Wie verhalten bei streikenden, shoppenden Kollegen?

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Tamara_München, 25.02.2008.

  1. Tamara_München

    Tamara_München Stammgast

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    mir ist das letzte woche passiert, dass ich kollegen (nicht aus meinem klinikum) dabei erlebt hab, dass sie während des streiks shoppen gegangen sind.

    sie sind nicht in ihrem frei shoppen gewesen, sondern während der bezahlten arbeitszeit.

    soll ich das einfach ignorieren?

    mich ärgert sowas einfach.
     
  2. Hallo,

    hast du keine anderen Probleme? Kannst ja die Kollegin verpetzen :knockin:. Glaub es gibt genug andere Probleme in der Pflege!
     
  3. Tamara_München

    Tamara_München Stammgast

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    oh entschuldigung, aber wenn eine krankenschwester im dienst shoppen geht, ist das für dich KEIN problem?

    wir demonstrieren/streiken für 8% mehr und wofür, dafür dass die kollegen von meinen steuern shoppen gehen können WÄHREND der arbeitszeit???



    und wenn du meinst, dass unterbezahlung kein problem ist, auch gut!
     
  4. So wie ich das lese, war die Kollegin von einer anderen Klinik. Was willst du damit bezwecken??

    1. Du ignorierst das
    2. Du meldest den Vorfall
     
  5. mary_jane

    mary_jane Poweruser

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    Für die Tage die man streikt bekommt man ja meines Wissen kein Geld. Außer man ist bei Verdi aber die wollen auch eine Unterschrift das man auch wirklich bei den Aktionen war. Meist gehen die Aktionen aber nicht den ganzen Tag, also wie willst du beurteilen was die Kolleginnen an diesen Tag gemacht haben. Wär mit solchen Unterstellungen vorsichtig. Also wie sicher weißt du das alles?

    lg mary
     
  6. Bingo. Mussten mit der Schule vor ein paar Jahren nach Berlin zum Streiken fahren( war Pflicht!!!!!!!!), bekamen aber leider keine einzige Stunde dafür!
     
  7. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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    Wenn ich mich auch noch darum kümmern würde was andere Kollegen im Dienst machen...und dann noch aus einer anderen Klinik...dann hätte ich ja viel zu tun...in der Zeit kümmere ich mich lieber um meine Patienten...
     
  8. Tamara_München

    Tamara_München Stammgast

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    ich hatte ja frei ... auch ich habe einen anspruch darauf!

    und streiken ... tja, bei uns werden auch pflegekräfte in den streik von der station geschickt, die nicht in einer gewerkschaft sind - ich benutze jetzt beabsichtigt ver.di nicht.

    und der streik dauerte von früh um 10 uhr bis nachts um 21 uhr ... aber das spielt trotzdem keine rolle. denn shoppen in der bezahlten arbeitszeit find ich einfach unter aller kanone.

    und die streikenden leute, die "während der arbeitszeit streiken" bekommen sehr wohl ihren lohn weiter. außer du gehst im frei streiken, das ist dann deine sache.


    @bluestar ... klar, was kümmern mich die anderen kollegen aus anderen kliniken, die sich "berechtigterweise" auch um meine belange kümmern "vorsicht - war nochmal ironisch gemeint"
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ein Streik wird nicht vom Arbeitgeber finanziert. Dafür kommt die Streikkasse der Gewerkschaft auf.

    1. Sind die betreffenden Kollegen in der Gewerkschaft verdi?
    2. Hatten sie tatsächlich Dienst oder handelte es sich um eine bewußte Freistellung durch den Arbeitgeber (Reduzierung des Arbeitsaufwandes für die Zeit der geplanten Streiks)?

    "Hören- sagen" finde ich immer schwierig: einer hat was gehört, von einem der was gehört haben will.

    Geh hin und sprich sie an. Dann hast du Infos aus erster Hand und kannst ggf. auf das unmoralische Verhalten einwirken- wenns das überhaupt gibt.

    Elisabeth
     
  10. Tamara_München

    Tamara_München Stammgast

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    @elisabeth ... ein großteil der streikenden ist in der gewerkschaft, ein teil nicht.

    auch bei uns sind kollegen zum streik geschickt worden, die NICHT in der gewerkschaft sind.



    lt. arbeitgeber wurden sie zwar freigestellt für den streik, es wurde aber in den dienstplan als dienst eingetragen!

    und ich habe die leute direkt angesprochen, die streikenden aus dem anderen klinikum. ich habe mich nicht aufs hören-sagen verlassen.



    bewirken kann man eh nix mit reden ... es wirkt nicht.

    was NICHT heißen soll, dass ich GEGEN das streiken bin ... nur nicht unter diesen rahmenbedingungen!
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    *g* Interessant: jetzt bezahlt der Arbeitgeber schon selbst die Streikenden. Das sollte unbedingt veröffentlicht werden... möglichst mit Namen und Adresse desjenigen, der die bezahlte Freistellung angeordnet hat. Ich vermute, der weist nicht mehr lange an.

    Elisabeth
     
  12. HHS

    HHS Poweruser

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    Wow- was ist das denn für ein Arbeitgeber?
    Da muss sich irgendeine Leitung was tolles dabei gedacht haben.... Was PDL und Geschäftsleitung dazu sagen?
     
  13. rudi09

    rudi09 Stammgast

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    Hallo @all,
    ich muß Tanja K. recht geben. Wie ernst kann ein Streik gemeint sein, wenn der Streikposten im Supermarkt ist. Streikende gehen nicht nur für sich sondern stellvertretend für alle auf die Strasse. Die Gewerkschaft macht ja die Löhne auch nicht nur für Mitglieder. Also geht es mich schon was an, was meine "Vertreter auf der Strasse" für ein Bild abgeben.
    Streikgeld, also Lohnersatz, wird aus der Streikkasse bezahlt. Das sind die Beiträge aller. Also Bluestar, vielleicht hast du den Spaziergang zum Shoppen ja mit bezahlt?
    Aber ist dir ja eh Wurscht.

    MfG
    rudi 09
     
  14. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wir wissen nicht mal, ob die Kollegen überhaupt bei verdi sind. Vielleicht sind die Damen ja besser informiert als ihre streikenden Kollegen und wissen, dass sie eigentlich (erzwungenes) dienstfrei haben.

    Elisabeth
     
  15. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Stopp! Ein Tarifvertrag gilt eigentlich nur für Mitglieder! Um aber zu verhindern, dass 100% der Belegschaft gewerkschaftlich organisiert sind, übernehmen die AG's den Tarifvertrag auch für Nichtmitglieder!
     
  16. rudi09

    rudi09 Stammgast

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    Hallo Jörg,
    schön dass du mir letztlich recht gibst, so weit wollte ich nicht ins Detail gehen.
    Für mich war nur der letztlich feststehende Fakt wichtig.
    MfG
    rudi09
     
  17. Ich sehe auch das kleinere Problem darin, dass die Kollegin weiterbezahlt wird (was ich gar nicht glauben kann). Das größere Problem sehe ich darin, dass man ja bei einem Streik auch
    "Veranstaltungen" hat und dort möglichst viele präsent sein sollte! Jeder der dort fehlt mindert den Druck und die Öffentlichkeitsarbeit.

    Ulrich

    P.S.: Streikgeld gibt's übrigens auch für ver.di Mitglieder nur bei Streikdauer über 4 Stunden.

    P.P.S.: Streiken hat nichts mit einer Mitgliedschaft bei einer Gewerkschaft zu tun. Man darf das genauso als Nichtmitglied. Und für Kundgebungen dürfen dann sowieso alle mit (Nachbarn, Freunde, Feinde, u.a.)
     
  18. FroschGott

    FroschGott Newbie

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    Redest Du von einem Streik oder einer Demo?
    Bei einem Streik hat der Arbeitgeber das Recht für die bestreikte Zeit die Gehaltszahlung einzustellen. Insofern ist es keine bezahlte Arbeitszeit mehr.
    Gewerkschaftsmitglieder erhalten Streikgeld, sofern sie Abzüge hatten.
    Dafür müssen sie natürlich an den Aktionen teilnehmen.
    Allerdings bedeutet das nicht, daß man sofern diese beendet sind, nicht problemlos etwas anderes machen kann.
    Der Streik an sich besteht ja im Fernbleiben von der Arbeit... dafür riskiert man dann die Gehaltseinbußen.
    Wem wolltest Du die Kolleginnen melden? Dem Arbeitgeber?
    Auch eine Art der Solidarität, die das Shopping deutlich toppen würde.
     
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