For patients achieving return of spontaneous circulation, the median duration of resuscitation was 12 min
(IQR 6–21) compared with 20 min (14–30) for non-survivors.
Diese Aussage, bezogen auf die Gesamtheit der untersuchten Fälle, sagt mehr aus, als das Aufsplitten der Untersuchung auf einzelne Krankenhäuser und deren spezifische Rea-Dauer:
Ein Überleben geht einher mit einer kürzeren Rea-Dauer, dh. es wird wohl am ehesten so sein, dass jene, die überlebt haben, einfach schneller bis zu ROSC kamen, eben WEIL sie eine Chance auf Weiterleben hatten. Bei jenen, die nicht überlebten, hat offensichtlich auch eine im Durchschnitt längere Rea keinen Erfolg gehabt.
So lese ich die "Findings".
Interessant auch "Figure 2" (Figure 2: Duration of resuscitation attempts in non-survivors):
da sieht man nochmal einen dtl. Anstieg in den Fallzahlen der >60min-Reanimierten. Das sind die lysierten, würde ich mal mutmaßen. Ein Hoch auf die guidelines :-|
Aber:
was ich aus der Studie noch herauslese ist folgendes:
es gibt eine signifikant höhere Überlebensrate bei längerer Reanimationsdauer für Patienten, die PEA oder Asystolie gezeigt haben.
Hier müssen wir im praktischen Alltag vielleicht tatsächlich darüber nachdenken, ob man gerade dieser eher aufgegebenen Patientengruppe nicht doch einen längeren Zeitraum zugestehen sollte, bis man die Rea-Massnahmen abbricht. Vielleicht ist das doch noch ein guter Hinweis für die Praxis. Zumindet für all jene PEA und Asystoliker, deren Hypoxiezeit man als kurz definieren darf.
Ich werde das mal bei unseren Studierten zur Diskussion werfen.
Vielen Dank für den link zur Studie, war sehr interessant (und zehnmal aufschlussreicher als ein reisserischer Artikel in der "Welt")
Gruß
spflegerle