Wirklich nur noch Chancen mit Studium?

Dieses Thema im Forum "Pflegestudium: Voraussetzungen, Studieninhalte, Studienorte" wurde erstellt von harakiri, 01.03.2011.

  1. harakiri

    harakiri Newbie

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    Bei der Lektüre diverser Stellenangebote fiel mir etwas auf. Obwohl der Studiengang zum Pflegemanagement ja nicht neu ist und es ja auch schon einige diplomierte Pflegemanager gibt, ist den Stellenbeschreibungen immer noch von einer Weiterbildung zur Stationsleitung/PDL mit Leitungserfahrung die Rede. Es wird auch hier im Forum immer wieder gerne betont, dass diese PDL-Weiterbildungen keine Zukunft haben und bald nur noch Bachelors auf Stationsleitereben eingesetzt werden. Aber selbst in den Stellenangeboten grosser Häuser steht kein Wort vom Bachelor darin, sondern o.g. PDL-Weiterbildung.
    Wo ist da nun der Fehler im System? Liegt er bei den KH`s oder den übertriebenen Hoffnungen mancher Visionäre?
     
  2. Outsch

    Outsch Junior-Mitglied

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    hallo harakiri,

    hier streiten sich die geister...
    die studierenden visionären hoffen natürlich, dass genau sie diese stellen in zukunft besetzen werden... ich bezweifle (und so kennt man mich :-))), dass die stationsleitung die zukunft eines bachelors ist...
    viele menschen gehen in die studiengänge ohne jemals führungsverantwortung übernommen zu haben... das sehe ich extrem kritisch... nur mit theoretischen und universitärem wissen qualifiziert man sich nicht allein als zukünftige führungskraft...
    die kliniken greifen immer wieder gerne auf menschen mit weiterbildungen im mittleren Management zurück oder auf menschen, die sie dann selber ausbilden...
    ich arbeite in einer universitätsklinik und wir haben bisher keinen bachelor in der stationsleitung... auf der ebene der pflegedienstleitung eine von zwölf...
    jetzt kann man noch glauben dass die pdl-ebene älterer generation ist... NEIN, ist nicht so... viele sind hier gerad frisch nachgerückt und haben isch durch berufs- und führungserfahrung dafür qualifiziert... theoretische Qualifikation übernimmt das Klinikum nach und nach in Kursen in Zusammenarbeit mit der VPU (Vereinigung Pflegedirektoren Unikliniken) und nicht in Form von Studiengängen...

    und nun kommst du...?!?

    outsch

    ich bin mir sicher, dass hier gleich die Bachelor und werdenden BA, MA etc auf mich einschlagen werden... würde mich aber lieber über eine realistische diskussion freuen :-)
     
    #2 Outsch, 01.03.2011
    Zuletzt bearbeitet: 01.03.2011
  3. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Auf der Ebene der Pflegedienstleitungen haben wir mehrere "Studierte", ich glaube auch nicht, dass in Zukunft noch jemand ohne Studium eingestellt wird. Wer den Posten jetzt schon innehat, behält ihn natürlich auch ohne Studium, das ist klar.

    Bei Stationsleitungen sieht es noch anders aus; da der "Trend" aber mehr und mehr dahin geht, der Stationsleitung mehr Verantwortung zu übertragen und im Gegenzug die Abteilungsleitungen (oder wie auch immer man die Ebene zwischen der SL und der leitenden PDL nennt) abzuschaffen, kann ich mir vorstellen, dass die Bachelorabsolventen da bevorzugt werden.

    Wenn man wirklich ins Management einsteigen will, sollte man meiner Meinung nach das Studium vorziehen. Mit der Ausbildung wird man in Zukunft kaum noch in größeren Einrichtungen unterkommen, bei kleineren ambulanten Diensten mag es noch gehen.

    Eine ähnliche Entwicklung sieht man doch bei den Lehrkräften in der Pflege. 2003 stiegen nochmals viele in die letzten Weiterbildungsgänge ein (bei meinem Ausbildungsbetrieb wurde deshalb ein zusätzlicher Kurs angeboten!), um das ab 2004 geforderte Studium zu umgehen. Inzwischen finden diese Leute nur noch sehr schlecht Stellen und holen oft ihr Studium nach. Diesen Umweg kann man sich sparen.
     
  4. DerStudent

    DerStudent Stammgast

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    Die Frage ist, wie man "Chancen" versteht.
    Im Moment hat noch fast jeder fast alle Chancen. Wer da sein Lebensjob erreicht, wird den auch behalten können.

    In fünf Jahren? Zehn? 15?

    Wer heute am Anfang steht und z.B. die Möglichkeit zu einer dualen Ausbildung hat, der sollte sie auch nutzen.
    Oder im Bereich Management. Dieser entkoppelt sich ja nahezu völlig von pflegerischen Inhalten - da ist jemand mit viel BWL und einem Schuss Pflege deutlich sinnvoller als der gegenteilige Fall.

    Dieser Beruf wird die nächsten 25 Jahre soviel Veränderung erfahren, da ist es momentan höchstens begründetes Vermuten.

    DS
     
  5. renje

    renje Poweruser

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    Ich bin ganz fest davon überzeugt, dass die Leitungspositionen mindestens über SL nur noch ab BA besetzt sind und werden.

    Warum - es wird immer mehr BA geben und immer weniger Absolventen eines ca. 400-1000Std. dauernden PDLkurses.
    Warum - zu teuer, weniger Anerkannt.
    Warum - immer weniger Nachfrage der Kuse - d.h. immer weniger Institute - d.h. immer weniger Absolventen.

    In der Pädagogik hat sich diese Entwicklung mittlerweile vollständig vollzogen. Hat etwa 10 Jahre gedauert, dann hatten sich alle Schulen die den "Unterrichtspfleger" angeboten haben aufgelöst - das waren bundesweit nicht wenige.

    Mittlerweile werden wenns irgendwie geht nur noch MA mit Studium eingestellt - sind ja auch mittlerweile genügend auf dem Markt - Ausnahmen best. wie immer die Regel.

    Ich denke, dass sich der Wandel im Managementbereich schnell vollzieht und in 10Jahren keinen leitenden Posten mehr gibt, der nicht mind. mit BA besetzt wird oder wurde.

    @derstudent:
    Wenn du dich da mal nicht täuscht. Da wird schnell mal umstrukturiert und die Stelle existiert nicht mehr.
    Siehe u.a. die Umstrukturierung der AH der Stadt Augsburg.
    Da blieb keine PDL auf ihrem lieb gewonnen Posten bis zur biologischen Lösung.
    Da war ganz schnell vorbei mit der Herrlichkeit.
     
  6. pericardinchen

    pericardinchen Poweruser

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    7. Semester Pflegepädagogik
    Daher spare ich mir das Geld für einen Stationsleitungskurs.

    Ich sehe die Entwicklung doch heute schon und zwar seit 2002/3 an Unikliniken u.a. Dort wurden schon die Stationsleitungen der IPS gebeten doch bitte den BA nachzuholen oder einfach ersetzt gegen Leute, die den BA schon hatten.

    Es ist heute schwer möglich überhaupt noch PDL in einem Krankenhaus ohne BA zu werden und das mit dem MA zieht jetzt nach.
    Es gibt durchaus Möglichkeiten im nahen Ausland auch ohne Studium noch in diese Position zu kommen, wenn sie dann mal frei wäre.

    Das Thema Weiterbildung: Praxisanleitung wird nicht so schnell gegessen sein, da es oft für die BA`s gebraucht wird.
    Finde ich auch sinnig.

    Wenn allerdings dann noch die Praxisanleiter auch noch studiert sind, dann verliere ich den Glauben.
     
  7. harakiri

    harakiri Newbie

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    Ich denke der PDL-Posten einer Einrichtung/krankenhaus kann ja auch gerne durch BA´s oder MA´s besetzt werden, aber ist die Ebene SL tatsächlich mittleres Management? Ich habe mir die Studieninhalte diverser Pflegemanagementstudiengänge angesehen und denke dass dies durchaus für eine PDL gerechtfertigt ist. Aber eine Station ist innerhalb des Krankenhauses keine autarke,wirtschaftlich eigenständige Abteilung. Sie ist an die Weisungen und Infrastrukturen des KH´s gebunden. Betriebswirtschaftliche Dinge die ein PM-Studium vermittelt, werden dort auf Station in keinster Weise benötigt. Personalmanagement,Psychologie sind durchaus sinnvoll aber eigenständige wissenschaftliches Arbeiten findet auch nicht statt. Warum also die Weiterbildungen so verteufeln. Ich sehe einenBA mit abgeschlossenem Studium als überqualifiziert für den Posten einer stationsleitung.
     
  8. DerStudent

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    Geht nicht ums Verteufeln - nur wenn ich die Auswahl hab zwischen einer WB und einem Studium, nehm ich das höherwertige. Sowohl als AN als auch als AG.
    Was den Pflegemanager als SL betrifft, geb ich Dir recht. Ich denke, da sehen sich die meisten PM nicht. Eher Stabsstellen, PDL, etc..
    Die vielen BA of Nursing Absolventen wollen aber auch irgendwo untergebracht werden - primär geht das zwar eher in Richtung wissenschaftliche Pflege, Primary Nursing, etc., aber trotzdem.

    DS
     
  9. harakiri

    harakiri Newbie

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    Geht nicht ums Verteufeln - nur wenn ich die Auswahl hab zwischen einer WB und einem Studium, nehm ich das höherwertige. Sowohl als AN als auch als AG.

    Dafür würde ich nicht meine Hand ins feuer legen. Ein abgeschlossenes Studium ist kein Garant, wenn es menschlich nicht passt. Es geht in unserem "Gewerbe" nun einmal nicht nur um nackte Zahlen. Und ich bin überzeugt, ein AG (in diesem falle PDL) wird sich eher für jemanden mit Weiterbildung entscheiden, wenn er die kommunikativen und sozial-psychologischen Vorraussetzungen mitbringt, als den Akademiker den man nur an Bücher ranlassen kann. Ich möchte hier nicht studenten/Absolventen verunglimpfen oder diskreditieren, im Gegenteil, Hut ab vor jenen die Studium, arbeit und event. Familie unter einen Hut kriegen. Aber mir ist diese ganze "Hurra- bald sind wir alle studierte, wissenschaftlich ausgebildete Pflegende" Jubelstimmung recht suspekt, denn ändern wird sich am Ansehen und zugestandenen Kompetenzen innerhalb der KH-Hierarchie wohl kaum etwas.
     
  10. DerStudent

    DerStudent Stammgast

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    Das ist optimistisch.
    Zumindest auf der Managementebene.
     
  11. renje

    renje Poweruser

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    @harakiri:

    ein 400-800Std. Kurs aber doch wohl auch nicht - oder?

    und die gibt derjenige ab wenn er sich an einer Hochschule einschreibt, oder der größte Teil der Studierenden haben diese Kompetenzen nicht?
    Verstehe deine Argumentation nicht wirklich?

    Übrigens die fachliche Qualifikation ist auch kein zu vernachlässigendes Kriterium.

    Letzteres ist für größere Häuser sicher ein wichtigeres Kriterium.
    Denn ich brauch nen Pflegemanager und keinen Gesprächstherapeuten oder Supervisor.

    Wobei die von dir erwähnten Fähigkeiten das berufliche Leben des Pflgmanager wie auch der MA deutlich erleichtern, aber zumindest in größeren Häusern nicht die primäre Qualifikation darstellen wird.
     
  12. harakiri

    harakiri Newbie

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    ein 400-800Std. Kurs aber doch wohl auch nicht - oder?

    Nein, natürlich nicht.

    und die gibt derjenige ab wenn er sich an einer Hochschule einschreibt, oder der größte Teil der Studierenden haben diese Kompetenzen nicht?

    Das habe ich mit keinem Wort erwähnt oder gemeint.

    Meine Argumentation zielt darauf hinaus, dass ich einen BA Pflegemanagement als Stationsleitung schlicht und einfach als überqualifizeirt erachte. Wie schon von mir erwähnt, ist eine Station im KH keine wirtschaftlich eigenständige Abteilung, zu deren Führung man umfangreiche betriebswirtschaftliche Kenntnisse braucht.
    Ich denke als Stationsleitung muss man sehr wohl Qualitäten eines "Gesprächstherapeuten" bzw. "Supervisors" haben. Man soll ein Team leiten, es führen und zusammenhalten und zwischenmenschliche Konflikte lösen. Sowas erlernt man durch leitungserfahrung aber nicht im Studium. Natürlich wird man sich diese Eigenschaften im Laufe der Zeit aneignen wenn man auch die dementsprechende Persönlichkeitsstruktur hat. Ich möchte hiermit niemanden (egal ob Studium oder WB) verunglimpfen aber die Argumentation mancher Studiumabsolventen, warum unbedingt sie es sein müssen die eine Station leiten, halte ich auch nicht für ganz wasserdicht. Ich stimme hingegen voll und ganz zu wenn gesagt wird, dass die PDL eines grossen hauses ein abgeschlossenes Studium hat.
     
  13. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Der Trend geht dahin, Stationen bzw. Abteilungen ihre eigenen Budgets verwalten zu lassen - dazu brauchst Du auch Fachwissen und nicht nur Erfahrungswissen.

    Logisch. Gesprächstherapeuten oder Supervisoren (oder Psychologen oder Theologen oder Sozialarbeiter oder Pädagogen oder all die anderen Berufe im zwischenmenschlichen Bereich) erwerben ihre Fähigkeiten ja auch nicht in einem Studium. Oder etwa doch? :schraube:

    Dass die Berufserfahrung eine zusätzliche Qualifikation darstellt, und das Lernen nach dem Studium nicht aufhört, das wird niemand bestreiten.
     
  14. harakiri

    harakiri Newbie

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    Logisch. Gesprächstherapeuten oder Supervisoren (oder Psychologen oder Theologen oder Sozialarbeiter oder Pädagogen oder all die anderen Berufe im zwischenmenschlichen Bereich) erwerben ihre Fähigkeiten ja auch nicht in einem Studium. Oder etwa doch? :schraube:

    Man mag mich einen Ignoranten nennen, aber ich fest überzeugt , dass der Psycologie und Pädagogik Anteil im PM-Studium einen Vergleich eines Psychologie oder Pädagogikstudiums nicht standhält.

    Der Trend geht dahin, Stationen bzw. Abteilungen ihre eigenen Budgets verwalten zu lassen - dazu brauchst Du auch Fachwissen und nicht nur Erfahrungswissen

    natürlich haben Abteilungen ein gewisses Budget zur verfügung, aber nur dass, was ihnen die Leitung zutraut und wo sie nicht so viel Minus machen können. Kein kaufmännischer Direktor wird sich dieses Heft aus der Hand nehmen lassen
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Vielleicht sollte rst mal festgelegt werden, was man sich denn da so vorstellt unter der "neuen" SL mit BA-Abschluss.
    Die Mutter der Station? Dienstplan schreibend? Schlichter zwischen den verschiendenen Mitgliedern des Therateams (sofern überhaupt vorhanden)? Repräsentation nach außen? Mitarbeitend am Bett?

    Oder gehts ev. darum, Arbeitsabläufe zu validieren und immer wieder zu optimieren? Verwaltungsaufgaben zu übernehmen bis hin zum Casemanagement? Wissensmanagement im Team gestalten? Qualitätsmanagement- net nur auf dem Papier? ...

    Die SL von morgen wird sich gewaltig von der von heute unterscheiden. Das fängt schon mit so banalen Sachen an, dass sich "Mini"stationen net rentieren. Es wird Abteilungsleitungen geben, die die SL von heute ersetzen wird. Kosten sparen ist die Devise- auch und gerade beim Führungspersonal im mittleren Management.

    Elisabeth
     
  16. Outsch

    Outsch Junior-Mitglied

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    Hallo Elisabeth,

    ich habe nur den letzten Absatz deines Beitrags noch als Zitat belassen... Ich glaube und bin sogar ein bisschen überzeugt davon, dass wir diese von dir beschriebene Phase mittlerweile überlebt haben...
    Natürlich ist das abhängig von der pflegerischen Führung und Auslegung der Klinik.
    Dort wo auch eine starke pfleg. Führung im Vorstand/in der GF ist, ist die von dir erwähnte Variante lange kein Thema mehr...

    Ich habe beides schon erlebt...

    Aktuell sind wir so ausgerichtet, dass die Stationsleitung einen hohen Stellenwert hat, allerdings eine neue Rolle einnimmt im System "Primary Nursing". Selbstverständlich hat die SL eine Vertretung (ständig stellvertretend...). Abteilungs- und Bereichsleitungen wurden wieder abgeschafft... PDL (statt Zentrumsleitung etc) wieder eingeführt... PDL hat eine gleichberechtigte Stellvertretung (mit eigenem Verantwortungsbereich...)

    Stationsleitungen sind mit 800 Std. MM ausgebildet, stellvertr. bekommen es... Abschluss Dipl. Pflegewirt über IHK ist möglich, bei entprechender Erweiterung, die wir immer befürworten.
    PDL sind unstudiert, stellv. auch... Einige derjenigen beginnen berufsbegl. Qualifizierungen...

    Viele Grüße
    outsch
     
  17. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    In der Ausgabe "Schwester/Pfleger" habe ich erste Anzeigen gelesen, die ein Managment-Studium wünschen, für eine normale Stationsleitung (16 MA).
    Ich war einigermaßen erstaunt, denn wer würde sich, nachdem er mehrere Tausend Euro für ein Studium ausgegeben hat, für so eine Stelle bewerben, bei der er nur ein Taschengeld an Zulage bekommt?
     
  18. -Claudia-

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    *gg* Wie hoch schätzt Du den Verdienst einer PDL ein?
     
  19. Maniac

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    Ansonsten ein kleines Haus als Einstieg KR10, 3164,-
     
  20. -Claudia-

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