News Notstand in der Altenpflege - Pfleger made for Germany

Inwiefern? Auch die hier arbeitenden Ausländer zahlen bekanntlich Steuern. Innerhalb der EU herrscht Niederlassungsfreiheit. Ich darf wohnen und arbeiten, wo es mir passt.

Warum suchen denn Schweizer Personaldienstleister in deutschen Fachzeitschriften nach Personal? Macht das wirklich Sinn? Ist den Schweizern die Bürde der Integration zuzumuten? :gruebel:

PFLEGENOTSTAND... ist nicht nur in Deutschland anzufinden, sondern in der gesamten Welt... Darum stehen in Deutschen, sowie Schweizer Stellenanzeigen immer wieder Inserate, welche für das Ausland werben... Allerdings gibt es hier kaum Inserate für Deutschland, Warum? (Kompetenz? Hierachie? Finanziell?...) Es hat nichts mit der Niederlassung zu tun oder mit den Steuern, dies löst die Ursache nicht. Viel wichtiger ist es, diese zu erkennen und zu bearbeiten?

Warum wandern soviele Deutsche ab? Nur weil sie die Niederlassungsfreiheit haben? Wenn ich freiwillig gehe, habe ich Gründe!
 
Generell ist bei den Pflegekräften die Fluktuation beziehungsweise der vorzeitige Berufsausstieg vor allem wegen der starken körperlichen und psychischen Belastungen außerordentlich hoch [11; 12]. Eine international vergleichende Studie über die Gründe für den vorzeitigen Berufsausstieg bei Pflegekräften hat gezeigt, dass dies nicht nur für Deutschland gilt [12]. Allerdings sind hier die Arbeitsbedingungen im europäischen Vergleich eher ungünstig. In Deutschland denkt demzufolge mehr als die Hälfte des Pflegepersonals in Pflegediensten und Pflegeheimen an einen Berufsausstieg, insgesamt 18,5 Prozent jeden Tag oder mehrmals in der Woche.

Gesundheitspolitik - Lernobjekt

Ich kenn eine Kollegin, die in die Schweiz abwandern wollte (hat sie vielleicht auch gemacht), ich kenn eine Kollegin, die in ihr Heimatland zurückgekehrt ist. KollegInnen, die diesem Beruf den Rücken gekehrt haben, kenne ich da schon mehr. Ist das bei euch anders?

Womit wir wieder bei den Ursachen für den Pflegenotstand sind: den Arbeitsbedingungen.
 
@thorstein:

Womit wir wieder bei den Ursachen für den Pflegenotstand sind: den Arbeitsbedingungen.
Das ist aber auch nichts wirklich Neues.

Die letzten 20Jahre blieb die durchschnittliche Verweildauer im Pflgberuf bei ca. 5 Jahren, nur da kamen immer wieder genügend nach.

Die Berufsgruppe hat es nicht geschafft, den Politikern und potentiellen Pat. das klar zu machen, oder selbst in die Politik zu gehen und Veränderungen zu bewirken.
 
Ich denke auch, dass es die Arbeitsbedingungen sind. Warum sollen junge Leute einen Beruf erlernen, den sie sowieso nur kurze Zeit ohne koerperliche oder seelische Schaeden ausueben koennen und der dabei auch noch so lausig bezahlt wird?
Es hat sich doch mittlerweile herumgesprochen, dass in Deutschland die Arbeitsbedingungen in der Pflege nicht so toll sind.
Hier in Daenemark hat man im uebrigen genug Pflegepersonal. Der Beruf ist sehr beliebt bei jungen Leuten. Die aelteren halten es bis zur Pension in der Pflege aus.
Zum Thema Arbeit in einem anderen Land. Ich finde es ueberhaupt nicht schlecht, wenn Pflegekraefte dahin gehen, wo sie ihren Beruf in Wuerde ausueben koennen. Ob das allerdings Deutschland ist....
Wer im Ausland arbeitet, der muss sich natuerlich an die Kultur anpassen und die Sprache s e h r gut koennen. Einwanderer koennen auch eine Bereicherung darstellen.
 
* ARBEITSBEDINGUNGEN ist ein grosser Begriff. Was wird alles darunter verstanden? Was kann man tun, dass die besser werden? Es wäre sehr interssant, dies zu vervollständigen!


Was würde die Arbeitsbedingungen verbessern?

  • Abschaffung der Hierachie, der Mensch (Patient) steht im Mittelpunkt, nicht WIR!
  • Kommunikation wäre wünschenswert, wenn diese wertschätzend,
    motivierend und transparent wäre
  • Entlastung der Krankenschwester durch kometentes Hilfspersonal, welche Arbeiten abnehmen können
  • regelmässige Schulungen/ Fortbildungen, auch prophylaktische
  • Lohnanpassung
  • Rentenalter auf 60 reuzieren, gemäss Studie in Norwegen/ Finnland/ Schweden haben Pflegepersonen ebenfalls einen anstrengenden Beruf, wie Leute vom Bau, welche sogar früher pensioniert werden. Warum wird dies nicht in einem Frauenberuf umgesetzt?
  • Ökonome im Gesundheitswesen sollten Gleichgewicht auf Mensch und Finanzen legen, Qualität kostet nuneinmal Geld und die möchte jeder im Gesundheitswesen, bessere Zusammenarbeit dem Pflegepersonal
  • Gibt es eigentlich immer noch Unterschiede zwischen Ost und West? Wenn ja, müsste da erst einmal Gleichstellung geschehen!
Warum ist in Dänemark der Beruf so interessant? Wie sieht es mit einen Pflegemangel in ferner Zukunft aus?

Hier in der Schweiz ist das Gesundheitssystem seit ich da bin immer wieder im Umbruch. Auch ich arbeite mit Mitarbeitern, welche schon seit Jahrzehnten im Beruf sind zusammen und dies finde ich wirklich eine Bereicherung. Sie arbeiten mit Herz und haben gelernt ihre Meinung wertfrei zu sagen.

Du hast es schön formuliert, im Ausland kann man eine Bereicherung sein, wenn man den Mut hat sich anzupassen, die Kultur anzunehmen und die Sprache lernt. Heute sagte mir eine Patientin, sie habe gemerkt, dass ich woanders herkomme, aber das dies Deutschland sei, habe sie nicht gespürt, im Gegenteil, sie meinte ich sei eine von ihnen :lol: Das hat mich gerührt...
 
@thorstein:

Das ist aber auch nichts wirklich Neues.

Die letzten 20Jahre blieb die durchschnittliche Verweildauer im Pflgberuf bei ca. 5 Jahren, nur da kamen immer wieder genügend nach.

Die Berufsgruppe hat es nicht geschafft, den Politikern und potentiellen Pat. das klar zu machen, oder selbst in die Politik zu gehen und Veränderungen zu bewirken.


Eigentlich ist dies wirklich sehr schade. Wie bringt man so ein Thema in die Politik? Ich weiss es nicht, da ich nicht politisch tätig bin, aber ich habe meine Vorstellungen. Wie arbeitet die Politik, ist die nicht an Zahlen interessiert? Was kostet eine Ausbildung (Praxis/ Schule und Lohn)? Wenn die Fachleute fertig sind und sich neu orientieren, ist das wirtschaftlich tragbar (Ziel/ effizient)? Werbung für den Beruf um zu Rekrutieren (Kosten/ Effizienz)?

Wie wärs, wenn wir hier die Arbeitbedingungen auseinandernehmen, Fakten sammeln (wahrscheinlich besteht dies auch schon), wichtig Kostenaufstellung, danach Konfrontation, ggf. mit Hilfe der Berufsverbände und anschliessender Unterschriftensammlung. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass dies eine Wirkung zeigt. Ich finde es toll, dass das Forum die Möglichkeit bietet. Allerdings kenne ich die derzeitige Situation in Deutschland zuwenig. Aber es gibt auch in anderen Ländern ähnliche Probleme...

Hier gibt es Arbeitsgruppen. Allerdings ist dies in Deutschland etwas problematisch, wenn man in Hamburg wohnt und in Konstanz ist die Arbeitsgruppe :wink:
 
Naja,
vielleicht sollte man einen Koperationsvertrag mt Griechenand abschliessen! Die deutschen Pflegekraefte koennten dann von den Griechen das Streiken lernen...
Man kann sich durchaus an die Parteien wenden und sie zum Handeln auffordern. Man kann Eingaben an den Bundestag schreiben. Man kann sich in einem Berufsverband organisieren. Es gibt eine Menge Moeglichkeiten.
Aber die Probleme in Deutschland werden sich nicht in den naechsten Jahren loesen lassen und die Politiker wissen das.
Ich habe den Eindruck, dass da eher eine Hinhaltete- Kultur vorherrscht und weniger ein Interesse an Poblemloesungen. Denke mal, da hilft nur Druck von allen Seiten!
 
:mrgreen: ja, die Politik... verdienen einen Haufen Geld und was machen die, alles hinauszögern...

Hoffe dass diese die Augen öffnen und anfangen mit handeln oder vielleicht haben sie schon angefangen, aber die sind eben nicht die schnellsten...:mrgreen:

Intersessiert mich trotzdem, was in Deutschland so geht..., auch wenn ich hier nicht mehr alles mitbekomme...
 
Bloß gut, dass es ein personifiziertes Feindbild gibt. Was würde Pflege ohne dieses machen.
*grübel* Sich vielleicht endlich mal in die Puschen begeben und selbst aktiv dazu beitragen, dass auch zukünftig Pflege im Alter für jeden bezahlbar bleibt?

Btw.- eine Population kann nur überleben, wenn sie sich an die Veränderungen der Umgebung anpassen kann. Hat die Evolution seit tausenden von Jahren bewiesen.

Aber Pflege versucht diese Weisheit umzustoßen mit: es war so, es ist so, es wird immer so sein. Dumm nur, dass die Anzahl der Pflegebedürftigen zunimmt und die Anzahl derer, die die Pflege über ihre Sozialabgaben finanziert, abnimmt. man darf gespannt sein, wann die Kunden der Pflege sich gegen die Monopolstellung der Pflege zur Wehr setzt. Erste Anzeichen sind ja bereits zu verzeichnen in der häuslichen Pflege.

Also- wie wäre es mal zu überlegen: wie kann die realistische Zukunft aussehen? Wie sollte/muss der Personalmix gestaltet sein? Welche Kompetenzen braucht man für welche Tätigkeiten?

Elisabeth
 
Auch beim Nachwuchs hat sich sicherlich herumgesprochen was man als Fachkraft verdienen kann. Ich behaupte mal, das etwas höhere Gehälter ebenfalls dienlich wären. Ebenso kommt der Faktor eingene Gesundheit dazu man weiss es selbst wie hart der Beruf ist und dann nochmals auf das Gehalt zurück zu kommen steht sieses in absolut keinem Verhältnis. Ich könnte mir schon vorstellen, dass man in dieser Richtung tätig werden sollte und noch ein Hiweis an die Gesundheitspolitik VERKLEINERT DIE GESAMTE DOKUMENTATION dann hat man auch mehr Zeit sich um AZUBIS zu kümmern ( Sicht eines Praxisanleiters ) aus vielen Gesprächen auch mit Schülern die ich hatte, haben mehrere angegeben die abgebrochen haben, dass sie mit der Vielfalt der Pflegedokumentation nicht zurecht kamen ( gut Unterschiede von Haus zu Haus möglich ) Weiss jetzt nicht ob dieser Bereich des Forums der richtige gewesen ist um diesen Beitrag zu Posten aber ich denk ja Viel Spass Euch allen :rofl:
 
* ARBEITSBEDINGUNGEN ist ein grosser Begriff. Was wird alles darunter verstanden? Was kann man tun, dass die besser werden? Es wäre sehr interssant, dies zu vervollständigen!


Was würde die Arbeitsbedingungen verbessern?

  • Abschaffung der Hierachie, der Mensch (Patient) steht im Mittelpunkt, nicht WIR!
  • Kommunikation wäre wünschenswert, wenn diese wertschätzend,
    motivierend und transparent wäre
  • Entlastung der Krankenschwester durch kometentes Hilfspersonal, welche Arbeiten abnehmen können
  • regelmässige Schulungen/ Fortbildungen, auch prophylaktische
  • Lohnanpassung
  • Rentenalter auf 60 reuzieren, gemäss Studie in Norwegen/ Finnland/ Schweden haben Pflegepersonen ebenfalls einen anstrengenden Beruf, wie Leute vom Bau, welche sogar früher pensioniert werden. Warum wird dies nicht in einem Frauenberuf umgesetzt?
  • Ökonome im Gesundheitswesen sollten Gleichgewicht auf Mensch und Finanzen legen, Qualität kostet nuneinmal Geld und die möchte jeder im Gesundheitswesen, bessere Zusammenarbeit dem Pflegepersonal
  • Gibt es eigentlich immer noch Unterschiede zwischen Ost und West? Wenn ja, müsste da erst einmal Gleichstellung geschehen!
Warum ist in Dänemark der Beruf so interessant? Wie sieht es mit einen Pflegemangel in ferner Zukunft aus?

Hier in der Schweiz ist das Gesundheitssystem seit ich da bin immer wieder im Umbruch. Auch ich arbeite mit Mitarbeitern, welche schon seit Jahrzehnten im Beruf sind zusammen und dies finde ich wirklich eine Bereicherung. Sie arbeiten mit Herz und haben gelernt ihre Meinung wertfrei zu sagen.

Du hast es schön formuliert, im Ausland kann man eine Bereicherung sein, wenn man den Mut hat sich anzupassen, die Kultur anzunehmen und die Sprache lernt. Heute sagte mir eine Patientin, sie habe gemerkt, dass ich woanders herkomme, aber das dies Deutschland sei, habe sie nicht gespürt, im Gegenteil, sie meinte ich sei eine von ihnen :lol: Das hat mich gerührt...

interessante gedanken ...