Zunehmende Sprech- und Schluckbeschwerden

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Neurologie / Neurochirurgie" wurde erstellt von nilosa, 24.02.2009.

  1. nilosa

    nilosa Newbie

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    Hallo, vielleicht hat hier jemand noch eine Idee, was mein Vater haben könnte. Vor ca. 6 Wochen fing es an, dass er über leichte Schluckbeschwerden klagte. Er ging zum Arzt und es wurde bei einer Magenspiegelung ein Magengeschwür und eine Ösophagitis festgestellt. Er wurde mit Omeprazol und Amoxicillin behandelt. Allerdings wurden die Beschwerden nicht besser sondern verschlimmerten sich immer mehr. Er war mittlerweile beim HNO, weil er auch eine vermehrte Sputumproduktion festgestellt hat, die ihn nach einiger Zeit, beim Sprechen behindert. Dort wurde allerdings auch nichts festgestellt.
    Beim Schädel-CT, MRT und beim Neurologen ist auch nichts auffälliges festgestellt worden und die Gefäße wären auch o.k.. Es gab keine Hinweise auf einen abgelaufenden Apoplex. Die Kontroll-ÖGD war in Ordnung.
    Mittlerweile ist es so schlimm, dass er kaum noch essen kann und in den letzten Wochen 8-9 kg Gewicht dadurch verloren hat. Für einen Teller Erbsensuppe braucht er 30 Minuten. Appetit hat er. Das Sprechen wird fällt ihm immer schwerer. Man hat das Gefühl, als wäre die Zunge geschwollen während er spricht oder bekommt die Wörter nicht raus. Nachts hat er eine so starke Sputumproduktion, dass er die Nacht fast nur im sitzen verbringen kann.Die Ärzte wissen nicht mehr weiter.
    Hat jemand vielleicht eine Idee, was sich hinter den Symptomen verbergen könnte? Über jede Idee bin ich dankbar!!!
    Nicole
     
  2. flexi

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    Hallo nilosa,

    leider lässt sich aus der Ferne weder Ferndiagnose noch Ferntherapie betreiben, so dass ich dir dafür nur den Gang zum Facharzt dringend anempfehlen kann.
    Ich gehe davon aus, das du die Informationen wahrscheinlich nur von deinem Vater hast. Vielleicht solltest du deinen Vater beim Arztbesuch mal begleiten und dem Arzt dann deine Fragen stellen. Vielleicht erzählt er dir nicht alles, gerade weil er weiss, das du vom Fach bist?
     
  3. nilosa

    nilosa Newbie

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    Hallo Flexi,
    ich weiß selber, dass es schwierig ist aus der Ferne eine Diagnose abzugeben. Ich hab mir aber gedacht, da ich mittlerweile auch nicht mehr weiter weiß(und der HA offenbar auch nicht so recht), dass ich hier jemanden finde, der vielleicht noch eine Idee hat, welche Diagnostik noch gemacht werden kann.

    Die ganzen Untersuchungen sind ja bei verschiedenen Ärten gelaufen und ich habe von allen bisher gemachten Untersuchungen die Kurzbriefe gelesen. Der Hausarzt selber hat anfangs die Beschwerden abgetan und wollte (wohl aus Kostengründen) kein CT oder MRT machen.
    Als der HNO nichts organisches finden konnte, hat dieser derm HA geschrieben und zum CT geraten. Als beim CT nichts zu finden war hat der HA ihn zum Neurologen überwiesen. Dort sind auch einige Untersuchungen gelaufen, unter anderem ein EEG. Ein Doppler-Sono ist auch noch gemacht worden. Der hat auch nichts feststellen können und hat wiederum dem HA ein MRT nahegelegt. Nun ist dieses gestern gelaufen und ich war mit dabei und hab auch kurz mit dem Arzt gesprochen. Der hat auch keine organische Ursache feststellen können.
    Ich habe gerade mit meiner Mutter telefoniert und sie meint, dass die Sputum/Schleimproduktion immer mehr zunimmt.
    LG Nicole
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Erfolgte z.B. ein Nachweis von Acetylcholinrezeptor-Antikörpern (AChR-AK)? Wurde z.B. zwecks Test Acetylcholinesterase-Inhibitoren (z.B. Kalymin) gespritzt, was eine sofortigen, kurze Besserung ergab?
    Wurde ein EMG gemacht?
    Was ist der fachliche Schwerpunkt des Neurologen?
    Hat dein Vater in letzter Zeit eine Medikamentenumstellung gehabt?

    Tipp: Versuche einen Neurologen ausfindig zu machen, der sich mit Muskelerkrankungen auskennt.

    Elisabeth
     
  5. nilosa

    nilosa Newbie

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    Hallo Elisabeth,
    so wie es aussieht, hast du wohl mit den Acetylcholinrezeptor-Antikörpern ins schwarze getroffen.
    Da sich der Zustand meines Vaters gestern Abend so verschlimmert hat, sind wir noch in der Uniklinik gewesen. Dort hat man die halöbe Nacht Tests gemacht und vermutet nun, dass er wohl an Myasthenie Gravis erkrankt ist. Man sagte uns, dass heute ein Medikament besorgt wird, dass die Symptome bessern soll. Dies müsse allerdings unter engmaschiger Kontrolle eingsetzt werden, da es Herrythmusstörungen auslösen kann.
    Lieben Dank!
    Nicole

     
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