Wiedereingliederung

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Stern32, 21.01.2009.

  1. Stern32

    Stern32 Poweruser

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    Hallo,

    hat jemand von euch schon mal eine Wiedereingliederung eines Mitarbeiters der länger als 6 Wochen kranke war begleitet.

    Was muss ich beachten wenn dieser Mitarbeiter auf Intensiv seine eingliederung haben soll.
     
  2. Nadja

    Nadja Junior-Mitglied

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    hey,
    also ich selber habe schon eine Wiedereingliederung hinter mir.
    Am wichtigstens ist darauf zu achten, dass die vom Arzt vorgegebene Zeit, die der Mitarbeiter arbeiten darf auch eingehalten wird.
    Ferner wird auch angebene, welche Einschränkungen während der Arbeit noch vorhanden sind und was somit vermieden werden sollte.
    Ich glaube nicht, dass es einen Unterschied macht, ob der Mitarbeiter auf einer Intensivstation oder auf einer peripheren Station eingesetzt ist.

    lg Nadja
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wo hat er vorher gearbeitet?

    Elisabeth
     
  4. Tiyzery

    Tiyzery Senior-Mitglied

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    Ein Mitarbeiter, der länger als 6 Wochen krank war und jetzt Wiedereingegliedert werden soll, wird wohl vorher schon auf der Selben Station gearbeitet haben.
    Anonsten währe es wohl eine Einarbeitung.

    Merke:
    Unterschied:
    Wiedereingliederung<--->Einarbeitung
     
  5. Joerg

    Joerg Poweruser

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    ???
    Die Begriff Wiedereingliederung richtet sich darauf, dass der MA sich wieder an die Belastung der Arbeit nach dem Krank gewöhnt. Dabei ist es völlig egal ob auf der selben Station oder nicht.
    So darf der MA zum Anfang z.B. nur stundenweise arbeiten, keine Schichten machen etc.
    Den Unterschied zwischen Wiedereingliederung und Einarbeitung gibt es, hat hier aber nix zu suchen. Denn auch wenn der MA in eine neue Abteilung geht und dort eingearbeitet wird, passiert dies unter dem Gesichtspunkt der Wiedereingliederung.
     
  6. Stern32

    Stern32 Poweruser

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    Hallo,

    hatte heute mit der Kollegin schon das Weidereingliederungsgespräch.
    Die Kollegin war schon länger Krank mit einer chron. Erkrankung.

    Da das Artest keinen Schichtdienst, nur leichte Köperliche Arbeit und nicht mehr als 5Kilo heben beschränkte, mussten wir leider die Wiedereingliederung
    ablehnen.

    Aber danke für eure Antworten.
     
  7. GK2005

    GK2005 Newbie

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    Hallo,
    hab da auch mal ne Frage bezüglich der Wiedereingliederung...Eine Kollegin wird demnächst zur Wiedereingliederung kommen. In den ersten 2 Wochen für 4h dann 6h...
    Hat jemand einen Plan/ gibt es Richtlinien zur Rahmenbedingungen? Bei uns soll sie für 4h kommen und eine andere Kollegin ablösen.... Ist das rechtens:gruebel:??? Finde es nämlich nicht so gut für nur 4h zur Arbeit zu fahren, mich mitten aus meiner Arbeit reissen zu lassen..

    freue mich über eure Antworten

    lg gk2005
     
  8. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Wie jetzt?

    Auf welcher Seite liegt jetzt das Problem?

    Die eingliedernde Person kann natürlich jemanden bei der Arbeit ablösen, was sollte dagegen sprechen.

    Fragst du jetzt weil DU, als abgelöste Person nur halbe Dienste machen musst?
     
  9. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Die Kollegin in der Wiedereingliederung ist ja offiziell noch krank geschrieben. Natürlich kann sie eine Kollegin probeweise ablösen, was aber wenn die Wiedereingliederung scheitert? Die Kollegin schon die 4 Stunden nicht schafft und vorzeitig nach Hause muss? Was dann? Ist dann sofort wieder jemand da?
    Ich finde das Ganze ziemlich mutig und auch ein stückweit unverantwortlich. Der Arbeitgeber hat immerhin noch eine Fürsorgepflicht seinen Angestellten gegenüber und das sehe ich in diesem Fall ein wenig vernachlässigt.
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    **Hier stand ein Link... diese Verlinkung war defekt und wurde vorübergehend entfernt** S.9

    Also ich kann da nirgends entdecken, dass der AG mit der WE eine Möglichkeit bekommen soll, die Überstunden anderer MA auf Kosten der Krankenkasse zu reduzieren.

    Elisabeth
     
  11. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Das hast Du schön ausgedrückt! :daumen:
     
  12. pericardinchen

    pericardinchen Poweruser

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    1. Ein AG muss der Wiedereingliederung nicht zustimmen. Es ist eine Art Loyalität seinem AN gegenüber.
    2. Eine Wiedereingliederung wird immer zusammen mit dem behandeltem Arzt und dann auch mit dem Betriebsarzt festgelegt. Dabei geht es vorallem um die Art der Einschränkung und vorallem darum, wie, wann und wo!
    3. Eine Wiedereingliederung die wegen Krankheit oder Nichtanwesenheit abgebrochen wurde - muss demnach auch wieder neu begonnen werden.
    In diesem Falle kann der AG allerdings auch ablehnen.
    4. Die Wiedereingliederung sollte im Schnitt zwischen 4 und 10 Wochen liegen!
    5. Ab der 9. Woche ist allerdings keine GKV und PKV verpflichtet das Krankengeld weiter zu übernehmen. Dies wird aber im Einzelfalle dennoch übernommen.
    6. Mit wievielen Stunden man anfängt ist egal, aber die Wiedereingliederung sollte bei 2 h vor der vollen Arbeitszeit enden, also bei 6 h z.B. oder bei 8 h (bei z.B. Schichtdienstzeiten von 10 h im Krankenhaus je nach Einsatzgebiet).
    7. Alles lässt sich regeln, wenn die Loyalität auf beiden Seiten vorhanden ist.
    8. In meinem Falle ist es positiv verlaufen und die Loyalität von beiden Seiten war von Anfang an vorhanden - auch während meiner sehr langen Krankheitsphase (mein AG rief immer mal wieder bei mir an und Kollegen/innen kamen regelmäßig bei mir vorbei, um mich mal aus meinen vier Wänden rauszuholen, zum Arzt zu fahren oder es wurde für mich eingekauft).
    9. Das fand ich : :daumen: klasse!

    Nochetwas: Es war kein Kollege/in verärgert oder Ähnliches und ließ es mich spüren, dass ich schon länger aus der Materie draussen bin. Im Gegenteil : Es wurde sehr viel Verständnis gezeigt.
     
  13. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ich glaube, es geht nicht darum, dass der kranke Mitarbeiter nur vier Stunden bleiben darf - die Dauer legt eh dessen Arzt fest - sondern dass ein gesunder Mitarbeiter ebenfalls nach vier Stunden seine Sachen packen soll, weil er vom Kollegen in Wiedereingliederung abgelöst wird.

    Wenn dem so ist, hätte ich auch was dagegen. Der Mitarbeiter in Wiedereingliederung bekommt sein Gehalt von der Krankenkasse. Die Zeit soll dazu dienen, ihn wieder an die Arbeit heranzuführen, nicht dazu, dass der Kollege Überstunden abbaut.

    Bei uns sind die Mitarbeiter in Wiedereingliederung zusätzlich zur normalen Besetzung da.
     
  14. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @Pericardinchen- kannst du bitte Links einstellen für deine Punkte?

    Mir ist bis dato nur diese Vorgehensweise für gesetzlich Versicherte bekannt: **Hier stand ein Link... diese Verlinkung war defekt und wurde vorübergehend entfernt** . Die Vorgaben weichen z.T. erheblich von deinen Punkten ab. Deshalb würden mich die Quellen interessieren.

    Elisabeth
     
  15. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Wir führen unsere MA bei Wiedereingliederung als "krank" auf dem Dienstplan.
    D.h. er ist rein rechnerisch gar nicht anwesend.
    Die Wiedereingliederung soll doch dazu dienen dem MA die Zeit zu geben, einzuschätzen, wie belastbar er nach langer Krankheit ist.
    Daraus kann evtl. eine Reduzierung der Arbeitszeit oder ein Arbeitsplatzwechsel resultieren.

    LG opjutti
     
  16. pericardinchen

    pericardinchen Poweruser

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    Wo siehst du dahingehend Unterschiede? Was ist dir nicht klar bei meiner Beschreibung, die ich aus eigener Erfahrung wiedergab ? Herzlichen Dank!
     
  17. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Daas du deine eigene WE beschrieben hast, ging m.E. so net aus deinem Post hervor.
    Einige deiner Aussagen lassen sich net verallgemeinern: Dauer der WE, Begrenzung der Krankengeldzahlung auf 8 Wochen, max. Arbeitszeit beim Endziel.

    Elisabeth
     
  18. Joerg

    Joerg Poweruser

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    So ist es ja auch richtig. Der MA ist ja für den AG eigentlich nicht da. Er bezahlt ja auch nicht sein Gehalt.
     
  19. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ich glaube, bei uns wird da ein Extra-Kürzel vermerkt. Denn richtig "krank" ist die Wiedereingliederung ja nicht. Der Mitarbeiter ist anwesend, genießt Versicherungsschutz und selbstverständlich weiß der AG, dass er da ist. Er zahlt ihm während dieser Zeit kein Geld, aber er führt Gespräche, weist ein, gibt Feedback - ein bißchen was hat die Leitung schon zu tun.
     
  20. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Das ist der Idealfall.

    Im Normalfall arbeitet der Kollege einfach normal mit. :mrgreen:
    und geht eben früher.

    So habe ich es bisher erlebt. Zusätzlich geplant waren die alle nicht.
     
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