News Drei Pilotprojekte: Konzertierte Aktion zur Pflege ist gestartet

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Mit drei Pilotprojekten arbeiten die Ministerien für Gesundheit, Bildung und Arbeit zusammen mit Arbeitgebern in der Pflege daran, dass die zusätzlich finanzierten Stellen besetzt werden können.

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Also keine Verbesserung an Gehalt oder anderen Bedingungen? Ausländische Kräfte und Hilfskräfte? Das wird super.
 
"In einem zweiten Projekt geht es darum, 15.000 Pflegehilfskräfte im Rahmen einer Qualifizierungsoffensive für die medizinische Behandlungspflege in Altenheimen weiterzubilden. Die zentrale Steuerung hat das Bundesgesundheitsministerium in Kooperation mit dem Bundesbildungsministerium übernommen.

Das Weiterbildungsprogramm sieht ein Training von 188 Stunden mit einer abschließenden Prüfung vor. Diese Qualifikation soll die so aufgewerteten Pflegehilfskräfte dazu befähigen und berechtigen, medizinische Behandlungspflege durchzuführen. Für die Heime wichtig ist, dass diese Pflegekräfte auf die Fachkraftquote angerechnet werden.
(...)
Ein drittes Projekt ist darauf gerichtet, medizinische und pflegerische Assistenzberufe wie Ergo- und Physiotherapeuten, Heilerziehungspfleger oder Sozialassistenten auch für Tätigkeiten in der Altenpflege zu mobilisieren und anzuerkennen. Auch dieser Personenkreis soll für Tätigkeiten in der medizinischen Behandlungspflege eine Berechtigung erhalten."


Das ist ja wohl das absolut Letzte...! :angryfire:
Wie weit will man die Profession Pflege eigentlich noch kaputtmachen?
 
"In einem zweiten Projekt geht es darum, 15.000 Pflegehilfskräfte im Rahmen einer Qualifizierungsoffensive für die medizinische Behandlungspflege in Altenheimen weiterzubilden. Die zentrale Steuerung hat das Bundesgesundheitsministerium in Kooperation mit dem Bundesbildungsministerium übernommen.

Das Weiterbildungsprogramm sieht ein Training von 188 Stunden mit einer abschließenden Prüfung vor. Diese Qualifikation soll die so aufgewerteten Pflegehilfskräfte dazu befähigen und berechtigen, medizinische Behandlungspflege durchzuführen. Für die Heime wichtig ist, dass diese Pflegekräfte auf die Fachkraftquote angerechnet werden.
(...)
Ein drittes Projekt ist darauf gerichtet, medizinische und pflegerische Assistenzberufe wie Ergo- und Physiotherapeuten, Heilerziehungspfleger oder Sozialassistenten auch für Tätigkeiten in der Altenpflege zu mobilisieren und anzuerkennen. Auch dieser Personenkreis soll für Tätigkeiten in der medizinischen Behandlungspflege eine Berechtigung erhalten."


Das ist ja wohl das absolut Letzte...! :angryfire:
Wie weit will man die Profession Pflege eigentlich noch kaputtmachen?

Das ist doch z.T. leider jetzt schon so. In Mecklenburg Vorpommern verrichten Pflegehilfskräfte bei einem großen Träger mit drei Buchstaben bereits seit einigen Monaten Behandlungspflege (Spritzen, Insulin, Medis stellen und austeilen). Zumindest in einigen Häusern ist dies der Fall (meine Mutter arbeitet in solch einem Haus). Das Ganze wurde sogar mit der örtlichen Heimaufsicht sowie den Einverständniserklärungen aller Beteiligten Bewohner bzw. deren Bevollmächtigte so abgesprochen und genehmigt. Bei der ersten MDK Prüfung wurde dies natürlich postwendend kritisiert.

Ein 188 Std. Crashkurs, welcher viele Tätigkeiten der 3 jährigen Ausbildung vermitteln soll. Unglaublich. Es wird nicht besser, sondern immer schlimmer.

Die Fachkraftquote ist ja jetzt schon völlig verwässert. Da zählen mit den Fachkräften der Sozialen Betreuung sowie der PDL ohnehin schon Mitarbeiter hinein, welche nicht direkt in der Pflege/Behandlungspflege mitarbeiten. Gerade bei kleineren Altenheimen kommt man doch nur dadurch auf mindestens/gerade so 50% Fachkraftquote.
 
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Das ist doch z.T. leider jetzt schon so. In Mecklenburg Vorpommern verrichten Pflegehilfskräfte bei einem großen Träger mit drei Buchstaben bereits seit einigen Monaten Behandlungspflege (Spritzen, Insulin, Medis stellen und austeilen). Zumindest in einigen Häusern ist dies der Fall (meine Mutter arbeitet in solch einem Haus). Das Ganze wurde sogar mit der örtlichen Heimaufsicht sowie den Einverständniserklärungen aller Beteiligten Bewohner bzw. deren Bevollmächtigte so abgesprochen und genehmigt. Bei der ersten MDK Prüfung wurde dies natürlich postwendend kritisiert.
Abgesehen davon, daß die Begriffe "Grundpflege" und "Behandlungspflege" ohnehin unsinnige und abzulehnende Begriffe sind, kann ich nur sagen: Richtig so, daß der MDK das kritisiert! :up:
Ein 188 Std. Crashkurs, welcher viele Tätigkeiten der 3 jährigen Ausbildung vermitteln soll. Unglaublich. Es wird nicht besser, sondern immer schlimmer.
Genau das ist eben auch mein Eindruck. :-(
Die Fachkraftquote ist ja jetzt schon völlig verwässert. Da zählen mit den Fachkräften der Sozialen Betreuung sowie der PDL ohnehin schon Mitarbeiter hinein, welche nicht direkt in der Pflege/Behandlungspflege mitarbeiten. Gerade bei kleineren Altenheimen kommt man doch nur dadurch auf mindestens/gerade so 50% Fachkraftquote.
Genau!
Und das "Allergeilste" ist ja, daß man nun schon Bestrebungen hat, ganz offiziell an der 50%-Fachkraftquote zu sägen... z. B. in Baden-Württemberg. :roll::schraube:
Finde ich unmöglich! Wenn ihr nicht genügend Personal (und mit Personal meine ich RICHTIGES Personal, also 3-jährig ausgebildete Altenpfleger oder GuK) habt, dann müßt ihr eben in den Pflegeheimen Betten sperren bzw. Aufnahmestops machen. Wurde m. W. in Bremen so durchexerziert. :up:
 
Aber , aber
hier wird doch immer konstatiert das nicht die Bezahlung sondern die Arbeitsbelastung das Problem ist und jetzt wird hier von den Arbeitgebern alles getan um die armen Fachkräfte von ihrer Last zu befreien (je nach Umfange der Auslandsanwerbung vielleicht sogar gänzlich von der Erwerbsarbeit) in dem man jede Art von Hiwis einspannt und dann ist es auch wieder nicht recht.^^
 
Abgesehen davon, daß die Begriffe "Grundpflege" und "Behandlungspflege" ohnehin unsinnige und abzulehnende Begriffe sind, kann ich nur sagen: Richtig so, daß der MDK das kritisiert! :up:

Genau das ist eben auch mein Eindruck. :-(

Genau!
Und das "Allergeilste" ist ja, daß man nun schon Bestrebungen hat, ganz offiziell an der 50%-Fachkraftquote zu sägen... z. B. in Baden-Württemberg. :roll::schraube:
Finde ich unmöglich! Wenn ihr nicht genügend Personal (und mit Personal meine ich RICHTIGES Personal, also 3-jährig ausgebildete Altenpfleger oder GuK) habt, dann müßt ihr eben in den Pflegeheimen Betten sperren bzw. Aufnahmestops machen. Wurde m. W. in Bremen so durchexerziert. :up:

Absolut. Das hatten wir zwischenzeitlich auch mal so gemacht. Alles andere wäre verantwortungslos den Bewohnern, Angehörigen und auch dem Personal gegenüber.

Die Tätigkeiten einer Fachkraft werden immer anspruchsvoller. Wir sollen immer mehr pflegwissenschaftliche Elemente mit in unsere Arbeit einfließen lassen. Es soll nach neuesten Expertenstandards gearbeitet werden, die SIS, Maßnahmenplanung, allgemein die gesamte Doku soll immer und zu jeder Zeit passen. Wir sollen immer up to date bei allem was neu implementiert wird sein. Es ist überhaupt nicht böse gemeint, aber viele Fachkräfte sind allein damit immer mehr überfordert, teilweise weil ihnen die Zeit dazu wird, teilweise weil der Anteil dieser Tätigkeiten immer umfangreicher wird.
Wenn man jetzt meint, dass dies durch Helfer mit einer 188 Std Weiterbildung übernommen werden soll, zeigt man, dass man keinerlei Ahnung von dr Pflege hat. Das ist schlichtweg nicht möglich und stellt keineswegs einen Lösungsansatz für den Personalmangel in der Pflege dar.
Bei allen Lösungsansätzen zur Verbesserung der Situation in der Pflege, welche man so liest, wird man den Eindruck nicht los, dass es nur darum geht, die Bevölkerung kurzfristig ein wenig bei Laune zu halten, und dies so kostengünstig wie möglich zu gestalten. Irgendwie alles Nebelkerzen...
 
Aber , aber
hier wird doch immer konstatiert das nicht die Bezahlung sondern die Arbeitsbelastung das Problem ist und jetzt wird hier von den Arbeitgebern alles getan um die armen Fachkräfte von ihrer Last zu befreien (je nach Umfange der Auslandsanwerbung vielleicht sogar gänzlich von der Erwerbsarbeit) in dem man jede Art von Hiwis einspannt und dann ist es auch wieder nicht recht.^^

Diese Sorge halte ich nun wirklich für unbegründet. Es gibt zurzeit praktisch keine arbeitslosen Pflegefachkräfte und daran wird sich sicher in den nächsten Jahren nichts ändern.

Ohne ausländische Pflegekräfte werden wir es meiner Meinung nach nicht schaffen, die Lücken auch nur ansatzweise zu schließen. Insofern begrüße ich eine einheitliche Regelung und auch das damit verbundene Bleiberecht. (Es ist meines Erachtens völliger Schwachsinn, aus dem einen Land Pflegepersonal anzuwerben und zeitgleich hier ausgebildete Pflegekräfte wieder gegen ihren Willen in andere Länder abzuschieben.)

Ebenso werden wir Hilfspersonal benötigen und könnten - mit Primary Nursing - so auch eine gute und qualifierte Pflege erbringen. Ein niedrigschwelliges Angebot für Pflegehelfer ist per se nicht verkehrt; aber die Anrechnung auf die Fachkraftquote ist ein schlechter Witz.

Bei der dritten Möglichkeit bin ich nicht sicher, ob überhaupt jemand aus der Physio- oder Ergotherapie großes Interesse an einer Tätigkeit in der Pflege hätte. Wäre mir neu, dass diese Berufsgruppe Schwierigkeiten hat, eine Stelle zu finden.
 
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Aber , aber
hier wird doch immer konstatiert das nicht die Bezahlung sondern die Arbeitsbelastung das Problem ist und jetzt wird hier von den Arbeitgebern alles getan um die armen Fachkräfte von ihrer Last zu befreien (je nach Umfange der Auslandsanwerbung vielleicht sogar gänzlich von der Erwerbsarbeit) in dem man jede Art von Hiwis einspannt und dann ist es auch wieder nicht recht.^^

Das ist ja auch ein Fakt. Aber in der Regel geben sich die beiden Punkte halt nichts. Arbeitsbelastung doch fast überall Platz 1 und gleich auf Platz 2 das Gehalt. Das eine bedingt das andere. Außerdem wird hier nie über Entlastung zu jedem Preis gesprochen.

Wenn man die Kommentare mal alle zusammenfassen würde, würde sich folgendes Bild klar erkenntlich machen:

1. Klarer Skill und Grade-Mix. Für Service Tätigkeiten gibt es extra "Service Assistenten"
2. Anhebung des Ausbildungsniveaus um den Anforderungen gerecht zu werden. Förderung der Assistenz Ausbildung und durchaus vorhandene durchlässigkeit zum "vollen Examen"
3. Bessere Bezahlung auf allen Ebenen. Ob nun Akut- Langzeit- und Ambulanter Versorgung
4. Klare Personalbemessungsverfahren welche den wirklichen Bedarf decken und nicht zur Kostenanalyse beitragen.

Und bestimmt noch ein paar weitere.

Also so eindimensional geht es hier auch nicht zu :D
 
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