News Pflegefachkräfte: Weiterhin ein kostbares Gut

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Die Zahl der offenen Stellen für Fachkräfte hat im Januar den höchsten Stand der vergangenen vier Jahre erreicht. Laut Fachkräfteatlas der Online-Jobbörse StepStone verzeichnet die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern damit ein Allzeithoch seit Beginn der Messung im Jahr 2012. Besonders gesucht sind weiterhin Ärzte und Pflegekräfte.

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Höhere Gehälter für Pflegefachkräfte, bedeutet nicht, dass eine Bedarfs- und Menschen orientierte Versorgung statt finden wird. Auch den Fachkräfte, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen, wird nicht mehr Zeit für die Versorgung von Menschen zu gestanden.
 
--- falsch gepostet ----
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Der Lohn alleine ändert an der Qualität nicht viel (es sei denn, die Pflegefachkraft arbeitet unter schlechten Arbeitsbedingungen, und ist deswegen nicht sonderlich motiviert.) Welche Auswirkung der "höhere" Lohn haben kann, ist, dass der Beruf an sich attraktiver wird. Nur davon hat man immer noch nicht genügend Pflegende, denn wenn niemand da ist, den man rekrutieren kann, dann helfen auch höhere Löhne nicht.
Ich fürchte fast, dass es ein Für und ein Wieder ist.
Ich behaupte mal, dass die meisten Pflegefachpersonen nicht einzig wegen des "Super" Gehaltes in der Pflege arbeiten, sondern die Motivation ist sehr häufig eine andere. Nennen wir diese Motivation mal pauschal "Soziales Engagement", so kann eine deutliche Steigerung des Lohnes dazu führen, dass sich auch Menschen ohne diese Motivation berufen fühlen, diesen Beruf zu wählen. Das mag in einigen Fällen gut gehen, in anderen damit enden, dass man den Patienten nur als "Arbeitsmaterial" betrachtet, welches zur Erlangung eines Spitzenlohnes dient.
Auch muss man sich die Frage stellen, ob mit steigenden Löhnen Krankheit überhaupt noch bezahlbar ist. Denn direkt hat ein höherer Lohn keine Auswirkungen auf die per DRG definierten Zahlbeträge. Das könnte zur Folge haben, dass ein Krankenhaus zwar mehr Löhne zahlen muss, aber keine Mehreinnahmen hat, und zum Ausgleich Stellen streichen muss. Was wiederum dazu führt, dass Pflege weniger Zeit hat, und trotz mehr Geld nicht die gewünschte Qualität erbringen kann.

Ich denke, dass eine Anpassung des Lohnes zwar grundsätzlich eine gute Sache ist, denn Pflege ist ein wichtiger Beruf mit sehr viel Verantwortung, jedoch braucht es da noch mehr Reformen, damit Pflege finanzierbar ist.
 
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Die Pflegeversicherung ist eine Pflichtversicherung zur Absicherung des Risikos, pflegebedürftig zu werden. Die Soziale Pflegeversicherung wurde 1995 in Deutschland als ein eigenständiger Zweig der Sozialversicherung eingeführt und ist im SGB XI gesetzlich geregelt. Entsprechende Bestimmungen bestehen auch für privat Krankenversicherte.[1]

Die Leistungen der Pflegeversicherung werden nach „Stufen der Pflegebedürftigkeit“ gewährt. Bei professioneller ambulanter oder (teil-)stationärer Pflege werden die Kosten bis zu bestimmten Höchstbeträgen übernommen (inkl. Pflegehilfsmitteln, das Wohnumfeld verbessernder Maßnahmen sowie Leistungen ehrenamtlich Pflegender (Pflegegeld)). Die Pflegepflichtversicherung ist damit keine Vollversicherung. Um eine vollständige Absicherung zu erzielen, ist der Abschluss einer privaten Pflege-Zusatzversicherung notwendig. Bei Bedürftigkeit besteht Anspruch auf Hilfe zur Pflege als bedarfsorientierte ergänzende Sozialleistung.

Seit 1987 bin ich in der Pflege tätig (vom Praktikum bis zum Beruf). Von 1987 - 1994 war aus meiner Sicht, mehr Zeit für den zu pflegenden Menschen vorhanden.

Seit der Einführung der Pflegeversicherung, wurden die Zeiten, für die Pflege neu definiert. Was aus meiner Sicht, sich negativ auf das Zeitmanagement für die Pflege ausgewirkt hat.

Ich weis, ich bin ein Idealist, doch für mich bleibt der Mensch in der Versorgung, immer noch im Vordergrund.

Es gibt ambulante Pflegedienst, die stehen förmlich mit der Stoppuhr hinter dir, in der Pflege (BZ Messung, Insulin - Applikation, Dokumentation, innerhalb von 3 Minuten für die Durchführung, anstatt 5 Minuten für die Durchführung, usw., der Patient bleibt da einfach auf der Strecke, das psycho - soziale {die Gespräche} fällt dem ganzen, dann zum Opfer).

Ich finde auch, das Löhne finanzierbar bleiben müssen. Durch höhere Löhne, Menschen an zu locken, die sich letztendlich, nicht mit dem Beruf identifizieren, brauchen wir wirklich nicht.


 
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In der freien Wirtschaft wird bei Fachkräftemangel früher oder später mit höheren Gehältern und/oder mit besseren Arbeitsbedingungen und/oder attraktiven Zusatzvereinbarungen um das mangelnde Gut Fachkraft geworben.
Im Pflegebereich werden freie Stellen nicht besetzt, um erst mal die Bilanz des laufenden Jahres zu frisieren und um zu schauen, ab welcher Schmerzgrenze die angestellten Pflegekräfte langsam aufbegehren. Sind Stellen lange genug unbesetzt, werden sie gestrichen.

Warum funtionieren die ach so hochgelobten Mechanismen der freien Marktwirtschaft nicht im Gesundheitsbereich?

Weil die meisten Bereiche trotzdem auch bei Unterbesetzung ihren normalen Betrieb weiterfahren.
Die erste Maßnahme, die Pflegekräfte also in ihren Betrieben durchsetzen müssen, sind Bettensperrungen bei Personalmangel. Es muss zu Umsatzeinbußen kommen, sonst gibt es keinerlei Grund für den Arbeitgeber, Einstellungen vorzunehmen.

Und langfristig müssen natürlich auch sehr viel mehr Menschen für diesen Beruf ausgebildet werden. Um den Beruf attraktiver zu machen wären tarifliche Einigungen hilfreich, die Personalmindeststandards, bessere Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz für die Mitarbeiter beinhalten. Alles Forderungen, für die sich Verdi schon lange stark macht. Was leider immer noch fehlt, sind stark organisierte Belegschaften, die diese Forderungen auch umsetzen können, Was auch noch fehlt, sind gesetzliche Rahmenbedingungen, unter denen Krankenhäuser optimal finanziell aufgestellt werden können. Der Weg ist noch lang...

Gruß spflegerle
 
Ich finde es unzulässig, wenn Pflegefachkräfte durch Überlastung auf der Arbeit, physisch und psychisch erkranken.

Hier sind ein paar Berichte von mir - eigene Erlebnisse - Situation aus der Pflegeeinrichtungen:

Als Nachtwache alleine für 40 Bewohner zuständig sein (verteilt auf 2 Stationen, Anordnung der Zimmer in U-Form, 20m + 10m + 20 m lange Flure), Antrittskontrolle in allen Zimmern der Bewohner, Stationsküche und Aufenthaltsraum von den Bewohnern - mit der 2 Eimer Methode desinfizieren müssen, Spätmahlzeit austeilen und zum Teil anreichen, Medikamente verteilen und verabreichen, pflegebedürftige Bewohner 2-3 stündlich lagern, Inkontinenzmaterial wechseln, Toilettengänge durchführen - Endergebnis: Am morgen total erschöpft, mit heftigen Rückenschmerzen (dort habe ich zeitig gekündigt, vor allem aus unhaltbaren hygienischen Missständen).

In einer Pflegeeinrichtung am Wochenende im Frühdienst, nur zu dritt gearbeitet. 24 Bewohner zu versorgen, Stationsküche mit inbegriffen, Samstag und Sonntag den Aufenthaltsraum der Bewohner wischen, die Pause hatten wir erst bei der Übergabe, mit dem Spätdienst. Endergebnis: Nachmittags erschöpft.

Leider habe ich mich (und meine Kollegen) nicht gegen solche Missstände aufgelehnt.

Letztens war ich als Patientin in einer sehr großen Klinik (auf der Intensivstation, auf der normal Station, dann zur AHB in einer Rehaklinik). Was habe ich da festgestellt? Pflegefachkräfte, Therapeuten, Ärzte (egal in welcher Hierarchie) müssen fliegen und rennen können, ich habe oft in erschöpfte Gesichter gesehen.

Muss das wirklich so sein?

Zeit- und Arbeitsdruck führen zu oft ins Burn - out und zu vermeidbaren Fehler (alle Berufsgruppen sind davon betroffen.

Vermeidbare Fehler kosten viel mehr (dem zu behandelnden Menschen und dem Personal, dem dieser Fehler unterlaufen ist).

Und nein ich wünsche mir nicht die alten Zeiten zurück.

Ich verlange eher, vernünftige, menschen würdige Arbeitszeiten, in den Fachkräfte aus allen Berufsgruppen konzentriert und verantwortungsvoll arbeiten können und somit Fehler vermeiden können.
 
Mir fällt da noch etwas ein: Körperliche Arbeit kann man nach Dienstschluss, leider nicht aus der Arbeitskleidung entfernen.

Was soll das jetzt schon wieder heißen? Es werden oft in der Pflege, nicht die geeigneten Hilfsmittel (vom Arbeitgeber) angeboten und eingesetzt. Hilfsmittel (zum Beispiel: Hebelifter, Gleitmatten, Transfergürtel,usw.)
um Pflegefachkräfte, Therapeuten und Ärzte zu entlasten, bei der Arbeit.

Leider habe ich es 1987 noch so gelernt, das der Patient, sich beim Transfer vom Bett in den Rollstuhl, an meinen Nacken fest halten soll, Endergebnis: Mein Nackenwirbel hat Schäden davon getragen. So etwas wie einen Transfergürtel, gab es da leider noch nicht.

Fallpauschale und Sonderentgelt

Die Fallpauschale ist eine Form der Vergütung von Leistungen im Gesundheitssystem. Im Gegensatz zu zeitraumbezogenen Vergütungsformen (wie tagesgleiche Pflegesätze) oder einer Vergütung einzelner Leistungen (Einzelleistungsvergütung) erfolgt bei Fallpauschalen die Vergütung von medizinischen Leistungen pro Behandlungsfall.

Das Verfahren wird international in vielen Ländern benutzt. Ziel des Verfahrens ist es, die Kosten im Gesundheitswesen insgesamt zu begrenzen.

Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.
Seit 2004 sind durch Änderung der gesetzlichen Grundlagen die Fallpauschalen systematisiert nach dem Klassifizierungssystem German Diagnosis Related Groups (G-DRG), das wiederum auf die Klassifikation ICD-10-GM Bezug nimmt. Gesetzliche Grundlage ist § 85 SGB V. Die Krankenkassen tragen das Morbiditätsrisiko und die finanziellen Folgen der Mitgliederentwicklung. Die Ärzte tragen das Mengenrisiko, das heißt den Mehr- oder Minderaufwand pro Behandlungsfall.

In Deutschland gilt jeweils eine Fallpauschalenvereinbarung[1] (FPV 2014). Sie wird zwischen dem GKV-Spitzenverband, Berlin und dem Verband der privaten Krankenversicherung, Köln, gemeinsam und einheitlich sowie der Deutschen Krankenhausgesellschaft abgeschlossen. Hierzu gehört ein Fallpauschalen-Katalog.[2]



Inhaltsverzeichnis
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Geschichte[Bearbeiten]
Die Bundespflegesatzverordnung wurde 1954 eingeführt. Das 1972 im Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) gesetzlich verankerte duale Finanzierungssystem für die Krankenhäuser mit kostendeckenden Pflegesätze für die erbrachte Krankenhausleistungen verbesserte die wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser. Dazu trug auch die Bundespflegesatzverordnung von 1974 bei. Die 1986 in Kraft getretene novellierte Bundespflegesatzverordnung schuf mehr Transparenz hinsichtlich der Kosten und leistungsorientierte Vergütungssysteme.

Ziel des Gesundheitsstrukturgesetzes (GSG) war, das seit 1972 geltende Kostendeckungsprinzip durch ein leistungsorientiertes Vergütungssystem abzulösen. Durch den Wegfall des Selbstkostendeckungsgrundsatzes wurde die Anbindung der Krankenhausbudgets an die Steigerung der Einnahmen der Kassen gekoppelt und Sonderentgelte und Fallpauschalen anstelle des tagesgleichen Pflegesatzes eingeführt.

Von 1996 bis 2004 wurden in Deutschland Fallpauschalen zur Vergütung einzelner definierter medizinischer Leistungskomplexe – beispielsweiseLeisten-, Gallen-, Blinddarmoperation – in Krankenhäusern angewendet. Eine Fallpauschale definierte sich dabei über die nach ICD-10-GM verschlüsselte Diagnose und die nach der Internationalen Klassifikation der Prozeduren in der Medizin (ICPM, bzw. in DeutschlandOperationsschlüssel nach §301 SGB V (OPS-301), inzwischen ersetzt durch OPS-2008) verschlüsselte Leistung (Prozedur). EntsprachenHauptdiagnose und Prozedur der Fallpauschalendefinition, so wurde diese anstatt der Pflegesätze abgerechnet.

Neben den Fallpauschalen gab es Sonderentgelte, die zum Teil für die gleichen Leistungen definiert waren, jedoch nur dann zur Abrechnung kamen, wenn zwar die entsprechende Prozedur verschlüsselt wurde, die für die Fallpauschale erforderliche Diagnose jedoch nicht derHauptdiagnose entsprach. Weitere Sonderentgelte waren für bestimmte, zum Teil besonders aufwändige Operationen – beispielsweise große Lungen- oder Bauchoperationen vorgesehen. Die Sonderentgelte wurden neben Pflegesätzen abgerechnet. Mit der ab 2003 optionalen und ab 2004 verpflichtenden Einführung des DRG-Systems erfolgt eine Ausweitung der pauschalierten Abrechnung auf fast alle ambulanten und teilweise oder vollständig stationären Krankenhausbehandlungen mit Ausnahme der Psychiatrie.

Berechnung[Bearbeiten]
Hauptartikel: Deutsches Fallpauschalensystem G-DRG
Die Berechnung erfolgt anhand eines Fallpauschalensystems, das einen Fall in diagnosebezogene Fallgruppen einteilt. Der Fallgruppe werden bestimmte Geld-Werte für Standard-Fälle (Basisfallwert) zugeordnet. Zur Berechnung der konkreten Fallpauschale fließen zusätzlich weitere Kriterien ein, wie beispielsweise die Hauptdiagnose, Nebendiagnose, Verweildauer, Behandlungsdauer, Alter und Geschlecht des Patienten. Das verwendete System in Deutschland ist G-DRG, in der Schweiz wird SwissDRG verwendet.

Da die Berechnung der Fallpauschale sehr kompliziert sein kann, wird dazu üblicherweise ein EDV-Programm (sogenannte Grouper-Software) verwendet.

Kritik am System der Fallpauschalen[Bearbeiten]
Strikte Abgrenzung zum Fallmanagement[Bearbeiten]
Außer in dem gemeinsamen Wortbestandteil ’’Fall’’ haben die Fallpauschalen mit dem Fallmanagement nichts gemein. Die Fallpauschalen erlauben keinen Eingriff in den laufenden Fall, sondern dienen allenfalls retrospektiv der Administration. Eine Prozesskostenerfassung ist meist völlig unbekannt, es fehlt damit die zeitnahe Transparenz der tatsächlichen Kosten im einzelnen Fall.

Fehlende Kostentransparenz[Bearbeiten]
Durch die Reduzierung der Abrechnung auf Fallpauschalen (DRG) in Major Diagnostic Categories (MDC) wird in der Regel die zeitnahe auf den Fall bezogene Erfassung der Prozesskosten zur Begründung einer authentischen Prozesskostenrechnung im deutschen Gesundheitswesen völlig vernachlässigt. Auch in anderen Ländern ist beispielsweise die originäre Intention mit der Definition der DRGs als Steuerungsinstrument für die wirtschaftliche Führung von Krankenhäusern verloren gegangen.[3]

In fast allen deutschen Krankenhäusern in öffentlicher Trägerschaft werden die Prozesskosten durch Erhebung aus aufgelaufenen Stationskosten ermittelt. Daher fehlt der unmittelbare Indikator der Prozessqualität im Monitoring des einzelnen Falls. Ein Eingriff in die Prozessführung mit dem direkten Ziel optimaler Steuerung zu Gunsten des Leistungsträgers und des Kostenträgers bleibt daher weitgehend der manuellen Recherche überlassen.

Verfälschung des Konzepts von Fetter, Thompson aus 1969[Bearbeiten]
Das ursprüngliche Konzept der Erfinder der Fallpauschalen, Robert B. Fetter und John Devereaux Thompson[4] wird durch das seit 2003 bestehende System nicht abgebildet. Von der Idee der Steuerung von Entscheidungen ist außer einem System der Buchhaltung in der Praxis nichts übrig geblieben. Die vergangenen vier Dekaden haben nichts dazu beigetragen, das vorgeschlagene System weiter zu entwickeln. Stattdessen ist es mit den nun definierten langen Anpassungszyklen weitgehend verkrüppelt.

Diese Kritik gilt für Deutschland, wie auch für die deutschsprachigen Nachbarländer Österreich und die Schweiz sowie für das Land der Vorlage, Australien.

Viele Ärzte und Professoren finden die Fallpauschalen inakzeptabel, fühlen sich unter Druck gesetzt (WDR - Fernsehdokumentation).

Auch der Chefarzt in der Rehaklinik, sagte in seinem Vortrag, das zu oft und zu schnell (unnötig) operiert wird
(Fallpauschalen Erfüllung)
 
Hervorragend, wie schnell und einfach sich die Zahnrädchen ineinander fügen.

Lesen wir hier über die Situation im Pflegealltag, die wir nicht alleine durch höhere Löhne verbessern können, bestätigen uns die Breaking News in diesem Beitrag.
Die Lösung für beide Probleme wäre so einfach :
Schafft bessere Arbeitsbedingungen für Pflegende, dann rauchen auch weniger ....
 
Wenn Du mir zeigst, wie Du das schaffst (Arbeitsbedingungen verbessern und das Rauchen in der Pflege abschaffen), dann bist Du der Held der Arbeit!

Ich weis, ich bin knapp am Thema vorbei geschossen, da es mir um etwas anderes gegangen ist.

Ob mit höheren Löhnen, mehr Pflegekräfte rekrutiert werden können, finde auch ich fraglich und die Frage bleibt natürlich: höhere Löhne müssen finanzierbar sein, bleiben. Und wer kommt dafür auf?
 
Sorry .. beim zweiten Lesen klingt es schon etwas kryptisch, was ich geschrieben habe.
Ich hatte vor Augen :
Initiative "Rauchfrei pflegen" gestartet
und :


Viele Pflegende empfinden das Rauchen als eine Möglichkeit des Stressabbaus und des Rückzugs aus belastenden Situationen und ungünstigen Arbeitsbedingungen, die durch zu wenig Personal, Leistungsverdichtung und hohe psychische Belastungen gekennzeichnet sind.

Es ist natürlich Blödsinn, zu glauben, dass man beide Probleme mit einmal lösen könnte.
Ich behaupte nicht, dass ichalle notwendigen Fakten kenne, zumal ich schon eine Weile nicht mehr in Deutschland lebe. Von daher lasse ich mich gerne korrigieren.
Wenn ich mir die Situation der Pflege anschaue (die im übrigen in vielen Ländern ähnlich ist) dann sehe ich folgende Schwierigkeit :
Finanzierung des Gesundheitswesens
Jeder Versicherte bezahlt Beiträge an die Krankenversicherung. Hinzu kommt der Beitrag der Arbeitgeber.
Weiter zahlt man Beiträge in die Pflegeversicherung, Rentenversicherung und in Private Zusatzversicherungen. Auch ist ein gewisser Eigenanteil zu zahlen.


Die Krankenversicherungen bezahlen Fallpauschalen, und beteiligen sich auf diese Art mit knapp 58% an den Gesamtausgaben im Gesundheitswesen.
Die Fallpauschalen sollten unter anderem die Wirtschaftlichkeit fördern, und Krankenhausressourcen besser nutzbar machen. Die Auswirkungen auf das Personal : Etwa im selben Zeitrahmen der DRG Einführung gab es eine Änderung im Arbeitszeitgesetz, was die Krankenhäuser gezwungen hat, mehr Ärzte in Vollzeit einzustellen, und mit dem verbundenen Kostendruck hat man Pflegekräfte eingespart.

Regelmässig erwirtschaften die Krankenkassen jedoch einen nicht unbedeutenden Gewinn (Schätzungen gehen von Rücklagen in Milliardenhöhe aus (etwa 18 Milliarden +/-).
Der Staat beteiligt sich mit weniger 5% an den Krankenhauskosten. In der Schweiz beispielsweise ist bei der Krankenhausfinanzierung der Staat mit knapp 20% dabei (zahle ich deshalb in der Schweiz mehr Steuern ? Nein! Im übrigen ist mein Krankenkassenebitrag in der Schweiz auch geringer (wenn man den AG-Anteil miteinrechnet) wie in Deutschland, und ich bin hier Privat Versichert).
Stattdessen investiert die Deutsche Regierung beispielsweise 1,2 Millionen Euro in die Ausbildung der Krankenpflege. Nur leider nicht in Deutschland, sondern in China.
Ich glaube, es ist Zeit dass der Regierung die Wichtigkeit der Betreuung kranker Menschen bewusst wird, und diese Verbessert, anstatt unsinnige Investitionen zu planen, und Gelder zu verschwenden.

Nachwuchsförderung
Es braucht mehr Nachwuchskräfte, denn die Nachfrage wird nicht sinken. Ein erster Schritt wäre, die Attraktivität im Beruf zu erhöhen. Arbeitsbedingungen schaffen, in denen Arbeiten Spass macht, und man nicht vollkommen demotiviert dem Dienstende entgegen arbeitet.
Bei uns wird eine Mindestanzahl an Auszubildenden Personen vorgeschrieben. Erreicht ein Krankenhaus diese Mindestanzahl nicht, so ist dieses Verpflichtet, einen "Ersatzbetrag" zu zahlen. Somit ist es im Interesse des Arbeitgebers ein Umfeld zu schaffen, in dem man sich gerne Ausbilden lässt (und idealerweise auch nach der Ausbildung bleibt).

Arbeitsbedingungen
Krankenpflege zu beschreiben ist nicht ganz so einfach (ok ok .. ich weiss es gibt sehr viele Definitionen, aber die genügen mir hier nicht)
Ich erinnere mich an Zeiten, in denen man einen Patienten als Individuum gesehen hat, in dem eine Pflege ganzheitlich möglich war.
Ich denke auch heute noch Pflege ist mehr wie Satt Sauber Trocken, doch im DRG ist z.B. das "nicht funktionale Gespräch" einfach nicht vorgesehen.
Somit werden nur noch Verordnungen ausgeführt, und das unter enormem Zeitdruck. Der Patient (und die Pflege) bleibt dabei auf der Strecke.

Die Lösung (sofern es sie gibt)

  1. Beteiligung des Staates an der Gesundheitsfürsorge (vielleicht erkennt man ja dann, dass die Menschen im eigenen Land wichtiger sind wie sinnfreie Projekte)
  2. Mehr Investitionen von Seiten der Krankenversicherer, denn Rücklagen in Milliardenhöhe sind nicht notwendig, und in eine gute Versorgung der Versicherten zu investieren bedeutet auch Zeitgleich, weniger Krankheitskosten.
  3. Integration von Pflegeleistungen im DRG-System, kaum ein Klassifizierungssystem bildet Pflege realistisch ab
  4. Krankenhausträger müssen in die Pflicht genommen werden zum einen Bedarfsgerecht zu Personalisieren, zum anderen die Attraktivität für Ausbildungswillige herzustellen.
So, nun ist das alles mal gesagt. Anmerkungen und Kritik sind herzlich willkommen.
Ich werde in der Zwischenzeit in die Pflegerealität zurückkehren.

 
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Kurz und knapp: "Ich stimme Dir zu" und "ich sehe es auch so".