Zentraler Patientenruf

Dieses Thema im Forum "Arbeitshilfsmittel" wurde erstellt von narde2003, 17.11.2006.

  1. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    welches Haus verfügt über einen zentralen Patientenruf?
    Ich habe es in einem Krankenhaus gesehen und würde gerne wissen, ob dieser nur Vorteile oder auch Nachteile hat.

    Zentraler Patientenruf bedeutet, die Glocke läuft an einer zentralen Stelle auf, dort wird der Patient nach seinen Wünschen gefragt und das dann der Station mitgeteilt.
    Beispiel: Frau X aus Zimmer 1234 drückt auf die Glocke, die nette Dame fragt nach ihren Wünschen.
    Frau X möchte eine Kanne Tee.

    Schwester der Station bekommt dies mitgeteilt und spart sich so einen Weg in das Patientenzimmer.
    Unnötige Wege entfallen, je nach Gewichtung werden die Glocken dann abgearbeitet.

    Klingt für mich sehr praktisch, wie sind eure Erfahrungen?

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  2. nadl.b

    nadl.b Stammgast

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    Hallo!

    Wir haben einen zentralen Patientenruf auf unserer Intensivstation, allerdings haben wir leider selten Kinder, die diese nutzen können! Allerdings können wir über diese auch mit Leuten "reden" die an unserer Tür klingeln. Oder auch etwas auf der ganzen Station ausrufen! Wird nur nicht effektiv genutzt bei uns!

    Ich denke aber, dass es auf einer Peripherstation durchaus vorteilhaft ist, man spart wirklich Zeit und Wege, auch wenn es bei uns nur der Weg zur Eingangstür ist!

    Liebe Grüße
     
  3. sigjun

    sigjun Gast

    Hallo narde,

    ich kenne beide Versionen und fand persönlich den zentralen Ruf angenehmer.
    Man konnte Wege sparen, man konnte im rufenden Zimmer etwas ausrichten lassen, wenn es länger dauerte. Wenn ich im Gespräch war konnte ich abwägen, ob ich das abrupt beende, oder z.B. eine Kanne Tee, auch noch 5 Minuten warten kann. Man selbst konnte aus dem Zimmer heraus auch mitteilen, wenn man z.B. Hilfe brauchte, und welche Hilfe (vielleicht nur Material vergessen...ect)..usw. Sehr angenehm fand ich, dass es nicht ständig laut läutete, da beim Ruf nur ein Licht außen an der Tür anging.
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Selbst erlebt: Klingel in Zimmer 5. Kollegin ist im Zeitstress und benutzt die Wechselsprechanlage: hier ist Sr. X- was kann ich für sie tun? ... Das soeben noch zu hörende Gespräch zwischen den beiden Pat. verstummt. Stille. ... Die Kollegin wiederholt ihre Frage. ... Rascheln im Zimmer, aber keine Antwort. ... Kollegin versucht es erneut. ... Da hört man auf einmal den einen Pat.:
    Wo ist sie denn? Können sie sie sehen Herr Y?

    Zu einer Wechselsprechanlage gehören offensichtlich auch Pat. die es gewöhnt sind mit Stimmen zu reden. Wie viele, vor allem ältere Menschen, legen sofort den Hörer auf, wenn der Anrufbeantworter angeht.

    Eine bessere Alternative würde ich finden, wenn es eine Servicenummer gäbe, die man anruft vom Pat.bett aus. Ich hab ehedem bei meinem Krankenhausaufenthalt einfach im Stationszimmer angerufen. Hat prima geklappt. *fg*

    Elisabeth
     
  5. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Hallo,

    kenne ich auch noch aus dem KH.
    Bei "jüngeren" und/oder fitten Patienten durchaus sehr praktisch.

    Bei älteren und/oder verwirrten nur in seltenen Fällen effektiv.

    Praktisch dann, wenn man von der Zentrale aus fragen kann, was gewünscht wird und gleich das Gewünschte mit ins Zimmer gebracht werden kann.

    LG
    Trisha
     
  6. Reyna

    Reyna Senior-Mitglied

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    Wenn es um ne Kanne Tee geht oder dergleichen ist es durchaus praktisch.
    Schwierig stell ich es mir vor, wenn ein Pat. jedoch in ernsteren Schwierigkeiten steckt, bspw.Luftnot hat.
    Dann ist es sicherlich sinnvoller sofort anwesend zu sein und nicht nur über die Stimme.


    PS:als sinnvoll hab ich es auch bei einem "Dauer-Klingel-Betätiger"erlebt, wo man sich wirklich den ein oder anderen Weg sparen konnte.
    Dieser hat dann sogar das Interesse am ständigen Schellen verloren...

    hihi, fand ich irgendwie gut.
     
  7. Nutella Woman

    Nutella Woman Poweruser

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    Hallo!

    Bei uns, in meinem Ausbildungskrankenhaus, gab es sowas. Hieß "EVA", war eine Abkürzung für irgendwas. Die Patienten haben sich aber alle schnell daran gewöhnt. Nachts konnte man der Disponentin auch mitteilen, wenn man auf der Nachbarstation aushelfen war - dann wurden alle Patientenrufe in das Zimmer, wo die Pflegekräfte am arbeiten waren, umgeleitet. Lustig wurde es nur, wenn ab & zu ein Mann am anderen Ende der Leitung war... da kamen die Leute dann nicht so mit zurecht. Ach ja, Notrufe waren 2maliges Drücken der Ruftaste - da war das Intensivteam schneller als bei Alarmierung über "Draht" da.

    Grüße,
    Nutella Woman
     
  8. Justine

    Justine Senior-Mitglied

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    Also ich bin strikt gegen diese zentralen Anlagen, habe zwar vor vielen Jahren mal in einem Haus gearbeitet, in dem es so was gab.
    Aber als ich selbst Patientin war (sehr lange!) habe ich sehr schlechte Erfahrungen damti gemacht!
    Klar, die Schwester spart sich häufig einen Gang und somit auch Zeit.

    Folgende Situation war recht häufig.:
    ich war Patientin in einem 3-Bett-Zimmer, konnte nicht aufstehen und auch nicht zum Wasserlassen mein Bett verlassen. Das hieß, ich benötigte ein STeckbecken. Weiß eigentlich jemand, wie erniedrigend und peinlich das sein kann, durch das ganze Zimmer (die anderen Patienten haben vielleicht noch Besuch!) der "Dame am anderen Ende" zurufen zu müssen, dass "man mal muss?" Ich persönlich hätte es für mich als wesentlich angenehmer empfunden, wenn auf mein klingeln die Schwester zu mir ins Zimmer gekommen wäre und ich ihr persönlich hätte mitteilen können, was ich brauchte. Das gleiche galt auch für Schmerzmedikamente. Mir persönlich war es unangenehm, so sehr meine Intimsphäre aufgeben zu müssen.
    Es war einfach erniedrigend, so habe ich es empfunden.

    Als ich mit diesem System gearbeitet habe, ist mir dieser Gedanke nie in den Sinn gekommen(schade!), so fand ich das auch praktisch. Schlecht war es jedoch, dass die "Dame am anderen Ende" auch für Patienten mit Hörstörungen kaum zu verstehen war, demente Patienten reagierten ängstlich, wenn sie jemand hörten, aber nicht sahen.

    Justine
     
  9. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Justine,

    die Anlage die ich jetzt kennen lernen durfte funktioniert über eine Art Telefonhörer, das erspart das Brüllen, gleichzeitig ist die Lautstärke am Hörer noch Regulierbar.

    Ich finde es interessant, diese unterschiedlichen Meinungen zu lesen.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  10. Wie darf ich mir diese Zentrale Stelle vorstellen? Ist da gleich eine "Telefonseelsorge" mit beinhaltet? (Pat. klingeln ja auch mal, einfach weil sie ansprache brauchen)
    Wo ist der Gewinn? Ich bekomme 10 Telefonanrufe von der Zentrale, statt 10 Klingeln, die ich ablaufe? Gibt's da dann einen Telefondienst auf Station, der die Anrufe entgegen nimmt?

    Ich stelle mir das mal für meine Station vor:
    Wir sind hier mit den Anrufen von OP, Röntgen, EKG, Ambulanz, usw. usf. ausgelastet; an manchen Tagen lohnt es sich nicht mal den Höhrer aus der Hand zu legen. Vormittags haben wir (nicht nur) deshalb aber einen Telefondienst/Sekretär. Wenn der jetzt jedesmal die zuständige Schwester suchen muss, spart das eher keine Wege.

    Ich nehme deshalb an, dass dieses System komplett anders organisiert ist! Wieviele arbeiten den in der Telefonzentrale dann pro 100 Patienten?

    Fragen über Fragen...
    Ulrich

    Bemerkung: Unserer Station ist eher kurz und das Stationszimmer mittig, so dass keine wirklich großen Wege entstehen. Mir ist aber durchaus bekannt, dass es auch Um-die-Ecke-Stationen gibt...

    P.P.S. Das System mit dem Rücksprechen über die Rufanlage ist mir bekannt. Gibt es auf unserer Station aber nicht und wäre auch nur sehr bedingt nützlich.
     
    #10 UlrichFürst, 22.11.2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22.11.2006
  11. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Ulrich,

    in dem Haus, in dem ich das gesehen habe, waren sie sehr begeistert davon und sagten es würde gut funktionieren.
    Wir haben bei uns die Möglichkeit zurück zufragen, was eben nicht sonderlich funktioniert. Ich würde es begrüssen, da unsere Stationen ca. 130 Meter lang sind und du dir so manchen Weg sparen könntest.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  12. Davon bin ich ausgegangen. Deshalb ja meine Frage: Wie läuft das genau ab?


    Über die Patientenrufanlage nehme ich an?

    Ulrich
     
    #12 UlrichFürst, 23.11.2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23.11.2006
  13. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Ulrich,
    wie genau das funktioniert kann ich dir nicht sagen.

    Patient drückt auf die Klingel im Hörer meldet sich eine Dame - ähnlich Call Center vermute ich und fragt nach seinen Wünschen.

    Diese werden dann per Telefon und Dringlichkeit an die entsprechende Schwester mitgeteilt.
    Wünsche wie z.B. das Essenstablett kann jetzt abgeräumt werden, können somit ignoriert werden.
    Gleichzeitig kann wohl auch, wenn der Patient sich am anderen Ende nicht äussern kann - wirklicher Notfall, die Pflegekraft mit einem dringenden Ruf alarmiert werden und gleichzeitig das Rea-Team losgeschickt werden.

    Sorry, aber die Rufanlage war nicht meine eigentlicher Besuch in diesem Krankenhaus, nur fand ich diese Idee sehr gut. Wie mir die Kollegen mitgeteilt haben funktioniert es eben auch bei verwirrten Patienten recht gut.

    Bei uns kann ich über die Rufanlage aus jedem Zimmer eine Glocke beantworten, wobei die Patienten manchmal schwer zu verstehen sind.

    Schönen Tag
    Narde
     
  14. Nutella Woman

    Nutella Woman Poweruser

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    @Ulrich:

    Es hat so funktioniert: Die Pat. drücken den Rufknopf & die Dame in der Zentrale nimmt die Wünsche entgegen. Dann kommt im Schwesternzimmer (oder da wo sonst die Schwestern ihr Anwesenheitslicht gedrückt haben) ihr Ruf an:" Schwester?" & teilt uns den Patientenwunsch mit. Entweder hat man sofort reagiert oder konnte den Pat. über die Dame mitteilen, daß es noch ein paar Minuten dauert...

    Geht nicht über das reguläre Telefon, sondern es wird praktisch immer in den Raum gesprochen.

    Nutella Woman
     
  15. xXAggaXx

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    Hallo zusammen!

    Die Systeme mit ihren Vor- und Nachteilen...

    Zunächst die "einfache Klingel": Patient drückt den Knopf und über optisches und akustisches Signal werde ich informiert. Der größte Nachteil aus meiner Sicht ist, dass ich einfach nicht weiß, ob es sich im anderen Zimmer um einen Notfall handelt oder um was ganz belangloses. Wenn ich auf Nummer sicher gehen will müsste ich alles stehen und liegen lassen und nachsehen, außerdem kann man sich echt die Hacken wund rennen - je nach größe der Station... Erlebe z.Zt. auch häufig, dass gerade ältere Patienten oft Scheu haben zu klingeln, z.B. um um eine Flasche Wasser zu bitten... Die wissen ich komme angewetzt, frage was ist und renne dann nochmal um den "Wunsch" - hier eben die Flasche Wasser - zu erfüllen. Falsche Rücksichtnahme! Mich persönlich ärgert auch häufig, dass sich keiner direkt angesprochen fühlt. Es klingelt halt - wird schon wer hin gehen...:fidee:

    Das ganze gibt es ja auch noch kombiniert mit einer Gegensprechanlage. Die Qualität der Tonübertragung lässt hier allerdings meist sehr zu wünschen übrig. Hört sich dann an wie Stimmen aus nem Horrorfilm wenn die Schwester freundlich nachfragt, was denn das Problem sei.
    @Elisabeth: Das kenne ich! Teiweise zum Totlachen... :sflouts: --> BÖSE :knockin: !!!
    "Hallo Herr XY! Sie haben geklingelt?!"
    "Horst?! Da hat doch jemand gesprochen."
    "Ich hab nix gehört!"
    "Herr XY? Sie haben geklingelt? Was ist denn?"
    "Horst!!! Ich höre eine Stimme!"
    "Karl... Ich jetzt auch!"
    "Wer ist das?"
    "Denk nach! Wo sollen die Stimmen denn herkommen?... Von den Medikamenten!"
    "Das erzählen wir besser niemandem..."
    :knabber:AHHH!

    Ich oute mich hier als absoluter Fan des "Zentralen Patientenrufes"!!! :beten:
    Der Patient klingelt und eine nette Stimme - meist Schwestern mit Rückenproblemen o.ä., die auf Station nicht mehr arbeiten kann oder will - fragt nach was denn ist. Die sieht auf ihrem Display sogar welche Klingel im Zimmer betätigt wurde. Sie meldest sich i.d.R. zuerst im Schwesternzimmer. Keine Antwort? Dann schaut sie wieder auf ihre schlaue Lämpchentafel und meldet sich in dem Zimmer, wo eine Schwester ihre Anwesenheit an hat und bringt das Anliegen vor. Die Schwester kann also gleich einschätzen, ob sie besser gleich losgehen sollte (z.B. Ruf ohne Antwort...) oder sie sagt, dass es noch 4 Minuten dauert (z.B. bei der Flasche Wasser...). Das wird dann an den Patienten weitergegeben und die "gefühlte Wartezeit" ist nicht mehr so lange.
    Es ist direkt jemand angesprochen und somit auch zuständig!
    Die Flasche Wasser kann ich gleich mitnehmen und spare somit einen Weg. - Macht sich echt bemerkbar! Auch als Zeitfaktor!
    Vorraussetzung ist allerdings, dass das System dem Patienten gleich zu Anfang erklärt wird. Dann gibt es eigentlich keine Probleme.

    @Reyna: Die Praxis hat gezeigt, dass man mit der zentralen Rufanlage schneller im Notfall da ist. Erinner dich mal, wie oft klingelt es mehrere Minuten bis endlich jemand hin geht. So weißt du im Notfall gleich bescheid und kannst losflitzen und evtl. den Notfallkoffer schon mitnehmen und zusätzliche Leute mobilisieren.

    Was auch immer nett war, wenn man ein Medikament gebraucht hat musste man nicht mehr alle Stationen im Haus ablaufen. Die Rufzentrale hat dann bei den anderen mal nett nachgefragt.

    Chilenischer Patient ohne Deutschkenntnisse? Nach 10 Minuten war eine Schwester von einer anderen Station da die zufällig gerade Dienst hatte und mal in Chile gelebt hat. Sehr praktisch!!!

    Viele Grüße von der heute mal wieder viel zu schreibwütigen :dudu: xXAggaXx :sdreiertanzs:
    SORRY!!!:D
     
    #15 xXAggaXx, 25.11.2006
    Zuletzt bearbeitet: 25.11.2006
  16. Maniac

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    Wieso das denn? Dann wird direkt auch ne Schwester hingeschickt? Dann könnte man sich das Ganze ja auch wieder sparen...

    Das ist bei uns schon anders gelöst - wir haben Telefone ;)
    Siehe oben. Durchtelefonieren kann man auch so. Zeitfaktor klar, ist halt eine Stelle mehr...
    In meinem Lehr-Haus hattenm wir übrigens ne Liste von Allen nicht-Deutschen Mitarbeitern die sich bei Bedarf als Dolmetscher zur Verfügung stellen...
     
  17. xXAggaXx

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    Habe mich unklar ausgedrückt, sorry! Schwesternzimmer heißt in diesem Fall 3 direkt miteinander verbundene Räume. Aufenthaltsraum Personal, Computerplätze, Medikamentenschränke, Aufziehdingens... Also alles außer Schmutzraum, Lager und so was... Wenn die Schwestern nicht im Patientenzimmer oder auf dem Flur sind "müssten" sie dort sein.



    Ich kenne das System aus der Uniklinik Marburg. Keine Ahnung ob du eine Vorstellung hast, wieviele Stationen es dort gibt... 8O Da ist das mit dem Durchtelefonieren leicht gesagt. :fidee: Dolmetscherdienst gab es auch, nur ist es in so großen Häusern schwer die auf allen Stationen aktuell zu halten und du ja nicht weißt, ob die Leute gerade Dienst haben.
    Die zusätzliche Stelle verteilt sich auf mehrere Stationen. So ein Mitarbeiter ist ja nicht nur für eine Station zuständig.

    Und ein ganz großer Vorteil ist - das merke ich jetzt in Gießen - der Streßfaktor fällt weg! Wenn es ständig klingelt geht das ganz schön an die Nerven :verwirrt: .

    Viele Liebe Grüße von der xXAggaXx :sdreiertanzs:
     
  18. Wobei man ja sieht, wo es klingelt und dann kann ich vermuten, dass beim Herrn X der hier eigentlich mehr Kurgast ist, die Sache weniger dringlich ist, als bei Fr. Y, die frisch vom OP kommt... Wissen tu ich's allerdings nicht!

    Oder andersherum, man klingelt zum dritten mal in 5 Minuten, wo den die Schwester bleibt, die in 30 Min. kommen wollte...
    Ein sehr zeitraubender Faktor dieses Systems.

    Falsches Team:D :engel:

    Kenn ich, kann ich bestätigen, ist nur mit jungen, fitten Patienten gut machbar - und die brauchen selten was.


    Das kenn ich auch von den Systemen mit Gegensprechanlage. Bei uns auf Station ist leider nur ein Display im Stationszimmer und nicht auf den Zimmern. Ich muss also aus dem Zimmer gucken, wenn ich wissen will wo's klingelt...

    Und dann hören alle Patienten im Zimmer mit, das Fr. XY wieder inkontinent war und das ganze Bett schwimmt?!?

    Zumindest wenn ich das richtig sehe (siehe auch Antwort von "Nutella Woman"), dass das nicht über's Telefon läuft, sondern über einen Lautsprecher im Zimmer.

    Und dann möchte ich mich auch mal im Zimmer mit meinen Patienten unterhalten und nicht in jedem 2 Satz von der Lautsprecherstimme unterbrochen werden... Wie ist das geregelt? Es gibt ja Situationen, in denen man einfach nicht gestört werden sollte (außer Notfälle latürnich).

    Ulrich
     
  19. xXAggaXx

    xXAggaXx Junior-Mitglied

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    Ja, das läuft über Lautsprecher. Also im Patientenzimmer aus dem der Ruf kommt ist es natürlich Sache des Patienten was er sagt. Die Stimme kommt (Klingel am Bett) übrigens aus den Nachttischen, so dass die nicht durchs Zimmer schreien müssen. Aber "offenbaren" muss sich der Patient nicht. Beispiele sind: Pat auf dem Schieber (ist ja ohnehin kein Besuch im Zimmer) - "Ich bin fertig" oder "Ich bin soweit". Das Bett schwimmt - "Mir ist ein Missgeschick passiert" oder einfach "Die Schwester soll mal kommen", bibt doch 1000 Möglichkeiten...
    Dass die "Stimme aus der Wand" wenn sie die Schwester anspricht nicht sagt: "Herr X aus Zimmer Y hat schon wieder ins Bett gemacht..." Ist ja wohl klar!Kenne dann Sätze wie "In Zimmer X bräuchte man mal Hilfe" oder "Kannst du in Zimmer Y gehen?". Oder es wird einfach weitergegeben, dass man in Zimmer Z fertig ist. Oder der Patient sagt einfach nix und dann gibt die Stimme weiter: "Im Zimmer 6 ein Ruf ohne Antwort."

    Aber eine "normalen Klingel" würde dich genauso unterbrechen:fidee: . Du sagst, dass du nicht kannst. Und du wirst in Ruhe gelassen... Kannst du der Stimme auch schon vorher mitteilen. Sagst ihr, dass du ein intensives Gespräch in Zimmer XY führen willst und sie dich nur im Notfall rufen soll. Dann gibt es ohnehin ein akustisches Signal auf der ganzen Station. Macht die glatt!:trinken: Im Zweifelsfall musst du die Anwesenheit auslassen. :knockin: Was machst du denn jetzt in der Situation, ohne zentralen Patientenruf?

    Viele Grüße von der xXAggaXx :sdreiertanzs:
     
  20. Also mir ging's da um die Übermittlung von der Zentrale an die Pflegekraft:
    Daraus kann ich aber doch nicht ableiten, wie dringend das jetzt ist!?


    Ja, aber dieses System ist ja eher ungewöhnlich. Etwas völlig anderes wird ja meist probiert um eine Verbesserung zu erreichen. Bisher kann ich nur eine Änderung erkennen - von den zusätzlichen Arbeitsplätzen mal abgesehen.

    Achso, das geht? Das ändert natürlich einiges.
    Wobei es einfacher ist, noch 3 Sätze fertig zu reden und dann auf Glocke zu gehen, als zu unterbrechen um zu sagen, dass man erst in 30 s kann und dann die letzten 10 Sätze wiederholen muss, damit der Patient/Angehörige den Anschluss nicht verliert.:thinker:
    Im Vergleich: wenn eine Kollegin herein kommt um um Hilfe zu bitten, wartet sie einfach kurz bis zum Ende des Satzes oder bekommt auf ihre auskunft "bin mal schnell im OP" ein Kopfnicken, ohne das ich meinen Satz unterbrechen muss. Das alles geht nicht mit der Telefonzentrale, weil die mich ja nicht sehen kann.

    Wenn ich's vorher weiß! Oft ergiebt sich das ja einfach so.

    Das weiß man das man nicht alleine ist. Und wenn es irgendwo (auch im Nachbarbereich!) klingelt und ich habe Zeit, dann geh' ich hin und wenn ich keine Zeit habe, geht eine Kollegin. Wo ist das Problem?

    Woher weiß übrigens die Zentrale, wer für welchen Patienten zuständig ist? Da braucht die ja eine ewige Liste, die dann auch noch mit Notizen versehen wird sobald eine Pflegekraft mal einen Patienten übernimmt, weil sie weniger als die Teamkollegin zu tun hat.

    Nein, ich bin kein pessimist, höchstens etwas konservativ. Und v.a. frage ich soviel, weil ich mehr über dieses System erfahren will - also aus Interesse. Und weil ich mir nicht vorstellen kann (kenne halt bisher nur dieses eine System) wie das funktioniert. Das es funktioniert, davon gehe ich aus (hab ich glaub ich schon mal gesagt).

    Ulrich
     
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