zum Thema Prophylaxen

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von Windelschwinger, 07.07.2005.

  1. Windelschwinger

    Windelschwinger Senior-Mitglied

    Registriert seit:
    04.03.2005
    Beiträge:
    124
    Zustimmungen:
    1
    :x Hallo, ist wirklich merkwürdig welche Gedankengänge hier so gepflegt werden !
    Diese Satz ist sicherlich provokant, aber warum sollen Prophylaxenverordnungen
    ausgestellt werden wenn allein 12 verschiedene Prophylaxen mit den Leistungskomplexen in den Versorgungsverträgen mit den Pflegekassen gekoppelt sind und jeder Dienst bzw. Pflegekraft die Verantwortung dafür trägt !
    Hierfür sollte in der Pflegeplanung genau "Das" alles beschrieben sein.
    Das Problem liegt allerdings bei der Uneinigkeit der Leistungserbringer bzw. Pflegediensten. Sollten ein bettlägeriger Patient bzw. seine Angehörigen die
    starke Deku-Gefahr zum Beispiel ignorieren , weil wie oft die Geizpflege das Ziel ist, muss der Pflegekasse klar die Pflege als nicht gesichert gemeldet werden.
    Da spielt die Angst den Kunden zu verlieren eine größere Rolle und man wurschelt sich halt durch......
    Seht es mir nach , aber das Elend sehe ich seit 8 Jahren täglich. Einzig die Patienten welche nix besitzen und vom Soz ihre Pflege gesponsert bekommen, erhalten eine würdige Pflege. Sobald Geld und Kinderchen da sind, kennt der Wahnsinn keine Grenzen. Hier sehe ich klar das größere Übel : die Leute haben ganz einfach keinerlei Respekt vorm Alter und noch weniger gegenüber Pflegenden !

    mfg Hotte
     
  2. Trisha

    Trisha Poweruser

    Registriert seit:
    04.03.2004
    Beiträge:
    1.431
    Zustimmungen:
    4
    Beruf:
    Krankenschwester, Pflegerische Fachexpertin für chronische Wunden
    Ort:
    Göttingen
    Akt. Einsatzbereich:
    Bildungsmanagement Bereich chronische Wunden
    Hallo Windelschwinger,


    Du hast sicherlich recht mit dem was Du schreibst.
    Doch ich sehe das Problem nicht nur im Geiz der pflegebedürftigen Menschen (der bei einigen Menschen in finanziellen Notsituationen auch angebracht ist!), sondern in der fehlenden Beratung und Informationsweitergabe durch die Pflegekraft.

    Mangelnde Compliance seitens Patienten / Bewohner und Angehörigen hat massig Ursachen, aber vor allem diese hier: Kommunikationsprobleme zwischen Angehörigen, Patient und Pflegekraft.
    Diese kann man nicht zwischen Tür und Angel lösen.
    Warum heisst unser Beruf jetzt neuerdings Gesundheits- und Krankenpfleger?
    Vielleicht auch deshalb, weil wir dafür Sorge tragen müssen, Gesunde gesund zu erhalten, indem sie eine gezielte, fachliche Beratung erfahren!

    Konfuzius sagt: Gib einem Mann ein Fisch, und er wird einen Tag lang satt. Lehre einen Mann das Fischen, und er wird sein Leben lang satt.

    Umgewandelt lässt sich daraus folgendes ableiten: gib einem Mann ein Medikament und Du heilst seine akuten Symptome. Lehre einen Patienten, sich selbst zu heilen, und er hat ein Leben lang Kontrolle über seine Gesundheit.

    LG
    Trisha
     
  3. Maniac

    Maniac Poweruser

    Registriert seit:
    09.12.2002
    Beiträge:
    9.602
    Zustimmungen:
    82
    Akt. Einsatzbereich:
    Krankenhaus
    Funktion:
    Führungskraft
    Ich hatte bisher nur einen 4Wochen Einsatz in der Ausbildung in der ambulanten Pflege. Ich muss sagen ich war positiv überrascht! Der viel gefürchtete Zeitdruck war hier noch nicht so drin (ist aber dann paar Mnate später wohl gekommen, mit den zeitvorgaben), und die verhältnisse in den beutreuten Wohnungen waren besser als gedacht. Ausnahmen bestätigten die regel ;)

    Aber was ich eigntlich loswerden wollte: Viele Pflegende, sei es im KH oder im ambulanten bereich verurteilen die Angehörigen aus verschiedenen Gründen. geiz um nicht zu vie, auszugeben, dem pflegefall somit keinen "Luxus" gönnen, oder aber wenige und kurze Besuche im Krankenhaus. ABER: Wissen wir ob der jetzt ach so liebe, gutmütige Pflegefall nicht vor 30 jahren seine Frau geschlagen, seine Kinder vergewaltigt hat?! hab jetzt gleich das Extrem gewählt - aber nur um verständlich zu amchen was ich meine.Wir wissen nichts über das Verhältnis der Personen, sehen vielleicht von einer Seite Unfreundlichkeit... vielleicht ist es innerlich unterdrückter Hass, vielleicht will man den eigenen vater nicht pflegen, vielleicht hat er einem Vieles genommen, das leben zur Hölle gemacht. OK, jetzt ist er evt sogar dement, weiß nichts mehr davon und hat plötzlich einen schönen Charakter, aber das lässt die kinder noch lange nicht vergessen wie er "wirklich" war!! Sie MÜSSEn ihn jetzt pflegen, tun es sogar vielleicht aus Mitleid (wenn sie weit genug sind damit umgehen zu können), aber ob sie wirklich richtiges Mitgefühl, Liebe, oder einfach nur zuneigung emopfinden können steht auf nem ganz anderen Blatt.
    Man sollte sie aber keineswegs deswegen verurteilen! Wir sind die allerletzten die es sich erlauben sollten über solche Verhältnisse ein urteil abzugeben!!


    Sorry, wenn ich abgeschweift bin, du hattest das mit dem "Geiz" grad so anklingen lassen, da wollte ich es mal los werden.

    Ob das oben genannte eventuelle verhalten der Angehörigen so richtig ist sei mal dahin gestellt, aber VERSTNDLICH ist es ggf auf jeden fall!!
     
  4. Nordlicht

    Nordlicht Poweruser

    Registriert seit:
    04.07.2004
    Beiträge:
    844
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester
    Ort:
    Kollmar
    warum Prophylaxenverordnung..

    Hier scheint sich etwas verselbstänigt zu haben:

    Lieber Windelschwinger, Du hast geschrieben:
    Hier bist Du schon in der Grundpflege und da gehören selbstveständlich die Prophylaxen hin.
    Meine urpsrünglich Frage galt der Behandlungspflege, bitte nachlesen (!) was ist, wenn ich z. B. Insulin spritze und mir auffällt, dass der Pat. auch andere gesundheitliche Schwierigkeiten hat/bekommen könnte.
    Da wir aber in Deutschland leben, gilt, wie bei Vielem: nichts ist schlimm, solange nicht passiert ist. (Die Polizei kommt auch nicht prophylaktisch).
    Die Beratung der Pat./Angehörige gilt als Serviceleistung, die nicht abzurechnen ist. Außer Frage, dass wir diese Leistung selbstverständlich erbringen, aber in der heutigen Zeit, wo sich Skoda-Manager 2 Mio genehmigen ohne Lesitung zu erbringen, SPD-Mitglieder Gehälter bekommen ohne dafür zu arbeiten, Betriebsräte 780.000 € Eigenbelege für nichts verrechnen können, kam es mir in den Sinn, dass ich eine erbrachte Leistung evt. auch abrechnen könnte. (Wer hat mich da bloß geritten, wo kämen wir da denn hin....)
     
    #4 Nordlicht, 17.07.2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17.07.2005
  5. Windelschwinger

    Windelschwinger Senior-Mitglied

    Registriert seit:
    04.03.2005
    Beiträge:
    124
    Zustimmungen:
    1
    Hallo Nordlicht,

    in der Tat der Bundesverband BAH Berlin hatte diese für die VO-Leistungen
    erstritten, bekamm zwar Recht aber die Umsetzung scheitert an der Rahmenrichtlinie
    der Kassen und " Ärzte" und betone ohne Leistungserbringer !
    Trotzdem gilt hierzu ähnliches, solltest du hier weitere Prombleme erkennen
    muss dem Patienen und Arzt das Ganze schriftlich zur Kenntnis gebracht werden!
    EIn guter PD drängelt auf eine Lösung hin.........aber vorsicht hier gibt es Grenzen,
    dem Raucher auf der Strassen verfolgt auch keiner ........
    Sorry wenn ich im ersten Beitrag etwas hart reagierte, aber ich wollte provozieren
    und einen Denkanstoß geben.

    mit freundlichen Grüßen in den Norden ( da wär ich jetzt lieber ) :-))
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - Thema Prophylaxen Forum Datum
Qualitätszirkel "Broschürenthema Prophylaxen" Qualitätsmanagement in der Altenpflege 21.02.2012
Thema für die Facharbeit gesucht :( Fachweiterbildung für Funktionsbereiche 28.11.2016
Masterthesis: Umfrage zum Thema "Pflegefachkräftemarketing in stationären Dialysen" Dialyse 25.10.2016
Thema Facharbeit Fachweiterbildung für Leitungsaufgaben in der Pflege 29.09.2016
Umfrage zum Thema "Bettensperrung auf Intensiv": Bitte um Teilnahme Intensiv- und Anästhesiepflege 09.09.2016

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.