Ich bin der Ansicht, daß man früh ins Altenheim gehen sollte, um noch soziale Kontakte knüpfen zu können, die hoffentlich anhalten, wenn ich pflegebedürftig und bettlägerig bin.
Ansonsten hilft positiv denken: Ich bin ein Mann. Männer sind in Altenheimen in der Minderheit, also sitzen um mich herum lauter weibliche Singles. Wäre doch ein herrliches Leben, oder? Träumt man als Mann doch von. Kommt nur leider sechzig Jahre zu spät.
Aber jetzt ernsthaft: Ich hoffe, nicht dement zu werden, aber falls doch und ich dann ins Heim muß, merke ich´s nicht mehr. Dann verstehe ich nur nicht, warum alle paar Stunden junge Frauen an meiner Buchse rumfummeln. (Um meine Windel zu wechseln.)
Fazit: In Anbetracht meiner Familienanamnese sterbe ich hoffentlich, bevor Siechtum, Inkontinenz, Demenz und Betreungsverfahren mich erreichen.
Falls nicht: Was bleibt mir anders übrig, als ein Umzug ins Heim? Leider nichts, denn meine Kinder sollen sich anders beschäftigen, als mit meiner Pflege. Es gibt T-Shirts mit dem Spruch "Sei nett zu Deinen Kindern. Sie suchen Dein Altenheim aus."