Werde ich trotz Morbus Scheuermann zur Ausbildung zugelassen?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von MichiLein, 05.08.2010.

  1. MichiLein

    MichiLein Newbie

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    hallo ihr :-)

    sorry, ich habe kein thema gefunden dass passt ;)
    also ich werde nächstes jahr meine ausbildung zur gesundheits- und kinderkrankenschwester anfangen. davor wird man ja immer ärztlich untersucht. ich habe morbus scheuermann (fehlhaltung der wirbelsäule). kann es sein dass ich nicht zur ausbildung zugelassen werde wenn der arzt erfährt dass ich rückenprobleme habe? eigentlich hab ich keine starken schmerzen, ab und zu merke ich es jedoch.

    liebe grüße
     
  2. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Bei Morbus Scheuermann halte ich eine Ablehnung für möglich. Dies liegt aber im Ermessen des Betriebsarztes.
     
  3. MoonKid

    MoonKid Stammgast

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    Ein Betriebsarzt der deswegen keine Zulassung erteilt, ist orthopädisch inkompetent! ;)

    Hab selber Morbus Scheuermann und hatte sogar bereits dadurch einen Bandscheibenvorfall, der operativ behandelt werden musste. Habe auch schon des öfteren meinen AG gewechselt, bisher hat keiner der Betriebsärzte im Morbus S. ein Problem gesehen.

    Im Zweifelsfall lässt sich das durch die nächsthöchste Instanz (Amtsarzt? Gericht?) klären.
     
  4. MichiLein

    MichiLein Newbie

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    mein ordophäde meinte, dass man jetzt nichtmehr viel machen kann, da ich ja fast ausgewachsen bin. ich muss eben selber darauf achten, dass ich übungen mache um keine/wenige schmerzen zu haben. wie gesagt, ich habe keine starken schmerzen damit und es belastet mich auch nicht wirklich.

    aber die chance dass ich nicht zugelassen werde besteht?
     
  5. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Diese Gefahr besteht theoretisch bei allen Erkrankungen der Wirbelsäule.

    Wage einen Versuch! Was hast du denn zu verlieren?
     
  6. MichiLein

    MichiLein Newbie

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    klar versuchen werd ich es auf jedenfall :-)
    aber blöd wäre es wenn sie mich nicht nehmen würden.
    dann steh ich 3 monate vor ausbildungsbeginn da ohne was =/
     
  7. kruemel85

    kruemel85 Junior-Mitglied

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    Hi MichiLein,

    ich habe selber einen Morbus Scheuermann, als ich bei meinem Betriebsarzt war fragte er mich nur ob ich Schmerzen in der Wirbelsäule habe oder nicht. Ich meinte bloß das ich nur ab und zu Schmerzen verspüre aber auch regelmäíg was für meine Rückenmuskulatur mache (Rückengymnastik, Krafttraining im Fitnessstudio), war für ihn eigentlich kein Problem. Eine Klassenkameradin hatte eine sehr viel schlimmer aussgeprägte Form des Morbus S. und auch sie wurde eingestellt. Ich hab noch zusätzlich ne andere Freundin, bei der der Morbus S. sehr stark ausgeprägt ist, die wurde in ihrer Klinik letztendlich dann doch zugelassen, hatte aber ziemliche Probleme um das durch zu bekommen, hat übrigens Kinderkrankenschwester gelernt. Ich denke das kommt auch auf Deinen Betriebsarzt an, aber meistens lassen sie einen schon durch mit Morbus S. wenn es nicht zu extremst ausgebildet ist.

    Auch mein Fitnesstrainer meinte das haben so viele Leute, zumindest kommen zu ihm ganz viele mit dem Beschwerdenild, da ließe sich mit gezieltem Muskelaufbau schon viel machen.

    Und Rückenschmerzen sind leider ein Volksleiden und wenn sie da jeden aus der Pflege aussortieren würden mit Rückenproblemen, wie viel würden da noch übrig bleiben?

    Wünsch Dir viel Glück und drück Dir ganz fest die Daumen dass es klappt!
     
  8. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Ich möchte eigentlich nicht als Miesmacher dastehen.
    Ich lernte damals Krankenpflege und hatte zwar keinen M. Scheuermann, aber der Betriebsarzt hatte damals schon Bedenken, wegen einer Fehlstellung der Wirbelsäule.
    Daß, was ihr hier so schreibt, hätte vor 20-30 Jahren von mir sein können. Ich bin noch immer in dem Beruf. Aber mittlerweile frage ich mich wieviel mehr Lebensqualität ich in einem anderen Beruf erreicht hätte.
    Es ist nicht so, daß ich meinen Job nicht tue oder nicht mag. Es ist jedoch übel, wenn man nach dem Dienst und im Frei erstmal schauen muß, daß man seine "Knochen" wieder sortiert bekommt,- trotz Sport.-
    Die Probleme mit so einer Fehlstellung hat man in jungen Jahren nicht, aber ich gebe mal zu bedenken, daß der Eintritt in das Rentenalter für die jungen Menschen immer weiter nach hinten rückt und daß das eine sehr lange Zeit sein kann, in denen man mit den Rückenproblemem zurecht kommen muß. Das kann ziemlich behinderlich werden.
    Die Tendenz in den Jahren war eher so, daß immer mehr Patienten von immer weniger Pflegepersonal versorgt werden müssen. Ich frag mal in die Runde, wieviel der technischen Dinge, die einen das Heben erleichtern sollen in den Kliniken im ausreichenden Maß vorhanden sind,-( oder sollte es so sein, daß nur ich immer die Kliniken erwischt habe, die solche Dinge nicht zur Verfügung stellen.)
    Kinäesthetik, Rückenschule,- usw.- alles feine Dinge,- und hilfreich-, prima!
    Ich möchte aber nicht nachzählen müssen, wie oft ich im Dienst ( vor allem in den Nachtdiensten) mit tobenden und wehrigen Patienten alleine dastand um diese zu lagern, umzuziehen und deren Pampers zu wechseln, und wie oft nicht einmal das Bett in dem die lagen geeignet war überhaupt jemanden zu pflegen, weil es nicht ausgetauscht oder zur Reparatur gegeben wurde.- ( daran kann man dann nachts auch nicht mal eben schnell etwas -ändern, bezüglich in ein anderes Bett umlagern. )
    Nach solchen Aktionen laufe ich tagelang wie auf Messern und benutze die freien Tage zum sortieren meiner Knochen und um wieder auf die Beine zu kommen.
    Wie lange soll der Beruf ausgeübt werden, den ihr erlernen möchtet?
    Liebe Grüße Fearn
     
  9. Syusuke

    Syusuke Junior-Mitglied

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    Ich denke auch, dass Du Dir eher ueberlegen solltest, inwiefern das in Zukunft fuer Deinen Ruecken gut ist. Ich kenn mich leider ueber Morbus Scheuermann noch kaum aus, aber ich kann mir vorstellen, dass dieser Job in Verbindung mit der Krankheit fuer Deinen Koerper nicht gerade gesund ist. Ist natuerlich ein Bloedsinn, Dir das zu erzaehlen, wenn Du diesen Job so gerne machen moechtest. Ich mein nur, dass ich mir Sorgen machen wuerde...
     
  10. MichiLein

    MichiLein Newbie

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    klar mach ich mir auch gedanken darüber. aber ich hab mich dazu entschlossen die 3 jahre durchzustehn. danach möchte ich ja eigentlich auf die säuglings- oder frühchenstation, da wird das dann kein problem mehr sein ;) und momentan hab ich so starke schmerzen ja nochnicht, das würde dann in 30 jahren oder so kommen.
     
  11. NaNi123

    NaNi123 Newbie

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    Habe selbst 3 mit Morbus Scheuermann in der Klasse, und die haben mir erzählt, das nur ein oder zwei Universitätskliniken nicht annehmen. Also probieren (Zumindest im Raum sachsen-anhalt sollte es kein Problem sein)
     
  12. MaryMe

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    Hallo.

    Hab über die Suche diesen alten Thread gefunden, der genau zu der aktuellen Thematik einer Freundin von mir passt. Sie hat ebenfalls Morbus Scheuermann und hat nun vergleichbare Ängste. In diesem Thread schien ja im allgemeinen die Meinung noch recht positiv zu sein, wenn man mal von den möglichen Langzeitfolgen, an die ich sie definitiv nochmal erinnern werde, einmal absieht. Weiß jemand, ob die Situation immer noch so ist, dass man im Regelfall mit Scheuermann bei der ärztlichen Untersuchung keine Probleme bekommt?

    Liebe Grüße
    Hat jemand zufällig direkte Erfahrung mit den Folgen einer starken Langzeitbelastung bei dieser Krankheit?
     
  13. MoonKid

    MoonKid Stammgast

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    Ganz einfach, den M.Scheuermann bei der Einstellungsuntersuchung nicht angeben. Ist nicht notwendig, sieht man auch nicht. Evtl. Narben von Bandscheiben-OP war halt einfach ein Bandscheibenvorfall - mehr nicht. Viele Kollegen laufen mit sowas auf Station rum. :D

    Grundsätzlich besteht keine erhöhte Belastung oder Risiko eines Bandscheibenvorfalls durch M.Scheuermann in der Pflege (eigenen Meinung und Erfahrung). Bürojobs sind viel beschi.... für den Rücken, weil die Haltung an sich noch unphysiologischer ist und fast nicht geändert wird. Pflege hat diesbezüglich mehr zu bieten.
    Mit einem M.S. sollte man schon den ein oder anderen Physiotherapeuten gesehen haben, damit man rückenschohnendes Arbeiten wirklich versteht und Übungen zur Stabilisierung der eigenen Muskulatur und Wirbelsäule bekommt.

    Aber mal anders und unabhängig vom M.S.: Such dir nen anderen Job! Was der Pflegeberuf dir am Rücken nicht kaputt macht, tut er in deinem Kopf und deinem Privatleben. Pflege wird jeden gesunden Menschen kurz oder lang krank machen.
     
  14. renje

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    genau das würde ich dir auch Raten und gut isses.
     
  15. Frau_Holle

    Frau_Holle Newbie

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    Ja, denke auch, dass das der beste Weg sein wird. Gefällt mir zwar nicht ansatzweise, dass man möglicherweise zu sowas gezwungen wird, aber wenn es ihr ernsthafter Wunsch ist, dann macht sie das am besten so...
     
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