Xarelto® zur Thromboembolieprophylaxe

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Chirurgie" wurde erstellt von kolya, 19.03.2011.

  1. kolya

    kolya Newbie

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    Hallo,

    welche positiven/ negativen Erfahrungen gibt's beim Einsatz von Xarelto ® bei der Thrombosepropylaxe? Ich denke da an vermehrt auftretende Thrombosen; (andere) Nebenwirkungen; Weiterverordnung nach stat. Aufenthalten durch Niedergelassene...Bisher ist es zugelassen zur Prophylaxe bei Elektiv-TEPs an Hüfte und Knie. So auch bei uns. Wird es woanders bereits darüber hinaus auch eingesetzt?

    Grüße
    kolya
     
  2. anästhesieschwester

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    Bei den s.c.-Injektionen weiß ich, dass der Patient seine Prophylaxe auch wirklich erhalten hat - ich habe ihn ja schließlich gespritzt.
    Bei Xarelto (R) ist es wie mit jeder anderen oralen Medikation auch: der Patient erhält sie mit den Tagesmedikamenten im Dispenser und wenn er halbwegs geistig "klar" und kooperativ ist achtet keiner mehr drauf, ob er die Medikamente auch wirklich nimmt, oder ob sie im Nachtkästchen verschwinden (überspitzt gesagt :mrgreen:).
    Ausserdem ist mir die Menge des aufgenommenen Wirkstoffes bei Erbrechen / Durchfall unklar: genug Wirkstoff? Nachspritzen? wenn ja wieviel? Ständig Laborkontrollen?
    Uns war das zu unsicher, wir sind bei den üblichen Injektionen geblieben.


    Gruß
    Die Anästhesieschwester
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Studienergebnisse finden sich in der Fachinfo: http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE...duct_Information/human/000944/WC500057108.pdf

    Diverse Links zu weiteren Ergebnissen finden sich bei Wikipedia

    Medikamente, Krankheiten, Fragen, Ärzte, Nebenwirkungen - sanego.de | Die Gesundheits-Community hat noch keinen Beitrag zum Thema vorzuweisen.


    Subjektive Wahrnehmungen sind immer schwierig zu bewerten, da sie von vielen Faktoren beeinflusst werden.

    Btw. - Was wird denn noch zusätzlich an thromboseprophylaktischen Maßnahmen gemacht? Das ist ja eher der Pflegebereich.

    Elisabeth
     
  4. anästhesieschwester

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    @ Elisabeth:

    ich hab mich vielleicht unklar ausgedrückt. Mit "uns" meinte ich das Haus im Ganzen, also auch die Entscheidungsträger aus dem ärztlichen Bereich.


    Gruß
    Die Anästhesieschwester
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Pharmakologische Eigenschaften: http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE...duct_Information/human/000944/WC500057108.pdf ab. S.11

    Die ärztl Entscheidung dürfte primär net alleine auf der Grundlage des incomplianten Pat. getroffen worden sein. Hier kann man eine Kontrolle durch die PK erwarten. Auch gastrointestinale Beschwerden sind net unbedingt eine Begründung.

    Guckst du hier: http://www.uni-duesseldorf.de/kojda...dung_Schroer_Antithrombotika_080526_Koeln.pdf . ...wo greifen die Mittel in die Gerinnungskaskade ein?

    Elisabeth
     
  6. candy78

    candy78 Newbie

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    wir verabreichen Xarelto immer einzeln, bei der abendlichen "Lovenoxrunde" bekommen alle Pat. die verordneten Prophylaxen , die einen s.c. die anderen oral, so kann man sicher sein das der Pat, das Medikament auch tatschächlich erhalten bzw. eingenommen hat.
    lg
     
  7. NaCl

    NaCl Newbie

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    Traut ihr den Patienten nicht, dass sie die ausgeteilten Medikamente richtig nehmen?
    Wenn das der Fall ist, dann müsste jede Medi-einnahme kontrolliert werden.

    Zurück zum Thema:
    Ich hab gehört, dass bei Not-OPs es vermehrt zu GI Blutung gekommen sein soll. Kann das jemand bestätigen?
     

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