Wie gehe ich mit dem Leid der Patienten um?

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Innere Medizin" wurde erstellt von yosengy, 06.02.2004.

  1. yosengy

    yosengy Newbie

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    Alles Fachliche lernt man in der Schule und im Berufsleben aber was ist mit den Erfahrungen die man im Zwischenmenschlich berreich sammelt?
    Da wir nunmal oft mit Kummer und Leid zu tun haben würde mich mal interessieren wie geht ihr damit um?
    Es ist doch so das man dieses Thema oft nicht ansprechen kann und doch muss man doch mal einen Ort schaffen an dem man sowas loswerden kann oder sich austauscht.
    Hoffe ihr versteht was ich meine kann es nicht besser formulieren

    Yo
     
  2. Ente

    Ente Junior-Mitglied

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    Hallo!
    Ich habe erst am 1.9.03 angefangen und war bisher nur in der Altersneuropsychiatrie. Dort ist das Leid schon sehr groß gewesen. In der ersten Zeit kam ich oft bedrückt nach Hause. Aber ich denke,man darf es nicht zu sehr an sich ranlassen. Ich versuche den Pat. im Dienst so gut es geht zu helfen u. ihnen wenigstens etwas Ablenkung und Freude zu bereiten. War auf dieser Station nicht immer möglich. Mir tuen die Leute aber trotzdem oft leid und ich denke auch nach Dienstschluss über sie nach. Trotzdem wussten wir ja, was auf uns zukommt, als wir dieses Beruf gewählt haben u. irgendwie muss man einen Strich ziehen können, zw. dem Krankenhaus und unserem Privatleben.
    Wie gehst du denn damit um? Mir hilft es auch, mit anderen mal drüber zu sprechen. Gerade mit Leuten, die auch in der Ausbildung stecken, die das besser verstehen können. Man kann seine Erfahrungen austauschen und lernt ja auch dazu.
     
  3. merle21

    merle21 Junior-Mitglied

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    Moin,
    manchmal ist es trotzdem schwer mit dem Leid umzugehen. Wenn mir keiner ehrlich helfen kann, dann geh ich,und ich weiß das klingt jetzt komisch,einfach mal joggen oder mache Sport. Das hilft mir manchmal, mich selber auch einfach zu spüren, und die Sache dann mit mir selbst zu klären.
    :weissnix:
    Aber sonst denke ich reden ist das Beste, aber auch nicht immer leicht. Man will ja auch niemanden belasten. Auf einer neurologischen Station hatten wir eine Supervision gemacht, mit einem Pfarrer und einer Psychologin. Im übrigen sind (zumindest in meinem Haus) der Seelsorger und die Psychologin auch fürs Personal da und einfach super!
    Einmal habe ich mitbekommen, wie eine Pflegerin sich zum Pat. setzte und ihm sagte, dass ihr sein Schiksal sehr nahe ginge. Der PAt. hat sich darauf hin bedankt und meinte (er selbst hat nie über sein Schicksal und wie es ihn belastet geredet). Er nahm das zum Anlass mit Ihr und dem Team zu reden. Die beiden haben recht lange geredet und er zeigte sich danach sehr erleichtert und die Schwester ebenfalls. Lange hatten wir über seine Situation im Team besprochen und immer wieder war es Thema, da es für uns so belastend war. Es nahm ein positives Ende,denn der Patient war dankbar für die Offenheit (das war ehrlich) und konnte sich so auch damit auseinader setzten. Das ist sicherlich nicht immer der WEG, aber vielleicht doch eine Option.!
    Lg
     
  4. catweazle

    catweazle Poweruser

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    Ich bin recht robust. Aber manchmal ist es auch für mich nicht einfach.
    Wie gehe ich womit um?

    Das meiste mache ich mit mir selbst aus...
    Wir hatten im Laufe der Ausbildung ein ziemlich gutes Seminar zu Sterben und Tod, das war eine gute Grundlage.
    Ansonsten: Ich habe ein verdammt gutes Team, und wir stützen uns gegenseitig und tauschen uns aus.

    Und gegen Ärger hilft abreagieren (Musik, Sport etc.)
    Und wenn alle Stricke reißen, tröstet mich meine Frau :-)
     
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