Zusage zur Ausbildung - Bedenken der Familie

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von lilalotta, 27.01.2016.

  1. lilalotta

    lilalotta Junior-Mitglied

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    Halli Hallo,
    ich bin ganz neu hier und habe einige Fragen zur Ausbildung.
    Ich bin 26 Jahre alt, habe ein Kind im Alter von anderthalb Jahren und bin eigentlich BWL´erin. Da mein Job mir keine Freude bringt und in meiner Wohngegend kaufmännische Berufe eher keine Perspektive haben, habe ich mich um meine Wunschausbildung bemüht. Nun habe ich die Zusage einer Klinik für die diesjährige Ausbildung bekommen und mich natürlich dementsprechend gefreut. Leider kann der Rest meiner Familie meinen Enthusiasmus nicht so teilen. Mein Mann und meine Eltern stehen zwar hinter mir was die Kinderbetreuung betrifft, aber jeder sagt, dass es keine gute Idee sei und nehmen mir sämtlichen Mut. Entweder hätte ich keine Zeit mehr für unser Kind, oder unsere Ehe würde Schaden nehmen oder aber ich schaffe die Ausbildung einfach nicht. Finde es sehr schade, dass sich keiner richtig mit mir freuen kann. Auch im Freundeskreis gibt es einige wenige Personen, die ebenfalls im medizinischen Bereich tätig sind und sowieso grundsätzlich über ihren Job jammern und natürlich aus allen Wolken darüber fielen, dass ich mich für eine zweite Ausbildung entschieden habe. Dazu sei gesagt, dass ich kein Mensch fixer Ideen bin, sondern mir Entscheidungen schon wohl überlege. Alles was ich bisher in Angriff genommen habe, ob Studium, Weiterbildungen, Zusatzausbildungen, etc. habe ich durchgezogen und auch mit „gut“ bestanden. Daher habe ich mir bisher keine großen Gedanken darum gemacht, ob die Ausbildung für mich zu schaffen ist. Aus diesem Grund würden mich eure Erfahrungen interessieren.
    Hat von euch jemand die Ausbildung mit einem Kindergartenkind absolviert?
    Wie ist das Lernpensum, wenn man eine recht gute Auffassungsgabe hat und im Unterricht gut mitarbeitet?
    Habt ihr die Erfahrung gemacht, dass Azubis „ausgenutzt“ werden und fast ausschließlich für Wochenenddienste und Spätdienste eingesetzt werden? (Ich möchte betonen, dass das die Bedenken meines Umfeldes sind, und nicht meine eigenen. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass man kein einziges Wochenende mehr frei hat und man kaum Chancen hat Frühdienste zu ergattern. Berichtigt mich, wenn ich falsch liege.)
    Wie kommt ihr mit Schichtarbeit und Familie zurecht?
    Ich warte außerdem noch auf eine Rückmeldung einer anderen Klinik, in welcher ich mich für die Kinderkrankenpflege beworben hatte. Bei meiner jetzigen Zusage handelt es sich um die „normale“ GuK-Ausbildung. Mal davon ab, dass die Konditionen in der Klinik welche Kinderkrankenpflege ausbildet etwas besser sind, kann ich mich schwer entscheiden. Manövriert man sich mit der Kinderkrankenpflegeausbildung in eine Sackgasse, weil man sich hinterher auf weniger Stellen bewerben kann? Oder ist diese spezialisierte Ausbildung die bessere Wahl?
    Ich danke euch für eure Erfahrungen.
     
  2. renje

    renje Poweruser

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    Hallo,

    lass dich nicht beirren, ziehs durch, sonst wirst du dein Leben lang dem Hinterhertrauern und dich ärgern über dich, über den Partner, über die Familie, über die verpasste Chance.

    Und wenn es wieder erwarten unüberwindbare Probleme während der Ausbildung gibt, dann kannst du kündigen!

    Du bist BWLerin - das Lernpensum in einer Berufsausbildung ist sicherlich keinesfalls höher als in deinem Studium und wenn man am Ball bleibt hat man auch keine Probleme des Stoff zu bewältigen.

    Warum sollst du es nicht schaffen?
    Hunderttausende vor dir habens auch geschafft!

    Schichtdienst - Wochenende - Kind - Mann - natürlich wird irgendwas in diesen 3 Jahren zurückstehen müssen, die Spielräume/Zeiträume werden enger - klar.
    Aber wenn das eine Beziehung über einen doch relativ kurzen Zeitraum nicht aushält?

    Wochenende - Feiertag - Nachdienst - das wird dich auch nach der Ausbildung weiterhin begleiten - da brauchst du eine Lösung generell und nicht nur während der Ausbildung.
    Das ist ein generelles "Problem" und wird lediglich als erstes während der Ausbildung sichtbar.

    GuKK- stirbt aus - der Beruf aber ist der GuK gleichgestellt - viele GuKK müssen sowieso nach der Ausbildung in die Erwachsenenpflege, da es so viele kranke Kinder gar nicht gibt - Gott sei Dank - dass alle dort unterkommen.

    Für dein künftiges Berufsleben und die Entwicklungen im Gesundheitswesen, wie auch deine persönliche Perspektive ist natürlich die Kombination aus BWL und GuK äußerst interessant für den Arbeitsmarkt.
     
  3. lilalotta

    lilalotta Junior-Mitglied

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    ich danke sehr für die bestärkenden Worte!
    Ganz abgesehen davon, dass mich der Berufs sehr interessiert, habe ich in diesem Berufsfeld auch nicht das Gefühl, dass alles was ich bisher beruflich erreicht habe dann umsonst gewesen ist. Ich denke in der Kombination kann man unter Umständen vielleicht wirklich eine interessante Position erreichen. Welche Frage sich mir ebenfalls stellte: Ich habe die Ausbildereignungsprüfung abgelegt. Laut der IHK bezieht sich der erworbene Ausbilderschein nicht auf einen bestimmten Beruf. Bisher habe ich Lehrlinge in kaufmännischen Berufen ausgebildet. Nur heißt das Ganze in der Pflege ja "Praxisanleiter"..Ob es wohl nach meiner Lehre möglich ist meinen Ausbilderschein im Pflegeberuf anzuwenden bzw "übertragen" zu lassen?

    Lg
     
  4. renje

    renje Poweruser

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    Naja - da mach dir mal in 5-6 Jahren Gedanken.
    Sehe ich keine Möglichkeit den Ausb.schein zu übertragen.
    Du willst doch nicht schon nach deiner Ausbildung als PA losziehen, was willst du denn den Schülern beibringen, du hast doch kaum mehr Erfahrung und Wissen - da solltest du schon mal 2 Jahre Praxis sammeln bevor du nen Job als PA in Erwägung ziehst.

    Du bist absoluter Berufsanfänger.

    Ich denke du hast in den ersten 2 Jahren genug mit dir zu tun und deiner Arbeitsorganisation und genügend zu Lernen damit du in dem Beruf ankommst.

    Also langsam mit den Pferden.
     
  5. lilalotta

    lilalotta Junior-Mitglied

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    keine bange, so war das nicht gemeint :-) Dass man natürlich im Anschluss erst einmal selbst die nötige Praxiserfahrung braucht, ist mir klar. Ist ja im kaufmännischen Bereich nicht anders gewesen. Es war nur als generelle Frage der Möglichkeiten gemeint.
     
  6. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    [QUOTE="renje, post: 431694, member: 28579]

    GuKK- stirbt aus - der Beruf aber ist der GuK gleichgestellt - viele GuKK müssen sowieso nach der Ausbildung in die Erwachsenenpflege, da es so viele kranke Kinder gar nicht gibt - Gott sei Dank - dass alle dort unterkommen.

    [/QUOTE]


    Ja leider wird es den Beruf der GuKK über kurz oder lang nicht mehr geben, dass es nicht genug Arbeitsstellen für diese gibt stimmt so seit einigen Jahren nicht mehr. Ich könnte seid sofort 4Kliniken in NRW nennen, die die mehrere GuKK suchen. Sicher ist das nicht nur in NRW so. Und ich denke auch dass viele Kinderkliniken auch zukünftig eher eine GuKK einstellen werden. Eben weil die Ausbildung sich eng an den Bedürfnissen der Kinder orientiert hat.
    Gruß
    Ludmilla
     
  7. getlucky

    getlucky Gast

    Hallo Lilalotta.

    Deine Sorgen kenne ich. Mich haben auch viele für verrückt erklärt.
    Immerhin bei mir ist es die 3. Ausbildung und ich bin ja auch nicht mehr die "jüngste" (sehe ich komplett anders ;))
    Mein Mann und Familie stehen voll und ganz hinter mir. Mein Mann kommt aus dem Rettungsdienst, genauso wie meine Brüder und Schwägerin. Sagen wir mal meine Familie ist da eh vorbelastet ;) Meine Eltern wieder rum platzen vor Stolz über ihre Söhne und die Tochter die niemals aufgibt.

    Das Arbeitsamt hat mich gänzlich hängen lassen. Die wollten mich in der Altenpflege sehen und den ein oder anderen "Freund" habe ich doch wirklich verloren. Nun ja. wer meine Entscheidungen bombardiert ist nicht mein Freund. Man muß nicht alles toll finden, aber akzeptieren.

    Meine wirklichen Freunde haben mich aber auch komplett in meiner Entscheidung unterstützt da sie wussten das, dass meins ist.

    Nach 10 Jahren Versicherungsbranche inkl. 4 Jahre Bossing und Leistungsausquetscherei war ich meine Job aber auch sowas von überdrüssig und fertig. Ich mag ihn heute nicht mehr machen und nach den gesammelten Erfahrungen kann ich ihn, in meinem Augen, auch nicht mehr machen.

    All das weiß mein Umfeld und daher wurde ich sehr in meinem Vorhaben unterstützt und siehe da, mir geht es seit Anfang der Ausbildung deutlich besser als zuletzt in meinem alten Beruf und vor allem besser als in dieser fürchterliche Arbeitslosigkeit.

    Ich hab mich über unverschämte Zweifler hinweggesetzt und Menschen die glaubten mich und die Branche zu kennen... PAAAAHHH :D

    Klar ich kann immer noch scheitern, aber dann hab ich es versucht. Nichts ist schlimmer als später unglücklich im Job zu sitzen und sich zu fragen, ob man es geschafft hätte.

    Heute lebe ich nach dem Prinzip. "ich mach so lange weiter wie man mich lässt" :D

    Auch ich glaube die Kombi GuK und Kauffrau ist ne gute Basis für Später... So stehen die Türen später hoffentlich weiter offen.
     
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  8. getlucky

    getlucky Gast

    EDIT: ja iwas wird leiden.
    Ich komme kaum zum Training. Mein Mann und ich sehen uns wirklich weniger. Meine Freunde erst recht. Das Ehrenamt muß ich bis auf einige Veranstaltungen zurückstellen etc.

    Ich will das Examen, das ist es mir wert. Mein Mann und ich sind schwierige Situationen gewöhnt. Wir kommen gut klar. Wir sehen uns zwar weniger, aber ganz ehrlich, seit ich wieder arbeite bin ich ausgeglichener... wir streiten sehr viel weniger *schäm* die Zeit die wir verbringen intensiver und er lernt mit mir...
     
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  9. Corv

    Corv Senior-Mitglied

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    Hallo lilalotta,

    Ich finde es wenn der Beruf keine Freude macht sehr sinnvoll doch nochmal eine andere Ausbildung zu machen.
    Du bist jetzt ja noch jung und hast noch so einige Jahre im Arbeitsleben vor dir.
    Welcher Beruf dir nun Freude machen wird, ob das der Beruf der Krankenpflege ist kann ich dir natürlich nicht sagen.
    Hast du irgendwie Erfahrung in der Pflege sammeln können?
    Oder wieso glaubst du das dies der Beruf ist der dir Spaß macht?
    Ich denke du wirst dich da schon informiert haben, worum es in diesem Beruf geht.
    Und es ist ja auch eigentlich ein sehr schöner Beruf (wären nur die Umstände besser).

    Bedenken die Ausbildung zu schaffen?
    Du scheinst ja schon eingies an Ausbildung hinter dir zu haben und erfolgreich geschafft zu haben.
    Daher denke ich nicht das dies ein wirklich großes Risiko sein sollte.
    Im Unterricht anwesend sein und gut zuhören ist schon mal sehr viel Wert.
    Dann etwas Eigeninitiative auch in den Praxiseinsätzen zeigen, und sich da für das ein oder andere interessieren ist sicherlich auch sinnvoll.
    Vermutlich wirst du dennoch auch zu Hause die ein oder andere Stunde hinter deinen Büchern verbringen zum Lernen oder Schreiben von Hausarbeiten.
    Aber auch das wird in den vorigen Ausbildungen nicht anders gewesen sein.
    Aber prinzipiell alles machbar denke ich.

    Wie sich das ganze mit deinem Kind gestaltet musst du bzw. du und deine Familie vorher gut überlegen.
    Ich selbst habe kein Kind.
    In meinem Kurs (oder auch jetzt Schüler auf Station) waren einige mit Kindern (im Kindergartenalter).
    Das ist natürlich eine Sache der Organisation.
    Es muss geklärt sein wie das Kind versorgt ist, wenn du Schule hast oder arbeiten gehst.
    Du wirst in der Ausbildung auch Spät und einige Nachtdienste machen. Feiertage und Wochenenden wirst du sicher auch arbeiten. Wenn dein Mann einen "normalen" Job von Montag bis Freitag hat sollten Feiertage und Wochenenden ja nicht das Problem sein.
    Aber ich gehe jetzt mal davon aus, dass du dir auch darüber schon Gedanken gemacht hast.
    Und scheinbar stehen da ja auch trotzdem die Eltern hinter dir.
    Machbar ist es mit einer gewissen notwendigen Organisation bestimmt.

    Ob Azubis "ausgenutzt" werden und nur Spätdienste oder Wochenenden arbeiten?
    Das ist so pauschal schwer zu sagen.
    Ich kenne das Klinikum nicht wo du arbeiten wirst. und ich kenne die Stationen dort nicht.
    ich kenne nur die Krankenhäuser in denen ich in der Ausbildung war und das wo ich nun arbeite.
    Dort kenne ich es gar nicht so das Schüler nur Spätdienste oder Wochenenden arbeiten.
    In meiner Ausbildung habe ich ähnlich gearbeitet wie alle anderen Kollegen auch (nur ohne die Nächte). Meist sehr ausgeglichen Früh und Spätdienste.
    Auf der Station wo ich jetzt arbeite sind Schüler überwiegend im Frühdienst, gelegentlich im Spätdienst.
    Aber das wird auf jeder Station etwas anders sein.
    Wochenenden gehören in der Aubsbildung und danach dazu.
    Ich arbeitete in der Ausbildung meist jedes 2. Wochenede und auch danach ca. jedes zweite Wochenende.

    Ich sehe für das Leben mit Familie oder auch allgemein das soziale Leben, das größte "Problem" den Schichtdienst.
    Feste Termine sind nicht möglich.
    Sport in einem Verein z.b. schwer möglich, zumindest wenn man es regelmäßig machen will.
    Arbeiten wenn alle anderen frei haben und frei haben wenn sonst niemand frei hat.
    Das sind eben so die nachteile vom Schichtdienst. und darüber sollte man sich schon im klaren sein, dass es so ist.

    Ob Kinderkrankenpflege oder "normale"?
    Was willst du denn lieber machen?
    Wenn dir beides zusagt würde ich persönlich wohl eher zur Kinderkrankenpflege tendieren.
    Auch in der Ausbildung ist ein großer Anteil in der Erwachsenenpflege.
    Und ich denke damit bist du nach der Ausbildung flexibler.
    Es ist einfach als Kinderkrankenpfleger in der Erwacsenenpflege zu arbeiten. Einfach weil dort so viele Fachkräfte fehlen. Und du eben auch in der Kinderkrankenpflegeausbildung die Arbeit mit Erwachsenen lernst.

    Umgekehrt ist der Anteil den währen der "normalen" Ausbildung in der Kinderkrankenpflege verbringst sehr sehr gering. Und der Bereich ist eben oft sehr speziell, dass dort auch gerne Kinderkrankenpfleger genommen werden.
    Zudem sind dort im Vergleich zu erwachsenenpflege schon weniger freie Stellen verfügbar. Und die werden eben vorrangig mit Kinderkrankenpflegern besetzt.
     
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  10. getlucky

    getlucky Gast

    Hehe. Im Freibad wenn andere arbeiten müssen :D und die geile Luft wenn man von Nachtdienst im Sommer nach hause geht.

    Was freu ich mich auf den Sommer :D
     
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  11. lilalotta

    lilalotta Junior-Mitglied

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    Ihr glaubt gar nicht wie ich mich freue auch mal etwas positives zu lesen/hören :-)
    Im Moment ist es echt so, dass ich auf arbeit die Wochen bis September zähle bzw bis zu dem Tag an dem ich die Kündigung abgeben werde um die Ausbildung zu beginnen. Diese teilweise so nutzlose Arbeit und das Gefühl nur die zeit abzusitzen machen mich noch wahnsinnig. Sicher kann es sein dass ich meinen Schreibtisch irgendwann doch vermisse und die Arbeitsbedingungen tatsächlich so schlecht sind dass ich nicht glücklich bin. Aber wie von getlucky schon gesagt, das Examen und die kaufmännischen ausbildung ist sicher keine schlechte Kombination. Ich denke man hat unter Umständen recht gute Chancen nicht immer das unterste Glied in der Hierarchiekette zu sein bzw eine Stelle zu finden.
    Mein Mann befürwortet mein Vorhaben zwar nicht, steht Aber hinter mir. Durch ihn und meine Familie ist auch die kinderbetreuung gewährleistet in Zeiten in denen keine kita geöffnet hat. Meine Mutti freut sich mittlerweile darüber, da sie selbst im Krankenhaus arbeitet.
    Wegen der finanziellen Geschichte habe ich noch einen Termin beim Arbeitsamt.aber davon Verspreche ich mir eigentlich nichts. Möchte es bloß nicht untersucht lassen.
    Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die Ausbildung...es ist natürlich dennoch ein komisches Gefühl wenn man schon mal "was zu sagen" hatte auf arbeit und dann wieder der/die unterste im Glied ist. Aber ich bin keine aufmüpfige Person und werde mich schon fügen :-)

    Zu corvs frage: ich hatte ein Praktikum im Pflegeheim. Und der Wunsch nach dieser ausbildung kommt hauptsächlich durch die berufliche Orientierung meiner Familie...Gesundheitswesen ist bei uns stark vertreten.
    Die kinderbetreuung dürfte wie bereits erwähnt gesichert sein. Mein Mann hat eine mo-fr-woche, und die Oma recht flexibel dadurch sie keine 40 std.arbeitet..
    Beim lernen hoffe ich einfach den Überblick zu behalten...hab jetzt hier schon oft gelesen dass man nicht nach Fächern sondern eher nach Themen lernt...Aber prinzipiell bin ich ein recht schneller (auswendig-)lerner.

    ...getlucky, Versicherungsbranche ist ja auch eine sache für sich :D ...wenn ich in einer Stellenanzeige schon "kundenaquise" lese, flüchte ich ganz schnell :D
     
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  12. HellBunny

    HellBunny Senior-Mitglied

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    Du hast einen Termin beim AA trotz dass du die GKP-Ausbildung machst und (d)einen sicheren Job gekündigt hast?!

    Bitte nimm' es nicht persönlich. Aber da stellt sich mir wirklich die Hutschnur auf. Gibt doch echt andere die Unterstützung nötig(er) haben. Auch wenn du dir nichts von versprichst - hier geht's ums Prinzip. Echt. Nee.
     
  13. Nux Vomica

    Nux Vomica Junior-Mitglied

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    (.... ich zitiere mich mal selbst....)
    Hallo,

    ich kann die Bedenken deiner Familie gut nachvollziehen und kann dir aus leidlicher Erfahrung sagen, wie familienunfreundlich der Schichtdienst ist. Davon abgesehen, dass ich es auch gar nicht verstehen kann, wie man mit einer guten Ausbildung und einem gut bezahlten Job ausgerechnet in die Pflege gehen will....

    Es gibt so viele Pflegekräfte die darüber nachdenken, wie sie aus der Pflege wieder rauskommen. Ich war eine davon.... Viele können nicht nachvollziehen, wie man einer gut bezahlten Bürotätigkeit, der harten Arbeit in der Pflege den Vorzug geben könnte!

    Glaub mir, es macht keinen Spaß sich die Nächte um die Ohren zu schlagen, sich von arroganten Ärzten von oben herab behandeln zu lassen, an 3 von 5 freien Tagen angerufen zu werden und dann ein schlechtes Gewissen zu haben wenn man "Nein" sagt, sich von Patienten unfreundlich behandeln zu lassen, versiffte und verwahrloste Patienten zu waschen, sich anpöbeln und bedrohen zu lassen, etc... ich könnte die Liste noch endlos weiterführen!

    Es gab ohne Frage auch schöne Momente in meiner Zeit in der Pflege, aber wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, hätte ich mich von Anfang an anders entschieden.

    Überleg Dir gut was du machst, zur Pflege muss man echt berufen sein... von den Pflegekräften die ich kenne würde ich mich nur von ganz wenigen Ausnahmen freiwillig pflegen lassen, die meisten hassen ihren Job und das merkt man an ihrer Arbeit.

    Zu der Geschichte mit dem AA sag ich jetzt mal gar nichts....
     
  14. lilalotta

    lilalotta Junior-Mitglied

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    Ich muss sagen dein direkter angriff ist ganz schön unverschämt! Ob sich deine hutschnur oder sonstiges aufstellt interessiert mich persönlich weniger.
    Du kennst doch die Hintergründe überhaupt nicht. Dass ich kein aufstockendes hartz4 oder ähnliches bekomme ist mir klar, und auch überhaupt nicht mein Ansinnen. Hingegen gibt es aber die Leistungen zur "Teilhabe am Arbeitsleben". Diese kann man unter Umständen gewährt bekommen wenn man aus gesundheitlichen Gründen seinen Ursprungsberuf nicht mehr ausüben kann. Bei Menschen welche länger als 15 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, übernimmt dies die deutsche Rentenversicherung. Wer kürzer eingezahlt hat, muss sich dahingehend ans Arbeitsamt wenden. Aufgrund meines Alters ist dies bei mir der Fall. Ich habe eine ärztliche Diagnose über eine Erkrankung welche mir klar davon abrät eine Tätigkeit mit ausschließlicher Bildschirmarbeit auszuüben. Ich habe hier bewusst nichts davon erwähnt, weil ich der meinung bin dies geht niemanden etwas an. Im Übrigen hat jeder das recht Wohngeld oder ähnliches zu beantragen, wenn er mit seinem Einkommen nicht ausreicht. Liegt doch an jedem selbst. Und zu dem Satz dass andere es nötiger hätten...selten so einen müll gelesen! Weil ich eventuell eine Leistung zugesagt bekomme, erhält ein anderer dann sein hartz 4 gestrichen oder was? Manche sollten wirklich erst denken und dann schreiben.

    Nux Vomica, ich bin mir dessen bewusst, dass der job seine schattenseiten hat. und ich kenne auch viele die in der pflege sind und ihren job hassen. allerdings kenne ich auch einige die in ihrem job aufgehen. es ist in jedem job so - wenn man den falschen gewählt hat und ihn nicht mit herzblut ausführt, dann sieht man nur das schlechte an der tätigkeit. Ebenso ist es bei mir. Sicher verdiene ich ganz gutes geld und habe gute Konditionen - auf meiner JETZIGEN stelle. diese ist aber ein reiner glücksfall und auch nur befristet, ohne aussicht auf verlängerung. An dieser Stelle auch nochmal der verweis auf´s Arbeitsamt (drohende Arbeitslosigkeit usw... aber wie gut dass andere sofort urteilen ;) ).
    Bis ich diese Stelle bekommen habe im Anschluss an meine Elternzeit habe ich knapp 200 Bewerbungen geschrieben! und das obwohl ich in meinem berufsfeld doch recht gut qualifiziert bin. Die stellen sind einfach mangelware. Eine Stelle im öffentlichen Dienst erst recht. Bei meinen vorherigen Arbeitsstellen in der freien Wirtschaft war weder der Verdienst gut, noch die Arbeitszeit und sonstigen Konditionen. Ich möchte dem Ende der Befristung einfach vorgreifen und selbst kündigen um die Ausbildung anzufangen und dann endlich einmal das gefühl haben, dass ich auch jederzeit woanders eine Stelle bekommen kann. Im kaufmännischen bereich ist dies nämlich absolut nicht der Fall.
     
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  15. getlucky

    getlucky Gast

    Na noch glücklich mit deinem Job, Gesundheitlich machbar und auch nicht befristet? Da geht mir die Hutschnur hoch. Sowas können nur Menschen von sich geben die echt keine Ahnung haben. Noch dazu was soll man bitte daran nicht persönlich nehmen?

    Jemand der Bewusst sein gutes Gehalt gegen ein Azubigehalt tauscht, den leitet die Leidenschaft. Das sollten mehrere tuen. Dann hätten wir mehr Qualitativ hochwertige Arbeit.

    @Lilalotte: ich denke du wirst da keinen Erfolg haben. Umschulung gibt es nur wenn die Ausbildung 2 Jahre Dauert.
    Ich habe lange gesucht nach Möglichkeiten. Aber Krankenpflege ist keine geförderte Maßnahme der Rentenversicherung. GuKA das wäre gefördert worden. Aber das war für mich vertanen Zeit da ich eh wusste das ich das Examen machen will.
    Ich hätte Anrecht darauf gehabt, da ich in meinem alten Beruf Arbeitsunfähig bin. Vom entsprechenden Beratungsstellen übrigens mit der Prognose "harz 4 Zukunft" man hat schnell nen Stempel. Um Besserung muß man sich echt selber bemühen. Mit dem Abstellgleis wollte ich mich schlichtweg nicht zufrieden geben.

    da hingekommen bin ich übrigens weil ich ihn zu lange unter "ach der Bringt gutes Geld" weiter gemacht habe, obwohl ich schon lange drüber war. ;)

    Das ich die Ausbildung doch noch in die Hand genommen habe liegt zum Großen Teil daran das ich ohnehin in Harz 4 gelandet wäre. Wenn man ein Haus hatte, Kredite etc. kann sich jeder Denken welche Folgen das hat. ;)

    Wenn mein Finanzielles Leben den Bach runter geht und ich die nächsten Jahre den Ar.sch zusammenkneifen muß, dann bitte unter Wissenserlangen und den weg in ein Beruflich zufriedeneres Leben.

    Leute die einem Abraten, berichten von ihrer eigenen Unzufridenheit. Was hab ich damit zu tun? Sowas finde ich vermessen. Erfahrungen muß man selber machen. Was bitte soll daran falsch sein, wenn man noch eine Ausbildung zusätzlich macht.

    Wie oft habe ich aus diesen reihen gehört. Der Job ist Mist etc. Aber mal ganz ehrlich was habe ich denn zu verlieren? Wenn ich kein Bock mehr auf Pflege habe, dann gehe ich zurück in einen Kaufmännischen Beruf. So What? Und wer sagt das man mit dem beruf den man mit 18 gewählt hat seinen Seele verkauft hat und in einem Knast gefangen ist? warum soll ich nicht selber Erfahrungen sammeln. Weil mein gegenüber etwas in ner Sackgasse feststeckt und sich nicht traut nen neuen weg zu suchen? Wenn ich so wäre, wäre ich heute wirklich in Harz 4

    Was neues anzufangen und das zu diesen Bedingungen muß man sich erstmal trauen.
     
    #15 getlucky, 26.02.2016
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26.02.2016
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  16. Reinsdyr

    Reinsdyr Junior-Mitglied

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    Und du meinst darüber urteilen zu können, ob jemand Unterstützung bekommen sollte oder nicht? Sorry, aber du stellst dich selbst ins Abseits. Es gibt klare Regeln, wann jemand Unterstützung erhalten kann. Und ob sie zu diesem Personenkreis gehört oder nicht, entscheiden zum Glück Leute die davon Ahnung haben. Und btw: Ich hoffe du bist nur mit dem falschen Fuß aufgestanden. Ansonsten erwarte ich gerade von GuK etwas mehr Empathie. Niemand muss ein Leben lang einen Beruf ausführen, wenn er einem nicht mehr zusagt. Und selbst wenn man dafür Übergangsweise Unterstützung bedarf, so kann man davon ausgehen, das diese Entscheidung gut getroffen wurde und man daher mit mehr Spaß im neuen Job arbeitet. Was meist weniger Krankmeldetage (aufgrund psychischer Probleme etc) zur Folge hat. Und zum Schluss: GuK werden immer gesucht. Bürokräft gibt es wie Sand am Meer - da ist die Arbeitslosigkeit oder Aufstockung mit staatlicher Hilfe nicht weit.
     
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  17. WildeSchwester

    WildeSchwester Poweruser

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    Ich finde es ziemlich unverschämt jemanden so anzugreifen.Ich mach meine Ausbildung in einem Krankenhaus was noch zu 100% in städtischer Trägerschaft steht und werde entsprechend nach TvöD bezahlt.Als Azubi schon keine schlechte Ausbildungsvergütung.Aber dennoch:Wenn ich mal so durchrechne was Wohnung etc.kostet...alleine hätte ich doch sicher Probleme...ich finde es legitim Hilfen in Anspruch zu nehmen die einem zustehen!Da stellt sich bei mir eher die Hutschnur auf bei Menschen die staatliche Hilfen in Anspruch nehmen weil es schlichtweg bequemer ist als arbeiten zu gehen:wut:
     
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  18. snail

    snail Gast

    Ich wünsche mir (obwohl ich eher sagen möchte, ich fordere ein), das unterstütz und geholfen wird.
    Verbale Attacken (Angriffe) gegen Fragesteller, helfen diesen nicht weiter, hier ist eher adäquater Rat gefragt.
     
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  19. HellBunny

    HellBunny Senior-Mitglied

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    ..genau dieses Puzzleteil/diese kleine Information hat (mir) gefehlt. Sonst hätte ich so eine "unverschämte" Aussage mit Sicherheit nie getroffen.

    Und ja, du hast wirklich Recht, um was es krankheitsbedingt genau bei dir geht geht wirklich niemand etwas an. Hat auch niemand nach gefragt. Punkt.

    s.o., erster Absatz.

    Alle einmal tief durchatmen. Ist ein Forum. Mit vielen Meinungen.
     
  20. Tante Doll

    Tante Doll Stammgast

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    da hast du recht! " alle mal tiefatmen " ist in der tat angebracht.

    allerdings fiele dir dir auch kein zacken aus der krone, wenn du einfach zugeben würdest, dass du einfach ein bisschen zu schnell mit deiner art missfallensäusserung warst ! das kommt vor!
     
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