Wie erleben demente Patienten endoskopische Untersuchungen?

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von hartwig, 01.04.2009.

  1. hartwig

    hartwig Stammgast

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    Moin, moin!

    Unsere Patienten werden immer älter und damit steigt auch die Zahl der älteren bzw dementen Patienten, die endoskopisch untersucht werden. Gerade für einen dementen Menschen scheint eine endoskopische Untersuchung, die ohne Anästhesie durchgeführt wird, besonders belastend zu sein.
    Leider gibt es kaum Untersuchungen über die Frage, wie diese Patienten eine solche Untersuchung erleben. Auch die Frage, ob solche Patienten eine besodere pflegerische Betreuung undVorbereitung benötigen und wie diese gegebenenfalls zu gestallten ist, ist nicht untersucht.
    Welche Erfahrung habt ihr mit dementen Patienten nach einer endoskopischen Unteruschung ohne Anästhesie gemacht? Sind euch irgendwelche kurzfristigen oder auch längerfristigen Änderungen im Verhalten aufgefallen? Wenn ja, wie hat sich das konkret dargestellt (z.B. in Bezug auf grösser Unruhe, verstärkte Abwehrreaktionen bei pflegerischen Massnahmen, verstärkte Ängstlichkeit, Weinen, usw)? Welche Beobachtungen habt ihr gemacht?

    Gruss Hartwig
     
  2. Pascal84

    Pascal84 Junior-Mitglied

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    Blöde Frage aber hast du schon einmal mit dem entsprechenden Arzt geredet warum er/sie die Untersuchung ohne Sedativa durchführt ?
    Bei uns im Krankenhaus bekommen Demente Patienten(wie auch fast alle anderen Patienten) immer Propofol.

    Grüße
     
  3. hartwig

    hartwig Stammgast

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    Moin!

    Dieses Medikament darf in Frankreich nur von Anästhesisten oder Anästhesiepflegepersonal verabreicht werden, aber nicht von Gastroenterologen! Wie bei jeder Anästhesie üblich führt hier der Anästesist vorher ein Ausklärungsgespräch inkl. Untersuchung. Die ganze Aktion ist also relativ kostspielig. Daher wird bei problemlosen Fällen gerne darauf verzichtet, denn Anästhesie bedeutet für die Patienten einen Tag Krankenhausaufenthalt, im Gegensatz dazu ist bei einer Gastroskopie ohne Anästhesie nach 5 Minuten alles vorbei und die Leute gehe wieder. In der Regel ziehen sie diese Variante vor. Bei dementen Personen wird in der Regel eine Anästhesie durchgeführt, manchmal aber eben aus verschiedenen Gründen aber auch nicht und dann beobachtet man gelegentlich bei der Rückkehr auf Station auffällige Verhaltensänderungen. Um diese Beobachtungen ging es mir.


    Gruss Hartwig
     
  4. Schwester Sonja

    Schwester Sonja Senior-Mitglied

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    Auch bei uns wird vor der Endo, Broncho, ... z. B. Dormicum gegeben.:freakjoint:

    Vor Allem bei dementen Patienten, die sich verbal nicht korrekt ausdrücken können in einer Stress-Situation tut das wohl Not.

    Finde es fast eine Quälerei bei "vollem" Bewußtsien", ganz egal, wie die Umwelt wahrgenommen wird. Schmerz und Atemnot, sowie Schamgefühl gerade bei älteren Ladies darf nicht sein.

    Gib das mal dem Gatroenterologen weiter.
     
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