Wie kann ich Angst beim Patienten reduzieren?

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik" wurde erstellt von M!aren, 04.12.2013.

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  1. M!aren

    M!aren Stammgast

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    Hallo,

    bin grade beim Büffeln aufs Examen...
    und habe mir die gute Frau Peplau zur Brust genommen.

    Wie reduziere ich denn Angst beim Patienten ?

    Durch Information in Form von Gespräch und Broschüre.
    Aber das geht ja erst bei einem geringeren Grad der Angst.
    Sonst - bei großer oder panischer Angst kann der Pat Informatinonen ja gar nicht aufnehmen.

    zuhören,
    Entlastungsverhalten (Weinen, Schimpfen, Stöhnen...) zulassen bzw ihn dazu ermutigen
    Zeit haben
    zum Sprechen ermutigen...

    fallen euch noch andere ein ?
     
  2. BellaSwan2012

    BellaSwan2012 Stammgast

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    Hi,

    ich kann den Bezug zwischen Peplau und Angst gerade nicht herstellen, kann mich an ihren Pflegemodell nicht erinnern.

    Normalerweise hängt wie man bei einem Pat die Angst reduziert von der Diagnose ab. Bei Angst in einer Psychose helfen meistens nur Neuroleptika und Benzodiazepine.

    Bei Angststörungen, gibt man bei einer schweren Panikattacke Benzodiazepine und eventualle niedrigpotente Neuroleptika.
    Wenn der Pat verbal erreichbar ist und Anweisungen befolgen kann, dann mit ihm reden, ihn anleiten richtig zu atmen, hinsetzen lassen, nicht alleine lassen, fragen was ihn was ihn helfen würde oder was früher in so einer Situation geholfen hat etc und eine Strategie entwickeln wie Pat wieder ruhiger wird.
     
  3. Fleschor_Max

    Fleschor_Max Poweruser

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    Angst wird im Krankenhaus oft durch fehlende Orientierung und die passive Rolle erzeugt. Damit meine ich nicht komplette Verwirrtheit, aber viele Patienten beschreiben in Studien, dass es sie ängstigt, wenn sie den Namen der Pflegeperson nicht kennen. Man sollte sich also nicht nur einmal vorstellen, sondern auch mal nachhaken, ob der Patient sich den Namen gemerkt hat. Das schafft Sicherheit im persönlichen Umgang.
    Ausserdem immer mal helfen zur Situation zu orientieren: was ist passiert, was passiert in den nächsten Tagen.

    Ausserdem den Patienten gezielt aus der passiven Rolle rausbringen, indem ihm ständig Entscheidungen abverlangt werden (natürlich nur wenn er in der Lage ist). Auch bei Dingen die klar sind (bei kaltem Zimmer ne dicke statt ne dünne Decke zu nehmen), kann man den Patienten entscheiden lassen.

    Akutsituation: Hinsetzen, mit Abstand vor den Patienten, versuchen ne Blickfixation zu erreichen, Patienten zum ruhigen Atmen bringen. Im Zweifel durch gezieltes pantomimisches Vormachen. Wenn man ihn nicht erreicht, hilft manchmal noch flache Hände auf Brustkorb legen und *ganz leicht* druck ausüben, so wie bei der atemstimulierenden Einreibung. Das bringt den Patienten manchmal dazu gezielt tief gegen den Druck zu atmen, sich auf seine Atmung zu konzentrieren.
     
  4. M!aren

    M!aren Stammgast

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    super , Danke !
    da schreiben doch spürbar Leute aus der Praxis...
     
  5. Cleopatra31

    Cleopatra31 Newbie

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    Also, ich war auf einer psychiatrischen Akutstation 1 Jahr lang. Dass Neuroleptika und Benzodiazepine helfen sollen, ist eher fraglich.
    Mir wurden haufenweise Medikamente verpasst, obwohl ich keine Störungen aufweise. Noch schlimmer waren die Nebenwikungen....Fettleibigkeit,
    krasse Blickkrämpfe,meine Blase konnte ich auch nicht entleeren und und und....!!! Was erhoffen sich eigentlich die Ärzte...???? DAS IST KEINE LÖSUNG!!!!!!!!
    Vor allem, wenn man gesund ist und dieses Zeug auch noch zwangsweise verabreicht wird....ich weiß nicht....Wenn jemand rumschreit bzw rumheult, sollte er in Ruhe gelassen werden. Nach wenigen Minuten beruhigt er sich von alleine....Ich finde ebenfalls, dass Selbstmöder auch in Ruhe gelassen werden sollen. Wenn jemand sich den Tod wünscht, dann bitte schön!!!!
     
  6. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Du warst dort sicher nicht so lange, weil du völlig gesund warst.

    Leider bist du hier im Forum und vor Allem im Thread, völlig falsch. Versuche doch mal ein Selbsthilfe-Forum oder dergleichen zu finden, wo du dich mit Leuten austauschen kannst, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
    Auch für dort aber den Tipp: Suche die Fehler nicht immer nur bei anderen.
     
  7. Cleopatra31

    Cleopatra31 Newbie

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    Ja, ich weiß, dass ich hier eigentlich falsch bin. Wollte jedoch das Thema Zwangseinweisung, Zwangsmedikation...ganz gezielt ansprechen und einigen Leuten hier klar machen, worauf sie sich einlassen!!! Ich meine, Psychiater wollen den Menschen nicht helfen. Im Gegenteil, die Menschen werden durch die Medikamente: Körperverletzung und Fixierung/Zwangseinweisung: Freiheitsberaubung immer mehr kaputt gemacht. Was zählt ist die Kohle!!!! Und ihr wollt auch so sein??? Das sind Unmenschen, die Ärzte!!! Stell dir mal vor, jemand würde beispielsweise einen Hund fixieren, eine Nacht lang. Wäre das erlaubt? Und ist so etwas deiner Meinung nach human?Nein, das ist Tierquälerei und eine Straftat!!!.. Auch wenn das hier keinen interessiert, aber ich bin wirklich völlig gesund und war es auch immer!!!! Psychopharmaka habe ich deshalb abgesetzt, kann jedoch nicht mehr schlafen und nehme rapide ab, die Gedanken kreisen und ich komme nicht zur Ruhe, VERSTEHE NICHT WARUM ICH WEGGESPERRT WURDE!!!!!?? Na ja, egal...Ich hoffe, dieser Beitrag wird Vielen hier die Augen öffnen. LG.
     
  8. flexi

    flexi Administrator
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    Ich denke, das wir die Diskussion in dieser art hier nicht fortsetzen und schließe das Thema.
     
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