Wer hat Erfahrungen mit Servicekräften?

Dieses Thema im Forum "Tätigkeitsberichte" wurde erstellt von aquarius2, 27.09.2011.

  1. aquarius2

    aquarius2 Poweruser

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    Hallo, wer von euch hat Erfahrungen mir Servicekräften, wie werden sie eingesetzt ist das für euch/eure Abteilung hilfreich?
    Arbeiten sie am Patienten?
     
  2. narde2003

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    Hallo,

    ich habe eigentlich nur positive Erfahrungen mit Servicekräften.

    Aufgaben sind unterschiedlich, was interessiert dich besonders?

    Vom verteilen des Essens bis hin zum Auffüllen und Desinfektion des Patientennahen Umfelds kenne ich eigentlich alles.

    Wir haben in einem Bereich sogar HoFa's die sehr gut angenommen werden.

    lg
    Narde
     
  3. Nina89

    Nina89 Stammgast

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    Hallo narde

    Ich habe das Arbeiten mit Servicekräften auf Station als sehr angenehm empfunden.

    Aufgaben können so aussehen:

    Getränke und Essen verteilen (inkl. Schneiden helfen) sowie Essensbestellung (dabei klare vorgefertigte Liste vom Pflegepersonal, wer nüchtern bleiben muss, welche Einschränkungen zB Diabetes oder Kostaufbau bestehen)

    Wäschebestellung für die Station und Verräumen der bis zum Stationseingang gelieferten Wäsche

    "Bettenrunde" - Betten frisch beziehen wo nötig bei mobilen Patienten, die es aber nicht selbst können, Betten aufchütteln

    Zimmerpflege - welke Blumen entsorgen, alte Zeitschriften austauschen, Pflegeschränke in den Zimmern auffüllen

    Telefone für neue Patieten anmelden, wenn keine Angehörigen da und Patient es nicht selber kann Kleiderschrank einräumen, Taschen zur Entlassung Packen und Zimmer für die nächste Aufnahme herrichten


    Ganz klar für mich, dass ständig eine gute Kommunikation zwischen dem Pflegepersonal und den Servicekräften bestehen muss, man muss sich aufeinander verlassen können und im Team arbeiten. Dabei ist die Servicekraft dem Pflegepersonal nicht unterstellt.
    Wenn die Servicekraft einmal nicht mit ihrer Zeit hinkommt, hilft man sich, im Gegenteil habe ich es so erlebt, dass wenn bei der Pflege mal die Zeit fehlt auch noch andere Aufgaben wie Botengänge oder Sitzwachen bei unruhigen Patieten oder andere "Praktikantenaufgaben" gerne übernommen werden.

    Die Servicekräfte bekommen ihre Stelle aus dem Stellenplan der Pflege, auf manchen Stationen übernimmt die Pflege um den Stellenschlüssel zu halten dann ärztliche Aufgaben wie Blutabnahmen, Verbandswechsel, Entfernen von Drainagen etc.
     
  4. aquarius2

    aquarius2 Poweruser

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    Tja, meine Eindrücke sind gemischt und nicht wirklich positiv. Sicher ist das nicht unbedingt ihr Fehler, sie müssen eben auch fehlendes Pflegepersonal ersetzen und einige haben schon mit sich viel zu tun.
    Das einzig blöde ist, in der Führungsetage werden die Köpfe gezählt und nicht darauf geachtet, wer welche Ausbildung und Erfahrung hat.
     
  5. pflegekraft87

    pflegekraft87 Stammgast

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    also ich hab bisher meistens gute erfahrungen mit servicekräften gemacht.
    wir haben eine die früher blumenverkäuferin war, bei uns erst die hilfstätigkeiten wie z.b. pflegearbeitsraum, essen verteilen, nachttische putzen etc. übernommen hat.allerdings hat sie sich immer weiter entwickelt bis sie irgendwann auch in der pflege tätig war.dass heisst körperpflege,blutdruck oder bz messen,fraxi spritzen usw.schlussendlich wurde sie wie eine krankenpflegehelferin bezahlt ohne je eine ausbildung oder einen kurs besucht zu haben.sie hat alles von uns examinierten gelernt. man kann das ganze so und so sehen,einerseits freut sich natürlich die pdl über eine breit einsetzbare, günstige arbeitskraft, auf der anderen seite macht man ja nich umsonst ne mindestens 1 jährige ausbildung bevor man auf die menschheit losgelassen wird,aber bisher hat alles immer gut funktioniert...:klatschspring:
     
  6. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Habt ihr die Aufgaben definiert, die von den Servicekräften durchgeführt werden sollen?
    Bei uns haben die Stellenbeschreibungen und werden auch entsprechend eingearbeitet, das erspart viel Reibung und Missverständnis.

    Die gute Servicekraft, wenn im Urlaub wird in der Regel mehr vermisst als die Stationsleitung.
     
  7. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Meine Erfahrung erschöpft sich darin, daß unsere Servicekräfte zunächst wochenlang praktisch nicht vorhanden waren, weil sich von 50 Servicekräften für die Klinik nach der Umstrukturierung bis auf 6 alle krank gemeldet hatten.
    Dann haben etliche davon gekündigt und zu Guter letzt hab ich von denen noch nicht mehr gehört, als das alles was in deren Aufgabenbereich fiel "zuviel "Arbeit war, obwohl die Arbeiten sonst vom Pflegepersonal neben der Pflege geleistet wurden.
    Die Plnstellen wurden aber leider dafür abgezogen und ersatzlos gestrichen.
    Daß das irgendeine Hilfe gewesen sein könnte, war leider nicht zu spüren, das Gegenteil war der fFall.

    Zu deren Aufgaben zählte das Austeilen und Einsammeln der Mahlzeiten und das Kaffee kochen für die Patienten, das Erfragen der Essenswünsche, sowie das Auswaschen und Beziehen der Betten, ect.

    Zum Zeitpunkt ist das mit denen so geendet, daß wir die abgezogenen Stellen wieder zurückerhalten haben, und die Servicekräfte bei uns nicht mehr gesehen wurden.
    Das Essen austeilen dauerte zu lange. Die Patienten beklagten sich wegen des rüden Umgangstons, und die Abteilungen, die dann einmal mit einer anwesenden Servicekraft arbeiteten brachten mangelnde Motivation und das Arbeitstempo in die Besprechungen darüber ein.

    Ich selbst habe in den 2 Monaten 2 mal die Servicekraft unserer Abteilung erlebt.
    Den Rest der Zeit bekam ich wegen der Ausfälle keine Servicekraft zu Gesicht.
    Zugegebenermaßen ist der Essenswagen wie er geliefert wird eine Katastrophe. die die Pflege aber mit etwas System beim Austeilen in 30 Minuten bewältigt bekommt.

    Die meißte Arbeit erschöpfte sich darin, daß die Essenswünsche der Patienten aufgenommen wurde, eine Aufgabe, die vorher von der Pflege ebenfalls "nebenher " geleistet wurde. Letztlich war im Ergebnis der Getränkewunsch jedes Patienten falsch oder nicht erfragt worden, sodaß man beim Austeilen für jedes Tablett 2 mal in das Zimmer hinein mußte, was eher behinderte als eine Hilfe war.

    Eine andere Servciegruppe ist zuständig für das Betten auswaschen, nachdem die Bettenzentrale abgeschafft wurde. und auch hier sieht das leider so aus, daß bei 10-15 Entlassungen 90 % der Betten von der Pflege ausgewaschen werden müssen.
    a.) weil das Servicepersonal, daß Betten auswäscht nicht zu den Zeitpunkt erscheint, an dem man die Entlaßbetten für die neuen Patienten, die damit ins Op müssen vorhanden sind, und B.)wenn das Servicepersonal auf die Station kommt, dann hört man zu 90 % ;
    " Ich mache nur 1 oder 2 Betten pro Station."

    Somit fiel auch diese Arbeit trotz abgegebener Planstellen ebenfalls an die Pflege zurück.
    Im Ergebnis müssen die 2 Schwestern die noch im Dienst sind, weil die Planstellen an "Servicepersonal" verteilt wurden die übrigen 8-13 Betten neben den Pflegeaufgaben alleine auswaschen und kann nicht sagen: Ich wasche nur 1-2 Betten aus und beziehe diese."

    Schade, daß ich keine besseren Erfahrungen damit berichten kann.
    Die Servicekräfte bringen in der jetztigen Konstellation leider überhaupt nichts, weil die abgezogenen Planstellen der Pflege dadruch nicht zu ersetzen sind.
    Im Gegenteil, das Arbeitspensum für das Pflegepersonal hat sich damit vervielfächt.
    (schade, das hörte sich eigentlich sehr positiv an, als das eingerichtet wurde, und wäre sicherlich für ungelernte Arbeitskräfte eine Chance auf dem Arbeitsmarkt gewesen.)

    Liebe Grüße Fearn
     
  8. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Der grosse Teil unserer Servicekräfte läuft nicht auf das Budget der Pflegeplanstellen wie z.B. Bettenaufbereitung.
    Bettenaufbereitung war bei uns noch nie Aufgabe der Pflege.

    Schade, dass du so schlechte Erfahrungen gemacht hast, ich möchte die Servicekräfte nicht missen.
     
  9. aquarius2

    aquarius2 Poweruser

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    @Fearn@ Ich habe ähnlich schlechte Erfahrungen, die das Essen austeilen zu lassen, vergiß es. Sie stellen es hin, der Patient liegt mit dem Rücken zum Nachttisch und dann gehen die einfach raus, als die betreffende Pflegekraft endlich mal Zeit für diesen Patienten hatte, war das Essen kalt, sie musste ihn lagern und betten, hätte diese Kraft auch gekonnt, aber sie wollte eben nicht am Patienten arbeiten...:x
    Eine andere Kraft gibt einem Patienten trotz NÜCHTERN Schild das Mittagessen vom Nachbarpatienten, der eigentlich dringen essen sollte nach Insulingabe...:x
    Sollen sie beim Betten helfen, sind sie auch nach mehrfacher Anleitung nicht in der Lage, den Patienten so zu halten, dass man betten kann und das der Patient sich sicher fühlt.
    Sollen sie auffüllen oder Plätze herrichten, dann fehlt hinterher immer was. Außerdem hängt so manche Servicekraft am Telefon und bekommt teilweise Besuch von Freunden und Verwandten.:wut:
    Meine Chefin sagte mal, geh ihr hinterher und kontrolliere sie, sprich sie sofort auf ihr Verhalten an, aber wann soll ich meine Patienten versorgen? Ich hatte die Frau zwei Tage neben mir laufen und habe ihr auch versucht, was beizubringen, aber ich bin immer abgeblockt worden. Ende vom Lied, diese Servicekraft rannte zur PDL und beschwerte sich über mich, ich durfte zum Gespäch antreten, aber glücklicherweise klärte sich das schnell und meine Chefin beschloß, auf so eine Servicekraft zu verzichten, da sich inzwischen alle auch Patienten und Besucher über die Servicekräfte beschwerten.
    Dann erst beschloss man, ihnen eine Schulung für den Umgang am Patientenbett zu geben, da taten sich echt Abgründe auf, aber mal ehrlich, wer meldet sich für einen 40 Stunden Job, der mit weit weniger als 1000 € bezahlt wird?
    Wir haben einen Stationsassistenten, der war erst Zivi und der ist richtig gut, hat seine Arbeit im Griff und ist dabei immer freundlich und gut gelaunt.
    Auch die FSJ Kräfte sind meistens eher in der Lage diese Hilfstätigkeiten zu machen, aber die machen das eben nur ein Jahr.
     
  10. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Ich hatte mich eigentlich auch darüber gefreut, daß diese Aufgaben alle "umgeschichtet " werden sollten.
    Die Planstellen sind tatsächlich alle dafür abgezogen worden.
    Schade, eigentlich, daß das in der Praxis so ein Ergebnis gegeben hat.

    Vielleicht wird da ja nocheinmal etwas nachgebessert und an der Motivation positiv gearbeitet.
    Man müßte die Gründe natürlich ersteinmal nachvollziehen können, warum das so schief gelaufen ist, und wo das genau hakt.

    Wir haben beim Austeilen immer geholfen, damit man zb. Patienten die gefüttert werden mußten oder nüchtern bleiben mußten immer
    gleich nochmals aussortieren konnte.

    Eines der Probleme war zb. der Essenswagen, wie der angeliefert wurde.
    Darin befanden sich gut 50-60 unsortierte Essenstabletts die in 2 Reihen hintereinander einsortiert waren.
    Das Austeilen entpuppt sich als "Memoryspiel",- und ist wirklich eine Tortur. Wenn man dann noch die
    Getränke nicht richtig erfragt hat, dann rennt man auch noch doppelt wild durcheinander zu jedem Patienten.
    Einen solch großen Nonsens hab ich selten gesehen.-
    Auch nachdem wir zig mal die Reihenfolge gemailt haben, wie die Tabletts nach den Zimmernummern
    einsortiert werden sollen hat sich da noch nichts geändert.

    Man kann also den Wagen zentral irgendwo hinstellen und dann wie ein wildgewordenes Huhn für 50 Patienten und
    12 Angehörige ( Elternteile) wüst durcheinander austeilen und sich die Füße dabei wund laufen,
    oder man nimmt sich einen oder zwei Wagen und einer sucht die Tabletts Zimmerweise zusammen. ( Das schafft man dann
    in 30-Minuten.). Mit dem wild umherrennen dauert das Austeilen 2 Stunden.

    Ich hab nicht begriffen, wie man so wüst von A nach B und wieder zurückrennen kann mit den Tabletts ohne sich
    dafür ein System einfallen zu lassen.
    Das hab ich mir die erste Woche angesehen und beschlossen: SO teile ich kein Essen aus, auch nicht mit 4 Schwestern
    und die der Servicekraft helfen müssen.
    Das kann ja nicht sein, daß man dieses System der Servicekraft arbeitet und daß man sich derart behindert.
    Wo ist die Servicekraft dann eine Hilfe für die Schwestern, die denselben Wagen wenn die Servicekraft fehlt in 20-30 Minuten
    ausgeteilt hat?

    denn man weiß nicht, in welchem Zimmer der andere schon gewesen ist und ob da etwas fehlt und muß schlußendlich
    nochmals durch alle Zimmer laufen um diesen Nonsens zu kontrollieren, den man da zusammengearbeitet hat.

    Die bestanden aber auf diese Arbeitsweise und das hat sich erst geändert, nachdem ich mich gesagt habe:
    " Unter diesen Umständen mußt Du das dann alleine austeilen. Ich lauf mir doch nicht die Füße platt und verplempere
    im Frühdienst 4 Stunden für das Frühstück und Mittagessen austeilen."
    Als ich diese Arbeit dann ignoriert habe, da kam erst die Bereitschaft in den Irrsinn ein System hereinzubringen und sich
    umzusortieren.
    Ich glaube, das SOLLTE einfach unbedingt so lange dauern, und daß kein Interesse bestand das umzuorganisieren.

    Das ist dann der Moment bei dem ich stinkig werde, wenn sich jemand an EINER Arbeit hochzieht, damit er keine
    andere mehr anfassen muß.

    Ich hoffe ja immer noch, daß die dieses Memoryspiel irgendwann beenden. In den letzten 2 Monaten hat das leider noch
    nicht funktioniert, egal wie oft man das reklamierte.

    Die Servicekräfte, die früher ausschließlich die Essenswünsche erfragt haben, sind nun so eingeteilt, daß sie für
    eine Etage zuständig sind, die ca 80 Betten umfaßt. Und die haben dann ganz einfach auf diese Art KEINE Zeit mehr
    für das Austeilen, und können dann weiterhin ausschließlich das Essen erfragen, wenn das zeitlich nicht geschafft wird.
    Das soll also überhaupt nicht funktionieren, oder?



    liebe Grüße fearn
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ist dies in den Aufgaben der Servicekraft konkret verankert? Ist sie für diese Tätigkeiten ausgebildet worden? Wer hat sich von ihren Fähigkeiten im Bereich Grundpflege überzeugt? Wird die Übernahem dieser Tätigkeit durch die Servicekraft von allen exam. Fachkräften erwartet? Muss sie immer selbst betten und lagern oder ist das abhängig vom sonstigen Arbeitsanfall bei den Fachkräften- meint: wenn zeit dann macht GuK es selbst.

    Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch wieder heraus. Ich habe ebenfalls nur positive Erfahrungen gemacht mit Servicekräften. Diese haben eine detaillierte Arbeitsplatzbeschreibung gehabt und haben auch nur diese Tätigkeiten übernommen. Es gab sogar welche, die jegliche weitere Aufgabe- wie das eigenständige lagern und betten von Pat.- verweigert haben.

    Elisabeth
     
  12. aquarius2

    aquarius2 Poweruser

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    Inzwischen bekommen die Servicekräfte einen Einführungskurs in dem sie lernen, was sie dürfen und was nicht und wie sie die Tätigkeiten ausüben, auch Pflege. Leider sind einige der Servicekräfte bis zu 14 Tage krank gewesen... Kommen sie auf eine Abteilung werden sie einem Mitarbeiter in der Schicht zugeordnet der ist ihr Ansprechpartner und Mentor. Gibts Probleme tauschen sich die Mentoren mit der Servicekraft aus, ändert sich nichts, dann geht die Servicekraft entweder auf eine andere Abteilung oder ganz.
    Sie wissen, dass wir das letzte Wort haben und entscheiden was sie auf unserer Abteilung zu tun haben. Die ersten Kräfte wurden einfach so reingeschmissen und das war für beide Seiten unbefriedigend.
    Auf Intensiv können sie beim Betten helfen, aber einge sind da echt keine Hilfe. Sie bereiten Plätze vor, füllen auf und das mehr schlecht als recht. Glücklicherweise haben wir einen Stationsassistenten und nur wenn der Urlaub hat oder krank ist eine Servicekraft. Ansonsten organisieren wir das alles immer anders und teilen die Aufgaben auf, denn wenn jemand eine Planstelle blockiert und eigentlich nicht brauchbar ist, dann haben wir leider nichts davon. Sicher ist es keine Lösung, der Servicekraft die Aufgaben zuzuteilen, die sie gerne macht, oder sich damit zu begnügen, dass sie nur einen Bruchteil von ihren Aufgaben erledigt.
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Du arbeitest doch auf einer Intensivstation, oder?

    Auf eine Intensivstation gehört niemals eine Servicekräfte ans Bett und darf schon gar net eigenständig am Pat. arbeiten. Wenn es dort überhaupt Aufgaben gibt, dann dürften die sich in Putzen und Auffüllen erschöpfen. Als Servicekraft würde ich auch jegliche weitere Tätigkeit verweigern. Stichwort: Durchführungsverantwortung.

    Was habt ihr eigentlich in eure Überlastungsanzeige geschrieben? Habt ihr darauf aufmerksam gemacht, dass ihr eine sichere Versorgung unter diesen Bedingungen net mehr leisten könnt? Mir fällt hier mal wieder der Whistleblower ein. Jeder zuständige Staatsanwalt dürfte sich freuen über entsprechende Infos.

    Elisabeth

    PS Von unseren Servicekräften arbeitet net einer auf der Intensivstation. Dafür findest auf entsprechenden Stationen auch mal zwei statt einer. Vielleicht ist unsere Pflegedienstleitung kompetenter als eure?
     
  14. narde2003

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    Doch wir haben auch auf Intensiv Servicekräfte, aber die sind eben nicht am Patienten sondern für das Umfeld zuständig.
    Putzen, Auffüllen, Lager bestellen, Apotheke aufräumen und Besorgungen, auch mal für den Patienten.
     
  15. Tabea

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    Ich habe auf mehreren Stationen sehr gute Erfahrungen mit unseren Serviceassisstentinnen gemacht. Sie sind bei uns für die an sich pflegefremdem Aufgaben zuständig, die vorher aber immer von der Pflege miterledigt wurden, also Essen austeilen, Betten machen, nach Entlassung die Zimmer reinigen, etc. Jede Servicekraft muss vorher einen Schulungskurs besuchen bzgl Hygiene, Umgang mit Patienten, auch Validation dementer Patienten, etc. Da wir sowieso Stellenmangel haben, wurden durch Einführung der Servicekräfte keine Stellen eingespart, ergo hat das Haus eine Kostenersparnis und wir tatsächlich eine Arbeitserleichterung.
     
  16. aquarius2

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    Intensivpatienten dürfen sie auch nicht betreuen, aber wir haben auch Intermediate Care, also reine Überwachungspatienten. Selbst denen können die meisten das Essen nicht herrichten, aber ihre eigenen Brote können sie schmieren...:x

    Plätze herichten ist keine Zeitersparnis, da man sie auch nach Monaten noch kontrollieren muß und die fehlenden Teile ranschaffen lassen wir das auch, da sie sich nicht ausgelastet fühlt ist sie die meiste Zeit beim Rauchen oder telefoniert, dafür wollte unsere PDL dann doch kein Geld ausgeben...

    Leider ist diese Frau kein Einzelfall von einigen Ausnahmen mal abgesehen... Die Ausnahmen machen das jedoch übergangsweise, bis sie einen besser bezahlten Job oder einen Studienplatz/Ausbildungsplatz haben. Inzwischen planen sie die befristeten Verträge auslaufen zu lassen.

    Das die einen Schwesterhelferinnenkurs machen haben die Normalstationen angeregt, dummerweise wurden viele in dieser Zeit krank...
     
  17. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Woran liegt es eigentlich?

    Unsere Servicekräfte sind schon sehr lange im Haus, was natürlich auch positiv ist. Die Servicekraft der Intensivstation ist seit 15 Jahren dort, wurde aber dort gut eingearbeitet und auf Fehler hingewiesen. Die zweite Servicekraft ist auch schon wieder 7 Jahre vor Ort.
     
  18. aquarius2

    aquarius2 Poweruser

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    Ich denke es liegt an zwei Dingen, eimal die Bezahlung, ich weiß nicht, was diese Servicekräfte anderswo verdienen, aber bei uns nur so 750 €. Dann an der Personalauswahl, aber für 750 Euro da will fast niemand arbeiten. Die meisten sagen, da habe ich mehr wenn ich Hartz-IV kriege.
    Oft sind es Leute, die ihre Ausbildung abgebrochen haben, oder gar keinen Platz bekommen haben und das in München!
    Ich kenne auch Stationshilfen aus anderen Krankenhäusern, die waren gut eingearbeitet motiviert und eine Stütze für das Team. Die hatten aber auch andere Verträge.
    Was mich noch ärgert ist, wenn mehrere Abteilungen mit der Kraft nicht klar kommen, dann dauert es trotzdem noch sehr lange, bis das für die Person Konsequenzen hat.
     
  19. Schwester Rabiata 2

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  20. aquarius2

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    Ich schick dir unsere rüber :ccol1:
     
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