Zu viel Parfüm besonders bei Patienten mit Dyspnoe

Dieses Thema im Forum "Kardiologie / Angiologie / Pneumonologie" wurde erstellt von Sr.House, 02.09.2007.

  1. Sr.House

    Sr.House Junior-Mitglied

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    Kennt ihr auch diese werten Krankenschwestern die den Arbeitsplatz mit nem Discobesuch verwechseln. Ich meine schminken können die sich ja wie sie lustig sind, toll gestylte Haare sind ja auch ok(solange sie schön brav hygienisch zusammengemacht sind). aber bei uns im Hause gibt es ein paar Exemplare von Pflegekräften(ich möchte auch manche männlichen kollegen nicht ausschließen), die mit offenem Autofenster an einer Parfümerie vorbeigefahren sind, also ich meine damit die haben seeeehr vieeeel Parfüm an sich hängen.

    Bei soviel Parfüm bleibt mir schon manchmal die Luft weg, aber wenn ich an unsere Patienten (in einer Lungenfachklinik) denke, die im Krankenhaus sind wegen Dyspnoe, exazerbierten COPD und anderen Lungengeschichten.....

    Ich meine Deo benutzen is ja ok, man kommt ja auch viel ins Schwitzen bei der Arbeit, aber man muss es doch nicht zu sehr übertreiben.....

    Wie denkt ihr darüber, habt ihr auch so gut riechende Kollegen???:weiberheld:
     
  2. aquarius2

    aquarius2 Poweruser

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    Bei uns baden eher die Doktoren in Rasierwasser, also mein Parfum ist Sterilium, was anderes kommt mir nicht auf die Haut, ist auch irgendwie Verschwendung, wenn man mal die Duftpalette einer Intensivstation riecht....:flowerpower:Außer dem gibt es ja immer wieder Patienten, die sehr empfindlich auf Düfte reagieren und sich zum Beispiel übergeben (nach Narkose) einige sind auch gegen Duftöle allergisch, also da besser ohne alles zum Dienst....
     
  3. synapse

    synapse Stammgast

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    Hi,
    gut zu riechen ist ja o.k.. Das Problem ist jedoch, das jeder einen Duft anders empfindet. Gerade bei Dyspnoe sollte es nicht too much sein. Jedoch kennen wahrscheinlich viele von uns auch das genaue Gegenteil, nämlich das Kollegen arg duften im eher natürlichen Bereich. Dies ist für die Patienten auch nicht gerade erquickend und labend.
    Hier eine vernünftige Grenze zu ziehen, die jedem zusagt, ist, glaube ich, nicht möglich, da wir halt zu individuell die Düfte deuten. Der stark Duftende empfindet seinen Duft als angenehm und nimmt ihn wahrscheinlich gar nicht so extrem wahr, wie ein Zweiter.

    Gruß
    Synapse
     
  4. Sr.House

    Sr.House Junior-Mitglied

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    Na ja es gibt wirklich manche kollegen die schon nach weniger Arbeit "duften" als hätten sie in Hochleistungssport betrieben. Das finde ich auch net so toll, besonders wenn der "Körpergeruch" solcher Leute regelrecht im Schwesternzimmer hängt.

    Aber es gibt doch Deo, außerdem is ein Krankenhaus eine Einrichtung wo es genug Seife gibt um sich ab und zu mal zu waschen wenn das Deo mal versagt, aber Parfüm muss doch echt nicht sein(und wenn dann bitte in Maßen):nurse:
     
  5. flexi

    flexi Administrator
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    Hallo Sr.House,

    hier gehts diesmal nicht um "Duftenden" nach Leistungssport, sondern wirklich um die Damen und Herren mit den echten Parfüm- und Rasierwasserwolken, die sie in ihrer Aura umverteilen.
     
  6. Justine

    Justine Senior-Mitglied

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    Guten Morgen,
    ich habe mal sehr lange selber stationär gelegen, fast 11 Monate, Ihr glaubt nicht, ich kenne die komplette Parfümerie-Palette an Duftwässerchen! Und es ist so furchtbar unangenehm, wenn man dem nicht ausweichen kann als Patient! Ich musste über Pflegepersonal Positionsveränderungen und zum Teil Körperpflege durchführen lassen, wenn sich dann eine Schwester mit irgendwelchen schweren Düften über mich gebeugt hat ist mir regelrecht übel geworden. OK. sie sollte sicher nett duften, Persönlichkeitsunterstreichung oder so..... kann ich alles verstehen, von der Notwendigkeit eines Deos mal ganz abgesehen, anderes Thema.... aber ich habe es als grobe üble Sache empfunden, weil mir echt nicht dnach war. Ist es aber wenn es so stark ist, für mich nirgendwo, ab im Restaurant (ich habe dann das Gefühl, ich esse diesen Duft!), noch in Geschäften (oft ja noch mit dem Duft eines gerade versagenden Deos in Verbindung!), also nirgendwo...... nicht so stark auf jeden Fall!!!

    Dieses nur aus meiner Erfahrung.... ich achte seitdem verstärkt darauf, dass ich selber kein Parfum im Dienst auflege, und falls meine Auszubildenden dieses tun, mache ich sie taktvoll aber bestimmt darauf aufmerksam.

    Gruß
    Justine
     
  7. ernie

    ernie Senior-Mitglied

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    Hallo , also, ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen , daß weniger mehr ist.Bin Asthmatikerin und kann solch stark duftenden Persönlichkeiten nur wenig Zuneigung entgegen bringen...Dezent ist alles kein Thema , aber ist die Duftnote zu extrem , empfinde ich das schon als ein aufzwingen und ich kann wenigstens weggehen...der Patient hat die Möglichkeit bei uns in der Regel nicht.Leider sind auch unsere Deos , die wir auf Station haben , für mich ein Grund beim Versprühen der solchen die Arbeit niederzulegen , bis sie verflogen sind.Es geht dann echt gar nichts mehr. Lg Ernie
     
  8. tattoonurse

    tattoonurse Senior-Mitglied

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    Mir ist Parfüm an der Arbeit auch viel zu schade! Ist auch nicht so angenehm für den Pat. --- mir persönlich reicht ein schlichtes Deodorant, was sowieso nach einer Schicht versagt...:aetsch:

    Aber diese "Douglas-Kollegen" kenne ich auch...:schraube:

    :flowerpower:
     
  9. Jumanji

    Jumanji Senior-Mitglied

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    Hallo!

    Ich empfinde es als äußerst unangenehm und penetrant, was manche Menschen sich als Parfum auftragen in Mengen, die eine ganze Elefantenherde im Zoo beduften könnten nach zwei Wochen fehlenden Ausmistens. In dem Punkt ist es schon fast egal, ob es Pfleger, Schwestern, Ärzte oder Patienten sind, die sich dermaßen einnebeln, dass man nur noch weglaufen kann - solange man noch die Chance dazu hat.

    Eigentlich sollte im Angesicht der immer häufigeren Allergien und Unverträglichkeiten gerade Pflegepersonal auf duftfreie Deos umsteigen und auf jegliche Düfte verzichten. Wasser und Seife tun es auch! Man muss es nur nutzen.

    Klar kenn ich auch die Fraktion, die nach natürlichen Düften riecht und die wohl kaum einer "riechen kann". Allerdings habe ich bei denen zumindest nicht das Problem, dass sie mir die Luft zum atmen rauben. Der einzige Vorteil dieser "natürlichen" Duftexzesse nach Achselschweiß und Stinkefüßen.

    Vielleicht sollte man das irgendwann mal in Krankenhäusern verbieten, denn dort tummeln sich ja die Menschen, mit Dyspnoe, Asthma und Allergien und irgendwo muss es doch mal ne parfumfreie Zone geben.

    Jumanji​
     
  10. nachtwichtel

    nachtwichtel Newbie

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    Also ich als Mann finde ja schon, daß man ein wenig gut riechen sollte und bekomme diesbezüglich auch Komplimente von meinen Kolleginnen. Nur sollte man schon darauf achten, daß der Duft nicht zu mächtig oder gar aufdringlich ist.Hab selbst eine Kollegin, die ein sehr mächtiges Parfüm benutzt. Da bekomme ich sogar Kopfschmerzen davon, wenn ich es länger ertragen muß. Also Kolleginnen und Kollegen riecht gut, aber dezent!!!!!!
     
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