Aus dem Artikel bei "Altenpflege-Online":
Ein verpflichtendes sozialen Pflegejahr könnte an dieser Stelle ansetzen, so Frieß. Zentraler Bestandteil dessen solle seiner Meinung nach "eine einmonatige grundlegende Pflegeausbildung sein, die die Befähigung zur ordnungsgemäßen Umsetzung von einfachen Pflegetätigkeiten
enthalten muss". Diese grundlegende Ausbildung solle später dazu beitragen, fachlich professioneller in der Familie helfen zu können. Zudem sähe er, so Frieß, "die Möglichkeit, ähnlich dem Zivildienst, junge Menschen für diesen Beruf zu begeistern".
Also vom Grundsatz her fände ich es ja durchaus interessant, z. B. in der (Regel)Schule bereits den Schülern einen Einblick in die Pflege zu geben, wie es ja m. W. in Sachsen-Anhalt (?) geplant ist (bin nicht sicher, war m. W. eine Meldung hier auf der Seite).
Das ist aber was ganz anderes, als hier wieder mit einem Zwangsdienst irgendwelche Löcher glauben stopfen zu können - mehr als Hilfstätigkeiten können die aber eh nicht ausführen. Es sei denn, man hat (wieder) vor, die jungen Leute so wie viele Zivis damals zu mißbrauchen, indem man sie Tätigkeiten ausführen läßt, die weit jenseits ihrer Qualifikation liegen, um Personalmangel auszugleichen.
Am geilsten ist aber der Satz "eine einmonatige grundlegende Pflegeausbildung, die die Befähigung zur ordnungsgemäßen Umsetzung von einfachen Pflegetätigkeiten enthalten muss".

Also nach einem Monat "Pflegeausbildung" ist man genau zu gar nichts befähigt...
Was mich außerdem noch interessieren würde:
Kennt jemand von euch den Verein? Habe mal auf deren Seite etwas rumgelesen und stieß dabei u. a. auf Folgendes:
Expertengruppe – Entwicklung einer deutschen Leitlinie „Medikamentenmanagement in der Pflege“ – Deutscher Verein zur Förderung pflegerischer Qualität e.V.
"Leitlinie", das liest sich für mich fast so, als würde da jemand versuchen, einen Expertenstandard zu erstellen... so wie ich es rauslese, sind das aber erst mal alles KEINE Angehörigen von Pflegeberufen, sondern halt irgendwelche Leute, die sich da ehrenamtlich engagieren... andererseits lese ich da weiter unten (an 8. Stelle) Siegfried Huhn, der ja ein bekannter Autor und Pflegewissenschaftler ist.

Weiß da irgendwer was Näheres??
Normalerweise gehören Expertenstandards in die Hände des DNQP!