Wie ist das mit der Atmung gleich nochmal?

Dieses Thema im Forum "Kardiologie / Angiologie / Pneumonologie" wurde erstellt von yvi87, 06.03.2010.

  1. yvi87

    yvi87 Newbie

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    Hallo, ich wollte mal nachfragen, wie das mit der Atmung bei Gesunden und bei COPDlern ist. Beim einen richtet sich der Körper nach dem CO2 Gehalt im Blut und beim anderen nach dem O2 Gehalt im Blut, wann er atmen muss, aber wie genau funktioniert das und warum ist es umgekehrt? Danke schonmal im Voraus
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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  3. Hallo,
    also das ist ein riesen Thema, aber kurz gesagt: COPD ist Ausdruck einer Summe von Störungen in der Lunge die zu einer respiratorischen Globalinsuffizienz führen (bitte nachlesen), die wiederum gekennzeichnet ist durch Hypoxie und Hyperkapnie - also C02 ist chronisch erhöht. Also die O2 Aufnahme und die CO2 Abgabe sind gestört weil die Lunge vielfältig kaputt ist. Im Laufe der Zeit gewöhnt sich der Körper aber daran. Der normale Atemantrieb über einen erhöhten CO2 Spiegel im Blut (normal zwischen 35-45mmHg) ist zwar nicht mehr möglich. Aber jetzt muß beim COPD'ler der Mangel an O2 den Atemantrieb auslösen, (weil CO2 Werte über 60 mmHg normal sind. Die zentrale Atemregulation beim COPD'ler ändert sich) verstehst du? Er regelt seine Atmung über die arterielle Hypoxie, also den 02 Mangel. Der Pat. ist sein hohes CO2 gewöhnt.
    Jetzt ist das Doofe halt, dass du dem COPD'ler auch wieder nicht zu früh und nicht zuviel 02 geben darfst, weil er sonst gar keinen eigenen Atemantrieb mehr herstellt. Laienhaft gesprochen: wenn sein Atemzentrum schon nicht mehr auf CO2 reagiert, und du gibts ihm fleißig O2 , dann "verwöhnst" du sein Atemzentrum und er tut selber bald gar nix mehr. Er atmet dann aber auch keine CO2 mehr ab und dieser Wert wird noch höher - bis zur sogenanten CO2-Narkose. Dann muß er beatmet werden um mechanisch das CO2 rauszuholen.

    Frag ruhig nochmal nach, wenn ich zu kompliziert war.

    Bedenke die COPD ist eine Gasaustauschstörung die abnorme CO2-(Partialdrücke) macht und diese erhöhten Drücke machen die zerebralen Störungen.
    Der Gesunde hat diese Lungenstörung nicht, er reagiert noch sensibel auf zuviel CO2 - also wenn er nicht genug CO2 abatmet (Luft anhält), dann steigt im Hirn das Signal zur Atmung.

    Es ist in Wirklichkeit natürlich noch etwas komplexer:P

    Gruß HS
     
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