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Ingrid Darmann-Finck und Sabine Muths, Pflegeexpertinnen vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen, haben die aktuellen Änderungen in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV) für die Pflegeberufe scharf kritisiert und sich von ihnen distanziert.
"Die Veränderungen seien von "substanzieller Bedeutung", dürften "erhebliche negative Auswirkungen auf die Ausbildung in der Altenpflege" haben und somit auch auf die "pflegerische Versorgung von alten Menschen", so die beiden Expertinnen.(...)
"Die in der vom Kabinett beschlossenen Anlage 4 der PflAPrV aufgeführten Kompetenzen entsprechen nicht mehr ausreichend den Versorgungsanforderungen in der Altenpflege, wodurch auch die Qualität der pflegerischen Versorgung von alten und hochaltrigen Menschen gefährdet ist"(...)
An den nun von Verbänden und Organisationen vielfach und scharf kritisierten Änderungen (wir berichteten am 25. Juni), die langfristig eine Benachteiligung der Altenpflege und eine Degradierung zu einem besseren Helferberuf befürchten lassen, seien sie als Expertinnen nicht beteiligt gewesen."
Tja... so läuft das in Deutschland:
Die Experten auf pflegerischem Gebiet werden gezielt ignoriert oder ins Abseits geschoben (z. B. aus Talkshows wieder ausgeladen usw.). Von Pflegeexperten erstellte Standards u. ä. werden außer Kraft gesetzt (oder dürfen erst gar nicht in Kraft treten). Dafür dürfen Dummschwätzer von außerhalb unserer Profession ihren ganzen Blödsinn vor der Nation breittreten und werden für diesen Dreck auch noch gefeiert!
Leider wird von diesem Skandal wieder so gut wie niemand in der Öffentlichkeit etwas mitbekommen und es wird wieder so hingedreht werden, daß das neue Pflegeberufegesetz ja "von den Experten" aus "der Pflege" erarbeitet worden wäre...