News Schleswig-Holstein: Jamaika-Koalition will Selbstverwaltung schwächen

Redaktion

Redaktionsteam
Teammitglied
Registriert
26.03.2015
Beiträge
4.417
Ort
Frankfurt/Hannover
Der DBfK Nordwest ist strikt gegen jeden Eingriff der Politik in die Selbstverwaltung der Pflegeberufekammern. Eine als Starthilfe sinnvolle Anschubfinanzierung darf nicht an Bedingungen geknüpft sein. Denn diese untergraben die gesetzlich festgeschriebene Autonomie und führen die zugrunde liegende Idee einer Selbstverwaltung ad absurdum.

Weiterlesen...
 
Die Politiker sollen die Pfoten von den Pflegekammern lassen!! :angryfire:
Die hatten jahrzehntelang die Chance, für vernünftige Bedingungen zu sorgen, und haben es nicht hingekriegt; nun ist die Pflege mal selbst dran!

Echt der Hammer, was die sich rausnehmen:
 
  • Like
Reaktionen: Tryit und renje
Da muss ich doch, wie immer reflexartig, ;) meinen Senf dazugeben!
Ist m.E. mal ein guter Kompromiss, die Kammer mit der Anschubfinanzierung 2 Jahre lang arbeiten zu lassen und die Mitglieder dann abstimmen zu lassen ob es weiter für diese Vertretung zahlen will!
Wenn man überzeugt ist, dass die Pflegenden diese Kammer wollen, brauch man doch keine Angst haben, dass es danach weitergeht. Dann würde selbst ich aufhören zu meckern!
 
Ist m.E. mal ein guter Kompromiss, die Kammer mit der Anschubfinanzierung 2 Jahre lang arbeiten zu lassen und die Mitglieder dann abstimmen zu lassen ob es weiter für diese Vertretung zahlen will!
Nein, ist es nicht:

"Der DBfK Nordwest ist strikt gegen jeden Eingriff der Politik in die Selbstverwaltung der Pflegeberufekammern. Eine als Starthilfe sinnvolle Anschubfinanzierung darf nicht an Bedingungen geknüpft sein. Denn diese untergraben die gesetzlich festgeschriebene Autonomie und führen die zugrunde liegende Idee einer Selbstverwaltung ad absurdum. (...)
Damit dies gelingt, müssen die politisch Verantwortlichen den Pflegenden die Fähigkeit zusprechen, die mit einer Emanzipation einhergehenden Konflikte innerhalb der Berufsgruppe selbständig auszutragen. Es gibt ausreichend Herausforderungen in diesem Prozess, so dass es unverantwortlich und anmaßend ist, wenn politische Vertreterinnen und Vertreter sich immer wieder in die Belange der Berufsgruppe einmischen und damit ihre Spaltung befeuern. (...)
„Diesen herben Eingriff in die Selbstverwaltung lehnen wir strikt ab. Wir fordern die Politikerinnen und Politiker auf, der Pflegeberufekammer die notwendige Zeit und das Vertrauen zuzugestehen, sich in Eigenverantwortung auf den Weg zu machen.“ Dazu gehört auch, sie nicht in ihrer finanziellen Souveränität zu beschneiden, was laut einem von der Kammer initiierten Rechtsgutachten ohnehin unzulässig ist. Denn nur in bedingungsloser Autonomie ist eine starke und unabhängige Vertretung der Pflegefachpersonen in Schleswig-Holstein möglich."


Dem wären aus meiner Sicht noch zwei Dinge hinzuzufügen:
1. Die Pflegekammer war von den Pflegekräften in S-H ursprünglich so gewollt! Alles Rumgedoktere seitens Kammergegnern (und genau das ist z. B. die FDP ganz eindeutig) ist nichts weiter als ein Nachgekartel, um den ausgesprochenen Willen der Pflegekräfte doch noch mißachten zu können.
Sehr enttäuschend übrigens das Einknicken der Grünen an der Stelle. :angryfire:
2. Evaluation kann meinetwegen erfolgen, aber sicher nicht nach den Bedingungen der Politik (bzw. irgendwelcher Pflegefremder) und ganz sicher nicht nach zwei Jahren - das ist einfach nur lächerlich! Um eine so gewaltige Organisation aufzubauen benötigt man schon alleine zum Aufbau geraume Zeit.
Dann würde selbst ich aufhören zu meckern!
Nö. Du würdest nie aufhören zu meckern.
Da bin ich mir ganz sicher. :wink:
 
Nein, ist es nicht:

"Der DBfK Nordwest ist strikt gegen jeden Eingriff der Politik in die Selbstverwaltung der Pflegeberufekammern. Eine als Starthilfe sinnvolle Anschubfinanzierung darf nicht an Bedingungen geknüpft sein. Denn diese untergraben die gesetzlich festgeschriebene Autonomie und führen die zugrunde liegende Idee einer Selbstverwaltung ad absurdum. (...)
Damit dies gelingt, müssen die politisch Verantwortlichen den Pflegenden die Fähigkeit zusprechen, die mit einer Emanzipation einhergehenden Konflikte innerhalb der Berufsgruppe selbständig auszutragen. Es gibt ausreichend Herausforderungen in diesem Prozess, so dass es unverantwortlich und anmaßend ist, wenn politische Vertreterinnen und Vertreter sich immer wieder in die Belange der Berufsgruppe einmischen und damit ihre Spaltung befeuern. (...)
„Diesen herben Eingriff in die Selbstverwaltung lehnen wir strikt ab. Wir fordern die Politikerinnen und Politiker auf, der Pflegeberufekammer die notwendige Zeit und das Vertrauen zuzugestehen, sich in Eigenverantwortung auf den Weg zu machen.“ Dazu gehört auch, sie nicht in ihrer finanziellen Souveränität zu beschneiden, was laut einem von der Kammer initiierten Rechtsgutachten ohnehin unzulässig ist. Denn nur in bedingungsloser Autonomie ist eine starke und unabhängige Vertretung der Pflegefachpersonen in Schleswig-Holstein.


Habe ich gelesen und bereits beim ersten Mal verstanden, aber danke für die Wiederholung! Ich wage mal zu unterstellen, dass ein Rechtsgutachten der Gegenseite ein anderes Ergebnis haben könnte!
Aber gut, 2 Jahre sind doch schon eine geraume Zeit und wenn die Kammer sicher ist, dass die Pflegekräfte diese Selbstverwaltung wollen, dann braucht man vor einer Evaluation keine Angst zu haben!

Nö. Du würdest nie aufhören zu meckern.
Da bin ich mir ganz sicher. :wink:

Doch würde ich, du kennst mich nicht! Es wird nicht lustiger mit dem Smily, wenn du hier Dinge behauptest, die du so gar nicht beurteilen kannst!
 
Habe ich gelesen und bereits beim ersten Mal verstanden, aber danke für die Wiederholung!

Nun, das Rechtsgutachten war jetzt nicht das einzige Argument.
Die anderen Argumente werde ich aber nicht mehr wiederholen, will Dich ja nicht langweilen.
Doch würde ich, du kennst mich nicht! Es wird nicht lustiger mit dem Smily, wenn du hier Dinge behauptest, die du so gar nicht beurteilen kannst!
Ich kenn Dich zwar nicht persönlich, aber Deine Beiträge im Forum.
Und Du findest immer was Negatives an den Pflegekammern, egal was, egal an welcher.
Aber gut, kannst mich ja mal überraschen. :wink:
 
Dazu müsste es ja zu einer Evaluation durch die Zwangsmitglieder kommen...., und die Kammer bestätigt werden! Da bin ich aber sehr skeptisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dazu müsste es ja zu einer Evaluation durch die Zwangsmitglieder kommen....
Und auch durch solche, die sich nicht gezwungen sehen. :wink1:
Ich akzeptiere deine ablehnende Haltung gegen die Pflegekammer.
Trotzdem würde der Begriff "Mitglieder" ohne das Wort "Zwang" in deinem Beitrag eine offenere Haltung zeigen. Vielleicht würden deine Beiträge dann nicht ganz so provokativ bei einigen rüber kommen.

LG Einer
(Freiwilliges Mitglied und der Pflegekammer)
 
Und auch durch solche, die sich nicht gezwungen sehen. :wink1:
Ich akzeptiere deine ablehnende Haltung gegen die Pflegekammer.
Trotzdem würde der Begriff "Mitglieder" ohne das Wort "Zwang" in deinem Beitrag eine offenere Haltung zeigen. Vielleicht würden deine Beiträge dann nicht ganz so provokativ bei einigen rüber kommen.

LG Einer
(Freiwilliges Mitglied und der Pflegekammer)

Ich korrigiere, freiwillige und gezwungene Kammermitglieder!
Aber meine Haltung gegenüber der Pflegekammer wird dadurch kein bisschen offener! Ich halte die Pflegekammer für den falschen Weg. Sie wird auch zukünftig nicht mitbestimmen dürfen, wenn überhaupt nur zu bestimmten Themen gehört werden. Aber die Argumente für und wieder sind ausgetauscht!

Und nur der Vollständigkeit halber, der ein oder andere Beitrag von Befürwortern der Kammer (nicht deine Beiträge, einer) in den diversen Threads seit vielen Jahren sind teilweise von ziemlicher Aggression geprägt!
Das ein oder andere Mal wurde von den Befürwortern geschrieben, man müsse sich nur mal richtig informieren, es wurde unterstellt man habe nicht ausreichend Kenntnisse über das Thema ( weil man dann verstehen würde und nur für die Kammer sein könnte).
Bei meinen kritischen Äußerungen zur Pflegekammer geht der Ein oder Andere hier mit mir auch nicht so zimperlich um.
Wenn sich jemand durch meine Kritik und ablehnende Haltung gegenüber der Kammer provoziert fühlt, dann ist das nicht meine Absicht. Aber ich halte deshalb nicht mit meinen kritischen und anlehnenden Äußerungen hinterm Berg!