Infusionscocktail

Linda029

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27.03.2013
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4
Ort
Düsseldorf
Beruf
Azubi Gesundheits- und Kinderkrankenpflege
Akt. Einsatzbereich
Innere Medizin
Hallo ihr Lieben,

Ich war letztens in der Notaufnahme gewesen wegen starkem Erbrechen und Magenschmerzen. Habe dein eine Jonosteril bekommen mit Novalgin, Vomex und Buscopan. Ich war danach total abgeschossen und habe mich weiter übergeben, wenn nicht sogar noch mehr.
Mir ist als Schülerin bei uns bisher nie untergekommen, dass so viele Wirkstoffe in eine Infusion gemischt wurden. Was habt ihr da bisher für Erfahrungen gemacht?

LG
 
Manche Medikamente darf man miteinander mischen, andere nicht. Frag bei Unklarheiten in der Apotheke nach, die wissen dies bzw. können es herausfinden.

Novamin und Vomex dürfen laut unserer Apotheke gemeinsam verabreicht werden; Buscopan benutzen wir so selten, dass ich das nicht weiß. Die Reaktion muss nicht mit der Mischinfusion in Zusammenhang stehen.
 
die müdigkeit kommt vom vomex. bezügl. imkompatibilität gab/gibt es ne gute übersichtstabelle der uk basel, einfach mal googeln.. und downloaden.

ich persönlich halte von solchen mischcocktails recht wenig, insbesondere wenn alles in ne 500er oder 1000er jono packt..
sorry, du wurde das prinzip einer kurzinfusion bzw. akut-/soforttherapie nich verstanden. buscopan kann man ohne probleme aus der hand geben, novalgin als KI, dann tritt auch schnell eine besserung ein. mit vomex halte ich es persönlich so, dass ich 1/2 amp aus der hand gebe und die restliche amp kommt in die infusion.

da deine übelkeit nicht besser wurde, hätte man dir weitere antiemetika geben müssen.

eine gute antiemetische therapie bei starkem erbrechen beruht immer auf der blockade unterschiedlicher rezeptoren welche übelkeit auslösen (5HT3, dopaminblockade, etc.)

vg
 
Danke für deinen interessanten Beitrag und deine Meinung.
Ja auf Station habe ich wegen keiner Besserung noch ne Vomex oral bekommen, da ich die aber sofort wieder ausgebrochen habe dann noch einmal Vomex i.v, worunter es aber auch nicht wirklich besser wurde..

Naja, jetzt geht es mir wieder besser :) Aber mich haben andere Meinungen dazu interessiert
 
noch mal vomex?? viel ahnung von antiemetischer therapie scheinen die wirklich nicht zu haben...

is ja nich so, dass vomex keine nebenwirkungen hat. oh man, ohne worte.
 
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Reaktionen: pepita-sheep
Vomex darf mehrmals täglich verabreicht werden; wir wissen ja nicht, wieviel Zeit zwischen den beiden i.v.-Gaben lag.
 
Linda029, hat geschrieben,das sie trotz Vomex Gabe, sich weiterhin erbrechen musste.

Nach meiner Rücken OP ist es mir auch so ergangen (2 Tage lang, trotz liegender Magensonde), wie Linda029.

Ich finde den Kommentar von FLORA.BLEIBT, von gestern 21:36 Uhr ganz sinnig und schließe mich ihm an.
 
@ claudia:
es bestreitet ja niemand, dass vomex mehrfach am tag verabreicht werden kann/darf.

anhaltende starke übelkeit:
1. tablettengabe sinnvoll??
2. sedierende NW wird als unangenehm empfunden, warum dann nochmalige gabe??
3. erbrechen wurde auf die erstgabe nicht besser sondern subjektiv wurde sogar eine verschlechterung empfunden, warum dann eine nochmalige gabe??
4. wenn auf eine histaminblockade keine besserung der übelkeit eintritt, dann müssen die anderen rezeptoren welche eine übelkeit verursachen (zusätzlich) blockiert werden, und da gibt es noch einige andere medikamente für.. - das wäre eine adäquate antiemetische therapie gewesen.
5. mehrfache vomexgaben begünstigen das auftreten eines LQT-syndroms. wurde die QT zeit vor der erneuten gabe bzw vor der erstgabe begutachtet?? ich mag es bezweifeln

ich bleibe dabei: eine gute und adäquate antiemetische therapie sieht für mich anderst aus.
 
@ claudia:
es bestreitet ja niemand, dass vomex mehrfach am tag verabreicht werden kann/darf.

anhaltende starke übelkeit:
1. tablettengabe sinnvoll??
2. sedierende NW wird als unangenehm empfunden, warum dann nochmalige gabe?? Hat sie die Sedierung als unangenehm empfunden? Hat sie das dem Personal gesagt?
3. erbrechen wurde auf die erstgabe nicht besser sondern subjektiv wurde sogar eine verschlechterung empfunden, warum dann eine nochmalige gabe?? Gute Frage. War eine alternative Bedarfsmedikation angeordnet?
4. wenn auf eine histaminblockade keine besserung der übelkeit eintritt, dann müssen die anderen rezeptoren welche eine übelkeit verursachen (zusätzlich) blockiert werden, und da gibt es noch einige andere medikamente für.. - das wäre eine adäquate antiemetische therapie gewesen. Stimmt. Siehe oben.
5. mehrfache vomexgaben begünstigen das auftreten eines LQT-syndroms. wurde die QT zeit vor der erneuten gabe bzw vor der erstgabe begutachtet?? ich mag es bezweifeln. Ich auch - macht bei meinen Patienten aber auch keiner, und die kriegen teilweise dreimal täglich Vomex fest angesetzt.
Bei Magen-Darm-Infekten habe ich selbst schon mehrmals täglich Vomex (Suppositorien) benötigt. Niemand hat je meine QT-Zeit gemessen und ich lebe noch. :-)

Aber wir sind off-topic. Mischinfusion an sich ist schon möglich und getrennte Gaben hätte hier wahrscheinlich auch keine andere Reaktion hervorgerufen. Wie gesagt stören sich zumindest Vomex und Novamin nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Claudia,

mir hat nach der OP, definitiv das Vomex absolut nicht geholfen.
(Dafür habe ich 2 Tage die langen Plastiktüten mit dem stabilen Plastikring gefüllt. Im Hintergrund hört ich, wie die Pflegefachkräfte mit dem Arzt sprachen und nur sagten, das mir das Vomex anscheinend nicht hilft. Nach einer adäquaten Lösung meines Problems haben sie auch nicht gesucht). Die Müdigkeit hat mir nicht viel ausgemacht, da ich einigermaßen erträgliche Schmerzen hatte (ich bekam starke Schmerzmedikamente).

Es grüßt

pepita - sheep
 
und genau deshalb hätte man die antiemetische therapie erweitern müssen.

die erwünschte wirkung blieb aus, die pat. fühlte sich sogar schlechter (sedierung, erbrechen wurde sogar als schlimmer empfunden). warum wird die therapie nicht hinterfragt und erweitert sondern fortgeführt??
 
Dies sollte vor Ort erfragt werden, hat aber nichts mit der Gabe als Mischinfusion zu tun, und darum ging's der TE ja.
 
Klar wirkt jedes Medikament, bei jeden Menschen anderes. 2 Tage lange, unter Übelkeit und Erbrechen (alle 1 - 2 Stunden ) zu leiden ist auch nicht erquicklich.
Da hätte ich auch gerne, nach einem halben Tag, ein anderes Antiemetikum ausprobiert (per Infusion über den ZVK).