ich bin nicht mutter Theresa.
Ich auch nicht, und ich kann auch durchaus mal nein sagen, wenn ich das für angebracht halte. Und ich bin auch nicht bereit,
alles mitzutragen. Aber manche Dinge sind noch nichtmal eine Frage der persönlichen Einstellung, sondern der Professionalität.
Aber das ist ja jedem selbst überlassen.
Und das mit dem Gewissen... Es geht nicht darum, ein schlechtes Gewissen zu haben, weil man pünktlich nach Hause geht oder irgendwelche Wünsche nicht erfüllt hat. Das braucht keiner. Es geht darum, dass man es vor sich selbst nicht verantworten kann, bestimmte Dinge zu tun oder nicht zu tun, weil es schneller geht. Wenn ein Kind 20min vor meinem Feierabend von der Schwimmtherapie kommt, der Rest des Teams aber noch in der Übergabe ist, dann lasse ich dieses Kind nicht einfach so nass und kalt in den nassen, kalten Badeklamotten sitzen, bis die Übergabe beendet ist und der Spätdienst sich drum kümmert. Das kann ich nämlich nicht verantworten. Das Kind wird versorgt, auch auf die "Gefahr" hin, dass es vielleicht 25 oder 30min dauert, bis ich damit fertig bin. Aber da meine Kollegen auch verantwortungsbewusst sind, wird man sowieso nach der Übergabe i.d.R. abgelöst, so dass man dann eben trotzdem (relativ) pünktlich nach Hause kommt. So was meine ich mit "mit seinem Gewissen vereinbaren", nicht dass man ein schlechtes Gewissen hat, weil man sich nicht aufopfert. Es geht um Professionalität, und Aufopferung ist nicht professionell.
Soll nicht heißen, dass du unprofessionell arbeitest, auf gar keinen Fall!!! Es ging mir nur um die Interpretation des Begriffs "Gewissen", die bei dir anders war, als ich sie gemeint habe.