News Steinmeier: "Pflege darf nicht auf Kosten der Pflegekräfte billig gemacht werden!"

"Ich hoffe", so Steinmeier wörtlich, "dass das Wort ,Pflegenotstand' nicht dauerhaft zum deutschen Sprachgebrauch gehören muss

Ich bin ja nicht müde zu erwähnen, dass das Wort "Pflegenotstand" das erste mal in den Jahren 1989/90 vorkam und seitdem immer wieder aufgegriffen wurde. Somit gehört es schon längst zum deutschen Sprachgebrauch. Ich finde ja alle Maßnahmen durchaus löblich.

Aber nun so zu tun als wäre dieser erst seit Gestern bekannt, empfinde ich als eine Frechheit.
 
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Auch wenn ich nicht weiss, ob er nicht nur die Schokoladenseite gesehen hat...vielleicht wâre sowas trotzdem mal all den Schwafelheinis zu empfehlen: Ein Erzbischof im Praktikum
 
...ob er nicht nur die Schokoladenseite gesehen hat
Öhm ja, hat er …. und sie auch
denn
das „Praktikum“ dauert doch
einen halben Tag lang
….wow
und
….auf seinem Namensschild steht: „Dr. Heiner Koch, Erzbischof, Praktikant“
auf ihrem vermutlich Name + Caritasdirketorin (ist auch nötig, denn an der Basis wissen die Leute ja sonst nicht mit wem sie es da zu tun haben und am ende würden die Herrschaften noch, wie „stinknormale“ Praktikanten behandelt werden.
„rein zufällig“ ist
extra für heute die Besetzung erhöht worden
… ohne Worte
Entspannt wie an diesem Vormittag geht es …. nicht immer zu.
Steht da wirklich entspannt?
„Man pflegt anders als vor 20 Jahren.“
Ach was? Das wusste die Caritasdirektorin vor dem halben weichgespülten Schnuppertag noch nicht? Dann hat sie wohl den falschen Job?
Die Pfleger vom Azubi an wissen sehr viel über die Biografie
hä? wer? über wen?
Also echt … wer hat da welche (raue) Wirklichkeit erfahren?
VG Lusche
 
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"Betten machen, Rasieren, Füttern, aber auch schmutzige Wäsche und Abfall entsorgen. "
"Füttern" sagt man beim Vieh. :dudu: Sollte sich doch langsam rumgesprochen haben.
Dolles Bild der Pflege, muß ich sagen.
"Zwar ist extra für heute die Besetzung erhöht worden, aber schließlich kann man sich dadurch Zeit nehmen, den beiden Schnupperpraktikanten tatsächlich einen Einblick zu ermöglichen"
Tja, vielleicht hätte man genau das nicht tun sollen. Damit der Einblick auch realistisch geworden wäre. o_O
"Auch Erzbischof Koch sieht sich durch das Schnupperpraktikum bestärkt, für eine „viel höhere gesellschaftliche Priorität und Anerkennung“ der Pflege einzutreten. So rät er zu einer stärkeren Finanzierung durch die gesamte Gesellschaft, etwa aus Steuereinnahmen."
:!:
Da rennt er bei mir allerdings offene Türen ein! :daumen: System Beveridge, d. h. steuerfinanziertes Sozialsystem, genau mein Reden. 8-)
 
Ich bin ja nicht müde zu erwähnen, dass das Wort "Pflegenotstand" das erste mal in den Jahren 1989/90 vorkam
... bereits in den 1950er 1960er Jahren war das Wort im Deutschen Sprachschatz bekannt, und wurde sehr ausgiebig genutzt. In dem Buch "Geschichte der Pflege des kranken Menschen" von Seidler hat dieser 1966 bereits von Pflegenotstand geschrieben. 1969 titelte ein Kapitel in "Sozialpolitik und persönliche Existenz": "Gibt es einen Pflegenotstand?".

Ich glaube das Wort ist bereits im Duden aufgenommen, und niemand tut etwas, um es da wieder raus zu kriegen.
 
Sie sollten den Konzernen verbieten, mit den Sozialversicherungsbeiträgen Gewinn zu machen. Kostendeckung, sonst nichts. Wer spart, kriegt auch weniger Geld. Das würde ihnen die Scheinheiligkeit austreiben.
 
... bereits in den 1950er 1960er Jahren war das Wort im Deutschen Sprachschatz bekannt, und wurde sehr ausgiebig genutzt. In dem Buch "Geschichte der Pflege des kranken Menschen" von Seidler hat dieser 1966 bereits von Pflegenotstand geschrieben. 1969 titelte ein Kapitel in "Sozialpolitik und persönliche Existenz": "Gibt es einen Pflegenotstand?".

Ich glaube das Wort ist bereits im Duden aufgenommen, und niemand tut etwas, um es da wieder raus zu kriegen.
Einen interessanten Artikel dazu fand ich auch hier:
Krankenschwestern aus Korea: Als junge Asiatinnen die deutsche Pflege retteten
 
Und die aktuelle Lösung heisst China, immerhin finanziert der Deutsche Staat ja auch die Pflege Ausbildung dort
 
Daß China von Deutschland im Bereich Pflege unterstützt wird bzw. zusammenarbeitet, ist bekannt; daß aber D die Pflegeausbildung in China finanziert, wäre mir neu.
https://www.bibliomed-pflege.de/zei...isung/33981-chinas-pflege-soll-besser-werden/
Wobei letztlich - das muß man ganz brutal so sagen - die Akquise ausländischer Pflegekräfte auch nicht viel mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein sein kann. Wir müssen endlich unsere Probleme HIER angehen. Und mit WIR meine ich uns als Gesamtgesellschaft. Und so lange die Profession Pflege in Deutschland in der Bevölkerung weiterhin ein derartig schlechtes Image "genießt" und ihr eine derart geringe Bedeutung beigemessen wird, wird sich auch am Pflegenotstand nix ändern. Da helfen alle Appelle der Politik nix, sondern nur handfeste Maßnahmen. Welche das sind, hatte ich bereits mehrfach hier im Forum genannt.
 
@Martin H.,
du meinst doch wohl nicht die uns knechtende, GeldausderTascheziehende Pflegekammer?:cheerlead::freakjoint:

Ich warte auf sie, ich bin dabei
 
@Resigniert
Unter anderem auch, ja.
Aber auch Dinge wie ein gegenüber anderen Professionen eigenes, scharf abgegrenztes Tätigkeitsfeld (Vorbehaltsaufgaben), gemeinsame Ausbildung (Generalistik), Mindestpersonalbesetzung (ohne jegliche Ausnahmen), Streichung von Sonderrechten kirchlicher Arbeitgeber, deutlich verbesserter Schutz von Whistleblowern, Akademisierung etc. pp.