Wer hat Tipps zu einer positiven Praxisbegleitung?

Dieses Thema im Forum "Ausbildung in der Altenpflege und Altenpflegehilfe" wurde erstellt von witta, 11.05.2011.

  1. witta

    witta Newbie

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    Hallo zusammen!
    Ich bin neu hier und in der Ausbildung zum Altenpflegehelfer!

    Ich habe so mein Problem mit der Praxisbegleitung, die bei uns immer benotet wird.
    Ich hatte bis jetzt drei davon und fühl mich nach der dritten ziemlich mies, da ich sie richtig verhauen hab. Wenn ich die Patienten versorge klappt immer alles wunderbar, aber in der Praxisbegleitung funktioniert es einfach nicht.

    Nun nächste Woche habe ich die vierte Begleitung und da ich eine 3, eine 2- hatte und in der dritten mit einer 4 total versagt habe, krieg ich jetzt das flattern, ich hab echt Angst dass ich es wieder versemmle.

    Habt ihr vielleicht ein paar Tipps wie ich konzentrierter und strukturierter arbeiten kann auch wenn der Lehrer hinten dran steht? Denn das ist mein größtes Problem wenn mir jemand über die Schulter schaut! Zudem hatte ich bei der letzten Begleitung eine sehr schwierige alte Dame die es mir zusätzlich durch ihre recht verwirrenden Äußerungen schwer gemacht hat, obwohl sie eigentlich geistig Fit war. Auch den Ablauf den ich geplant hatte, lief schief, weil bei der Übergabe auch schon an Information fehlte und ich das beim betreten des Zimmers feststellen musste, wie z.B. der Katheder, da ich die Kathederpflege mit geplant hatte, hm und dann war der weg und von dem Moment an liefs irgendwie aus dem Ruder. Die Patientin hat ihren Fehler auch bemerkt und hat sich nach der Praxisbegleitung bei mir entschuldigt, aber das änderte leider nix an meiner Note.

    :( puh zitter zitter, nächsten Donnerstag bin ich wieder dran und muss unbedingt gute Arbeit leisten, sonst fang ich doch noch an, an mir zu zweifeln.
    Bin für jeden Tipp der mir weiter hilft dankbar.

    Gruß Witta
     
  2. Zappeline

    Zappeline Junior-Mitglied

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    Hallo Witta,

    meine erste Frage wäre jetzt eigentlich was denn Deine Praxisanleiter(in) zu der versemmelten Begleitung gesagt hat?
    Was hast Du im anschliessenden Reflexionsgespräch gesagt, zu der an dem Tag geistig veränderten Patientin und dazu ,daß Du in der Übergabe von einem Katheter geredet hast,der dann gar nicht da war?
    Stand das denn nicht in dr Dokumentation oder hast Du das vor Aufregung überlesen? Hast Du dich vor der Begleitung gut vorbereiten können und die Mappe mit einer ex.Kraft durchsprechen können?

    Ich war vor meinen prakt. Prüfungen auch immer sehr aufgeregt,aber da sich unsere Dozenten bei den Bewohnern/Patienten mmer sehr zurückgehalten haben und wirklich nur in einer Ecke saßen bzw.standen um mich und meine Arbeit zu beobachten,konnte ich sie ganz gut ausblenden.Ich habe einfach alles genauso gemacht wie immer.
    Nur bei der Arbeit am bzw.mit Menschen können halt immer unvorhersehbare Veränderungen eintreten,da muss man dann schon mal flexibel agieren und von der eigentlichen Planung abweichen; das muss man aber im Reflexionsgespräch fachlich begründen können.
    Aber warum hat sich die Patientin bei dir entschuldigt??Warum hat SIE Fehler gemacht??Hmm,das verstehe ich im Moment irgendwie nicht....
     
  3. witta

    witta Newbie

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    Es lag wohl an mir, das mit dem flexibel sein da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen und das krieg ich während einer Anleitung nicht so hin wie ich das möchte, vielleicht sollte ich das nächste Mal wenn wieder irgendwas ist, mich erst mal hinstellen und tief durchatmen.
    Das mit dem Katheder stand auch nicht in der Patientenkurve, denn ich hab sie mir eine halbe Stunde vorher angesehn, wahrscheinlich wurde es vergessen zu dokumentieren. Ich hab das bei der Reflexion auch gesagt, dass der Eintrag fehlt, aber das schien den Lehrer gar nicht zu interessieren.
    Unsicher war ich auch dann, als die Patientin ständig extra Wünsche hatte, sie war an dem Morgen nicht grade einfach zu Händeln und es kam dann vor dass wir beide irgendwie aneinander vorbeigeredet haben, z.B als sie meinte sie mag Butter sehr und ich sie fragte wie ich die Butter verteilen soll, ich habs so gemacht wie sie es wollte und dann wars ihr doch nicht recht und dass gefiel dem Lehrer auch nicht, zudem meinte er ich hab zu wenig kommuniziert, es hätten mehr Alltagsgespräche sein können, man ich kann mir doch nicht den Mund fusselig reden, meiner Meinung nach wars ok.
    Und irgendwie hab ich eh das Gefühl dass unser Lehrer mich nicht mag, da er meine Fingernägel auch noch bemängelt hat, obwohl sie schon kürzer sind als meine Fingerkuppe und ich deswegen ein ziemliches Missempfinden in den Fingerspitzen habe. Ich denke das Problem liegt darin dass ich halt keine 18 mehr bin sondern 48, das haben auch zwei Mitschüler schon bemerkt, denen geht es genauso, man kann dem Lehrer nichts recht machen, im allgemeinen schneiden die Jugendlichen besser ab als wir Älteren.
    Ich finde auch dass 1 Tag zum Vorbereiten zu kurz war, da ich die Frau erst einen Tag vorher kennen gelernt habe, weil ich zuvor 7 Tage am Stück frei hatte. Am vorherigen Tag saß ich dann nach meiner Schicht noch extra 2 Std. auf Station um mich mit ihr zu unterhalten und ihre Kurve durch zu sehn, geholfen hat mir keiner, da an diesem Tag sehr viel OP´s waren.
    Dieses mal hab ich zwei Tage und ich hoffe dass jemand da ist der mit mir diemal die Kurve durchgeht.
     
  4. Zappeline

    Zappeline Junior-Mitglied

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    Bei meiner Abschlussprüfung hatte ich 30 Min. Vorbereitungszeit, aber das funktioniert eigentlich auch noch...
    Suche doch mal das Gespräch mit deiner PA vielleicht kann sie dir noch ein paar Tips geben-wenn das mit dem Katheter nicht in der Kurve stand iist es nicht Dein Fehler,wenn Du das dann auch bei der Reflexion angemerkt hast.
    Kommunikation ist so ein Ding-diese Diskussion hatte ich schon mal mit meiner PA;aber ich denke,daß z.B. bei der Intimpflege die Kommunikation recht schwierig ist für den zu Pflegenden ist es egal wie eine unangenehme Situation,die man auch nicht mit belanglosem Smalltalk unbedingt füllen kann...
    Ausserdem sind manche Menschen auch redseliger als andere,das muss man immer situationsabhängig machen- ich glaube nicht,daß ich in 40 Jahren im Pflegeheim morgens um 7.00Uhr immer vollgequatscht werden möchte....
    Du kannst ja auch einmal das Gespräch mit deinem Lehrer suchen und ihn fragen wie sich deine Benotung im Detail zusammengesetzt hat.
    Im Internet gibt es auch den Prüfungsbewertungskatalog für Altenpflegehilfe aus dem ersichtlich wird,auf was alles geachtet bzw. wie sich die Punktegebung zusammensetzt.
    Ich drücke dir die Daumen für Donnerstag- und nutze die Tage zuvor um alle mit Fragen zu löchern, Kollegen,PA,WBL,Dozenten an der Schule- das erste was man mir gesagt hat ist,daß ich während der Praktika in der Hol-Schuld stehe,d.h. nicht auf Erklärungen warten,sondern alle mit meinen Fragen löchern und das in jeder möglichen Situation.
    :daumen:
     
  5. Hexe76

    Hexe76 Senior-Mitglied

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    Kopf hoch! Einen schlechten Tag darf jeder haben und nen blöden Lehrer hatten wir auch alle schon :mrgreen:
    Ich kenn das noch aus meiner Ausbildungszeit in der Altenpflege. Eigentlich war ich echt fit, aber wenn ein Lehrer hinter mir stand, war es aus....
    Das klappte erst bei der letzten Praxisanleitung - da hatte ich nen Hangover vom Vorabend (war mein Geburtstag gewesen...) und mir war es schlichtweg egal, dass da wer hinter mir stand. Ich hab meine Arbeit gemacht wie immer und tataaa - es wurde ne 2.
    Versuch zu ignorieren, dass da wer hinter Dir steht. Oder frag, ob der Lehrer sich ein wenig im Hintergrund halten könnte, weil es Dich verunsichert und Du aber gerne volle Leistung bringen möchtest.
    In der Krankenpflege wurde mir immer in den Praxisbegleitungen angeboten, dass die Lehrer mitarbeiten können, oder eben hintendran stehen. Ich hab mich grundsätzlich fürs mitarbeiten entschieden - es fiel mir leichter, den Lehrer zu integrieren, als ihn zu ignorieren....
    Vielleicht wäre das ein gangbarer Weg...?
    Oder steht der Lehrer nur hintendran und guckt Dir auf die Finger?
    Hast Du Einfluss auf die Wahl des Bewohners?
    Wenn ja, nutze es!

    Was Du über den Lehrer erzählst, solltest Du Dir selber zu Herzen nehmen. Er scheint von vornherein gegen Dich eingenommen zu sein. Also kann es egal sein, wie gut Du arbeitest - er wird was zu meckern haben. Ändere Deine "Blickrichtung" - wenn Du davon ausgehst, dass Du es ihm sowieso nicht recht machen kannst, fein! Dann arbeite eben so, dass Du es dem Bewohner UND Dir selber recht machst.... :mrgreen:
    Wie sagt meine Mutter immer so schön:
    A***sch lecken, rasieren, drei fuffzig.....
    Sorg dafür, dass es Dich nicht zu sehr vereinnahmt. Denke Dir, es sind nur ein paar Stunden Deines Lebens. Und nach dem Dienst, geh in die Stadt, gönn Dir ein Eis, nen guten Kaffee, ein Buch - whatever - und klopf Dir selber auf die Schulter. Wenn er Dich nicht lobt, dann mach das selber. Dann weißte wenigstens, dass es von Herzen kommt... :daumen:
     
  6. Jasmin W.

    Jasmin W. Newbie

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    Gesundheits- und Krankenpflegeschule
    Funktion:
    Praxisanleiterin in Freistellung
    Hallo,

    hier ein paar Tipps, die dir bei deiner nächsten Praxisbegleitung vielleicht helfen können:

    • Plane den Ablauf sorgfältig, bedenke aber, daß du mit Menschen arbeitest und deshalb auch Unvorhergesehenes passieren kann. Spiel doch einfach mal im Kopf durch, was "schief gehen" könnte und wie du dann reagieren kannst (zum Beispiel während der Praxisbegleitung noch mal Informationen von den Examinierten einholen, wenn du merkst, daß du nicht so gut Bescheid weißt oder einzelne Tätigkeiten an Kollegen abgeben, wenn man merkt, man schaffts zeitlich selbst nicht)
    • Versuch so gut es geht auszublenden, daß du beobachtet wirst, kommuniziere einfach so mit den Bewohnern, wie du es sonst auch machst, komm dir nicht blöd vor, weil die Praxisanleiterin zuhört.
    • Nimm dir zur Reflektion deiner Leistung Zeit, mach dir Notizen, wäge ab, was dir gelungen, was nicht so gelungen ist. Überlege dir Gründe dafür und was du beim nächsten Mal anders machen würdest. Versuch dich nicht schlechter zu machen, als du warst, aber zeige dich angemessen selbstkritisch. Beispiel: Anstatt zu sagen "ich habe nicht gewußt, daß die Bewohnerin keinen DK mehr hatte" vielleicht sagen "ich hätte besser vorher noch einmal in die Kurve geschaut/die Kollegen gefragt..."
    Grundsätzlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, auch deine Praxisanleiterin macht mal was falsch, das steht aber in dem Moment nicht zu Debatte und hilft im Nachgespräch auch nicht weiter (hilft aber vielleicht deiner Psyche?!)
    Da du das Gefühl hast, die jüngeren Schüler schneiden immer besser ab: Könnte es daran liegen, daß du (vielleicht unbewußt) der (jüngeren ??) Praxisanleiterin das Gefühl gibst, du nimmst sie nicht ernst ??
    Ich habe selbst schon mit älteren Azubis zu tun gehabt, die sich nicht so leicht auf ihre oft sehr jungen examinierten Mentoren oder PAs einstellen konnten.
    Aber natürlich kann es auch einfach sein, daß deine Praxisanleiterin und du einfach nicht so richtig warm miteinander werdet, kann man manchmal nichts gegen machen. Wenn du das Gefühl hast, daß eine Bewertung ungerecht ist, sag das ruhig. Aber vermeide vorwurfsvolle Du-Botschaften, sag ihr lieber "ich habe das Gefühl, daß..." oder "ich empfinde so .."
    Alter Trick, funktioniert aber gut :besserwisser:

    Viel Glück, und vergiß nicht: Wir kochen alle nur mit Wasser :wavey:
     
  7. witta

    witta Newbie

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    Vielen Dank für Eure Antworten!

    Nun hab ich alles hinter mir, neulich die Anleitung...lief besser, aber ich denk halt mal dass der Lehrer immer was findet um zu meckern.
    Das es nicht an mir lag, hat mir mein Examen nun gezeigt, bei dem ich von meiner alten Praxisanleiterin und meinem Schulleiter geprüft wurde und beide waren sich im Gespräch danach einig dass sie solche Pflegekräfte wie mich dringend brauchen. Ich weiß zwar meine Note noch nicht, gibts am Freitag, aber sie haben gemeint ich hätte alles sehr gut gemacht.
    Seitdem möchte eigentlich mein Schulleiter dass ich die dreijährige Altenpflege mache, hat mir den Schulplatz zugesichert und mir dabei geholfen einen Praktikumsplatz im Altenheim zu bekommen.
    Nur leider hab ich ein finanzielles Problem die Ausbildung zu machen und von der Agentur für Arbeit hab ich auf meine Anfragen und Anträge auf Unterstützung nur Absagen bekommen.
    Ich hab allerdings nicht locker gelassen und ans Ministerium für Arbeit und Soziales geschrieben und auch Antwort bekommen dass mein Fall geprüft wird. Noch eine Nachricht an das Arbeitsamt, mit dem Resultat dass ich erneut eingeladen wurde und man mir sagte dass ich einen psychologischen Test machen müsste (um wahrscheinlich meine Eignung für die Altenpflege zu testen^^).
    Hm jetzt stellt sich mir die Frage, lassen sie mich absichtlich durchfallen damit sie nix zahlen müssen? Und was mach ich dann, die Ausbildung trotzdem durchziehn und mich hoch verschulden, weil der Ausbildungslohn hinten und vorne nicht reicht, um die ganzen Kosten die auf mich zu kommen zu decken.
    Hat jemand von Euch schon mal so einen Test gemacht? Hab echt Angst dass ich da durchfall!

    Gruß Witta
     
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