News Lilie: "Wir zahlen überdurchschnittlich hohe Gehälter"

überdurchschnittlich hoch??

ich lach mich tot...
 
"Es ist unumstritten, dass wir in der Pflege – und zwar landesweit – überdurchschnittlich hohe Gehälter zahlen"
"Das kirchliche Arbeitsrecht habe zu Unrecht keinen guten Ruf"

Es ist wohl auch unumstritten, dass dieser Herr zu viel verdient für solche Aussagen.
 
UNUMSTRITTEN...

glauben die diesen schwachsinn tatsächlich selber??
 
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Reaktionen: -Ben-
Welche Vergleiche zieht ihr denn? Wenn ich vergleiche, zahlen die Kirchen und Wohlfahrtsverbände tatsächlich mehr als die anderen wie z.B. Private ohne Tarifvertrag oder angelehnten Verträgen.

susanne
 
Welche Vergleiche zieht ihr denn? Wenn ich vergleiche, zahlen die Kirchen und Wohlfahrtsverbände tatsächlich mehr als die anderen wie z.B. Private ohne Tarifvertrag oder angelehnten Verträgen.

susanne


OK - wenn man sich mit manchen privaten Betreibern, die teilweise im Niedriglohnsektor angesiedelt sind, vergleicht, mag das stimmen. Kommt eben immer auf den Standpunkt an.
Schlimmer geht ja bekanntermaßen immer.
 
Also hier gibt es viele Private Anbieter, die sehr schlecht zahlen. Der TVÖD liegt etwa da wo der AVR Diakonie auch liegt. Viel Unterschied, außer beim 13. Gehalt kann ich da nicht feststellen, sicherlich kommt es auf die Eingruppierung an, und das ist bekanntermaßen Verhandlungssache, und Pflegekräfte nutzen dies leider selten.

susanne
 
Vielleicht verdienen sie bei der Kirche mehr. Was ich aber nicht glaube.

Dafür müssen die aber schneller arbeiten.
Gerade in den Ambulanten Pflegediensten (zum Beispiel: Diakonie und Caritas, gestehen der Pflegefachkraft, 3 Minuten für BZ Messung, Insulingabe und Dokumentation zu,
Private Anbieter gestehen der Pflegefachkraft bis zu 5 Minuten für die gleiche Tätigkeit zu. So zieht sich das durch die gesamte Grund- und Behandlungspflege).

Mehr verdienen bedeutet also nicht, das es bessere oder gleiche Arbeitsbedingungen gibt, oft ist die Arbeitsbedingung einfach nur schlechter.
 
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Reaktionen: Lillebrit
Hallo Pepita-sheep,

das kann ich so nicht bestätigen. Vielleicht mag das auf einzelne Dienste zutreffen.

Verallgemeinern finde ich immer schwierig. Letztlich muss sich jeder seinen Arbeitsplatz selbst aussuchen. Es gibt auch sehr gute private Anbieter (Arbeitsbedingungen). Außerdem legt der eine (AN) sein Augenmerk mehr auf einen guten Verdienst, der nächste auf "Gute" (was ist gut?) Arbeitsbedingungen und noch ein anderer findet noch etwas ganz anderes wichtig.

susanne
 
Hallo Susanne2807,

ich sage ja, das ich bei einem privaten Anbieter, die besseren Arbeitsbedingungen und Bezahlung gefunden.

Während meine Freundin bei einem kirchlichen Anbieter, wesentlich schlechtere Arbeitsbedingungen hatte
(viel schneller arbeiten und somit auch viel weniger Zeit für den Patienten hatte).

Es grüßt

pepita - sheep
 
Nun ja, Herr Lilie mag ja durchaus recht haben - aber das kommt auch sehr auf den Standpunkt und die eigene Erwartungshaltung an.
Interessant, daß Pflegekräfte sich in punkto Gehalt, meiner Erfahrung nach, überraschend reflexartig mit MFA's, KassiererInnen, VerkäuferInnen oder Bürofachkräften etc. vergleichen ("Also im Vergleich zu denen verdienen wir doch wirklich viel!") und nicht etwa mit Facharbeitern in der Industrie oder Berufen mit ähnlicher Verantwortung und Belastungslage.
Ausserdem darf man nicht unterschlagen, daß der "dritte Weg" der kirchlichen Träger auch noch einige andere Stolperfallen bereithält - siehe z.B. Einschränkungen im Bereich der Arbeitnehmerrechte (z.B. Streikrecht, fehlendes oder MAV statt BR). Wir warten beispielsweise seit knappen sechs Monaten auf die verabschiedete Gehaltserhöhung, die nun rückwirkend zum Stichtag im Dezember ausgezahlt wird (weil das Ganze vom Bischof noch unterschrieben werden müsste)...wenn das nur mit Rechnungen und Preiserhöhungen auch so leicht wäre. ;)