Zielvereinbarungen - Gehalt: kommen wir auch dahin?

Dieses Thema im Forum "Adressen, Vergütung, Sonstiges" wurde erstellt von espoir, 09.12.2007.

  1. espoir

    espoir Stammgast

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    Hallo,

    habe gerade diesen Artikel gelesen:
    1&1 - Festes Monatsgehalt ist Vergangenheit (03.12.2007)

    Da wird zwar geschrieben von der Metallbranche etc...habe mal weitergedacht...könnten wir auch sowat bekommen ? Ein Vertrag über Zielvereinbarungen und nur dann Gehalt ? Bin grad ganz wurres :verwirrt:

    espoir
     
  2. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Was ist jetzt deine Frage??
     
  3. Flocky

    Flocky Junior-Mitglied

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    Zumindest der TövD sieht ähnliches unter der Überschrift "leistungsbezogene Bezahlung " vor allerdings ist das noch nicht so ganz ausgegoren. Bei uns im Haus sind gerade Verhandlungen zwischen Personalrat und Träger um Kriterien festzulegen.
    ver.di: Entgeltordnung
    Das bedeutet nicht das das ganze Gehalt zur Disposition steht sondern ist eher so gedacht dass es ein relativ niedriges Grundgehalt gibt und darüberhinaus Sonderzahlungen die einen Leistungsanreiz geben sollen.
    Ich weiß zum Beispiel auch ,dass unsere PDL einen solchen Vertrag hat , das war in der Ausschreibung auch etwas unglücklich formuliert. Fakt ist das eine Zielvereinbarung vereinbart wurde ,bei der ein Budget festgelegt wurde ,das sie einhalten muss ,um die Sonderzahlung zu erreichen.
    Dadurch sind Ängste geschürt worden und es gab auch :motzen:. Böswillig kann man das so interpretieren ,dass die Sonderzahlung höher wird je mehr Stellen sie einspart. ( Quasi Aubschussprämie) Und das wurde auch käftig getan.
    Mittlerweile ist es so , dass mit dem Personalrat Kriterien festgegelegt wurden , (z.B. Teilnahme an Fortbildungen ,Bereitschaft zur Mitarbeit in Qualitätszirklen etc ) über die auch der " einfache Mitarbeiter" zu Sonderzahlungen kommen kann .Soll im nächsten Jahr eingeführt werden steht aber noch nicht ganz fest.
    Flocky
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Warum sollte in der Pflege nicht leistungsorientiert bezahlt werden.

    Elisabeth
     
  5. espoir

    espoir Stammgast

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    Hallo,

    vielleicht liegt es daran, dass ich mir das nicht genau vorstellen kann, was darunter gemeint ist.
    Wie wäre das dann in der Pflege z bsp:
    400 Euro Grundgehalt und dann Sonderzahlungen durch:
    Fortbildungen, Weiterbildungen pro Monat oder
    erreichen der Tagesziele (Frühdienst muss das und das erledigt haben, spätdienst das und das nachtdienst etc und jede Person ihr eigenes Aufgabengebiet bekommt) ?
    Oder betrifft diese Zielvereinbarungen nicht das Alltägliche sondern Weiterbildungen etc...bin da ganz wurres wie das ablaufen soll, könnt Ihr mir ein Bsp geben ?

    Gruß

    espoir
     
  6. Flocky

    Flocky Junior-Mitglied

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    Nein ganz so wohl doch nicht , wenn ich das richtig im Kopf habe sollen sich die Zusatzleistungen auf 10-20% beschränken.
     
  7. sigjun

    sigjun Gast

    Das ist absolut nichts Neues und in vielen Branchen heute bereits üblich.
    Es geht bei den Kriterien zur Leistungsbeurteilung sowohl um die Hard- als auch Softskills. Soft Skills - Wikipedia
    Für beide kann man auch Ziele vereinbaren.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass unser Grundgehalt mal nur 400 € beträgt, ich kann mir aber vorstellen, dass das Jahresgehalt durch Erreichen der Ziele wesentlich aufgestockt werden könnte.
    Bei meinem Mann in der Firma schon lange praktiziert.
    Die jeweiligen Ziele werden auch unterschiedlich priorisiert.
    Für immer pünktliches Erscheinen am Arbeitsplatz wird es kaum die gleiche Priorität geben wie die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung beispielsweise.
    Und ich persönlich bin ein absoluter Befürworter solcher Leistungszulagen.
    Habe ich doch damit endlich selbst ein bisschen mehr Anteil und die Möglichkeit mein Gehalt zu steuern.
    Ist es endlich auch mal eine Möglichkeit, dass ich eine Anerkennung dafür erhalte, dass ich mich fort- und weiterbilde.
    Für viele wird es auch endlich mal die Möglichkeit sein zu erfahren, wie man vomVorgesetzten eingeschätzt wird und ein konstruktives Feedback zu erhalten...ect.
    Oder sollte hier bei der Mehrheit der GuK solche Instrumente in den Einrichtungen schon gang und gäbe sein?
     
  8. Poncic

    Poncic Junior-Mitglied

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    hallo

    Es ist ein interessantes und diskussionswürdiges Thema!

    Als Pflegekraft immer besser zu werden mit dem Ziel mehr Gehalt zu bekommen--> naja... ein lohnendes Ziel ist es, ABER, und jetzt kommen meine Fragen:
    Wer soll mich objektiv beurteilen(nicht alle haben eine Stationsleitung) und wer bestimmt welche Aufgabe was wert ist ?
    Ist hohe Verantwortung bei den organisatorischen Aufgaben mehr Wert als hohe Verantwortung bei der Arbeit am Patienten(oder andersrum) und wer bestimmt und es und warum?

    Gruß, Poncic
     
  9. Susi_Sonnenschein

    Susi_Sonnenschein Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    ich finde es an sich eine gute Idee, da es Kolleginnen/Kollegen gibt, die immer noch auf dem Stand von vor 10 Jahren sind (grad dass sie nicht mehr eisen und fönen...) und das Wort Fortbildung im Wörterbuch nachschlagen müssen wohingegen andere sehr motiviert sind und bestrebt, dazuzulernen.
    Ich denke, es müsste Sonderzahlungen geben für Stationsleitungen, Mentoren/Praxisanleiter, für Weiterbildungen allgemein.
    Ob man die Verantwortung in der Organisation oder am Patienten trennen kann weiß ich nicht, aber in anderen Berufen funktioniert das ja auch mit der Bonuszahlung.
    Jedenfalls wäre es ein Anreiz für mehr Qualität in der Pflege und für die Bereitschaft, an Fortbildungen teilzunehmen (evtl. auch auf Basis der freiwilligen Registrierung: wer Fortbildungen sinnvoll auswählt und vorweisen kann, kriegt mehr als eine Pflegekraft die meint, es reicht wenn sie 8 Stunden arbeitet und dann heimgeht).
     
  10. Poncic

    Poncic Junior-Mitglied

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    hallo susi_sonnenschein,

    das Problem ist ja nicht die Leistung, sondern das Problem ist--> wer bestimmt was Leistung ist ? Naja, "Problem" ist ein falsches Wort, für mich ist nur wichtig wer mich beurteilt, nach welchen Maßstäben und wieviel Subjektivität in seiner/ihrer Objektivität dabei ist.

    Gruß, Poncic
     
    #10 Poncic, 09.12.2007
    Zuletzt bearbeitet: 09.12.2007
  11. minilux

    minilux Poweruser

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    wieso für Stationsleitungen?? die sind doch eh schon höher eingestuft
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Vielleicht weil auch Stationsleitung nicht gleich Stationsleitung ist und es auch hier große Leistungsunterschiede geben kann?

    Elisabeth
     
  13. minilux

    minilux Poweruser

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    dann habe ich Frau Sonnenschein falsch verstanden :-) -- nicht dass alle SLs per definitionem gleich mal eine Leistungszulage bekommen
     
  14. Susi_Sonnenschein

    Susi_Sonnenschein Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    nein, ich will nicht, dass ALLE Stationsleitungen oder ALLE Praxisanleiter usw. eine Zulage bekommem (war gestern schon spät, wie ich den Beitrag geschrieben haben...) sondern je nach Leistung. Ich kenne z. B. Leitungen, die sind fast rund um die Uhr in der Arbeit, schreiben aber teilweise Dienstpläne, die katastrophal sind (8 Tage Arbeit, 1 Tag frei, 6 Tage Arbeit...) und es gibt Leitungen, die sind einfach nur super!
    Genauso bei Praxisanleitern: Manche kümmern sich super um Schüler, schauen dass diese Anleitungen machen, manchen ist es ...egal, wie es den Schülern geht...

    Um die Umsetzung müsste man sich Gedanken machen -> wer bewertet die Leistung. Vielleicht einen anonyme Mitarbeiterbefragung, wie zufrieden seid ihr mit der Leitung? Anonym deshalb, weil vielleicht viele Angst haben wenn die SL weiß, wer wie bewertet hat. Andere Ideen?
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Es gibt Leitungen die führen und fördern das Personal und es gibt Leitungen die verwalten dieses.

    Elisabeth
     
  16. westend

    westend Junior-Mitglied

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    na da bin ich ja mal gespannt, wie das dann in der praxis umgesetzt wird.
    ich sehe das ganze im chaos enden. nichts gegen leistungsbezogenes gehalt. vielleicht würde ich dann auch mal mehr für meine zusatzfunktionen in meinem haus bekommen, aber ich denke das ist nur ein weiterer schritt an dem man stellen einsparen kann. wer keine leistung bringt wird dann eben abgesägt. das wird bestimmt so kommen.
    wer soll da bitte objektiv bewerten? genau wie elisabeth irgendwann mal schrieb, bin auch ich ein unangenehmer zeitgenosse für meine bosse. meine PDL verdreht schon die augen wenn ich ihr büro betrete. na da kann ich mich ja warm anziehen.

    in diesem sinne...

    LG

    :gruebel::streit:
     
  17. astrophys

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    Die Leistungsbezogene Bezahlung ist ja im TVöD verankert, daher ist das Grundgehalt hier auch niedriger als im alten BAT. Das normale TVöD Gehalt ist also das Grundgehalt, auf das dann noch ein Leistungsentgelt draufkommt.
    Diese Diskussion gibts im Moment in allen TVöD Berufsgruppen und die Leistungskontrolle wird kontrovers diskutiert, vor allem auch, weil der zusätzliche Verwaltungaufwand relativ hoch ist und etwa 80% des Leistungsgeldes ausmacht.
     
  18. minilux

    minilux Poweruser

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    naja, wer keine Leistung bringt, der sollte auch abgesägt werden (das ist auch schon lange überfällig), immerhin trägt zum Grossteil die Solidargemeinschaft das Gesundheitssystem
     
  19. marley

    marley Stammgast

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    Ambulante Pflege
    Hallo aus Österreich !

    Na, Ihr habt ja ein wichtiges Thema.
    Mir würde schon reichen wenn man meine Zusatzausbildung zu Intensiv und die Zusatzausbildung zur Dialyse anrechnen würde, aber nein ich verdiene so ziemlich das gleich wie jemand ohne !!!:besserwisser:

    lg Marley
     
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