Wie wird ein Krankheitstag berechnet?

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von engel78, 30.09.2012.

  1. engel78

    engel78 Senior-Mitglied

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    Bin auf 100 Std. im Monat angestellt,war nun 6 Wochen krank.Habe pro Tag 5,0 Std.gerechnet,da das ja meinem Tagessoll entspricht.
    Nun sagt mein Chef das sei falsch,ich müße drei Monate vor meinem Krank zusammen rechnen dann durch 3 Teilen und die Tage die ich krank war.Bei meinem früheren Arbeitgeber war es aber die Regel das man seine Tagessollstunden,damals 7,7 Std.,pro Krankheitstag rechnen konnte.Was ist denn nun richtig?
    Bitte um schnelle Antwort,da bald ein Gespräch ansteht.
     
  2. Susi_Sonnenschein

    Susi_Sonnenschein Bereichsmoderatorin
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    Wenn du während des laufenden Dienstplanes krank wirst, kriegst du die Stunden berechnet, die du gearbeitet hättest. Wenn ein geplantes Krank vorliegt, kriegst du die Stunden berechnet, die deinem Stundenanteil entsprechen (bei einer 38,5 Stundenwoche 7,7h, als Teilzeitkraft anteilig weniger). Ich verstehe nicht, was dein Chef berechnet...
     
  3. Sharice

    Sharice Stammgast

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    100h im Monat? Warum schreibst du nicht 25h Woche? :wink1:
    Ansonsten stimmt das, was Susi_Sonnenschein schon schrieb: Bei KH sind die Stunden als geleistet anzusehen, die an diesem Tag laut DP hätten erbracht werden müssen (Entgeltausfallprinzip § 4 Abs.1 EFZG)
     
  4. engel78

    engel78 Senior-Mitglied

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    Laut Dienstplan,wie soll denn das gehen??? Jeder der in der amb.Pflege arbeitet weiß doch das die Stunden niemals tgl. gleich sein werden,niemals! Habe es jetzt mal so gerechnet wie es mir gesagt wurde und zwar den Durschnitt der letzten 3 Monate bevor ich krank wurde und da kam ich auf 5,6 Std. tgl. also sogar noch mehr als wie ich geschrieben hatte,ist ja dann sogar ein plus für mich,die 5,0 Std. die ich geschrieben habe wäre ja dann für mich ein minus,bzw. ich hätte mich selber be******en.
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Und als Unkundiger frage ich mich nun: wie geht das? Jeder kommt wie er will und nimmt sich die Zeit, die er meint verbrauchen zu müssen? Wie macht man das dann, wenn die Sollarbeitszeit schon in der Mitter des Monats verbraucht ist? Verhandelt man dann neu? Oder wird da net auch geplant, dass Martha heute 4, morgen 5 und übermorgen 8 Stunden arbeiten muss?

    Elisabeth
     
  6. Sharice

    Sharice Stammgast

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    Na dann rechnest du die Stunden halt so, wie sie dir in der Sollarbeitszeit für die Monate zugewiesen wurden. Das Procedere, "Krank gilt wie gearbeitet" bleibt dabei ja dasselbe und ändert sich nicht nur deshalb, weil "die Stunden niemals tgl. gleich sein werden."
    Oder was meinst du gerade?
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich verstehe das so: ich habe ein Stundenkontingent, über das kann ich frei verfügen. Vom AG bekomme ich Klienten zugeteilt. Mit denen vereinbare ich dann, wann ich wie oft kommen soll. Die Begrenzung ist das Stundenkontingent.

    Ich kann mir sehr viel vorstellen. Aber das sprengt meine Vorstellungskraft. Aber wer weiß- Vielleicht gibt es das ja doch.

    Elisabeth
     
  8. schwäbin

    schwäbin Senior-Mitglied

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    Die zu berechnenden Stunden findest du ganz einfach: du schaust wie lange der Kollege der für dich die Tour gearbeitet hat brauchte - abzüglich den tägl. Rüstzeiten. Die Fahrzeiten bleiben dir erhalten, die hättest du ja auch gehabt. Für den Rest ist das was susi sonnenschein geschrieben hat gültig.
     
  9. engel78

    engel78 Senior-Mitglied

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    @Elisabeth: Wenn ich das Soll schon mitte des Monats erfüllt habe,dann gehts mit Überstunden weiter.
    Vielleicht habe ich mich auch falsch ausgedrückt,ich meinte doch das man tgl. nie die gleiche Zeit zusammen bringt,so ist es zumindest bei uns.
    Es war auch gar nicht böse gemeint,ich wollte auch niemand angreifen,also bitte nicht falsch verstehen,ok 8O
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Das es heute schon fast zum guten Ton gehört, Ü-Stunden zu leisten, versteht sich von selbst. Trotzdem: Du musst doch einen Plan haben, der vorsieht, wieveil du an dem Tag eigentlich arbeiten müsstest. Dabei ist es uninteressant, ob du die Zeit zusammen bringst oder darüber liegst. Es geht einzig und allein um die Planung.

    Wenn wir in den klinischen Bereich schauen- auch da kann es dir ja passieren, dass die Planung net immer mit der geleisteten Arbeitszeit übereinstimmt.

    Wenn du da krank wirst, dann hats du auch nur den Anspruch auf den geplanten Dienst, selbst dann, wenn du eigentlich regelmäßig Ü-Stunden leisten musst. Verstehst, was ich meine?

    Elisabeth
     
  11. engel78

    engel78 Senior-Mitglied

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    Ganz ehrlich----Nööööö :verwirrt:
     
  12. Susi_Sonnenschein

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    Du musst doch einen Dienstplan haben, wo du geplant bist für den Monat oder woher weißt du sonst, wie du arbeiten musst?
     
  13. schwäbin

    schwäbin Senior-Mitglied

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    Tja, ich kenne das so: wenn du Glück hast, bekommst du einen Dienstplan in dem die Dienste für den Monat eingetragen sind - aber das bedeutet nur, dass du weißt ob du früh oder spät arbeitest und welche Wochenenden du frei hast.
    Wie die Tour aussieht erfährst du oft erst am Freitag für die kommende Woche - bei manchen AG auch nur von Tag zu Tag...
    Da muss man nach dem krank wirklich schauen wie lange der vertretende Kollege gearbeitet hat um auf seine Stundenansprüche zu kommen...
     
  14. narde2003

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    Och, das aber für den AG recht praktisch - dann teile ich dich in deinem krank immer für die kürzeste Tour ein und lass dich so deine Ü-Stunden abbauen.

    Manchmal bin ich wirklich froh, im öffentlichen Dienst mit geregelten Dienstplänen zu sein.
     
  15. Phoenix79

    Phoenix79 Gast

    Narde: Tatsächlich wird das in den meisten ambulanten PD's ganz genau so gehandhabt. Manche treiben das noch auf die Spitze, in dem die dann aus der entsprechenden Tour noch Patienten in andere Touren "basteln"
     
  16. BettinaMobil

    BettinaMobil Stammgast

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    Bei einer 25h Woche mit 6 Arbeitstagen kann man im Krankheitsfall 4,17 Stunden aufschreiben (25:6). Andernfalls, wenn die Touren kürzer oder länger sind, die man ggfls. gefahren wäre, kommt man ja entweder ins Plus oder ins Minus. Und beides soll ja im Krank nicht vorkommen. Urlaubstage werden ebenso aufgeschrieben.
     
  17. eiermatz

    eiermatz Senior-Mitglied

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    Verstehe das Problem nicht, du hast ein 25St. Woche und bist krank geschrieben, also 25St. werden bezahlt, wieso sollte sie sich an der Tour der Vertretung orientieren? Wenn die Vertretung Überstunden macht kriegt die, die krankgeschrieben ist Überstunden ausbezahlt, und wieso rutsche ich im Krankenschein ins Minus? Stehe da im Moment echt auf dem Schlauch, erklärt doch das mal für die etwas Einfältigen in gaaaanz einfachen Worten:thinker:
     
  18. eiermatz

    eiermatz Senior-Mitglied

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    Übrigens gibt es bei uns auch keine festen Dienstpläne, jede PP hat ihre Stammtour, also meist FD, der dauert halt so lange er dauert, meist zwischen 2(33%) und bei den Vollzeitstellen bis zu 7St. Ich arbeite nur im Abenddienst, der Dienst kann auch zw.4-7Stunden dauern, je nach Patientenaufkommen oder Rufbereitschaftsfälle, wenn Pat. die ein Problem haben anrufen.
    Meine Sollstunden werden am Ende des Monats mit den Ist Stunden abgerechnet, bin ich krank, werden halt die Sollstunden bezahlt, egal wie ich da geplant war.
     
  19. narde2003

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    Rufbereitschaft hat aber nix mit dem normalen Dienstplan zu tun.
     
  20. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Weil ich als fieser, böser, dir nicht wohlgesonnener AG behaupte du bist für Tour A eingeteilt worden, obwohl Tour A nur 3 Stunden dauert... Dann orientiere ich mich an den gearbeiteten Stunden und schwupps sind deine Ü-Stunden abgebaut.
     
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