Wie lange darf ein zentraler venöser Katheter in der Femoralis liegen bleiben?

Dieses Thema im Forum "Intensiv- und Anästhesiepflege" wurde erstellt von Josefine13, 16.01.2011.

  1. Josefine13

    Josefine13 Stammgast

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    Hallo,
    bei uns wurde gestern erwähnt das ein ZVK in der femoralis nicht länger als 5 Tage liegen sollte.
    Wegen der Thrombosegefahr, das leuchtet mir ja ein.
    Wie ist das bei Euch???
    LG
     
  2. Krissy90

    Krissy90 Newbie

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    Also ich kenns so max 10 Tage unter Heparinisierung. :zunge:
     
  3. pericardinchen

    pericardinchen Poweruser

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    Im Schnitt bleibt ein ZVK in der v. femoralis so max. 5-7 Tage liegen mit oder ohne Heparinisierung. Die Empfehlung des RKI wechselt zwischen Heparinisierung und Nicht- Heparinisierung. Aktuell eher Heparinisierung.
    Allerdings aufgrund der Heparininduzierten Thrombozytopenie (HIT) wird je nach Sozialanamnese darauf verzichtet. Dann nach HIT- Diagnostik neu entschieden bzw. umgestiegen auf Ersatzpräparate. Aktuell wird Argatra eingesetzt.

    Das Problem eines ZVK in der femoralis ist einfach die Immobilität des Patienten auch über das z.B. künstliche Koma hinaus bei z.B. schlechtem allgemeinem Gefäßstatus.

    Die Frage überhaupt bezüglich ZVK in der v. femoralis zu stellen ist schon grundsätzlich sehr selten, da dieser Zugangsweg nur im äussersten Notfall gewählt wird.
    Ausserdem ist der Zentrale Venendruck über diesen ZVK eher nicht verwertbar.

    Natürlich wird die ZVD- Messleine angebracht, aber wohl mehr zum spülen, als zum messen des Volumenstatus. Zumal heutzutage der ZVD eher in einer großen Diskussion steht.

    Zumindest im Intensivbereich!
     
  4. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Hast du dazu nen Link?
    Das denke ich nicht. Er ist bei gleichen Voraussetzungen genauso verwertbar, wie ein über die buclavia OÄ geschobener VK.
    Es geht ja auch schließlich hauptsächlich um die Tendenz, bei regelmäßiger Messung...
     
  5. indy J

    indy J Poweruser

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    Hallo

    Wir lassen ZVKs in der Femoralis grundsätzlich nur höchstens 3 Tage liegen. Danach wird gewechselt oder ein entsprechender Zugang in die Subclavia oder Jugularis gelegt. Heparin/kein Heparin spielt dabei für uns keine Rolle.
     
  6. monaluna

    monaluna Poweruser

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    Wieso?
     
  7. Cystofix

    Cystofix Poweruser

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    Da dem ZVD praktisch keinerlei Korrelation zum intravasalen Volumen zugesprochen wird. Studien gibts bei medline mehrere.

    BTT: Wir lassen einen Femoralis-ZVK, sofern denn noch gelegt, solange liegen, bis entweder die Einstichstelle gerötet ist ( egal ob nach 1 oder 10 Tagen ) oder aber andere Dinge ( steigende Infektwerte ) den Wechsel nahelegen.

    Gruss Cys
     
  8. Gasmann

    Gasmann Junior-Mitglied

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    Guten Abend,

    allein aus Hygienischer Sicht ist es sicherlich angebracht die Leiste zu meiden, falls es geht.
    Frühzeitiges Wechseln des Punktionsortes reduziert Infektionen.
    Ist kein anderer Zugang zu bekommen, so liegt dieser so lange er funktioniert, oder?

    Grüße
    Gasmann
     
  9. monaluna

    monaluna Poweruser

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    Danke, dann werde ich mal etwas bei medline stöbern gehen.
     
  10. pericardinchen

    pericardinchen Poweruser

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    Bisher erlebte ich zwar auch die Anordnung der ZVD- Messung über den femoralen ZVK, allerdings wurde dies nur zur Kurvenpflege benutzt und nicht als wirklich verwertbar in die Therapie mit einbezogen.

    Ein ZVD kann immer nur ein ungefährer Anhaltspunkt für einen Volumenstatus sein, egal wo der ZVK liegt. Die Diagnose wird glücklicherweise nicht über den ZVD ermittelt.

    Da es beim ZVD- Messen doch so einige Fehlerquellen geben kann bzw. schon alleine die Tatsache, dass z.B. beim low cardiac output syndrom die ZVD Werte oft falsch hoch sind, obwohl der Patient intravasal trocken ist und somit Volumen benötigt, ist der ZVD Wert nicht jederzeit und immer adäquat zu verwerten.

    Die Behebung der Fehlerquellen ist möglich. Allerdings in den menschlichen Körper hineinzuschauen ist hingegen schwieriger.

    Ein FemoralerZVK sollte aufgrund der Infektionsgefahr und der Thrombosierung nicht sehr lange liegen.

    Bevorzugt wird sowieso meist der jugularis und als Plan B subclavia.
    In erfahrenen Anästhesiologischen- und Intensivmedizinischen Zentren wird im Prinzip Alles möglich gemacht, was geht. Denn die Medikamentenliste, die nur zentralvenös verabreicht werden darf ist oft lange.

    Im Vergleich zum femoralen Shaldon wird die Einstichstelle beim femoralen ZVK schneller gereizt und ist oft schon am dritten Tag gerötet. Meine eigene Erfahrung!
     
  11. matras

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    RKI: RKI Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention
    es wird unter Punkt 2.4 bevorzugt die Insertion in die V. subclavia und unter dem Punkt 2.8 kein routinemäßiger Wechsel empfohlen.

    Matras
     
  12. Saraly

    Saraly Newbie

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    Ich kenne das so so kurz wie möglich , so lange wie nötig. ;)
    Also haben da keine festen Zeiten.
     
  13. Schwester Rabiata 2

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    Bei uns soll der ZVK möglichst schnell raus wegen der Mobi.
     
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