Zufriedenheit mit der praktischen Ausbildung

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von Helen, 20.07.2008.

  1. Helen

    Helen Senior-Mitglied

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    Hallo zusammen,

    wie zufrieden seid Ihr Schüler oder auch ehemalige Schüler (gewesene) mit Eurer praktischen Ausbildung im Krankenhaus?

    Ich würde mich über zahlreiche Antworten von Euch freuen.

    MfG,
    Helen.:-)
     
  2. GKPa06_w

    GKPa06_w Newbie

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    Hallo

    also ich muss sagen es kommt bei mir im KH immer darauf an, auf welcher station man ist und ob die schwester einen mögen.

    aber allgemein muss ich sagen, dass es auf einer normalen station nicht immer einfach ist sein wissen zu erweitern, weil man doch meist nur das macht, wofür sich die schwestern zu schade sind und keine lust daruf haben, weil sie sich die ganze schicht über hinter ihren kurven verstecken:knockin:


    ich bin jetzt fast 3. Lehrjahr und von der Kurvenführung hab ich noch so gut wie nix selbstständig machen können, weil angeblich nie zeit dazu ist.

    ich finde (jedenfalls ist das bei mir im kh so) das man erst am ende des 2. Lehrjahres wirklich vertrauen bekommt und dann auch mal was anderes machen kann...

    es könnte doch alles immer riegndwie besser sein...
     
  3. VansQueen

    VansQueen Stammgast

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    Also bei mir im KH kommt es auch auf die einzelnen PK an. Manche scheuen sich davor, Schüler mit "an die Hand" zu nehmen und arbeiten lieber für sich alleine. Es gibt aber auch welche, die zeigen einem total gerne was, sind super nett, von Anfang an geduldig und arbeiten gerne mit dir an deinem Können.
    Bei uns gibt auch noch immer ein Problem, wer denn nun verantwortlich für die prakt. Ausbildung ist - Schule oder Praxisanleiter. Die Stationen meinen, die Lehrer für Pflegeberufe seien dafür verantwortlich, sie sollen kommen und Anleitungen machen.
    Die Schule und die KH-Leitung ist der Meinung, dass es extra einige Stellen nur für Praxisanleiter gibt, diese aber in der Realität kaum Schüler anleiten (wollen). Schule macht Praxisbegleitungen, Praxisanleiter sollen Anleitungen machen. Was ist daran so schwer? Das Argument: fehlende Zeit!
    Als ich bei der letzten MAV-Sitzung war, beschwerte sich der Stationsleiter der Intensiv, dass die Schüler sich an ihren ersten Tagen auf seiner Station nur breit auf den Hintern im Stationszimmer setzen und ein "Jetzt-erzähl-mir-mal-was" - Gesicht aufhätten - und rein garnichts von selber tun würden.
    Ich fand seine Einstellung übertrieben. Und wenn jemand von vorneherein über jeden Schüler so eine Meinung hat, na dann viel Spaß, wenn ich auf die Intensiv muss (darf) :-)
    Jedenfalls - es ist schade, dass sich keiner verantwortlich für die Schüler fühlt und wir im Endeffekt nur nebenher laufen. Ich meine, klar, jeder ist für sich selbst in der Ausbildung verantwortlich, wieviel er lernen WILL und wieviel nicht. Aber dass wir keine einheitlichen Regelungen haben, wann wer was angelernt bekommt, finde ich nicht gut!
     
  4. GKPa06_w

    GKPa06_w Newbie

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    da muss ich dir recht geben, wie soll man etwas richtig lernen, wenn niemand einem zeigt wie es denn überhaupt sein soll und wie es verlangt wird.:knockin:
     
  5. Jacaranda

    Jacaranda Stammgast

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    Vielleicht gibt es inzwischen noch ein paar andere Meinungen!!!
     
  6. anästhesieschwester

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    Ich habe an einer Kooperationsschule gelernt und war in 2 verschiedenen Krankenhäusern (eigenes und Partner-KH) plus externe Psychiatrische Klinik eingesetzt.
    Bei mir persönlich war es so, dass die praktische Ausbildung am Partner-KH deutlich besser organisiert war. Da gab es nämlich viel mehr Praxisanleiter, die sich auch wirklich mal Zeit genommen haben, auch um mit uns für mündliche Prüfungen zu lernen. Lag aber vielleicht auch daran, dass die größtenteils selbst Ehemalige unserer Schule waren.


    Gruß
    Die Anästhesieschwester
     
  7. Jacaranda

    Jacaranda Stammgast

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    Also war es schon von Vorteil, dass es besser organisiert war? Ich höre nämlich schon manchmal auf Station,
    "dass die PA völlig überflüssig sind, weil wir ja "früher" auch genug gelernt haben, oder! Und jetzt wir ein solcher "Tam-Tam mit den Schülern gemacht!"
    Mir gehen dann manchmal die Argumente aus, ich habe auch in der Zeit ohne PA gelernt, und habe ich wirklich eine schlechtere praktische Ausbildung gehabt? Nun auf jeden Fall war zu meiner Zeit oft, oder zumindest viel öfter noch mehr Zeit.
     
  8. Chiara1434

    Chiara1434 Newbie

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    Hallo Helen,

    ich habe je nach Station ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Meist zieht sich die Einstellung zu Schülern durch die ganze Station.
    Aber oft kam es auch sehr auf die Leute drauf, an mit denen ich zusammengearbeitet habe.
    Ich habe von Freude über eine Schülerin und dem Gefühl wie eine zukünftige Kollegin behandelt zu werden bis zu Depp-vom-Dienst alles erlebt.

    Mentorinnen sind nur dann toll, wenn sie sich wirklich um die SchülerInnen kümmern, fachlich und pädagogisch (!!) gebildet sind und auch mal am gleichen Tag mit ihnen Dienst haben....
    Ich hatte mal ein Praktikum, da wurden wir Schülerinnen von der Mentorin im Zwischengespräch beurteilt. Wir haben noch nie mit ihr zusammengearbeitet und sie hat uns nur aufgrund der Aussagen der KollegInnen beurteilt mit denen sie die 2 Tage davor Dienst hatte (wir hatten da frei) - das kann's dann auch nicht sein.

    Ich finde es heutzutage essentiell, dass SchülerInnen wie zukünftige KollegInnen behandelt werden und man sich in einem Team auch die unangenehmen Arbeiten teilt.

    Oft hatte ich das Gefühl, dass die Stationen die eh alle 2 Monate neue SchülerInnen bekommen sich einfach nichts mehr antun. Namen merken, was Interessantes beibringen, Teamarbeit, .... alles Fehlanzeige.
    Das finde ich schade, weil so viel mehr Mühe ist es nicht und bringt sehr viel mehr in der täglichen Zusammenarbeit.

    Ein Beispiel: ein Schüler, der putzen geschickt wird während die DGKS mit einer Tasse Kaffee "dokumentiert" wird im ganzen Praktikum völlig anders arbeiten und motiviert sein als ein Schüler der zusammen mit der DKGS putzt, dabei vieleicht noch was erklärt bekommt (oder auch nur tratscht) und wo man dann hinterher gemeinsam eine Tasse Kaffee trinkt.

    LG
    Chiara
     
  9. Flop

    Flop Stammgast

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    Hallo,
    mein erster Stationseinsatz war bis jetzt auch mein schlechtester. Meine Anleiterin ist nicht ein einziges Mal mit mir in ein Zimmer gegangen und hat mir etwas intensiv erklärt.
    Ich hatte das Gefühl, dass die Schwestern jede Stunde eine Rauchen gingen aber nie Zeit für ein Gespräch hatten. ( Diese Resonanz kam auch von anderen Schülern). Das Zwischengespräch lief dann auch nicht.

    Auf der zweiten Station hatte ich eine total tolle Anleitung. Sie hat beim EInführungsgespräch angeboten, dass wir noch mal zusammen einen Patienten waschen und sie mir dann Tipps geben kann. Das war echt gut.

    In den letzten zwei Einsätzen müssen wir von der Schule aus unsere Anleitungsstunden aufschreiben. Das sollten günstigenfalls 10% des Einsatzes sein. Das heißt bei geplanten 156 Stunden brauche ich 15,5h Anleitungszeit. Es ist ganz gut, sich das mal aufzuschreiben, dann merkt man erst wie viel man erklärt bekommt. Wenn ich nicht so oft angeleitet werde, sollte ich mir natürlich auch keine Stunden dazu schummeln ;)

    Alles in Allem wie schon gesagt: Es kommt auf die Station und auf den Schüler selber an. Wer viel fragt, dem wird auch viel erklärt. Und der Zeitmangel kommt leider auch immer dazu- kaum Zeit für Dokumentation und Kurven.

    PS: Ich habe letzens mit einer gesprochen, die jetzt seit Oktober examiniert ist. Sie sagt, sie vermisst schon die Arbeit direkt am Patienten. Die Schwestern suchen sich das meistens nicht aus, stundenlang im Stationszimmer zu sitzen und fänden es anders auch schöner. (Gibt natürlich auch Ausnahmen)
     
  10. Rose159

    Rose159 Junior-Mitglied

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    das seh ich auch so..
    ich hatte vielleicht in den ersten drei wochen auf station 2 mal mit meiner praxisanleiterin zusammen dienst..das find ich einfach schade, denn wahrscheinlich wäre es hilfreich gewesen, in der anfangszeit öfter mit ihr zu arbeiten.

    oft hat man schon das gefühl, dass die schwestern nicht gerade lust dazu haben, einem was zu erklären, zu zeigen, so nach dem motto "wir haben doch die praxisanleiterin"..
     
  11. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    Elisabeth Dinse hat in einem anderen Thread geschrieben, uns Schüler wird selten das selbständige Denken beigebracht. Ich habe im Sommer 2010 2-jährige Gesundheits- und Krankenpflegehilfeausbildung abgeschlossen. Dann bin ich quer ins 3. Semester GKP-Ausbildung eingestiegen. Ich hab also 7 Praxiseinsätze absolviert.

    Während der Praxiseinsätze zieht sich eine Erfahrung wie ein roter Faden durch. selbst die PA mit den ich mich persönlich super verstanden habe, haben immer die Probleme für mich gelöst. Und ich habe es erst später gelernt die Lernchancen zu nutzen.

    Beispiel: Letzter Einsatz war auf Onko. Da liefen bei einer Patientin EK's. Waren durch und ich wollte es abstöpseln. Ich habs öfters unter Aufsicht gemacht. Ich fühlte mich aber noch nicht sicher so hab ich meine Bezugsschwester geholt. Und anstatt es mir zu überlassen geht sie wortlos ins Zimmer und stöpselt es alleine ab. Da ich mich mit ihr gut verstanden habe. hab ich ihr gesagt dass ich es gerne unter Aufsicht machen würde. Dann ist sie mit mir noch 3 mal gelaufen. Dann war ich in der Lage es alleine zu machen.

    Ich habe es oft beobachtet, dass wenn Schüler etwas fragen oder Unsicherheit äußern die Tätigkeit einfach übernommen wird. Ich finde es auch gut wenn die Azubis ab 2. Lehrjahr kleine Bereiche übernehmen. Wie sollen wir es lernen wenn man uns für jedes Problem ein Patentrezept anbietet.
     
  12. Schwester Rabiata 2

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    Ich hatte ein sehr gutes Schülerleben mit 90% motivierten und engagierten Schwestern. Sie haben mir so viel beigebracht. Dafür bin ich heute noch sehr dankbar. Auch einigen Ärzten, die uns ausgequetscht haben. :D Bei meinen Schülern bin ich bemüht es so zu halten wie es bei mir gehalten wurde.
     
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