Nein, ist es nicht:
"Der DBfK Nordwest ist strikt gegen jeden Eingriff der Politik in die Selbstverwaltung der Pflegeberufekammern. Eine als Starthilfe sinnvolle Anschubfinanzierung darf nicht an Bedingungen geknüpft sein. Denn diese untergraben die gesetzlich festgeschriebene Autonomie und führen die zugrunde liegende Idee einer Selbstverwaltung ad absurdum. (...)
Damit dies gelingt, müssen die politisch Verantwortlichen den Pflegenden die Fähigkeit zusprechen, die mit einer Emanzipation einhergehenden Konflikte innerhalb der Berufsgruppe selbständig auszutragen. Es gibt ausreichend Herausforderungen in diesem Prozess, so dass es unverantwortlich und anmaßend ist, wenn politische Vertreterinnen und Vertreter sich immer wieder in die Belange der Berufsgruppe einmischen und damit ihre Spaltung befeuern. (...)
„Diesen herben Eingriff in die Selbstverwaltung lehnen wir strikt ab. Wir fordern die Politikerinnen und Politiker auf, der Pflegeberufekammer die notwendige Zeit und das Vertrauen zuzugestehen, sich in Eigenverantwortung auf den Weg zu machen.“ Dazu gehört auch, sie nicht in ihrer finanziellen Souveränität zu beschneiden, was laut einem von der Kammer initiierten Rechtsgutachten ohnehin unzulässig ist. Denn nur in bedingungsloser Autonomie ist eine starke und unabhängige Vertretung der Pflegefachpersonen in Schleswig-Holstein.