Zeitarbeitsfirmen mit Weitervermittlung an andere Häuser/Arbeitgeber OP Bereich

Dieses Thema im Forum "OP-Pflege" wurde erstellt von pmd74, 01.06.2013.

  1. pmd74

    pmd74 Junior-Mitglied

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    Hi Folks !

    Neulich hörte ich eine Kollegin etwas über eine ehemalige Schwester zu berichten hatte. Konkret ging es darum, das sich besagte
    OP Schwester inzwischen über eine Zeitarbeitsfirma hätte vermitteln lassen, aber nicht gebunden an einen Arbeitgeber, vielmehr
    ging es wohl darum das sich besagte Schwester einfach weiter vermitteln lässt und damit anscheinend recht gut fährt. Begründung wäre: So sehe sie viel mehr und könnte noch mehr dazulernen.

    Wie ist eure Meinung dazu oder Erfahrungen?
     
  2. opjutti

    opjutti Poweruser

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    OP-Management im Orthopädischen OP
    Funktion:
    OP-Managerin + -Leitung
    Hallo pmd74!

    Du willst uns sicher damit sagen, dass sie freiberuflich tätig ist und der Meinung ist, dass sie dort mehr lernt und flexibler ist.

    Wir hatten noch keine Freiberufler im OP, weil unsere GF das nicht möchte.
    Ich persönlich habe auch lieber Stammpersonal bei mir im OP zur Verfügung. Welches ich dank guter OP-Auslastung, die monatlich ausgewertet wird, auch bekomme. Gerade in einem so standardisierten Bereich wie in einem OP braucht es Stammpersonal, welches sich gut auskennt.

    Die freiberuflichen Mitarbeiter benötigen ja auch eine gewisse Einarbeitung, um die jeweiligen Standards der Operationen und Strukturen des Bereiches kennenzulernen. Aber meist ist es so, dass sie in einen OP kommen, dort irgendetwas instrumentieren sollen, sich aber mit den Gegebenheiten nicht auskennen. Inwieweit dort ein Lerneffekt sein soll, erschließt sich mir nicht.
    Sie können zwar viel, aber nix richtig. Bis sie eingearbeitet sind, sind sie oft schon wieder weg.

    Wie weit sie finanziell gut oder besser damit fahren, wird sich auch erst zeigen. Die Sozialabgaben müssen die Freiberufler auch abführen. Dazu kommen Ausgaben für Verpflegung, Fahrtkosten und Unterkunft. Je nach AG muss der FB diese alle selber tragen. Natürlich senken die Kosten die Steuerlast, aber ich glaube, dass unterm Strich nicht sehr viel mehr hängen bleibt.

    Nach einem stressigen Tag im OP bin ich froh, wenn ich am Abend meine Beine auf meine Couch legen und ich in meinem Bett schlafen kann und nicht in irgendeinem unpersönlichen Hotel oder Wohnheim.
    Solange man jung ist, macht einem so was vielleicht nix aus. Aber sobald man Familie hat, wird sich zwangsläufig der Radius der freiberuflichen Arbeitsstellen reduzieren, weil man natürlich den Abend mit der Familie verbringen möchte. Oder wenn das Alter und damit die Zipperlein fortschreiten, werden die Vorteile der Bequemlichkeit und Kontinuität einer sicheren Arbeitsstelle siegen. Zumindest wäre das bei mir so!

    LG opjutti
     
  3. pmd74

    pmd74 Junior-Mitglied

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    Hallöle !

    Ob jetzt alle Pflegekräfte die bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt sind, gleich Freiberufler sind, weiss ich ehrlich gesagt nicht. Ich kann nur wiedergeben was ich immer auf deren Internetseiten lese.

    So treten diese Firmen als Arbeitgeber auf und vermitteln in andere Krankenhäuser halt entsprechend der Eignung, egal ob OP, Intensiv oder Endoskopie, oder andere Gebiete entsprechend dann die Mitarbeiter in die dortigen Häuser.

    Auch führen die Firmen sämtliche Sozialabgaben ab und bezahlen den Mitarbeiter den anhand eines Stundennachweises. Ich wollte ja auch nur wissen, ob besagte Mitarbeiter, wenn ich mich da mal als Neuling mit hinzurechnen darf, würde ich dort arbeiten was ich nicht tue, nicht einen grösseren Einblick haben würden, wenn man durch verschiedene Häuser am durchspringen ist. Klar kann man dann wahrscheinlich nicht ganz so effektiv lernen wie in einem kleineren Haus, aber man könnte irgendwann mal, wenn einem eine Abteilung zusagt, grundsätzlich übernommen werden. So ist auf jeden Fall die Devise solcher Firmen als Arbeitgeber. An sich eine interessante Idee, so ist man zwar immer auf einen erfahrenen Kollegen angewiesen, ist aber auf jeden Fall immer dabei und kann letztlich zwar nie wirklich viel machen, weil man nie die Gegebenheiten vor Ort erfahren kann, auf Grund verkürzter Einsätze, aber so hat man auch einen gewissen Einblick in die verschiedenen Häuser der Region. Später kann man ja immer noch bei einem Träger fest zusagen.
     
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