Wie ist eure Meinung zum Thema 'Organspende'?

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von AnneR., 29.12.2003.

  1. AnneR.

    AnneR. Newbie

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    Würde gerne wissen wie eure Meinung zum Thema Organspende ist.
    Sollte jemand der seine Organe nicht spenden würde, Recht auf ein eventuell benötigtes Organ haben???
    Wie schätzt ihr die Belastung des Pflegepersonals, die auf einer solchen Station "Tote pflegen" ein?


    Gruß
    Anne
     
  2. Böde2000

    Böde2000 Newbie

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    Hallo AnneR.
    Ich habe lange überlegt ob ich Organe spenden soll. Allein der Gedanke sich jetzt in meinem Alter (25) mit dem eigenen Tod auseinander zusetzen war eine Überwindung. Habe mich dann lange mit dem Thema Tod, Sterben und auch Organspende auseinandergesetzt und bin zu dem Entschluss gekommen alle Organe die möglich sind zu spenden auch abzugeben. Ich merke doch dann eh nichts mehr davon. Das ist jedenfalls die einfachste Ausrede für mich um damit umgehen zu könne. Ich weiß dass ich im Falle meines Todes damit ein Menschenleben retten kann. Ich bin auch der Meinung dass jeder Organe bekommen sollte auch wenn nicht selber bereit ist seine Organe abzugeben. Meiner Meinung nach haben sich diese Menschen nicht mit dem Thema auseinander gesetzt oder hegen Ängste, die es ihnen unmöglich machen sich soetwas vorzustellen. Aber ich glaube wenn ein Mensch in eine solche Situation kommt und auf ein Spenderorgan wartet kann man seine Meinung schnell ändern.

    Ich hoffe du hast verstanden was ich sagen möchte. Ist schon spät und ich merke, dass ich sehr kompliziert geschrieben habe.

    Ciao Böde
     
  3. catweazle

    catweazle Poweruser

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    Frage 1:
    Nichtspender als Empfänger auszuschließen fände ich unmenschlich. Wenn er seine Gründe hat, zB weiß, daß seine Organe nichts taugen? (Müssen ja wohl, sonst würde er ja kaum auf "Ersatzteile" angewiesen sein- und damit käme er ja ohnehin nicht in Frage)

    Frage 2:
    Schwer, sich da einzufühlen. Ich glaube, ich fände das zumindest sehr eigenartig, denn ich lasse ja sozusagen einen Toten nicht ruhen...
     
  4. Torenpad

    Torenpad Gesperrt

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    0
    Ich nehme an, daß, wer Organe nicht spenden würde, aus den selben
    Gründen nicht annehmen würde. Beispiel religiösen Ursprungs sind hier
    sicher die Zeugen Jehova´s.
    Hier in NL empfiehlt die Regierung dringend, sich als Organdonor
    registrieren zu lassen. Es wird dann auch standard bi jeder Aufnahme
    gefragt, ob - und wenn NEIN - warum NICHT, eine Anmeldung bereits
    erfolgt oder jetzt und hier erwünscht ist. Ziel ist es, das Bewustsein dafür
    zu öffnen. Dies ist mit 16 Mill. Einwohnern ein kleines Land und auf jede
    SpenderIn angewiesen, sagt frau hier. Dies ist aber relativ zu betrachten,
    da ja Deutschland in der Relation bei mehr Einwohnern logischer Weise
    entsprechend mehr Organe benötigen dürfte.
    Ich persönlich finde Organspende außerordentlich wichtig und kann auch
    neben religiösen Gründen gegen Organspende und-annahme keinen
    vernünftigen Grund finden, sich dessen zu entziehen.
    Zu den KollegInnen "die auf einer solchen Station "Tote pflegen"" kann ich
    nur sagen, daß sie sich nach meiner auffassung bewußt dieser Aufgabe
    stellen und wissen, wie wichtig ihre Arbeit ist. Schließlich pflegen sie m.E.
    keine Toten, sondern erhalten sie (mehrere) Leben am Leben!
    Sie werden, denke ich, diese Verantwortung auch vertreten können.
    Schließlich ist ja die Zustimmung zur Organspende bereits gefallen.
    Sie müssen also nicht mehr irgendjemanden überzeugen oder umstimmen.
    Sie leisten Pflege- und Begleitungsarbeit. Nicht mehr und nicht weniger.
     
  5. Dirk

    Dirk Stammgast

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    Ich finde dieses Thema auch sehr schwierig.
    ICh denke, eine Organspende ist heute sehr wichtig - zumahl wir die entsprechende TEchnik heute zur VErfügung stellen können.

    Jemanden zu pflegen, der zur Organexplantation vorgesehen ist, finde ich nicht schwer.
    Für mich ist es immer noch ein Patient, der genauso einen Anspruch auf Pflege, Würde und Beziehung hat.
    Damit kommen wir aber zu einem sehr wichtigen anderen Punkt :

    Wie kann ich mich, mit dem BEwusstsein, dass es sich immer noch um einen lebenden Menschen handelt, der (aus welchen Gründen auch immer) sichtliche Lebenszeichen hat, zu dem ich éine Beziehung habe (weil es mein Angehöriger ist), von ihm richtig verabschieden ???
    Die Organisation eine Organexplantation ist kaum vereinbar mit einem "Begleiten bis zum letzten Atemzug".

    Ich glaube es ist sehr schwierig, zum jetztigen Zeitpunkt verbindlich zu entscheiden, dass eine Organspende in Frage kommt.

    Liebe Grüsse

    Dirk
     
  6. Mellimaus

    Mellimaus Poweruser

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    Ich han nen Spenderausweiß und würde ohne Ausnahme spenden!
     
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