ZVK bei liegendem Bionecteur abklemmen?

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von lono, 30.01.2010.

  1. lono

    lono Newbie

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    Hallo!
    Ich habe eine Frage bezüglich eines nicht bestückten ZVKs.Es wurde bis jetzt bei uns so gehandhabt, dass wenn ein ZVK nicht befahren wird ein Bionecteur angeschlossen wurde, der ZVK nicht abgeklemmt wird.Nun soll es aber diesbezüglich eine Änderung geben,da wie es heißt der Bionecteur abfallen könnte soll der ZVK vorsichtshalber abgeklemmt werden. Wobei nun aber der Sinn und Zweck eines Bionecteurs als Rückschlagventil nicht mehr gegeben ist und der ZVK folglich mit Heparin verplombt werden müßte. Man also auch keinen Bionecteur mehr bräuchte. Hat jemand darüber genauere Erkenntnisse?
    :-?
     
  2. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Da arbeitet man zehn Jahre in der Onkologie, versorgt zig ZVKs und erfährt über krankenschwester.de von der Existenz eines Bionecteurs (hab das Ding erst mal ergoogeln müssen). http://www.vygon.de/Produkte/VY-SIS/BIONECTEUR-Zuleitungsverschluss-und-Verbindungssystem/Bionecteur

    Ich begreife zwar die Funktionsweise noch nicht so ganz (wie kann man bei einem Katheter permanent diesen Druck aufrecht erhalten? Am anderen Ende ist der doch offen!), aber ich stimme Dir zu: Wenn Du den ZVK abklemmst, kannst Du Dir den - wahrscheinlich nicht ganz billigen - Bionecteur sparen.

    Nicht befahrene ZVKs sollen aber nicht mehr mit Heparin geblockt, sondern nur noch mit NaCl 0,9% gespült und dann verschlossen werden. Die Heparinspülerei kann Probleme bei der Gerinnung verursachen, und die Katheter gehen auch nicht seltener "zu" als ohne Heparin. Das meint auch das RKI: **Hier stand ein Link... diese Verlinkung war defekt und wurde vorübergehend entfernt**
     
  3. narde2003

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    Hallo,

    wir nutzen ein System von BD, aber nicht als Standard, sondern bei infektiösen Patienten (HIV,HEP), weil hier nicht diskonnetiert werden muss.

    Abgeklemmt wird der ZVK dennoch wenn er nicht benutzt wird.

    Wie der Druck darin aufrechterhalten werden soll ist mir auch ein Rätsel.

    Schönen Tag
    Narde
     
  4. Bernie68

    Bernie68 Senior-Mitglied

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    Guten morgen,
    von welchem Druck redet Ihr ?
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Manche Einrichtungen scheinen noch über viel Geld zu verfügen.
    Bionecteur lohnt sich ggf. bei häufigen Diskonektieren bzw. intravenösen Applikationen wenn der Pat. imunsupremiert ist und ein massives Infektionsrisiko besteht.

    Preisvergleich bei idealo.de

    Kosten Bionecteur: 320-360 Euro/100 Stck.

    Kosten Luer Lock Kombistopfen: 3,30- 3,60 Euro/100 Stck.

    3-Wegehahn: 10-12 Euro/100 Stck.

    *grübel* Und ich bezahle ab nächsten Monat 8 Euro mehr Krankenkasse.


    Elisabeth
     
  6. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Elisabeth, es ging nicht um den Preis.

    Vielleicht können wir zum Ursprungsthema zurückkehren - muss man den ZVK-Schenkel nun abklemmen oder nicht...
     
  7. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Kommt auf die Begründung für den Bionecteur an, oder?

    Wenn man, wie in der Produktbeschreibung behauptet, durch permanenten Druck ein Verstopfen verhindern will (vielleicht lassen mich meine Physikkenntnisse ja im Stich und das funktioniert tatsächlich), dann sollte man den ZVK nicht abklemmen. Sonst geht der Druck ja nur bis zur Klemme.

    Wenn man (wie bei narde) bei infektiösen Patienten einen Bionecteur zum Schutz der Mitarbeiter einsetzt, spricht nichts gegen das Abklemmen.
     
  8. honegirl

    honegirl Newbie

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    Hallo zusammen,
    bei uns wird der Bionecteur (den ich auch erst in diesem Haus kennengelernt habe) normalerweise nicht für den ZVK verwendet.
    Manche Ärzte (auch etwas alteingesessene) sind noch überzeugt davon den ZVK mit Heparin zu blocken wenn er mal doch unbestückt ist. Was aber sehr selten vorkommt, weil er dann doch meistens "dicht" ist.

    Bionecteur ist zwar manchmal beim peripherem Zugang ganz praktisch fürs häufige wechseln der Infusionen, aber ist für den Patienten nicht immer angenehm. Hab das selber schon erfahren müssen.
     
  9. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ein bißchen off-topic, aber: Was ist am Bionecteur für den Patienten unangenehm? Ich denke, das Ding wird einfach auf den Katheter drauf geschraubt? Er scheint nicht viel länger als ein normaler Stöpsel zu sein. Inwiefern stört er?
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wenn ich einen normalen Verschlußstopfen aufbringe, so ist hier 100%ig garantiert, dass das vorher durchgespülte Sysrme sich nicht wieder füllen kann. Es besteht keine Gefahr, da ein Versagen der Membran o.ä. nicht möglich ist- Verschlußstopfen ist sozusagen aus einem Guß.

    Nichtsdestotrotz wird nochmal abgeklemmt für den Fall, dass es zu einer unbeabsichtigen Diskonnektion kommt. Dieses Problem kann auch beim Bionecteur nicht verhindert werden, da er nach dem gleichen Prinzip aufgeschraubt wird.

    Ergo: wenn denn schon die teure Variante, dann ohne Veränderung im Vergleich zum profanen (ich kanns mir net verkneifen) preiswerten Verschlußstopfen.

    Elisabeth
     
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