dass das keiner lernen will???????????
Ehrlich gesagt wusste ich nicht ob ich einen Lachanfall oder eine Ausbruch im Tal der Trauer bekommen sollte als ich das hörte!:beten:
Grüße Inti38
 
Dieser Stundenlohn bedeutet für so manchen in der Pflege eine Verbesserung. Sonst wäre seine Einführung unnötig gewesen.
 
Claudia ich bin entsetzt und muß mich wundern!
8,50€ brutto ist keine Alternative, sondern eine bodenlose Frechheit und wird diesem Beruf in keinster Weise gerecht!
ABER solange man sich damit zufrieden gibt wird sich das auch nicht ändern lassen.....schade eigentlich
Gruß Inti38
 
Ich habs so verstanden, dass dies nicht für examinierte Fachkräfte gilt- oder doch?

Elisabeth
 
Das habe ich auch so verstanden, Fachkräfte dürfen auch besser bezahlt werden.
Allerdings sind vermutlich manche Fachkräfte in der Ambulanten Pflege auch schon über 8,50 Euro je Stunde erfreut.
Wenn du unser Forum durchforstest wirst du feststellen, dass es doch Pflegedienste gibt, die ihr Personal mit 5 Euro die Stunde abspeisen wollen.
 
Liebe inti,

halte dein entsetzen in Grenzen. Hier ist nicht über die Bezahlung von Pflegekräften verhandelt oder entschieden worden, sondern über einen Mindestlohn - das ist aber auch schon alles.

Tarifverhandlungen führen in diesem Lande immer noch die Gewerkschaften. Sollen wir jetzt die höhe der Bezahlung in die Hände des Staates legen. Das ist doch nicht dein Ernst???

Zuerst legt er die Löhne und dann die Preise fest? Sozialismus lässt grüssen! Wie wir wissen, das geht schief.

Vielleicht hast du das was durcheinandergebracht und solltest nochmal darüber Nachdenken?
 
Tarifverhandlungen führen in diesem Lande immer noch die Gewerkschaften.

Über diese Brücke würde ich nicht mehr so einfach gehen. Die Macht der Gewerkschaft ist mitlerweile mehr als gering. Kein Wunder bei dem Organisierungsgrad unter Pflegekräften. Wobei das wohl auch daran liegt, dass große Versprechungen gemacht werden ("Mein frei gehört mir"), die sich hinterher als Blödsinn erweisen, weil überhaupt nicht durchsetzbar.

Elisabeth
 
Warum ist denn "Mein Frei gehört mir" nicht durchsetzbar? Wenn ich demütig zur Kenntnis nehme, daß ich ausnahmsweise an meinem freien Wochenende arbeiten darf, und mich nicht wehre, nicht. Aber sonst schon.
 
Bleiben wir doch mal realistisch. Die AG haben sich ehedem gegen die höheren Tarife gewehrt indem sie das Personal unter das Minimum reduziert haben. Es wurde dabei billigend in Kauf genommen, dass die Versorgung der Pat. nicht mehr garantiert ist.

Im Rahmen des Direktionsrechtes kann der AG dich sehr wohl zum Arbeiten "verdonnern" wenn er eine Notsituation proklamiert. Und eine akute Notsituation dürfte gegeben sein, wenn dass mit heißer Nadel gestrickte Dienstgerüst zusammenfällt infolge Erkrankung eines MA.

Besonders die Telzeitarbeiter sind hier betroffen. Der Tarifvertrag spricht bei ihnen noch nicht mal von Überstunden sondern nur von Mehrarbeit.

Verdi selber flüstert seinen Slogan übrigens nur noch. Man hat wohl eingesehen, dass man den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht hat.

Elisabeth
 
Klinik: Heuer noch kein Stellenabbau bei Pflege?

Umstrukturierung - Fördergelder für ausgebildetes Personal müssen sonst zurückgezahlt werden

Eine «Gefahr für die Patienten» und eine enorme Mehrbelastung für das Personal sieht die Gewerkschaft Verdi. Für die Klinikleitung dagegen ist es aus Kostengründen notwendig - und vor allem biete sich «die Chance, Pflege zu etablieren und zu professionalisieren»: Das neue Pflegekonzept am Kemptener Klinikum hat in den vergangenen zwei Monaten für reichlich Wirbel gesorgt. Wie berichtet, sollen 30 Prozent des drei Jahre ausgebildeten Pflegepersonals durch Hilfskräfte mit Sechs-Wochen-Kurs und Arzthelferinnen ersetzt werden.

Der Abbau beim examinierten Pflegepersonal könnte jedoch - zumindest für dieses Jahr - vom Tisch sein. Ansonsten würde die Klinik nach Informationen unserer Zeitung mehrere Hunderttausend Euro an Fördergeldern verlieren. Dieses Geld bezahlen die Krankenkassen für die Aufstockung des ausgebildeten Pflegepersonals.

So haben die Krankenkassen im vergangenen Jahr für sieben zusätzliche Vollzeitstellen 285000 Euro ans Klinikum überwiesen, bestätigte Günther Erdtl, Direktor der AOK Kempten-Oberallgäu, auf Nachfrage.
...

Klinik: Heuer noch kein Stellenabbau bei Pflege? | all-in.de - das Allgäu online!

Interessant, dass die entsprechenden Gelder an den Pflegepersonalbestand gekoppelt sind. Das lässt hoffen.

Elisabeth
 
Das Geld war die ganze Zeit an zusätzliche Stellen gekoppelt. Wichtig: Es musste tatsächlich eine Personalaufstockung sein. Nicht: Wir eröffnen einen weiteren Bereich, stellen dafür neue Leute ein - bis hierhin ist alles korrekt - und kassieren dafür die Fördergelder, während auf den alten Station nichts verbessert wird. Die Gelder gab's nur, wenn die Stellen tatsächlich aufgestockt wurden - oder der AG die Bereichseröffnung geschickt vertuscht hat.

Aber es ändert sich nichts. Bei uns wird gerade gefordert: 1. Jede freiwerdende Stelle bleibt drei Monate vakant, 2. forcierter Abbau von Überstunden. Leider hat mir die Geschäftsführerin nicht mitgeteilt, mit welchen Zauberkunststück ich 1. und 2. gleichzeitig ausführen kann. :wut: