News Gegenwind für Spahns Pläne mit ausländischen Pflegekräften

Redaktion

Redaktionsteam
Teammitglied
Registriert
26.03.2015
Beiträge
4.417
Ort
Frankfurt/Hannover
Mit massiver Kritik haben Experten aus Pflege und Politik auf die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) reagiert, dem Pflegenotstand in der Altenpflege verstärkt mit den Anwerben ausländischer Pflegekräfte und der schnelleren Anerkennung der Abschlüsse ebensolcher Pflegekräfte begegnen zu wollen (wir berichteten).

Weiterlesen...
 
"Die Deutsche Stiftung Patientenschutz etwa kritisierte den Vorstoß als "Sprechblase ohne Substanz". Die schnellere Anerkennung von Abschlüssen werde den Pflegenotstand nicht beheben, weil nur wenige ausländische Pflegekräfte ein Interesse am deutschen Arbeitsmarkt hätten, so Stiftungsvorstand Eugen Brysch. Schlechte Bezahlung, kaum Kompetenzen in medizinisch-pflegerischen Fragen und Arbeitsdruck führten dazu, dass gut ausgebildete ausländische Fachkräfte lieber in der Schweiz, Großbritannien oder Skandinavien arbeiteten."
Ja, richtig, so ähnlich hab ich das auch schon in "Die Schwester/der Pfleger" gelesen.
"Auch der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach lehnte Spahns Anwerbe-Plan ab. "Wir sollten nicht anderen Ländern Pflegekräfte wegkaufen, dort fehlen sie auch bereits"
Auch das sollte man vielleicht bedenken, so vom moralischen Standpunkt aus und so... :!:
 
Es bleibt dabei. Man kann ein seit 1988/89 erstmal in der öffentlichkeit angesprochenes Problem, welches willentlich/unwillentlich ignoriert wurde und mit Debatten alla "Langzeitarbeitslose/Prostituierte/Schulabbrecher in die Pflege" systematisch verstärkt wurde nicht in einer Legislaturperiode beheben. Es braucht einen Plan, welcher über Jahrzehnte konsequent umgesetzt werden muss und vor allem Legislaturperioden und bzgl Regierungsbildung´s Politisch unabhängig ist. Es benötigt eine eigene Kommission mit Experten aus allen relevanten Bereichen welche Parteiunabhängig agieren kann und ein eigenes Budget zugesprochen wird.

Es gibt einfach Dinge die sind zu wichtig, zu kompliziert und zu sensibel, als dass man sie der Politik überlassen kann, welche bestimmt ist durch Legislaturperioden, Wahlkämpfen und neu gewürfelten Regierungsbildungs hick hack.
 
  • Like
Reaktionen: Martin H.