News Endstation Hospiz: Auf dem Weg zum Tod

narde2003

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Betreuung todkranker Menschen

Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 850.000 Menschen, viele von ihnen nach einer schweren Erkrankung. Doch wie betreut man diese Menschen in der letzten Phase ihres Lebens, wie erfüllt man ihre Wünsche und Bedürfnisse?

In Deutschland begleiten rund 180 stationäre und 1.500 ambulante Hospizdienste sterbenskranke Menschen auf ihrem Weg bis zum Tod. Die Kosten übernehmen zum großen Teil die Kranken- und Pflegekassen, der Rest wird durch Spenden finanziert. Denn ohne Spenden und die rund 80.000 ehrenamtlichen Mitarbeiter kann die Hospizarbeit nicht geleistet werden.
Endstation Hospiz: Auf dem Weg zum Tod - RTL.de
 
guter beitrag, vielen dank !
 
schreibe jetzt mal hier meine frage, hab nix passenderes gefunden.
zur zeit arbeite ich im hospiz und wir haben uns neulich alle gefragt, "was steckt hinter dem mund-nasen-dreieck bei sterbenden"? also wie kann man sich das physiologisch erklären? selbst google hat keine antwort darauf, vllt is hier jmd schlauer?
 
oje, du stellst vielleicht Fragen - ich muss gestehen es auch nicht erklären zu können ...
 
Das weiße Mund- Nase- Dreieck ist eines der Zeichen des nahenden Todes, aber es tritt nicht nur kurz vor dem Tod auf. Es weist auf einen extremen Sauerstoffmangel hin und kann u.a. auch bei Sportlern vorkommen.
 
Müsste es dann nicht eher bläulich sein? Oder meinst du den Sauerstoffmangel durch Minderdurchblutung?
 
Es kann ja eigentlich nur Minderdurchblutung sein. Das Blut in den Kapillargefäßen schimmert normalerweise durch die Haut und macht sie rosig. Minderdurchblutung nimmt das Rot weg.

Der sterbende Körper zentralisiert und sorgt für die Versorgung des Gehirns und der inneren Organe. Die Haut geht leer aus. Wahrscheinlich kann man's in dem Bereich einfach gut sehen - den die Minderdurchblutung sollte sich nicht auf einen Bereich des Gesichts beschränken.
 
Leider ist der TV-Beitrag (zumindest bei mir) nicht mehr zu sehen.
Aber mir gefällt der Titel nicht. Ständig ist im Zusammenhang mit Hospiz von Endstation die Rede. Dabei sterben immer noch die meisten Menschen im Krankenhaus. Außerdem: Es gibt immer einige Patienten, die aus einem Hospiz auch wieder entlassen oder verlegt werden (nach Hause oder in ein Pflegeheim). Von denen sind die meisten in so einem Fall gar nicht mal glücklich.
 
Gute Nacht!

Ja, mir gefällt der Titel auch nicht, aber er ist reißerisch und erregt Aufmerksamkeit, finde ich jedenfalls, einerseits ist er aber auch i.d.R. wahr. Nur wird der Begriff Endstation ja in vielen Dingen, die weniger mit dem menschlichen Leben zu tun haben. Was ich aber wieder gut finde ist, das man darüber berichtet, denn Hospizplätze und palliative Pflegeangebote gibt es nach Jahren immer noch viel zu wenig und auch an der Aufklärung fehlt es und das leider nicht nur bei nicht medizinisch gebildetem Personal.
Hoffentlich tut sich da noch was.......


Gruß
Dennis
 
Ich finde unseren Umgang mit Tod und Sterben insgesamt einfach krank. Wir blenden diese beiden Themen, die mit unserem Leben unmittelbar zu tun haben und mit denen wir auch ALLE zu tun kriegen, einfach aus. Man stirbt nicht mehr inmitten seiner Familie und seiner gewohnten Umgebung, sondern in Krankenhäusern, Altenheimen und Hospizen. Zwar meist unter hygienisch einwandfreien Bedingungen, aber wie sieht das einfach menschlich / mitmenschlich gesehen aus? Nur ausserhalb unseren Blickfeldes muß es sein. Ein Irrsinn, sowas. Der Tod gehört einfach zum Leben und auch die Schulmedizin wird ihn niemals besiegen, auch wenn sie immer so tut!
 
Hallo, heute Abend in der Lokalzeit Aachen vom WDR kommt ein Beitrag über unser Hospiz.
 
@squaw, so schwarz-weiß ist die Welt nicht. Das "Zu-Hause-Sterben" wird immer idealisiert und unterstellt, dass Sterbende in Institutionen nicht gut aufgehoben sind oder sogar unter unmenschlichen Bedingungen und unwürdig "dahinsiechen".

Sterbende kommen oft wegen krisenhafter Zuspitzung der häuslichen Situation in ein Krankenhaus, da sie selbst sich (oder die Angehörigen ihn) noch gar nicht als sterbend begreifen. Es ist auch nicht so einfach, gerade für Laien und auch für unerfahrene Fachleute, zu erkennen, dass bestimmte "Zustände" des Patienten im Sterben "normal" sind und Gegenmaßnahmen jetzt nicht mehr sinnvoll sind.

Viele Sterbende kommen aus eigenem Antrieb in ein Hospiz, weil sie dort die Sicherheit finden, die zu Hause nicht oder nicht ausreichend gegeben ist. Es ist auch einfach zu viel für manche Familien, die einfach Angst vor der Verantwortung haben. Das muss ernst genommen werden; es nützt dem Sterbenden nichts, wenn z.B. die hochbelastete Ehefrau eines Tages entkräftet zusammenbricht.

Die meisten Familien geben ihren schwerkranken Angehörigen auch nicht einfach ab, sondern kümmern sich weiter intensiv und liebevoll, aber eben deutlich entspannter, da sie im Hospiz mit aufgefangen werden. Eine pflegende Angehörige äußerte unter Tränen: "Immer wurde nur mein Mann nach seinem Befinden gefragt. Wie es mir damit geht, hat keinen interessiert. Erst hier wurde ich das erste Mal danach gefragt."
 
... Es ist auch nicht so einfach, gerade für Laien und auch für unerfahrene Fachleute, zu erkennen, dass bestimmte "Zustände" des Patienten im Sterben "normal" sind und Gegenmaßnahmen jetzt nicht mehr sinnvoll sind...."

Nebst wenn mehrere Angehörige als erfahrene Pflegekräfte einzustufen sind und täglich zu Besuch da sind, heißt das noch immer nicht zwangsläufig, dass sie durchblicken, erkennen, anerkennen, richtungsweisende Veränderungen einordnen können.

Auch ein erfahrener Arzt kann eher hilflos dastehen, wenn's soweit ist, obwohl auch er jeden Tag mitbetreut und mitbehandelt hat.... Für sich den Eindruck gewinnen, irgendwie, irgendwo versagt zu haben, weil er entscheiden und verantworten muss, keine sinnlosen Gegenmaßnahmen mehr anzufangen.

Üblich ist es, dass der Arzt zuerst mit den Angehörigen spricht, allein.
Üblich auch, dass man mit dem Arzt nicht nochmal darüber redet.