Wiedereinstieg nach Erziehungsjahr

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zur Berufspolitik" wurde erstellt von missy1607, 03.01.2009.

  1. missy1607

    missy1607 Newbie

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    Hallo zusammen :emba:

    Ich habe ein Problem und möchte mir gern mal "unparteiische" Meinungen anhören.

    Ich bin seit 6 Mo. im Erziehungsjahr und gehe in 5 Monaten wieder arbeiten. Meine Schwangerschaft kam ungeplant und auf Arbeit sehr ungelegen da bereits eine Kollegin schwanger war zu diesem Zeitpunkt. Ich verstehe mich sehr gut mit meinem Team, einige treffe ich privat...auch meine Chefin. Kompliziert zu erklären, für meine Chefin war das damals ein Schock, da ich auch ihre Vertretung war u. Praxisanleiterin. Seit der Entbindung war ich mehrfach auf Arbeit und einige Kollegen auch bei mir zu Hause. Alle sind lieb und so, keine Frage. Und trotzdem habe ich Angst wieder arbeiten zu gehen...Ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen weil ich so eine zusätzliche Belastung war und habe das Gefühl auf Arbeit 300% geben zu müssen "um das wieder gut zu machen". Ich weiß das das irgendwie Quatsch ist und eine Schwangerschaft nie gut in den Dienstplan passt...und trotzdem habe ich diese Gedanken...

    Ich muß vielleicht noch erwähnen das ich vor der Schwangerschaft mehr o. weniger nur für die Arbeit gelebt habe, sprich gerne ne Std. früher kommen und 2 später gehen. Natürlich ohne mir die Zeit aufzuschreiben. Oder Pflegeplanungen die ich gerne in drei Tagen zu Hause geschrieben hab. :knockin:


    War schon einmal jemand in einer ähnlichen Situationen und hat Tipps für mich damit ich mich nicht weiter verrückt mache??
    Ich wär super dankbar.

    LG, missy1607:gruebel:
     
  2. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,

    das ist doch ein typisches Pflege-Syndrom ...*seufz*.
    Du hast das Recht auf Familienplanung, auf Freizeit, auf einen "gesunden Egoismus"...unabhängig von Deiner Arbeitstelle und dem Team!
    Du fragst nur "Was braucht das Team"...und nicht "Was brauche ich"!

    Beides in Einklang zu bringen ist das Ideal...aber Schuldgefühle wegen Deiner Erziehungszeit? Nein.

    Oder willst Du allen ernstes Dein Leben nach den Belangen Deiner Organisation ausrichten?
    :mrgreen:
     
  3. missy1607

    missy1607 Newbie

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    Vielen Dank.:-) Du hast sicherlich recht...ich denke das ist bei mir noch ein Lernprozess. Es ist nicht so einfach das denen und handeln so schnell umzustellen. Ich weiß das es mein Gutes recht ist, ich bin 27, denke ein optimales Alter für die Familienplanung aber was mache ich wenn diese Gedanken aufkommen?? Ich weiß das dieses Problem allein bei mir liegt, ich mache mir ja die Schuldgefühle, kein anderer. Nur woher kommen die? Komm mir echt blöd vor, es klingt auch so lächerlich das ich mir es kaum traue aufzuschreiben...Aber nur wenige können das nachvollziehen, gerade wenn sie aus anderen Berufen kommen.:schraube:
     
  4. Meffi

    Meffi Newbie

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    Hi,
    das kommt mir alles sehr bekannt vor! Hab keine Angst wieder einzusteigen. Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, das arbeiten macht in Teilzeit noch mehr Spaß. Du hast viel mehr Nerven, bist gelassener und ausgeglichener. Deine Kollegen werden das schätzen !!!
    grüßle steffi
     
  5. saphena78

    saphena78 Junior-Mitglied

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    Hallo missy!

    Also ich habe im Januar wieder angefangen zu arbeiten, nach einem Jahr Elternzeit. Bisher nur 20%, da das mit der Unterbringung unseres Bubis schwierig ist. Mein Mann arbeitet auch Schicht, keine Omas oder so in der Nähe.
    Ich hoffe, dass ich ab September 2009 eine Krippenplatz ergattere und dann wieder mehr arbeiten kann.:klatschspring:

    Ich weiss nicht, ob Du Dir schon Gedanken gemacht hast, wo und wie Du Dein Kind dann unterbringst, vielleicht ist das bei Dir ja garkein Problem, aber Schichtdienst und Kind ist nicht so einfach zu vereinbaren.

    Nun, ich für meinen Teil muss viele Ansprücke bezüglich Dienstplanung stellen und ich nehme mir dieses Recht auch raus, denn schließlch habe ich auch die Jahre vor meiner SS viel geleistet und auch die anderen Muttis und Vatis "mitgetragen". Nun bin halt ich mal an der Reihe !:deal:

    Auch wenn Du vorher für Deinen Beruf gelebt hast, wie ich auch, wirst Du sehen, dass nachher alles anders ist.
    Und ich kann Dir nur sagen, scheue Dich nicht davor auch was einzufordern, denn schließlich hast Du ja, wie Du selber gesagt hast viel geleistet:weiberheld: dann werden Deine Kollegen auch gerne bereit sein, was für Dich zu tun.

    Uns sorry, wir arbeiten nun mal in einem Beruf, der meist (noch) von Frauen ausgeübt wird. Wir werden nun mal schwanger!!!!!!!!!!! Du musst nichts wieder gut machen!!!!:knockin:

    In diesem Sinne, geh ich jetzt mal mein Monster wecken:mrgreen:
     
  6. Bruder Joe

    Bruder Joe Junior-Mitglied

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    Hallo,

    also ich denke, Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben!
    Und wenn Du Dich bis jetzt privat mit Deinem "alten" Team triffst, spricht es doch für eine gute Atmosphäre. Ach dass Dich Deine SL und Dein Team nach der Elternzeit wieder möchte und nicht zur PDL sagt, das passt nicht.
    Und Du wirst ja wohl (?) nicht zu 100% anfangen, sonden Teilzeit und da ist es doch eh ausgeschlossen bzw. wird auch nicht erwartet, dass Du eine Stunde früher kommst und dann noch länger bleibst (ohne aufzuschreiben).
    Sonst rede doch mit Deiner SL bevor Du wieder anfängst, wenn das möglich ist!

    Gruß und einen guten Wiedereinstieg,

    Bruder Joe
     
  7. Teilzeitschwester

    Teilzeitschwester Poweruser

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    Hallo @missy1607,
    Du mußt Dich für Deine SS nicht rechtfertigen !!Dein Lebensweg geht nach vielen intensiven Arbeitsjahren jetzt eine andere Richtung.
    Für Deinen AG und die Station bleibst Du eine wertvolle Mitarbeiterin.
    Eine Kröte muss man als Mutter jedoch meist schlucken: die stv.SL wirst Du abgeben müssen, es sei denn, Du kannst Voll(?)evtl30% arbeiten ??
    Mir ging es vor 13J genauso, mach Dir kein schlechtes Gewissen !! :-)
     
  8. Inti38

    Inti38 Stammgast

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    Hallo!
    lass dich nicht verrückt machen und du musst nicht mehr arbeiten wie alle anderen auch! Mach deine Arbeit und fertig, es gibt eben Änderungen im Leben, so ist das und ungeplant oder nicht, das Kind ist da! Ich finde es sehr rücksichtsvoll, dass du nicht drei Jahre daheim bleibst wie die Meisten anderen! Was allerdings auch ihr gutes Recht ist....
    Was mir extrem wichtig ist: DAS KIND GEHT VOR! Überlege dir jede Minute die du nicht mit ihm verbringst, das kann dir niemand wiederbringen. AG gibts dagegen genug....
    Meine Meinung würde nie die Arbeit vor meine Schätze stellen! NIE,NIE,NIE
    LG Inti 38

    Nachtrag:
    sollten deine Kollegen / Chefin von dir verlangen die Arbeit vor dein Kind zu stellen sind sie bei weitem nicht so gute Freunde und Kollegen wie sie dir vorspielen. Das wäre egoistisch, selbstsüchtig und einfach unkollegial und dem Kind gegenüber eine Sauerei (sorry!)
    NEIN für Kinder muss man sich nicht entschuldigen sie sind unser Reichtum! Jede Mutter hat alle Unterstützung der Welt verdient. Gott bin ich froh, dass ich ne PDL hab die selber Mutter ist....
    nochmals LG Inti38
     
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